Hund nur scheinbar aggressiv

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10 Antworten

Hunde die so aggressiv reagieren sind in der Regel einfach nur unsicher und haben nie von ihrem Besitzer Schutz bekommen. In der Regel werden solche HUnde mit übertriebener Aggression behandelt, geschimpft, gemaßregelt, bestraft - für ihre Unsicherheit. Und so potenziert sich die Unsicherheit magels Vertrauen in den Besitzer und sein unsouveränes "Rudelführerverhalten" in Aggression hoch. Der Hund lernt:" Ich bin mir selbser am nächsten, mein Besitzer kann mir ein unsicheren Situationen nicht helfen, und er versteh mich überhaupt nicht." Klar, dass so ein Hund lieber die Zügel selbst in die Hand nimmt.

Ich bin ein Gegner von "Bei Fuss!", weil es für einen Hund total unklar ist. Mach mal ein Experiment mit einer Freundin und gehe einen beliebigen Weg, den Du auswählst genau nebeneinadner. Ohne etws zu sagen. Sie wird ziemlich gestresst sein, weil sie neben Dir ständig zur Seite schauen muss, aber geradeaus gehen muss. Das ist total anstrengend.

Wo geht ein Fremdenführer? Richtig - VOR der Gruppe. Sie kann sich an ihm orientiren und verpaßt nichts. Wirklich führen kann man nur von vorne.

Ich arbeite nur so, und das Ergebnis sind hochkonzentrierte aber entspannte Hunde, weil ich ihnen den Weg zeigen kann, ich halte den Kopf hin , wenn es brenzlich wird, und ich kann einschätzen, ob etwas eine Gefahr darstellt oder nicht.

VOR einem oder mehreren Hunden zu gehen, erfordert Geschicklichkeit, Klarheit, Reaktionschnelle, das muss man immer wieder üben. Ich habe da auf meinem Profil ein paar kleine Filmchen dazu gemacht.

Ich kann nur sagen, dass ich damit bei Problemhunden die besten Erfahrungen gemacht habe, weil sie erkannt haben, dass sie sich an der Leine regelrecht entspannen können.

Im Freilauf ist es bei Hundebegegnungen eine Frage des rechtzeitigen Abrufens, Anleinens und den Hund hinter sich bringen.

Viel Glück! :-)

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Kommentar von Tanja28052012
10.07.2013, 07:41

Bei mir gibt es auch kein bei Fuß. Nur ein "hier" was heißt, das mein "kleiner " sich in meine unmittelbare Nähe begeben muss. Und es hat sich von selbst so eingebürgert, dass er dann immer einen Schritt hinter mir läuft. Auch an der Leine.

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Kommentar von dianaW1980
10.07.2013, 17:54

Diese Weise mache ich nun schon seit zwei Wochen. Ich muss sagen, es ist bis jetzt das beste Training. Ich kann gar nicht sagen, wie begeistert ich von meinem Hund bin. Früher hat er es gehasst, Bei Fuss zu gehen. Er hing sich in die Leine, wenn ein anderer Hund auf uns zu kam. Nicht aggressiv, sonder er wollte spielen. Aber ich habe eben ein kleines Kälbchen an der Leine und merkte schnell, dass es so nicht geht. Nach Monatelangen Nacken und Schulterschmerzen und ein Mittelfingerbruch musste ich umdenken.

Jetzt laufe ich VOR ihm, immer. Wenn er einmal vorlaufen will, blocke ich ihn mit meinem Körper. Mittlerweile sind wir so weit, dass ich es auch ab und zu ohne Leine probiere. Hier muss ich natürlich konzentrierter und schneller sein, denn mein Hund ist nicht dumm und versucht mich dann ab und an mal auszutricksen, indem er zur Seite ausschert.

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Kommentar von douschka
11.07.2013, 02:03

Ja das ist richtig mit dem Vorangehen als "Führer". In der freien Folge (nach Lösung, Auslauf und ihren "5 Minuten") geht sie seit zwei Tagen von selbst einen Schritt hinter mir und ist auch konzentriert. Ein Hund der nur an das Vorangehen gewöhnt war, muß sich auch an der kurzen Leine erst einmal führen lassen. "Bei Fuß" ist vorerst einfacher zuvermitteln. Von Tag zu Tag können wir uns besser aufeinander einlassen. Ich sehe die Hündin nicht als Problemhund an, da kenne ich ganz andere Kaliber. Im Gegenteil so einen bereitwillig lernenden Hund hatte ich selten. Für die Vorbesitzer war es der erste Hund und dann gleich eine Dogge! Das sagt schon viel. Habe keinen perfekten Hund erwartet, nur diese große Aggression ist nicht stimmig zu ihrer sonst leichten Führigkeit. Vielen Dank für Deine Hilfe, denn Vorangehen vor dem Hund hatte ich noch nie aus diesem Aspekt heraus betrachtet. In den meisten Fällen hat sich das genauso von selbst ergeben, was ja auch logisch ist. Nur Leute von "der alten Schule" (so wie ich), sind leider zu sehr auf die Korrektheit geprägt. LG

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Kommentar von douschka
11.07.2013, 23:15

Hallo liebe MitHundenSein, vielen Dank für Deine guten Tipps. Habe mir auch Deine Videos angesehen. Auf dieser Basis habe ich jahrelang mit meinen Pferden gearbeitet und Teile in die Hundeerziehung einfließen lassen. Diese Vertrauensarbeit ist für mich eine Basis. Im aktiven Hunde- und Pferdesport sowie bei Präsentationen werden andere Prioritäten gesetzt. Freiarbeit ist eine Angelegenheit für sich, unter Leistungsdruck gelten andere Erfordernisse. Grundsatzfrage: warum setzt man Tiere und Menschen unter Leistungsdruck? Eine Frage des Ehrgeizes? Ein Thema für Zuchtselektion? - Ohne Leistung- keine züchterischen Erfolge! Warum überhaupt Zucht und Zuchtprogramm/ - Standarts? Meiner Meinung nach hat jede Methode einer gewissenhaften, einfühlsamen, konsequenten, liebevollen und schmerzfreien auf das einzelne Tier abgestimmte Ausbildung ihre Berechtigung. Immer gilt das Ziel bestimmt den Weg und Wege gibt es viele.

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Irgendwo weiter unten habe ich gelesen, dass die Hündin "erst" mit 1,5 Jahren kastriert wurde - 18 Monate ist für einen Spätreifen Hund wie eine DD viel zu früh! Kein Wunder, dass die Hündin so unsicher ist, dass sie auf andere Hunde erst mal losgeht, bevor ihr was passiert. Du kannst nicht verlangen, dass sie schon Sicherheit von Dir bekommt, wenn Du sie erst wenige Tage hast. Lass Dir und der Hündin Zeit, gewöhnt Euch aneinander und gewöhne sie langsam (behutsam) an Hundebegegnungen. Du musst die Sicherheit zeigen, die Deiner Hündin fehlt!

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Kommentar von douschka
13.07.2013, 22:05

Danke für Deine Antwort. Das wäre auch ein Grund. Deshalb habe ich ja nach Antworten gesucht. Ansonsten sind wir auf einem guten Weg, es braucht halt alles seine Zeit. Wie schon beschrieben, hatte der Vorbesitzer die Hündin bei der ersten Sichtung (ca. 20 m) meines Rüden an der Leine und ich den Dicken auch. Das war schon heftig und angeblich hat sie das noch nie gemacht. Wie so hat sie dann einen leichten Maulkorbabdruck und war überhaupt nicht irritiert als ich ihr einen anprobierte?

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Was passiert denn, wenn du die Leine los lässt? Ich würde folgenden Versuch machen: Such dir ein Terrain, in dem der Hund nicht weglaufen kann und such dir einen grundsätzlich verträglichen fremden Rüden.

Sichere die Hündin mit einem Maulkorb für alle Fälle. Dann begegnet euch an der Leine, wie bei einem normalen Spaziergang. Geht sie in die Aggression - und zwar möglichst bereits dann, wenn sie sich nur anspannt und/ oder starrt und der Abstand noch ausreichend groß ist - lass kommentarlos die Leine fallen und gehe in eine andere Richtung weiter.

Rufe sie nicht. Du wirst bei diesem Versuch erkennen, ob sie potentiell gefährlich ist oder nicht. Wenn sie tatsächlich den anderen Hund angreift, pflück sie ab und geh' mit ihr weg. Der Maulkorb wird Beschädigungen verhindern und allen Beteiligten die nötige Sicherheit geben.

Abhängig vom Ergebnis musst du weiterarbeiten. Hier ein Tipp, der in jedem Fall Sinn macht:

http://www.gutefrage.net/tipp/hilfe-bei-leinenaggression-hund

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Kommentar von douschka
11.07.2013, 22:45

Danke für Deine Anregeung. Wie ich schon beschrieb, ist die Erstbegegnung mein größtes Problem. Einige Hundehalter reagieren darauf hysterisch. Sie ist nicht grundsätzlich aggressiv. Mir scheint es so, dass sie sofort auf den Modus "Angriff ist die beste Verteidigung", egal ob Rüde oder Hündin stellt. Vorerst würde es reichen angeleint an anderen ohne Zicken vorbei gehen zu können. Wie ich sie einschätze, würde sie keinen Hund im Freilauf killen. Sie baut sich halt auf. Aber es gibt oft "kampferprobte" andere und den Ausgang möchte ich nicht erleben. Allerdings ohne Maulkorb usw. mit fremden Rüden (meiner war fremd) ist schon gelaufen. Keine 5 Minuten und die Sache war erledigt. Seit dem ersten Tag liegen sie friedlich nebeneinander auch Futterneid gibt es nicht. Sie ist regelrecht auf fremde Hunde fixiert, nach gesicherter Bekanntmachung keine Allüren mehr. LG

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was schief gelaufen sein könnte?

hmm Du kannst Fragen stellen ;-)

Ich kenne so ein ähnliches Verhalten von Hündinnen, mit denen man züchten wollte, die sich aber nicht decken liessen und dann zwangsgedeckt wurden........... ich denke ich muss Dir nicht erklären, was das bedeutet (sollte Dir das nicht klar sein, erklär ichs lieber per pn) .

Diese Hündinnen haben, verständicherweise, erstmal eine Abneigung/Hass gegenüber anderen Rüden/Hunden. Wenn sie dann noch "gefesselt", also an der Leine sind, und nicht flüchten/ausweichen können, gibts für sie nur die Möglichkeit des Attackierens. Langsam ganz langsam merkt sie dann, dass Du mit ihr nichts Böses im Schilde führst, deswegen beruhigt sie sich - bis zum nächsten Hund....

Ich würde vorerst keine ständig wechselnden Hundebegnungen, ausser Deinem eigenen Hund, provozieren. Geh fremden Hunden aus dem Weg. Lass sie zur Ruhe kommen und lernt Euch kennen. Wenn Du eines Tages ihr volles Vertrauen hast, wird sie sich auch gelassener bei solchen Begegenungen.

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Kommentar von douschka
11.07.2013, 02:17

Die Hündin war nie für die Zucht vorgesehen und wurde mit 1,5 Jahren kastriert. Aber ich weiß was Du meinst. Wir können nicht allen Hundebegegnungen ausweichen und ich möchte ihr auch nicht vermitteln, dass fremder Hund - gleich Umleitung bedeutet. Einige Rüdenhalter gehen uns schon seit Jahren aus dem Weg, und ich ihnen. Was nicht richtig ist. Klar müssen die Jungs an die Leine, aber einen Bogen machen, war auch von mir nicht richtig. Nur weil ich neu in dieser Gegend war und noch eine Menge andere Probleme hatte, wollte ich mit keinem anecken und habe den Weg des geringsten Widerstandes gewählt. Im Nachhinein absoluter Blödsinn, damit haben sich Verhaltensmuster nur manifestiert. So`nen Quatsch habe ich vorher nie gemacht, aber ich war als Dazugezogene unsicher.

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Da wird der Vorbesitzer wohl noch mehr verschwiegen haben. Vielleicht hat der immer Panik geschoben, wenn andere Hunde vorbei kamen und hat sie nervös weiter gezogen, so das sie gar keine Zeit hatte, andere Hunde näher kennen zu lernen und nur die Nervosität vom "Rudelführer" (falls sie den Vorbesitzer als solchen angesehen hat) mitbekam.

Nur eine Theorie... Das wird man bei vielen Hunden mit Vorgeschichte wohl nie wirklich rauskriegen, warum sie in manchen Situationen komisch reagieren. Wir haben unsere Border-Hündin mit einem Jahr bekommen und sie hatte unter anderem panische Angst vor jeglicher Art von Scheren bzw. vor dem Geräusch (egal ob riesige Gartenschere oder kleine Papierschere) und hat aus Angst gebissen. Die Vorbesitzer wussten angeblich nichts... naja, wichtiger ist es, dem Hund zu zeigen, dass es keinen Grund gibt Panik zu haben. Da scheinst du ja auf einem sehr guten Weg zu sein. Also weiterhin viel Erfolg und Spaß mit dem Wildfang ;)

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Kommentar von douschka
11.07.2013, 23:20

Danke. Wir versuchen das Beste daraus zu machen.

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Du hast diesen Hund eineinhalb Wochen. Was verlangst du denn von dem Hund, das er dir aus der Hand frisst .Er weiß ja noch nicht mal ,ob er es mit dir gut getroffen hat. Ich habe einen Spitzdackel aus dem Heim geholt vor 3 Jahren .Mir war es wichtig erst mal Seine Zuneigung zu bekommen. Mit viel Liebe und auch Bewunderung ,ist es mir gelungen ,das der Hund mich in sein herz geschlossen hat .Er Weicht mir nicht von der Seite .Ich rede viel mit Ihm ,und er versteht auch immer mehr was ich Ihm sage. Die Erziehung erfolgt ganz nebenher .Ich lebe in der Großstadt ,mein Hund ist immer an der Leine .Er will es auch se ,wenn ich die Leine fallen lasse bleibt er stehen .das war schon so ,als Ich ihn bekam.

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Mir ist bei Doggen aufgefallen, dass sie von extrem vielen Hunden wegen ihrer Größe rechts skeptisch betrachtet/behandelt werden. Sogar bei meinem eigenen Hund ist mir schon aufgefallen, dass er - obwohl er eine spitzenmässige Kommunikation hat - bei Doggen gerne mal auf - bleib sicherheitshalber weg - macht! Lieber vorsichtshalber mal ein paar Distanz schaffende Zeichen setzen, als erst mal den andern freundlich zu checken. Es ist zwar nicht immer so, aber da entwickelt sich gerne ein Teufelskreis für deine Dogge. Und wenn du dann auch noch eine Flexileine dran hast (hoffentlich nicht auch noch ein Halsband), dann unterstreicht das das Ganze noch. Was mich aber aufhorchen lässt, ist die Tatsache, dass du schreibst, dass jetzt die andere Dogge rumzickt und dein Bauchgefühl sie nicht zusammen lässt. Vielleicht ist sie zu gestresst und überträgt das auf den anderen Hund. Einfach nochmal hinterfragen, ob dein Hund wirklich "relaxt" bei Fuss geht, oder ob er vielleicht doch nur "unter Signalkontrolle" steht und dabei gestresster wird. Wenn du wirklich "bei Fuss" im klassischen Sinn meinst, würde ich das mal lassen und einfach ein lockeres gehen neben dir trainieren und immer beim passieren der Trainingshunde zwischen deinem Hund und dem anderen gehen.

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Kommentar von douschka
11.07.2013, 02:54

Das bei Fußgehen ist der Anfang und der blöden Flexleine geschuldet. Die Maus ist meine 6. Dogge und in der Tat ist es so, dass die Großen häufig von kleineren angemotzt werden. Mein Rüde hat Respekt vor den Kleinen, er hat sich schon öfters von ihnen beißen lassen. Er hätte ein leichtes Spiel mit ihnen, zum Glück weiß er es nicht. Die Doggies nehmen sich alles zu sehr zu Herzen. Zwar möchten sie gern auf Samt gebettet werden, brauchen aber eine konsequente Führung. Ist man bei der Dogge zu nachgiebig, hat man schlechte Karten. Bist Du bei der Dogge zu hart, sind die Karten noch schlechter. Meine Bekannte hat mit ihrer Dogge (auch aus zweiter Hand) nicht ausreichend gearbeitet. Aber ich bin nicht ihr Mentor und mit meinem Rüden zusammen gab es keine Probleme. Dass diese Hündin nicht gut in der Unterordung steht, ging mich wenig an. Erst jetzt stellt sich das vllt. als Problem dar. Meine kann sich gelassen geben nach gewisser Zeit und findet sie einen Schmetterling interessanter als einen rumzickenden Hund wenige Meter neben sich. Klar dass zum Training auch anders als stupides "bei Fuß" gehört. LG und vielen Dank.

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Das Problem ist wohl die Leine.Meiner spinnt an der Leine auch so,aber sobald er ohne Leine läuft bzw.ich ihn losmache ist Ruhe.

Diese Leinenaggressivität haben viele Hunde.Sie fühlen sich stark weil Frauchen an "der Leine hängt" oder sie würden am liebsten hinstürmen und können nicht weil sie an der Leine sind.

Der Hund merkt auch wenn du dich anspannst wenn du einen anderen Hund siehst weil du wieder befürchtest dass sie austickt,deine Anspannung überträgt sich,sie wird bestärkt in ihrem Verhalten.

Hast du es schon mal mit Ablenkung (Leckerli)probiert.Oder ein bestimmtes "Halfter"dass sie am Vorpreschen hindert.

Letztendlich gibt es kein Patentrezept.Ich versuch immer locker zu bleiben wenn ich einen anderen Hund sehe,bzw.wir dran vorbeilaufen und es keine Möglichkeit gibt beide von der Leine zu lassen.

Ich nehm dann ein Leckerli in die Hand und zeig es ihm.Mittlerweile ist er aber schon gelassener,da er älter geworden ist.

Möglicherweise legt sich dass noch,wenn du sie eine Weile hast.

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Kommentar von douschka
11.07.2013, 23:43

Bin kein Haltifan, aber bei ihr lege ich es stets an wenn es nach draußen geht. Möchte dass sie es mit etwas Positiven verbindet und nicht nur als Zwangsmaßnahme. Sie muß lernen mir zu vertrauen und "Verantwortung" abzugeben. Das braucht Zeit. Sie ist unsicher, neue Umgebung, unsichere Vorbesitzer usw. Ihr gesamtes Wesen paßt einfach nicht zur ihrer zu Schau gestellten Aggression. Ohne Fremdhundebegegenung ist sie sehr gut abrufbar, nur eben diese Wut gegen andere Artgenossen kann ich mir nicht so richtig erklären. Es sind nur Mutmaßungen. Es muß im Vorfeld einige Mißverständnisse gegeben haben und denen ich auf der Spur bin.

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Sie gebärdet sich an der Leine wie eine Furie

ist es noch die Flexi-Leine? Die solltest du schnellstens gegen eine kurze stabile Lederleine austauschen. Die Leine ist ein Instrument, um dem Hund klare Signale und Anweisungen zu geben!

Ja, so etwas haben wir auch erlebt, wenn man nicht viel über die Vergangenheit weiß, muß man viel raten und extrem viel Geduld haben...aber es lohnt sich!

DD... - wird oder wurde sie jagdlich geführt?

Wie auch immer, ich wünsche dir viel Erfolg!

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Kommentar von Biggi1963
10.07.2013, 20:30

Die Leine ist ein Instrument, um dem Hund klare Signale und Anweisungen zu geben!

Richtig - und auch Sicherheit (wenn es eine unsichere Hündin ist). DH Schlappilinchen♥

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Kommentar von douschka
10.07.2013, 22:07

Natürlich ist die Flexileine schon weg und wurde sofort ausgetauscht.

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DD ist übrigens mit dem Deutsch Drahthaar zu verwechseln :-).

ich vermute, dass die vorbesitzer völlig überfordert waren und dem hund auch genau das signalisiert haben. jemand, der überhaupt nicht abschätzen kann, was zwischen zwei sich fremden hunden vorgeht und der seinen hund nicht anleiten kann, wie man sich respektvoll nähert, der bekommt ein tier, das eben unsicher reagiert.

hätte ich meinen jetzigen hund als völlig unerfahrener mensch bekommen, wäre ich, als er zwei jahre wurde so überfordert gewesen, dass ich ihn hätte abgeben müssen. die attacken gegen andere hunde schienen teilweise so gefährlich, dass ich in eine spirale der angst geraten wäre. uns beiden half der rat, einen bogen zu gehen, und dann nach absprache mit dem besitzer des anderen hundes, nachdem schonmal witterung aufgenommen wurde, beide hunde zusammenzulassen, die besitzer blieben auf abstand. so hat basker sehr schnell gelernt, sich zu benehmen.

ich bin sicher, dass sich das bei ihr schnell verliert, 10 tage sind ja noch nichtmal genug, um sich einzuleben. sicher hat sie bald das nötige vertrauen in dich, und wird sich dementsprechend verändern. im moment prasseln einfach noch zu viele neue eindrücke auf sie ein.

frisches, rohes fleisch ist übrigens eine nervennahrung, die auch hier unterstützend wirken könnte (falls du nicht sowieso barfst) :-).

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Kommentar von douschka
11.07.2013, 22:11

Hallo taigafee, schön dass Du auch wieder dabei bist. Meine Hunde sind im DDC (Deutscher Doggenclub) eingetragen, ist für mich logisch DD. Aber leicht zu verwechseln, stimmt.

Ja, so wie Du es siehst könnte ein Zusammenhang bestehen. Klar muß die Maus erst einmal richtig ankommen. Aber um jeden Hund einen Bogen machen geht nicht immer und möchte ich auch nicht. Sicher ist Tekla schon bestraft worden. Wurde mir sofort klar, nach dem sie eine Fährte aufnahm, zurück kam, sich aber nicht ran traute. Sehe einen Widerspruch in dem so willigen Hund und dieser Wut gegen andere Hunde. Wir Dauerwohner haben stillschweigend unsere Reviere und Gassizeiten aufgeteilt. Gegenseitiger Respekt und Höflichkeit ist bei Begegnungen unter uns Hundeleuten normal. Anders dagegen sieht es mit den vielen Touristen aus. Nicht nur dass sie stets die Hinterlassenschaften ihrer Hunde mitten auf den Wanderwegen einfach liegen lassen, sie sehen oft auch nicht ein, dass ihre Hunde auf bitten abgerufen und angeleint werden. Wenn es dann doch zu einem Gerangel kommt, ist das Geschrei entsprechend groß, weil ja die großen Hunde immer Schuld haben, obwohl diese an der Leine sind. Frage mich immer, was erwartet ein Hundebesitzer, wenn sein Hund mit Motzlaune in ein Rudel rennt. "Der wollte doch nur spielen" ect.

Meine Neue bekam vom Vorbesitzer nur Trofu und was vom Menschenteller übrig blieb. Stressbedingt hatte sie die ersten Tage bei mir immer etwas Durchfall. Noch bin ich bei der Futterumstellung mit dem bisherigen Trofu auf Rohfütterung. Doch ausschließlich Rohfutter geht aus praktischen Gründen nicht. Wenn die Hunde in Pflege oder wir auf Reise sind, ist reine Rohfütterung ein Problem, deshalb gibt es auch Kaltgepresstes Trofu. LG

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