Hund Pflicht steuern zu bezahlen?

15 Antworten

Hallo,

auch, wenn die meisten hier zu glauben scheinen, dass die Hundesteuer eine Pflichtsteuer überall in Deutschland wäre - so ist es tatsächlich nicht so.

Eine generelle Hundesteuerpflicht gibt es NICHT in Deutschland -
das ist jeder Kommune selbst überlassen. Und es gibt sogar Gemeinden in
Deutschland, da gibt es KEINE Hundesteuer. So zum Beispiel im bayerische
Windorf. Und in Ettal (ebenfalls in Bayern)  zahlen Hundebesitzer
lediglich einen Euro im Jahr.

Auch wird in vielen Gemeinden für bestimmte Bevölkerungsgruppen die Hundesteuer erlassen oder teilweise erlassen. Oft zahlt man auch für Hunde aus dem Tierschutz keine oder über einen bestimmten Zeitraum keine Hundesteuer.

Auch für Hunde, die beruflich gehalten werden oder einem "Zweck" dienen, fällt häufig keine Hundesteuer an.

Die Höhe dieser Steuer ist ganz unterschiedlich - von ganz ganz billig bis extrem teuer. Für die "Listenhunde" wird z.B. die Steuer meist ganz drastisch hoch.

Wir man erwischt, dann hat das böse Folgen. Man muss die versäumte Steuer nachzahlen, kann außerdem ein Bußgeld aufgedrückt bekommen, auch das Finanzamt könnte den Hundehalter wahrscheinlich wegen Steuerhinterziehung belangen.

Anzumelden ist definitiv Pflicht. Wie hoch die Steuer ist (und ob man überhaupt zahlen muss) kann jede Gemeinde für sich entscheiden. Es gibt meistens zwei Gründe, warum Gemeinden Hundesteuern erheben: Geld in die Kassen spülen (Hundesteuer ist nicht zweckgebunden und kann somit für alles verwendet werden) und um die Hundeanzahl ein bisschen einzudämmen (insbesondere in Städten, deswegen meist dort höher als auf dem Land). Wenn du es nicht machst, machst du dich strafbar. In manchen Gemeinden werden immer wieder Kontrollen durchgeführt und dann kann es richtig teuer für dich werden. Tatsächlich kommt jeder vierte Hundehalter seiner Steuerpflicht nicht nach.

Hier ist ansonsten noch einmal alles nachzulesen (mit Quiz wer will): https://www.ageras.de/woerterbuch/hundesteuer

Jede Stadt und Kommune kann die Hundesteuer nach Belieben festlegen. Genauso sieht es auch mit der Nutzung des Geldes aus, das hierzu einfließt. Für was die Hundesteuer also genutzt wird, bekommt die Kommune nicht vorgeschrieben. Ob nun Straßen ausgebessert, neue Verkehrsschilder aufgestellt oder Löcher in der Haushaltskasse gestopft werden - alles liegt im Bereich des Möglichen. Die Hundesteuer ist jedoch keinesfalls dazu gedacht, eine Hundewiese anzulegen oder die Kosten für die Beseitigung der Hinterlassenschaften der Tiere zu decken. Das denken jedoch die meisten Hundebesitzer. Das ist der Grund wieso die meisten Personen nicht direkt gegen die Steuer vorgehen. Die meisten Städte wachen äußerst streng darüber, dass Hundebesitzer die Hinterlassenschaften selbst wegmachen. Andernfalls wird nämlich eine saftige Geldstrafe fällig. Obwohl die Rechtmäßigkeit der Hundesteuer in Deutschland immer wieder infrage gestellt wird, ist es allen Gegnern bis zu diesem Tag nicht gelungen, eine Abschaffung durchzusetzen. Eingeführt wurde die Hundesteuer bereits im Jahre 1810. Viele Hundehalter kommen immer wieder mit dem Argument an, dass für andere Tierarten ebenfalls keine Steuer erhoben wird. Katzen und Pferde werden beispielsweise mit keinen Steuerzahlungen belastet. Außer in Deutschland, Südafrika, Österreich und der Schweiz verlangt kein Land dieser Welt Hundesteuer. Aus diesem Grund wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis die entsprechenden Klagen endlich zum Erfolg führen. Ein Hund ist schließlich ein Sozialpartner und kein Luxusgut wie eine Markenhandtasche oder ähnliches.

http://hundesteuer.biz/#Wozu_benutzt_die_Kommune_oder_die_Stadt_die_Hundesteuer

Von wann und vor allem wer hat die Tabelle verfasst ? Da sind so viele Fehler, das man die nicht ernst nehmen kann. das fängt bei einigen Orten und deren Zugehörigkeit zum Bundesland an ( laut Postleitzahl sollten die Fehler auffallen ) und hört bei den Preisen auf.

0

Genauso sieht es auch mit der Nutzung des Geldes aus, das hierzu einfließt. Für was die Hundesteuer also genutzt wird, bekommt die Kommune nicht vorgeschrieben.

Das ist ja die Definition einer Steuer, dass diese keinem konkreten Zweck dient. Siehe § 3 Abs. 1 AO:

(1) Steuern sind Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen und von einem öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen auferlegt werden, bei denen der Tatbestand zutrifft, an den das Gesetz die Leistungspflicht knüpft; die Erzielung von Einnahmen kann Nebenzweck sein.

2

Was möchtest Du wissen?