Hund jammert, wenn er "alleine" bleibt... wie aberziehen?

8 Antworten

Aus dem Geschriebenen schließe ich, dass der Hund glaubt, alles kontrollieren zu müssen, da ihr ihm zu viele Freiheiten lasst und keine Grenzen aufzeigt. Am besten sucht ihr einen schönen Platz - unter einem Tisch  vielleicht, dort fühlen sich die meisten Hunde wohl - an dem er nicht im Weg liegt und auf den er geschickt wird, wenn er Ruhe halten soll. Den Hund nicht ständig zwischen den Menschen und in der Wohnung  herumlaufen lassen. Wenn er am Platz liegt, hin und wieder hingehen und ihn dafür loben, evtl. auch ein Leckerli. Dann wird er künftig gerne an dem Platz bleiben und von alleine immer ruhiger werden. Was das Alleinsein betrifft, muss der Hund wissen, dass ihr immer zurückkommt und er in der Zwischenzeit Siesta halten soll (auf Platz schicken). Evtl. eine Kaustange geben, damit er das Weggehen mit etwas Positivem verbindet. Beim Gehen und Kommen keine Gesten des Abschieds oder der Begrüßung, nur beiläufig begrüßen, wenn er ruhig ist und sitzt und nicht, wenn er aufgeregt ist oder hochspringt. Dann erst einmal ignorieren. Vor dem Weggehen den Hund am besten mit einem langen Spaziergang am Fahrrad oder Jogging oder Spielen auspowern. Und in den Garten nur mit euch, wenn ihr euch da auch aufhaltet. Viel Erfolg! 

Ich denke, da ist einiges für den Hund unklar. Ich würde wie folgt ansetzen: gewöhne dem Hund an, sich auf einem anderen Platz aufzuhalten als im Hausflur oder unter der Treppe. Diese Orte bedeuten für den Hund: "Bewache alles!" und in der Regel sind die Hunde mit diesen Aufgaben überfordert. Durch das Bewachen fühlt sich der Hund nämlich zuständig, alles unter Kontrolle behalten zu müssen und das bedeutet Stress. Ich vermute, das Jammern, wenn Du weggehst , auch wenns nur zur Mülltonne ist (bzw. das "Freuen" beim Zurück-kommen) hat etwas mit Kontrollverlust zu tun. Du schreibst, das Theater hat ungefähr angefangen, als der Hund 3 Jahre alt wurde. Klar ist aus meiner Sicht: das ist logisch, denn ungefähr in dem Alter wird der Schäfer-Hund erwachsen und die Welt sieht ernster aus. Ganz einfach deshalb, weil dann andere Dinge wichtiger werden als reines Spielen: die Hormone kreisen und man kümmert sich um das eigene territorium. Dein Hund hat seine eigene Hündin und daher ist es noch extremer. Bei Hunden haben die Hündinnen in der Regel das sagen. Vielleicht "schickt" Deine Hündin den Rüden sogar auf den Platz, wo er dann jault? Ich denke, er ruft Dich einfach zurück.

Drer Hund sucht Sicherheit und Führung und wenn er die nicht ausreichend findet, übernimmt er sie eben selbst.

Ich vermute, die Hündin ist ungefähr dazugekommen, als der Rüde schon da war?

Wie alt ist denn die Hündin?

Also wie gesagt: mein Tipp: nimm den Hund seine Zuständigkeit ab, durch das verlegen seines Platzes und natürlich soll sich auch die Hündin woanders aufhalten. Sonst hast Du in ein paar Wochen die Probleme mit der Hündin....

Und wenn Du mit den Hunden rausgehst in den Garten oder Gassi, achte drauf, daß Du zuerst aus der Tür gehst. Nicht weil Du schneller sein sollst. Sondern, weil derjenige der sich zuerst in die grosse weite Welt begibt, auch derjenige ist, der für Führung und die Sicherheit sorgt.

Schau mal in ein gutes Buch: zum Beispiel "Hunde erziehen mit Natural Dogmanship". Sehr zu empfehlen, weil man dann auch die Hintergründe und Zusammenhänge verstehen kann.

Viel erfolg und viel Spaß mit Deinen beiden Hunden wünsche ich Dir.

Jesska

 

 

Ja, stimmt! Er hat auch einen ausgeprägten Beschützerinstinkt, was ja auch von einem Schäferhund erwartet wird. Wenn wir spazieren gehen und "seine Herde" gerät zu weit auseinander, rennt er immer hin und her und versucht "uns zusammen zu treiben". Dass er dann alleine aus seiner Sicht die Kontrolle verliert, ist mir noch nicht so in den Kopf gekommen, klingt ja aber höchst plausibel.

Ja, die Hündin ist 1 Jahr apäter zu uns gekommen als der Hund. Sie hingegen macht immer einen auf unterwürfig, hat es aber fausdick hinter den Ohren. Sie ist verantwortlich für alles, was Unsinn ist.

Ich werde mal drauf achten, dass wir uns alle vor den Hunden mehr als die Hundeführer ausgeben, als nach ihrer Pfeife zu tanzen... denn das mit dem zuerst rein und auch raus gehen, war mir schon bewusst, ist aber bisher nicht so umgesetzt worden.

Danke für Deine Antwort!

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@wiralle2010

Das mit dem zuerst durch eine Türe gehen kannst du für dich auch einfacher machen, indem du den Hunden das Kommando "Voran" gibst. Somit hast du die Hunde im Blick und die Wirkung auf die Hunde von wegen wer der Boss ist, ist die gleiche. Ich mag es auch nicht, wenn meine Hunde noch draussen sind und ich schon im Haus oder umgekehrt. Ich habe sie lieber vor mir ;-)) Den Herdentrieb darfst du ihm nicht erlauben. Sofern du Kinder hast, oder mal bekommst, kann das zu ernsten Problemen führen. Solche Hunde haben auch kein Prob damit, inder zu kneifen, damit sie nicht voraus laufen. Daraus können böse Beissvorfälle entstehen. Schäferhunde haben leider oft eine Neigung zum Beissen. Unser musste später im Zwinger gehalten werden, weil er die Kinder sonst angegriffen hat im Haus. Ach ja noch was. Ein richtiger Alphahund zeichnet sich dadurch aus, dass er eben sich nicht dauernd in den Vordergrund drängt und eher unauffällig im Verhalten ist. Ich hab auch sowas Zuhause. ;-))

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@chynah

Hi! Na, unter Anderem ist ja genau das das Problem: wir sind sehr viele zu Hause und ich bin ganztags berufstätig, darum ist es schwierig, ausgerechnet mich als Anführer hervorzubringen. Aber ich gebe die Tips mal an alle weiter :o) Von wegen Herdentrieb: Ich habe 6 Kinder und genau die hält er immer beisammen, wenn wir spazieren gehen. Das Kneifen hatte er mal als junger Knilch, aber hat es aufgegeben.

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@wiralle2010

Hallo "Wiralle2010",

Du mußt nicht explizit Dich als Anführer etablieren.

Wichtig ist aus meiner Sicht, daß Du und Deine Frau(oder partnerin) euch als diejenigen darstellt, die die Führung haben. Eben sowohl den Kindern gegenüber als auch den Hunden gegenüber als Elternpaar. Du brauchst nicht permanent dafür zu sorgen, daß Dein Hunde oder die Hunde Dich für den "Alpha" halten. Sondern ganz im Gegenteil:

Die Führung bekommst Du, wenn Du Soziales Verhalten im Sinne von elterlichem Verhalten zeigst.

Werde aktibv und handele.

Dein Hund hat füher - da bin ich sicher - "gekniffen", weil er der Meinung war, zuständig zu sein, eben auch für die Kindererziehung.

Diesen Eindruck bekommen Hunde, wenn die Kinder unkontrolliert herumrennen, Krach machen, rempeln usw. Und natürlich tun Kinder das und das sollen und dürfen sie ja auch.

Aber: es wäre eben nötig von Seiten der Eltern ab und zu zwischendruch die Kinder zur Ordnung zu rufen. Also z.B. wenn ein Kind ein anderes über den Hafen rennt, das hingefallene Kind aufzuheben oder ihm beim Aufstehen zu helfen und dem rempelnden Kind zu sagen, daß das nicht in Ordnung war.

Das wäre für einen Hund normal, daß der "freche" Welpe (also hier das Kind)

in so einem Fall "korrigiert" wird. Und genauso normal wäre es für ihn, daß er es eben macht, wenn es keiner der eigentlichen "Eltern" =der Menschen , macht. Das bedeutet, der Hund greift in die Kindeserziehung ein, weil ihm niemand diese Zuständigeit abnimmt. Das ist nur ein Beispiel, aber ich finde es macht deutlich, wie der Hund die Sache mit Kindern sieht und was die Gründe für sehr viele "Beissunfälle" sind.

Dein Rüde hat (s)eine Hündin an seiner Seite, die ihm "auf ihre Art sagt", wann er etwas machen soll. Die schickt ihn. Du schreibst ja, sie hat es faustdick hinter den Ohren und ist für alles was Unsinn ist, verantwortlich.

 

 

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Hallo :-)

Du hast das gleiche Problem wie manch andere Hundebesitzer !!!

Jetzt musst du schnell eingreifen sonst ist alles vorbei !

Versuch es doch mal so : !

Mache einfach überall die Türen zu wo du hingehst ! Also du gehst ins Schlafzimmer machst die Tür zu dann in ein anderes Zimmer und so weiter, klaro am Anfang wird er viel jammern doch das legt sich! Denn irgendwann hat er keine Lust mehr !

Das war bei mnir genauso !

Hoffentlich konnte ich dir helfen ...:-)

Prinzipiell eine wahrscheinlich gute Idee. Wir haben aber kaum Türen im Haus :o) sind fast alles offene Durchgänge.

Außerdem macht es ihm ja so nichts aus, sondern erst, wenn ALLE weg sind.

Aber danke!

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Neuer Hund macht nichts von dem was der Vorbesitzer erzählt hat

Hallo !

Ich habe folgende Frage. Ich habe seit Freitag Abend eine 4 jährige chihuahua Hündin. Laut Vorbesitzer ( er hatte 6 Chihuahuas , die alle im Haus und Im Hof lebten) Liebt die kleine Bella Autofahren, ist lieb und nett zu anderen Hunden, Kann gut alleine bleiben ... Und wäre auch sonst ganz lieb.

Bei mir ist sie nur am winseln sobald ich sie ins Auto setze .. Sie winselt dann die komplette fährt über. Wenn ich mit ihr spazieren gehe, fängt sie hin und wieder an zu winseln, läuft teilweise mit aufgestellten Nacken und Rücken Fell umher und bellt sofor Fahrradfahrer , Spaziergänger und Leute mit ihren Hunden an. Bin ich zb alleine mit ihr im Wald, kann ich sie ableinen und alles ist gut. Wenn ich sie alleine lasse, jammert sie sofort, winselt und bellt irgendwann auch. Dabei Kratzt sie an die Türen.

Ich habe schon das aus den Zimmer gehen, Tür zu machen , und wieder kommen mit ihr geübt. Das klappt schon etwas.

Ich weiß, dass sie eingewohnugszeit braucht. Verstehe aber nicht, wieso sie alles anders macht als beim Vorbesitzer ? Momentan ist sie ziemlich anstrengend. Hört sie von draußen ein hundebellen bellt sie ebenso los. Sind im fernseh Hund am winseln, geht's auch los.

Kann mir jemand weiter helfen ? Ich bin schon am überlegen, sie wieder zurück zu bringen da es einfach soviele Stationen gibt, an denen ich arbeiten muss. Nichts trifft auf sie zu, was mir über sie erzählt wurde :(

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