Hund knurrte Baby an

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9 Antworten

Bestraft den Hund bitte nicht für völlig normales Verhalten! Der Hund kann gar nicht verstehen, dass er wegen des Knurrens weggesperrt wird.

Im schlimmsten Fall versteht der Hund das so, dass er nicht knurren darf - und beißt irgendwann ohne Warnung zu.

Mir, als zweifacher Mutter und zweifacher Hundhalterin, ist es ein absolutes Rätsel, wie man überhaupt auf die Idee kommt, einen Hund in eine solche Situation zu zwingen.

Wir hatten drei verschiedene Hunde (unsere noch lebende Ersthündin und zweimal einen alten Hund als Zweithund) in Kombination mit Säugling/Krabbelkind. Uns ist es problemlos gelungen, die Hunde davor zu schützen, sich von den Kindern bedrängt zu fühlen.

Nunja, ganz einfach geht das. Kind liegt mit auf der Couch, Hund kommt mit Knochen und legt sich auf die andere Ecke, Kind dreht sich um und will loskrabbeln, Hund knurrt...

Wie zwinge ich den da den Hund in eine solche Situation ? Vor allem das es bisher nie ein Problem war, sie hat schon oft neben ihm gekaut, sie legt sich da ja sogar gezielt neben ihn und fängt an zu knabbern.

Aber inzwischen sind einige hilfreichere Antworten dabei

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@DietrichDerner

Der Erwachsene in dieser Konstellation bist DU. DU solltest also vorausschauend Situationen beurteilen können und sowohl Ahnung haben vom Verhalten des Kindes als auch des Hundes. In neuen und fremden Situationen gibt es immer auch unterschiedliche Möglichkeiten, wie Hund und/oder Kind sich verhalten könnten. Jede Möglichkeit sollte von dir in Betracht gezogen werden.

Unser Hund war ca. 6 Jahre alt als mein Sohn geboren wurde und 16 Monate später kam meine Tochter zur Welt. Die Große musste sich also sowohl mit Krabbelkind als auch Säugling auseinander setzen. Wir wussten vorher nur, dass unsere Hündin extrem desinteressiert war an Kindern. Sie blieb von sich aus immer auf Abstand aber sie akzeptierte, wenn Kinder ihr näher kamen. Trotzdem hätten wir sie weder mit fremden noch den eigenen Kindern allein gelassen. Außerdem hätten wir jederzeit unseren Hund vor Kindern schützen können. Kommt es einmal zu missverständlichen Situationen, wird das Verhältnis zwischen Hund und Kindern schon Schaden genommen haben können. In 15 Hundejahren konnten wir das vermeiden weil wir IMMER Hund und Kinder im Auge hatten.

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Ich würde mal versuchen deinen kleinen Sohn die Hündin füttern zu lassen indem du Trockenfutter auf seine Hand legst und deine Hündin darf es sich nach einem "lauf“, „nimms“ o.ä. holen. Könnte das mit einem 6 Monate alten Kind funktionieren wenn du deinen Sohn dabei festhälst? Da lernt deine Hündin dann, dass auch das kleinste Familienmitglied die Ressourcen (also das Fressen) verwaltet.

Und natürlich würde ich Kinder und Hunde nicht unbeaufsichtigt lassen, aber das machst du bestimmt auch nicht.

Ich bin nicht dafür den Hund wegzuschicken. Knurren ist bei Hunden Kommunikation. Vielleicht verunsichert es deine Hündin dass sich dein Sohn ihr jetzt selber krabbelnd nähert und sie hat durch das Knurren erstmal um Abstand "gebeten".

Da ich keine eigenen Kinder habe lasse ich meine Hunde gern mal von Kindern füttern. Auch damit sie keine Angst vor den ja oftmals ein bisschen ungeschickten Bewegungen von Kindern haben.

Das mit dem Futter können wir mal probieren, der kleine ist schon ziemlich gut dabei und würde das glaube ich auch hinbekommen.

Allerdings hat sie immer Trockenfutter im Flur stehen an das sie jederzeit ran kann und Nassfutter gibt es zwei mal am Tag serviert. Da wird das glaube ich nicht so klappen mit dem Ressourcengedanken

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@DietrichDerner

Dann müsstest du ihr das Trockenfutter für eine Zeit wegnehmen sonst funktioniert das natürlich nicht, dass stimmt.

Eine andere Möglichkeit wäre wenn dein Sohn deiner Hündin das Nassfutter bzw. den Knochen gibt. Also Knochen aus der Hand holen lass oder durch deinen Sohn den Napf mit dem Nassfutter hinhalten lassen.

Da musst du dann helfen und aufpassen soweit erforderlich.

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Sowas kenne ich, aber den Hund in diesem Fall zu bestrafen und noch wegzuschicken ist nicht gut. Der Hund knurrt erstmal ( auch zu allererst wegen des Knochens) , macht unsere auch, weil das Ihrer ist.

Zudem ist das ja wegen der neuen Beweglichkeit eures Sohnes auch eine Umstellung. Wenn der Hund aber immer weggeschickt und ausgeschimpft wird, wenn das Kind Ihr zu nahe tritt verbindet Sie das damit . Das kann schlimm enden.

Versucht langsam mit Gefühl beide an die neue Situation zu gewöhnen. Hund bitte nicht wegschicken. Ruhig auf sie einreden dass alles gut ist. Wenn sie dich nicht anknurrt (wenn sie auf der Couch liegt und einen knochen hat, oder womit auch immer rumspielt) dann streichel du sie zuerst mit deinem Sohn auf dem Schoß. Und wage dich immer weiter mit ihm vor. Eure Hündin wird so mit der Zeit erkennen, dass Euer Sohn nichts böses möchte. Das ist halt eine Geduldsfrage.

Es ist ebend Ihr Knochen den Sie verteidigt. Dafür darf sie nicht bestraft werden. Nur beruhigt werden. Stell dir mal ne andere Situation bei Menschen vor.

Du (bist noch kleiner) hast eine Spielzeugeisenbahn. Eines tages bekommst du einen kleinen Stiefbruder, der auf die Bahn losgeht, aber noch so klein ist, dass er nicht versteht, dass wenn man die Teile gegen den Wand oder auf den Boden hämmert kaputt gehen. Du gehst vorsorglich in Schutzstellung und willst deine Spielsachen sicherhaltshalber außer Reichweite bringen. Das Baby weint, Mutti kommt rein, schimpft dich aus mit "was hast du gemacht! ab auf dein Zimmer". Passiert das öfter, wirst du sicherlich begreifen, dass du von selber einen hass auf deinen kleineren Bruder entwickelst, dabei kann er dafür nichts, sondern die Handlungsweise der Eltern! Also vorsicht!

So etwas habe ich mir schon gedacht, weil wir es bei den zwei Hunden die wir hatten fast genau so gemacht haben wie jetzt, aber das ja nicht gerade gut gegangen ist. Und wir hatten damals Hundetrainer da, sogar eine vom Martin Rütter Team für viel Geld, leider war es da schon zu spät.

Mich knurrt sie nicht an, mich guckt sie nicht mal böse an, wenn ich Ihr den Knochen aus dem Mund raus ziehe. Ich werde es dann mal anders angehen, wenn dies noch mal so passiert

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Warum schicjst du den Hund weg. Dein Kind geht an den Knochen, der Hund warnt: geh weg! meins. Als Strafe bekommt er den Knochen noch weggenommen, obwohl er sich richtig verhalten hat. Du hättest das Kind weg nehmen sollen und dafür sorgen das er nicht zu nah an den Hund kommt wenn dieser Beute hat. Kinder werden von Hunden nicht für voll genommen.

Wie du meinem Text entnehmen kannst, frage ich wie ich mit der Situation umgehen sollte, weil ich mir nicht sicher bin, deine Gegenfrage, wieso ich den Hund weggeschickt habe, kann ich daher nicht ganz nachvollziehen ;)

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Es gibt Situationen, die durchaus vorhersehbar sind oder sein können. Meine Kinder hatten z.B. nichts an Futternäpfen oder Leckerchen/Spielzeugen/Kauknochen zu suchen. Obwohl unsere Große außerordentlich großzügig war mit allem, hätten wir nie etwas provoziert und schon gar nicht haben wir Säuglinge/Kleinkinder und Hund aus den Augen gelassen. Wenn 'freies Krabbeln' angesagt war, dann habe ich mir den Hund auf die Couch geholt und habe ihn speziell bespaßt und geknuddelt. So hat unsere Große gar nicht wirklich mitbekommen, dass sie tatsächlich ausgebremst wurde.

Ich kann mich nicht erinnern, dass wir unsere Tiere jemals ausgesperrt haben oder andere Strafaktionen angewendet haben. Ein Türgitter zur Küche war die einzige Maßnahme, die sich bewährt hat. Damit wurden die Kinder ausgeschlossen und nicht der Hund. Der sprang locker drüber und konnte in Ruhe fressen und die Kinder konnten nicht auf heiße Herdplatten fassen oder an Bedienknöpfen spielen.

Einen großen frischen Kalbsknochen z.,B. hätten wir unserem Hund selbst abgenommen für eine Weile, wenn die Kinder daran Interesse gezeigt hätten. Da kann man den Knochen besser später wieder dem Hund geben bevor es zu Missverständnissen kommt.

Also das mit den Knurren lag am Knochen. Sie hatte wahrscheinlich Angst, dass dein Sohn ihr den Knochen wegnimmt. Ich würd mir keine sorgen machen. Wenn er älter ist werden sie bestimmt gute Freunde sein :)

Ich hoffe es auch :)

Wir denken auch das es an dem Knochen lag, den als sie den dann Weg hatte, hat sie sich selbst erstmal wieder neben ihn gesetzt.

Nur ist uns die Reaktionsweise in so einem Moment nicht ganz schlüssig. - Der eine sagt das Baby weg nehmen, weil es nix am Knochen zu suchen hat. - Der andere sagt den Hund weg schicken, weil er nix zu knurren hat. - Der nächste sagt, den Knochen weg nehmen, damit es nix zu streiten gibt.

Als Reaktionen darauf kommt dann - Der Hund muss lernen das dass Kind die Sachen nimmt, er steht unter dem Kind - Nicht weg schicken, dadurch verstärkt man "hass" und neid des Hundes - Dann denkt der Hund, das Baby wollte den Knochen, ich will Ihn behalten und nun ist er weg = mehr Ärger

usw... hach könnten diese kleinen Geschöpfe durch nur reden und sich "deutlich" und "Interpretationsfrei" ausdrücken ^^

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Um Gottes Willen! Dein Hund verhält sich völlig normal! Bitte sorge dafür , dass das Baby nicht in seine Nähe kommt. Der Hund fühlt sich zurecht massiv bedroht. Futter wegnehmen ist ein NO GO! UNd bei einem Baby kann das verherende Folgen haben. Bitte schütze den Hund vor dem Baby und nicht ungekerht. Biete ihm zum Fressen einen geschützen Ort an, in dem er in Ruhe sein Futter und seine Kausachen fressen kann. Hunde finden Babys und Kinder eh bedrohlich wegen der fahrigen Bewegungen und der schrillen Geräusche. Es gibt absolut keinen Grund, den Hund zu bestrafen, das macht alles nur noch schlimmer, weil er jegliches Vertrauen in Euch verliert.

Daher fragte ich ja was zu tun ist, da ich selbst mit der Situation nicht zu recht wusste

Wenn sowas noch mal passiert, wird es anders laufen

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finde du darfst nicht mal zulassen dass dein baby deinen hund mit kauknochen sieht und dass dann das baby ihm den wegnehmen möchte.

es gibt gefahren die man vielleicht vorhersehen könnte.

Der Hund ist eiifersüchtig, er sieht das Baby als konurrenz, weil ihr es lieb habt.

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