Hund knurrt nur Mitbewohner an

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5 Antworten

Ich habe gelesen, dass du ein Mann und zudem asiatischer Abstammung bist. Jeder dieser Faktoren kann bereits für sich allein dazu beitragen, dass der Hund Angst vor dir hat.

Deine Stimme ist tiefer als die von Frauen, deine Körperhaltung ist eine andere und du siehst anders aus, als der Hund das bisher kennengelernt hat. Für ihn lauter gute Gründe, misstrauisch zu sein :).

Das Rezept dagegen: Gelassen bleiben. Ignoriere das Knurren insofern, als du dich davon nicht aus dem Raum vertreiben lässt. Dabei würde der Hund nämlich lernen, dass das Knurren dich vertreiben kann und es beibehalten.

Schau den Hund nicht an, nähere dich ihm nicht und tu ansonsten das, was du auch ohne Hund tun würdest. Den Rest erledigt die Zeit. Nach einer Weile (ich würde von 6-8 Wochen ausgehen) wird der Hund begreifen, dass von dir keine Gefahr droht. Zudem wird er auch zu seinem Frauchen mehr Vertrauen aufgebaut haben.

In deinem Zimmer in einer Dose ein paar Hundeleckerchen zu bunkern und bei gelegentlichen Besuchen des Hundes immer freundlich und ruhig eines davon zu geben, wird im Laufe der Zeit seine Zuneigung deutlich erhöhen :).

Ignorieren und sehr gelassen bleiben. Wenn sie knurrt. Keine Stärke zeigen, keine Abwehr.

Wir Menschen riechen unterschiedlich. Dein Geruch kann sie an Misshandlung erinnern. Stelle ich mir jetzt so vor ohne eben gesehen zu haben.

Du bist für den Hund NICHT zuständig. Frauchen gibt dem Hund Schutz indem ihm gewährt wird sich hinter Frauchen Schutz zu suchen. Wenn Du also in die Küche kommst dann gibst Du Frauchen Zeit dem Hund zu signalisieren: Ich habe meinen Mitbewohner gesehen und beschütze Dich.

Dann betrittst Du die Küche. Der Hund wird von Frauchen gelobt wenn er ruhig bleibt.

Ich persönlich lehne Leckerli ab. Die hat es bei mir nie gegeben als Belohnung. Wozu auch? Meine ehrliche Freude war mehr als genug Belohnung bisher. Und, vor allen Dingen, meine eindeutige Führungsrolle die dem Hund Klarheit und Sicherheit vermittelt. Als Hund. Nicht als Mensch, nicht als Kind. Das lernt Frauchen bei einem - wiederhole ich sehr gerne Was hier schon steht - gewaltfreien Trainer der übersetzen kann, vormacht, durch vormachen zeigt wie es funktioniert. So dass der Hund zeigt es geht ihm damit gut, er kann entspannen.

Nimm es nicht persönlich. Das Tier hat sicherlich bitterböse Erfahrungen gemacht.

Ich hatte mal ein reichlich traumatisiertes Hundewesen. Das wurde tatsächlich erst ruhig als ich auf die Idee kam hier und da bei ihr zu schlafen damit sie in meinen Armen Alpträume leben konnte. Waren böse Geschichten so wie sie gewimmelt hat. Ging eine Weile. Aber ich bin in solchen Sachen auch geübt. Nicht nur bei Hunden.

Hinter Frauchen verstecken würde ich an Frauchen's Stelle verstärken, dass ist besser als ein beissen oder nach vorne schiessen. so wird jedesmal mit einem Leckerchen das hinter Frauchen stehen verstärkt, am besten mit immer dem selben Wort, dass ist besser verständlich für den Hund.

Das Locken mit dem Leckerchen würde ich so nicht empfehlen, lieber seitlich hinhocken, den Hund nicht direkt anschauen und von alleine kommen lassen, das Leckerchen hinhalten lockt den Hund ran, oftmals verstärkt es aber das Fluchtverhalten und bei falscher Bewegung kann es auch zu einem abschnappen kommen, da ich das Verhalten nicht sehe, ist das hier nur eine Aussage die präventive Maßnahmen empfiehlt.

Was man machen könnte damit der Hund Kontakt mit Dir aufnimmt ist ein kleiner Trick ;-) Einen Handtouch aufbauen, d.h. der Hund lernt mit der Schnauze die Hand anzustupsen, dass baut man auch am besten mit Lob (auch das selbe Lobwort nutzen so wie in jeder Situation) und jeder Kontakt zur Hand wird gelobt und dann gibbet ein Leckerchen, dass übt Frauchen erst gesondert und alleine mit dem Hund hat der Hund verstanden worum es geht, so kannst Du Dich hinhocken und genauso die Hand hinhalten wie Frauchen es macht und Frauchen gibt dann das Signal z.B. Touch für das touchen an der Hand, danach gibbet ne Party ein wenig in gegensätzlicher Richtung von Dir, also von Dir weg.

Aber das sind eher pauschalisierte Aussagen, man müßte das Verhalten sehen um es analysieren zu können.

Besser wäre ein zu 100% gewaltfrei arbeitender Trainer, der sich das ganze anschaut, beurteilt und dann ein geeignetes Training empfiehlt, allerdings nicht mit körpersprachlicher/verbaler Bedrohung oder Einschüchterung.

Das knurren ansich sollte man versuchen zu verhindern, aber dafür bräuchte man einiges mehr an Informationen, so ist das schier unmöglich zu beurteilen.

Das braucht Zeit. Sei geduldig. Verhalte Dich passiv, sei nicht fordernd, dränge Dich nicht auf und bedränge den Hund nicht. Er hat mit Sicherheit sehr schlechte Erfahrungen gemacht und das auszulöschen ist fast nicht möglich. Die Zeit wird kommen, da wird der Hund von sich aus auf Dich zugehen, wenn er sicher sein kann, dass von Dir keine Gefahr ausgeht.

Bist Du ein Mann? Was heißt "seit neuestem"?

Umckaloabooo 10.04.2014, 17:32

Jap, asiatischer Abstammung. Seit ca 1 Woche. Zu meiner anderen Mitbewohnerin ist sie ganz normal.

Und soweit ich weiß reagiert sie nur auf mich so, falls du jetzt davon ausgehst dass sie allgemein bei Männern so reagiert.

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Backniete 10.04.2014, 17:34
@Umckaloabooo

Vielleicht hat sie schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht! Eine Woche ist noch keine lange Zeit. Sie muss sich vielleicht erst an Dich gewöhnen! Geduld! :-) Ich würde vielleicht auch mal den Tierarzt zu dem Thema befragen! Viel Erfolg!

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Backniete 10.04.2014, 17:36
@Umckaloabooo

Deinen Nachsatz habe ich erst jetzt gesehen! :-) Ja ich dachte sie hat ein "Männerproblem"!

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Umckaloabooo 10.04.2014, 17:36
@Backniete

Aber wie soll ich denn reagieren? Soll ich wenn ich z.B wenn die beiden in der Küche sind und der Hund mich anknurrt es einfach ignorieren? oder das Zimmer verlassen?

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Backniete 10.04.2014, 17:41
@Umckaloabooo

Bin leider keine Hundeexpertin, das waren nur so meine Gedanken, als ich Deine Frage gelesen habe! Ich habe "nur" einen super ängstlichen Kater zu Hause! Ich versuche auch es zu ignorieren und nicht ständig zu stoppen, wenn er panisch wird, weil ich in die Küche komme! Frag wirklich mal einen Tierarzt, wie Du Dich verhalten sollst!

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Anda2910 11.04.2014, 00:11
@Backniete

Ich würde wenn nur einen Tierarzt mit dem Zusatz Verhaltenstherapie befragen, ein stinknormaler Tierarzt gibt oftmals antiquierte Ansichten weiter, die leider aber nicht wirklich in solchen Situationen hilfreich sind!

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