Hund krank Experten gesucht?

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6 Antworten

Na ja, "Stress" hat sie ja ungemein, wenn sie so ängstlich ist. 

Ich würde auch Richtung Diabetes gehen, wie blackforestlady geraten hat, und außerdem in Hundeforen nach spezialisierten Tierärzten suchen.

Parallel würde ich aber an der Ängstlichkeit arbeiten, also konkret: Desensibilisierung!

Habt ihr in der Richtung mal etwas gemacht?

Was habt ihr für Rituale, welche Art Training macht ihr?

Es ist natürlich schwierig, bei so einem Hund mit Leckerli zu arbeiten. Von Hundetrainern (Bücher) habe ich schon gehört, dass sie mit kleinen Mengen z.B. gebratener Leber mit Zwiebeln etc. arbeiten - also eigentlich menschlicher Nahrung, die für den Hund viel attraktiver ist als Hundekekse etc. (Buch "When pigs fly" und Karen Pryer-Homepage).

Ich würde dann dringend Rituale etablieren, bspw. "du frisst, wir gehen aus dem Raum" oder "wir sagen immer X, bevor wir Y machen" oder "wir machen immer zur gleichen Tageszeit Y". 

Desensibilisierung: 

(Mit Clickertraining, da das die Methode ist, die ich kenne): 

Mit Targettraining anfangen (Targetstick, Hund wird in eine bestimmte Richtung/ durch den Raum geführt). Wenn er das kann, kennt er das Trainingsprinzip. Dann Hund mit TS an "gefährliche" Dinge heranführen, anfangs ganz weit weg und schnell wieder aufhören. Also: Zusammengefalteten Müllbeutel (groß, nicht knisternd) auf den Boden legen, Hund mit Stick in den Raum führen, jede Berührung des Sticks belohnen, Hund ist im Raum, Ende, Jackpot. 

Das mehrfach wiederholen. Dann in die Nähe der Tüte gehen. Dann Hund über die Tüte führen (Stick über der Tüte, Hund berührt Stick, aber nicht Tüte). Click verzögern, bis Hund sich mit der Tüte beschäftigt, alles belohnen. So lange in ganz kurzen Sessions weitermachen, bis der Hund die Tüte durch den Raum schiebt, darauf steht etc.

Dann mit anderer, etwas mehr knisternder Tüte weitermachen. 

Das gleiche bei anderen Geräuschen ebenfalls.

Nach und nach bekommt der Hund so mehr Mut. 

Staubsauger: Im weit entfernten Zimmer/ Keller stellt einer den Staubsauger kurz an (ggf. Verbindung über Handy). Der Hund wird vorher belohnt, wenn er entspannt ist und hinterher, wenn er sich wieder entspannt. Das wird so lange durchexerziert - NICHT in EINER Sitzung!!! - bis der Hund sich auch während des Staubsaugergeräusches entspannt. Dann wird der Staubsauger nach und nach länger angelassen. Dann in einem näheren Zimmer das gleiche noch mal geübt. Dann kurz im Flur. Länger im Flur. Kurz, wenn der Hund im Raum ist etc. In der Zeit wird nur staubgesaugt, wenn jemand anderer mit dem Hund unterwegs ist.

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Tochter: Kann man ein Zimmer oder Zimmerbereich für den Hund sperren (Kindergitter, einfach ein Zimmer als Tabuzone erklären), wo die Tochter eine Krabbelecke eingerichtet bekommt? Und umgekehrt, wenn die Tochter z.B. im Wohnzimmer krabbelt, vorher staubsaugen, mit dem Hund rausgehen und den - müden - Hund dann in ein anderes Zimmer zum Ausruhen legen?

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Angst, wenn du sie zu dir rufst: Das würde ich auch noch mal neu trainieren. Verbinde ihren Namen mit einem Leckerli, belohne sie, wenn sie ohne gerufen zu werden zu dir kommt, setze dann das Kommando hinzu, sage es mit leiser, ruhiger Stimme (da sie sehr sensibel zu sein scheint). Vielleicht ist dann Gerufenwerden entspannter für sie. 

Beim Menschen weiß ich, dass z.B. erhöhter Kohlendioxidgehalt im Blut zu unerklärlichen Angstzuständen führt. Keine Ahnung, ob es beim Hund etwas Ähnliches gibt. Also Angst könnte auch körperliche Ursachen haben.

Trotzdem würde ich daran arbeiten, dass Ängste abgebaut werden und dass sie weiß, was wann wie (Ablauf) passiert und dass das nichts Schlimmes ist (Training, dass sie sich an bestimmte Abläufe gewöhnt und diese keinen Stress für sie darstellen). Ich würde eine Ruhezone einführen, also einen Bereich, von dem der Hund weiß, dass er dort in Ruhe gelassen wird, wenn er sich dahin zurückzieht und maximal rausgerufen/ rausgelockt wird. So hätte er die Sicherheit, auch mal abschalten zu können und nicht immer mit etwas Neuem rechnen zu müssen.

Bedenke, dass evtl. Krankheiten auch Ängste auslösen könnten und umgekehrt, Ängste/ Stress das Immunsystem schwächen können.

Ich würde mich auch mal mit Calming Signals etc. befassen. Beim Vogel kann man z.B. sehr viel erreichen, wenn man seine Entspannungsgesten nachahmt, z.B. die Zähne aufeinander reibt ("Schnabelknirschen"), so dass er merkt, dass man selbst "entspannt" ist und er sich auch entspannt. Habe das schon zweimal mit sehr ängstlichen Wellensittichen gemacht, die danach sofort entspannter in meiner Gegenwart wurden und mich teilweise mit Schnabelknirschen begrüßten. Warum soll etwas Ähnliches nicht beim Hund auch klappen?

Sehr positiv wird auch Spiegeln von Tieren aufgenommen, also das, was sie gerade tun, auch tun (da müsste man überlegen, was das sein könnte. Beispiel wäre, zurückgehen, wenn sie sich von dir entfernen. Ggf. auch hinlegen, wenn der Hund das tut oder so).

Ich antworte mal nur kurz (grade ungünstig) das mit den Training hatten wir lange gemacht und wie gesagt einiges wurde ja auch etwas besser, nur muss ich zugeben durch die Schwangerschaft und jetzt mit Kind ist es wirklich sehr schwierig. 

Ist ne bescheuerte Ausrede und wer ein Hund hat muss sich auch kümmern... ich weiß und mitunter aus diesem Grund befürchte ich ihr nicht mehr gerecht werden zu können. Ab Dezember muss ich wieder arbeiten gehen und dann wird es nur schlimmer statt besser. 

Durch diese Haare überall kann ich mich auch nicht mit beiden zeitglich beschäftigen (zumindest in der Wohnung) daher gehen wir fast täglich mehrere Stunden Picknicken und draußen ist sie auch entspannter, seidenn andere Hunde, Autos, Züge, Fahrräder ect sind in der Nähe. (Ihr merkt echt alles ist ein Problem) 

Aktuell ist unsere Wohnung zu klein, aber in drei wochen ziehen wir in ein Haus mit 3 Etagen und 160qm da ist dann genug Platz, nur möchte ich ja beide auch nicht alleine lassen :( Das Schlafzimmer ist aktuell Tabuzone, aber dadurch ist der Hund schon jetzt oft "alleine" immerhin Schlafen und spielen wir dort, dann eht man noch einkaufen oder andere Dinge erledigen wo sie nicht mit kann, da sind die paar Stunden schon viel länger für sie...

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort und meine wurde jetzt doch auch länger :D 

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Apotheken haben heute normal geöffnet, also hole einen Urin Test für Menschen auf Verdacht auf Diabetes. Bestätigt meine Vermutung, dann hat der Hund Diabetes, denn die Symptome passen darauf. 

http://www.einfachtierisch.de/hunde/hunde-gesundheit/diabetes-bei-hunden-ursache-und-symptome-id55701/

Wenn das nicht zutrifft, dann solltest Du zu einer größeren renommierten Tierklinik fahren und erneut ein Blutbild machen.

danke, werde ich heute nachmittag auf jeden fall machen. Aber passen die werte des hundes mit denen des menschen überein? ich fand auch den Glucose wert so sehr auffällig, bei menschen wäre das wahrscheinlich dann der langzeitwert. sie war zwar bei BE nüchtern aber wenn das der Langzeitwert sein sollte muss er ja mindestens sechs wochen schon so niedrig sein

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Hier wird zwar auch keiner Diagnosen stellen, aber je mehr man hört, desto eher ist vielleicht mal ein Zufallstreffer dabei. Ich drücke die Daumen da hier dem ein oder anderen was einfällt. 

Mir würde einfallen: L-Tryptophan zum Futter (das beruhigt), Elastasetest wegen Pankreasinsuffiziens (viel fressen aber abnehmen), Barf evtl. (aber nur wenn's wirklich richtig gemacht wird!). 

Bzgl. Verhalten ist es schwer was zu sagen, weil wir ja den Tagesablauf und die Gegebenheiten nicht kennen. 

Vielen Dank :) 

Eine Diagnose erhoffe ich mir natürlich nicht, dafür ja die ganzen teuren Tests beim Arzt und der Arztwechsel ect. Aber eventuell Tipps (wie deine)und anregungen was man noch untersuchen/ machen könnte. und ehrlich gesagt musste ich es mir auch einfach mal von der Seele reden. Ich habe solche Angst sie abgeben zu müssen :(

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Schwierig - ich schreibe hier ausdrücklich unter Vorbehalt, da ich selbst keinen Hund habe. Die hohen Leberwerte und das vermehrte Trinken und in die Wohnung pinkeln könnten auf eine Leberentzündung hindeuten. 

Ich hoffe, dass du demnächst eine Diagnose für den Hund bekommst, mit der man "arbeiten" kann. Wünsch Dir und deiner Fellnase alles Gute.

Ich kann Dir nur empfehlen, Dich an das Team von Dr. Udo Ganzloßer zu wenden und Kontakt aufzunehmen:

http://www.einzelfelle.de/

Wünsche Euch viel Erfolg

Das sind jetzt nicht ganz alle, falls was wichtiges fehlt trage ich gerne noch nach...

Glucose 2,6

g-GT 7,3

GPT  382,9

GOT 23,2

CK 81,0

Phosphat-anorg 1,5

Eisen 44,9

Hämatokrit 0,56

Hämoglobin 194

Leukozyten 6,2

Monozyten 9

Eosinophile 7

T41,0

fT4 6,9

TSH 0,26

T3 40,7

fT3 2,1

cPLI 17,9

Hey, da hat ja mal ein TA nicht nur den T4, sondern auch den T3-Wert genommen. Meistens bleibt der ja unberücksichtigt, obwohl so wichtig.

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@HerrVonRibbeck

nur auf meinen ausdrücklichen wunsch hin, sie kannte viele werte davon nicht mal, aber ich hab den Zettel genommen und alles angekreutzt. Sie war schon allein gegen die BE. Ich hab gesagt ich geh dann woanders hin, daraufhin sah sie geld weglaufen und gab mir den Laborzettel

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