Hund pinkelt sie aus Rache?

9 Antworten

Meine allererste Hündin hat immer vor Freude gepinkelt, das ist dann auch geblieben, das machen manche Hunde. Dann hatte ich eine Hündin aus einer Tötungsstation, sie war extrem traumatisiert und hat erst neben meinem Bett geschlafen, sie hatte nichts dagegen, Hauptsache man ließ sie in Ruhe. Als sie sich an uns gewöhnt hatte und wusste, dass wir ihr nichts tun, hatte sie plötzlich die Idee mit in meinem Bett zu schlafen. Aber sie sollte es nicht und solange ich mit im Schlafzimmer war, hat sie brav auf der Decke gelegen. Wenn ich aber kurz rausging, lag sie zwar auf der Decke aber meine Decke im Bett war volgepinkelt. Das hat die immer wieder gemacht, irgendwann durfte sie dann ins Bett und der Hund war für immer stubenrein. Meine Hündin hat es wirklich ganz bewusst gemacht und sie hatte ja auch Erfolg damit. Vielleicht macht das deine auch deswegen oder aus Unsicherheit weil sie nicht alleine bleiben will, sie ist ja noch sehr jung. Vielleicht überlegt ihr es euch nochmal und stellt ihr Körbchen in eine ruhige Ecke des Schlafzimmers.

Hunde sind nicht berechnend, das kommt in der Tierwelt nicht vor und ist eine typisch menschliche Eigenschaft. Dein Hund hat ganz offensichtig einen mords Streß. Angst, ausgesperrt zu sein, Angst, verstoßen zu werden, Angst vor dem Allein sein. Einen Hund ins Körbchen zu schicken, ist eine Strafe, das ist wie ein Kind in die Ecke zu stellen. Scheinbar kommt da bei Euch einiges zusammen, dass der Hund so unsicher hat werden lassen.

Bitte seid zu dem Kleinen stets freundlich, liebevoll, gütig, empathisch, mitfühlend, achtsam, beständig und verlässlich, so dass er Euch vertrauen kann, und ich Euch hingeben kann.

Hunde sind nicht berechnend? Das kleine Luder hier schon. Wenn sie etwas möchte, gibt sie erstmal Küsschen, ganz von sich aus, oftmals direkt ein paar hintereinander. Um direkt danach genau das zu fordern, was sie will. Das macht sie immer wieder und sie weiß genau was sie tut. Und sie weiß genau, dass sie so alles bekommt.

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Hunde kennen keine "Rache" weil sie keine Gesellschaftsformen wie Menschen bilden!

Dein Hund kennt aber Gefühle wie Verlustängste, Unsicherheitsängste draussen im Freien, Freude, Ehrerbietung, Zugehörigkeitsgefühl. Mit diesen Gefühlen sind wir dann bei Eurem sehr grossen Problem mit dem Hund.

Fasse zusammen:

  • Junghundphase

  • ausschliessende, zu strenge "Erziehung" womöglich mit Massregelungen erreichtes Durchsetzen beim Hund (Massregeln ist auch lautes Schimpfen, Anzischen, Stubsen etc.)

  • mal "darf" der Hund mit ins Schlafzimmer, mal "darf" er nicht, also für Hund unverständliches Verhalten des Menschen. Quasi - aus der sicheren Sozialgruppe ausgeschlossen (= das macht Hund unsicher bis ängstlich, Panikgefühle).

  • aus dem Panikgefühl heraus, der fortwährenden Unsicherheit, weil Mensch keine Sicherheit vermittelt = traut sich dieser Hund draussen, in neutralem Gelände nicht ausreichend lösen.

  • Wenn dann ausgeschieden, Stress, Unsicher aber der unsicher machende Mensch ist sicher im Schlafzimmer verschwunden traut sich der Hund dann - im Badezimmer (dem Örtchen für alle) endlich sicher lösen!!!

armer Hund

Bitte lese das, denke ausführlich darüber nach. Hunde sind soziale Lebewesen und nicht nur süss und zu dressieren. Sie haben Gefühle und Soziale Bedürfnisse die erfüllt werden müssen bei der Haltung!

Hunde funktionieren auch wenn man sie artgerecht hält. Dazu muss man sich zum Wesen und Verhalten von Hunden informieren, darf sie nicht instrumentalisieren.

Dein Problem ist ein grosses Problem das Du dringend beginnen musst zu ändern.

Mit dem Hund auf Du - Zum Verständnis seines Wesens und Verhaltens, Autor: Eberhard Trumler

Bitte lesen & auch umsetzen - Deinem Hund zu liebe.

Also ich denke nicht das sie ängstlich ist. Sie ist total aufgeweckt und sie ist nie lange von uns getrennt! Sie darf halt manchmal für ne kurze zeit nicht ins schlafzimmer weil man auch mal etwas nah mit seinem partner sein will und es einfach unangenehm ist für uns wenn sie dabei zuguckt. Ich meine wir schlagen sie nicht oder schimpfen mit ihr oder sperren sie irgendwo ein!

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@Maily110

Dein Denken, Maily, ist für den Hund nicht ausschlaggebend. Du solltest den wirklich kompetenten Rat ernst nehmen. Und aufhören in dem Hund ein Wesen zu sehen in welches Du hineininterpretieren kannst Was Dir in den Kram passt. Denn genau Das machst Du. Und fügst dem armen Tier massive Qualen zu.

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hatten wir mit unserem hund auch , wenn sie pinkelt (auswärts) dann lob sie ganz heftig und wenn sie fertig gib ihr ein leckerchen. Der hund kennt nähmlich da keinen unterschied ob drinnen oder draußenund daher pinkelt sie einfach überall wenn sie gerade muss.

Körbchen in die Ecke des Schlafzimmers und das Problem erledigt sich von ganz allein. Der Hund möchte nur bei Euch sein!! Es ist eine Strafe für ihn nicht mit im Zimmer sein zu dürfen. Denn er versteht überhaupt nicht warum er es manchmal darf und manchmal nicht. Ist doch klar, dass er es als Strafe ansieht, wenn er es mal nicht darf.

Dem Hund ist es -einmal ans Körbchen im Schlafzimmer gewöhnt- vollkommen egal was ihr da im Bett treibt. Die ersten Male wird er vielleicht noch neugierig aufhorchen, aber wenn er nach einigen Malen merkt, dass das zu Eurem Verhalten dazu gehört, wird er einfach im Körbchen liegen und Euch gar nicht beobachten. Keine Angst davor. Vorrausgesetzt, er darf nicht mehr ins Bett und sieht das als EUER " Revier" an.

Unseren Hund juckt das kein Stück, Hauptsache er ist bei uns.

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