Hund lernt nur sehr schwer (apportieren)?

12 Antworten

Hi,

wir haben eine Mischlingshündin, in der Schäferhund mit drin ist. Sie hat überhaupt keine Lust irgendwas zu apportieren. Man hat uns auch davon angebraten, weil das den Jagdtrieb, den sie sehr ausgeprägt hat, nur weiter fördern würden.

Erstmal würde ich dir raten solche Dinge als Spiel zu sehen und nicht als Lehrstunde. Man macht das ja eher um den Hund zu beschäftigen und auszulasten und nicht damit er was tolles kann. Der Hund soll Spaß haben.

Worauf meine Hündin total abfährt sind Suchspiele. Ganz Schäferhundtypisch ist sie super mit ihrer Nase. Zu Hause z.B. legt mein Sohn ein Leckerlie unter einen Becher und stellt 2 dazu. Sie muss dann den Becher finden wo das Leckerlie liegt. Es gibt im Internet auch noch viele andere Ideen, wie man das zu Hause machen kann. Das macht echt viel Spaß. Wir lachen uns immer kaputt.

Draußen lege ich ihr Spuren. Dafür gehe ich im Gänseschritt einen Weg und lege alle 2-3m ein Leckerlie hin. Sie muss den Weg dann abschnüffeln und die Leckerlies finden. Am Ziel kannst Du dann mehrere Leckerlies hin legen. Zu Anfang kannst Du einen geraden Weg gehen. Wenn Deine Hündin das schon gut schafft kannst Du auch Kurven und Zick Zack gehen und den Jackpot auch mal im Gebüsch verstecken. Am Ende natürlich ordentlich loben. Wenn der Hund, wie meiner, nicht überall frei laufen darf, macht man das am besten mit der Schleppleine und gibt viel Raum. Wenn ich alleine mit ihr unterwegs bin, binde ich sie an, so lange ich die Spur lege. Sie muss bleiben bis ich sie los machen und es mit "Such" starte. Den Dummy kannst Du auch als Jackpot verstecken. Solche Spiele sollten nicht länger als 15 Minuten dauern.

Die nächste Stufe ist dann Mantrailing, was wir ab Sommer anfangen.

Wenn Deine Hündin nicht gerne spielt schau mal, ob sie vielleicht anders spielen möchte? Schäferhunde sind eigentlich, sogar bis ins hohe Alter, sehr verspielt. Meine mag auch kein Spielzeug bzw. interessiert sich nicht lange dafür. Aber sie liebt es mit uns zu renne, jemanden von uns zu suchen, zu kämpfen usw. Also wilde Spiele mit Körpereinsatz. (Hinterher aber immer den Hund beruhigen)

Meine Hündin bellt auch andere Hunde an - zumindest die meisten. Bei ihr ist es aber sehr ausgeprägtes Revierverhalten und die Tatsache, dass sie andere Hunde einfach sch***e findet. Wir gehen anderen Hunden aus dem Weg und ich lenke sie dann ab. Ich kenne den Abstand, der für sie ok ist und den halten wir ein. Damit wird es auch immer besser und sie entspann sich immer mehr. Hundekontakt lassen wir nur bei Hunden zu, die wir kennen und wenn der Besitzer einverstandenen ist es zu probieren, weil unsere auch sehr deutlich wird, wenn der andere Hund ihre Regeln nicht befolgt. Was es genau bei Deinem Hund ist und wie ihr da am besten reagiert kannst du sicher mit einem Hundetrainer klären lassen.

^"Nur ist sie sehr dickköpfig, weswegen sie manchmal streikt, weswegen ich ziemlich streng bei ihr bin."

Au, das tut mir in der Seele weh.

Elocin2910 hat es absolut fachlich fundiert begründet.

Außerdem ist nicht jeder Hund gleich, bei dem man von bestimmten Voraussetzung /Vorstellungen ausgeht. Einige finden apportieren toll, werden mitunter leider zu Balljunkies gemacht, andere finden es langweilig und führen es nur aufgrund Gehorsamkeit aus.

Als Übung für Gehorsamkeit kann man es mit einbauen, aber es gibt so viele andere Möglichkeiten um einen Hund zu motivieren und nach seiner Veranlagung zu fördern, womit gemeinsamer Spaß an der Sache entsteht.

Doggen z.B. stehen nicht als Meister in Apportierarbeit da. Brauchen sie auch nicht aufgrund ihres Gewichtes und damit verbunden Gelenk-/ Sehnenbelastungen. Trotzdem kann es ihnen Freude machen. Man muss halt auf geeigneten Boden achten, nicht täglich und wenn max. 3 Aufgaben. Der gesundheitliche Aspekt sollte also auch berücksichtigt werden.

Da sich mit Schleppleine wegen des hohen Kampfgewichtes nicht so gut arbeiten lässt, habe ich anders mit meinen Doggen verfahren. Auf Grundgehorsam, Abrufbarkeit und ihre Neigung zum Herumschleppen von Lieblingsgegenständen aufgebaut. Im Haus damit angefangen, wenn gefestigt, nach draußen verlagert und irgendwann fremde Gegenstände eingesetzt. Hat Dogge kapiert, was ich verlange, geht es an die Feinarbeit. Warten bis zum Kommando des Holens, es wird gebracht, vorgesetzt bis zum Kommando des Ablegens.

So korrekt musst du das nicht machen. Lerne deinen Hund zu verstehen, erkenne seine Neigungen, setze niemals zu viel voraus, habe Geduld mit dir und dem Tier, gehe sehr kleinschrittig vor und beende stets den noch so kleinsten Erfolg mit Lohn und Pause. Dazu reicht eine Sekunde gewünschten Verhaltens. Die Kunst besteht darin, diese Sekunde zu erkennen.

Nicht der Hund lernt langsam, sondern du hast nicht die richtige Methode gefunden, den Hund zum lernen zu animieren.

Vor knapp einem Jahr hatte ich exakt das selbe Problem. Er wollte sein Spielzeug einfach nicht hergeben. Wir sind erst nach 1 Jahr soweit, dass ich ihm sein Spielzeug entspannt aus dem Maul nehmen kann, ohne dass es danach wildes rumgespringe gibt. Und Apportieren ist mittlerweile eines seiner Liebsten Beschäftigungen geworden.

Wie ich trainiert habe: Ich hab kein Futter in den Dummy gemacht (Damit er nicht zu interessant ist) und ihn erstmal vor mich geworfen. Hat er ihn ins Maul genommen und sich zu mir gedreht, hab ich geklickert (Klickertraining klappt da ganz gut). Da hat er dann automatisch losgelassen, weil er wusste, dass es jetzt das viiiel bessere Leckerchen gibt (Obwohl meiner eher auf Objekte als auf Leckerlies fixiert ist). Dann hab ich die Distanz immer weiter gesteigert und er hat es mir jedes Mal zurückgebracht. Da hab ich dann angefangen, ihn nur alle 2-3 Mal zu belohnen und nun belohne ich ihn nur ca. alle 10 Mal.

Wenn dein Hund Leckerlies mag, trainiere mit Leckerlies. Wenn dein Hund Spielzeug mag, trainiere mit Spielzeug,....

Wenn der Hund stur ist, hat er anscheinend keinen Spaß an dem, was du von ihm möchtest. Ich verbinde apportieren aber mit jede Menge Spaß.

Oder dein Hund hat die Erfahrung gesammelt, dass immer etwas schlechtes passiert, wenn er mit seinem Spielzeug zu dir kommt. Sowas wie Anleinen, Spielzeug wegnehmen usw.

Vielleicht ist dein Hund einfach nicht DER große Apportier-Hund. Versuchs Mal mit Alternativen (Vllt. Spielzeug verstecken und suchen lassen, wenn der Hund es findet Party feiern usw.) Oder du versteckst Leckerchen und der Hund muss es auf Distanz suchen. Vllt. macht er lieber Unterordnung o.ä.

Wir kennen deinen Hund nicht so genau wie du ihn kennst. Finde seine Vorlieben und Arbeite/animiere ihn damit.

Hallo,

danke, für deine Hilfe, ich werde das mal probieren.

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