Hund mit zur Arbeit nehmen bei Behinderung?

8 Antworten

Wenn der Hund gut erzogen ist, machst du einfach folgendes - Du sagst, dass der Hund dein Assistenzhund ist und du ihn als seelische Stütze oder wo auch immer deine Probleme liegen, für die Arbeit benötigst.

Es ist nämlich a) so, dass es in Deutschland bislang keine gesetzlichen Regelungen für Assistenzhunde gibt und du somit völlig legal jeden beliebigen Hund als Assistenzhund betiteln kannst (was jedoch trotzdem nur bei wirklich gut erzogenen Hunde gemacht werden sollte, da du sonst das Ansehen aller Assistenzhunde in der Gesellschaft gefärdest).

und b) kann dir der Arbeitgeber nicht verbieten, einen Assistenzhund mit an den Arbeitsplatz zu nehmen. Vorausgesetzt, du benötigst den Hund für die Erfüllung deiner Aufgaben (lass dir das am besten ärztlich bescheinigen). Denn niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden - das gilt auch für das Arbeitsleben. Dieser Gleichbehandlungsgrundsatz und das Diskriminierungsverbot steht übrigens über dem privaten Hausrecht, falls dein Arbeitgeber Einwände haben sollte.

Viel Glück!

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Selbst Hundebesitzer und ehrenamtlicher Verhaltensberater

Danke das werde ich mal probieren.

Mein Arbeitgeber erlaubt mir zum glück meinen hund mitzunehmen, jedoch meinte er ich bräuchte einen Nachweis dass das mit dem hund klappen wird ,richtung begleithund usw. Und da gehts momentan einfach nicht so voran wie geplant ;\

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@Eko12

Aber wenn der Hund gut erzogen ist, wie du sagst, sollte das mit der Begleithundeprüfung doch kein Problem sein? oO

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@Revic

Ja das war auch der plan aber ich finde es schwer  den richtigen ansprechpartner zu finden, ich wollte nächste woche eventuell eine Prüfung mitmachen worauf ich mich vorbereitet habe aber ob diese dann anerkannt wird wissen die auch nicht 100%ig,heute habe ich erfahren das man wohl in einem hundeverein sein muss und und und... (ich muss zugeben ich kümmere mich nicht selbst um die Kontaktknüpfung mit hundevereinen und weiß daher auch nur was mir weiter gesagt wird)

Ich suche nur nach ner einfachen schnellen Lösung nen nachweis zu kriegen das der hund ok für die arbeit ist...bzw nen schnellen weg den hund mitzunehmen . Mein arbeitgeber ist wie gesagt sehr offen was das angeht nur ist er sich unsicher weil der hund nicht ausgebildet ist.

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doch, der Arbeitgeber kann einen Assistenzhund verbieten, denn für diese Hunde gibt es keinerlei gesetzlichen Regelungen.

Das hat auch nichts mit dem Gleichbehandlungsgrundsatz etwas zu tun.

Alleine einen Blindenführhund muss er dulden, denn das ist kein Hund, sondern ein medizinisches Hilfsmittel und dafür gibt es eine gesetzliche Regelung.

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@dsupper

Zur Verdeutlichung, was es mit Assistenzhunden und der
Gleichstellung nach dem Bundesbehindertengesetz so auf sich hat:

- Grundsätzlich muss ja erst einmal ein tatsächlicher Grad einer Behinderung festgestellt werden. Dazu reicht kein „Schreiben

eines Arztes“, oder die Eigendiagnose des Betroffenen, sondern es bedarf eines Antrages beim Versorgungsamtes, mit dann erfolgenden Formularen, Gutachten und Untersuchungen bei entsprechenden Ärzten.

Erst dann kann der Grad einer Behinderung festgelegt und „beurkundet“ werden.

- Lt. § 39 a BBG ist ein Assistenzhund ein Hund „der

sich bei Nachweis … nach Absolvierung einer speziellen Ausbildung“.

Das ist etwas völlig anderes als eine wie auch immer geartete „Begleithundprüfung“. Assistenzhunde sind teuer, weil ihre Ausbildung ganz speziell für den Behinderten erfolgt und zwar in einer entsprechenden Ausbildungsstelle.

- Weiterhin besagt Absatz 3, „Als Assistenzhunde gelten Blindenführhunde, Servicehunde und Signalhunde nach Maßgabe der Absätze 4 bis 7…“. Es bedarf also schon einer ganz speziellen Behinderung, die so einen Hund erforderlich macht,

bzw. überhaupt einen „Nutzen“ bringt. (Eine "emotionale Störung" die einen "Kuschelhund" benötigt, reicht hier also nicht aus!)

- "Sachliche Gründe am Arbeitsplatz dürfen nicht entgegenstehen." Dazu gehört z.B. auch ein Mitarbeiter mit einer Hundeallergie,

der in engem Kontakt arbeitet, etc.

Dieses Gesetz ist nicht dazu gedacht, allen möglichen Menschen mit einer mehr oder minder ausgeprägten, eigendiagnostizierten „Behinderung“ die Mitnahme ihres mehr oder minder erzogenen Hundes an den Arbeitsplatz zu „erzwingen“ (vllt., weil man unbedingt einen Hund halten möchte, aber die notwendige Zeit
und Möglichkeit gar nicht hat).

Der Nächste könnte dann sonst auf die Idee kommen, zur „Gleichstellung“ seinen Freund zu brauchen, seine Katze, seine Mutter ….

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Denn niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden - das gilt auch für das Arbeitsleben. Dieser Gleichbehandlungsgrundsatz und das Diskriminierungsverbot steht übrigens über dem privaten Hausrecht, falls dein Arbeitgeber Einwände haben sollte.

Wenn du eine Behinderung hast, die den Hund am Arbeitsplatz erfordert, dann hättest du deinen Chef vorher davon in Kenntnis setzen müssen.

Er hätte dann nämlich auch gegen eine Einstellung von dir entscheiden können.
Das wäre in dem Fall keine Diskriminierung deiner Person, sondern eine Entscheidung, welche aus personellen oder betrieblichen Erwägungen gefällt wird.

Ebenfalls kann der Chef gegen den Hund am Arbeitsplatz entscheiden, wenn einer der anderen Mitarbeiter eine Hundeallergie hat. Würde sich ein Chef darüber hinwegsetzen, dann wäre das eine Diskriminierung des entsprechenden Mitarbeiters. Der hat nämlich irgendwann mal eine (üblicherweise hundefreie) Arbeitsstelle angetreten.

Auch seinen anderen Mitarbeitern gegenüber hat dein Chef nämlich eine Sorgfaltspflicht. -------

Egal, was du für Papiere heranschaffst für deinen Hund - wie willst du denn die Frage beantworten, warum es bisher ohne den Hund in der Arbeit ging und jetzt nicht mehr?

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Hallo,

da hast du leider etwas Falsches gehört.

Alleine ein Blindenführhund wäre immer und überall erlaubt, weil er eben nicht als "Hund" gilt, sondern als "medizinisches Hilfsmittel", so wie z.B. ein Rollstuhl.

Gegen alle anderen Hunde kann ein Arbeitgeber sein Veto einlegen, denn es ist sein Betrieb und er übt das Hausrecht aus. Er kann also einen Hund erlauben oder eben nicht.

Einen gesetzlichen Anspruch gibt es für solche Hunde eben nicht.

Frage doch zuerst deinen Arbeitgeber, ob du deinen Hund mit zur Arbeit nehmen darfst.

Je nach Arbeitsbereich ist dies möglich oder eben völlig unmöglich, weil er den Betrieb beeinträchtigen könnte.

Wir haben auch zwei Hunde von Arbeitnehmern in der Firma und das geht prima, da wir nicht unter absolut sterilen Bedingungen produzieren.

Ohne dass dein Hund zum Blindenführer oder Begleithund ausgebildet ist, den du als Assistent dringend brauchst, wird dir vermutlich ein Attest kaum etwas bringen.

Also rede lieber mit deinem Chef, mit etwas Glück ist er einverstanden, wenn dein Hund wirklich niemanden von der Arbeit ablenkt und brav auf dich wartet, bis du dich in den Pausen um ihn kümmern kannst.

Brauche Tipps für den Einstieg in die tiergestützte Therapie

Hallo zusammen,

ich brauche dringend Hilfe. Ich mache zur Zeit eine Ausbildung zur Erzieherin und schreibe im Juni 2012 meine schriftliche Abschlussprüfung. Ab September beginne ich dann mein Anerkennungsjahr in einer Kindertagesstätte in München. Der Beruf der Erzieherin ist (wie ich finde) die ideale Basis um mit einem Hund in einem Kindergarten zu arbeiten. (ich will keinen Besuchshund, sondern meinen eigenen Hund mit in die Einrichtung nehmen, in der ich dann arbeite und mit ihm und den Kindern dort arbeiten).

Noch habe ich keinen eigenen Hund, allerdings war meine Überlegung, dass ich mir diesen Sommer einen anschaffe, da ich ja nach meiner Abschlussprüfung über 2 Monate Zeit für die Eingewöhnung hätte (so lange kann ich mir als Erzieherin nie wieder frei nehmen - außer ich kündige..)

Jetzt aber zu meinem Problem: Ich weiß leider keine Einrichtung in München, die einen Therapiehund dauerhaft (also nicht nur als Besuchshund) einsetzen. Und dazu kommt, dass der Hund ja ab September noch ein Welpe ist und daher natürlich noch kein ausgebildeter Therapiehund (was ja dann noch eine Weile so bleiben wird, bis er alt genug für die Ausbildung ist).

Kennt jemand eine Einrichtung in München oder um München, die auch schon einen Welpen "aufnehmen" würden, der dann später natürlich zum Therapiehund ausgebildet wird, da ich ja tiergestützt arbeiten möchte? Oder hat jemand eine andere Idee, wie ich das mit Hund und Arbeit auf die Reihe kriege, bis der Hund ausgebildet ist?

Ich bin für jeden Tipp dankbar!!!

Liebe Grüße Alice

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