Hund in Wohnung erlaubt, oder doch nicht?

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9 Antworten

Da solltest du direkt deinen Vermieter fragen, bevor du dir einen Hund anschaffst. Nicht dass der Hund innerhalb kürzester Zeit wieder im Tierheim landet.

Wieso schreibst du, dass du nicht vor hast dir einen Hund zu kaufen? Gestern hast du noch geschrieben, dass du dir nichts mehr wünscht, als einen Hund !?

Wenn es der Hund sein soll, den du gestern im Tierheim kennengelernt hast, musst du dem Tierheim eh eine Genehmigung des Vermieters vorlegen, ansonsten bekommst du den Hund sowieso nicht.

HamsterKnowHow 09.08.2017, 13:20

Wieso schreibst du, dass du nicht vor hast dir einen Hund zu kaufen? Gestern hast du noch geschrieben, dass du dir nichts mehr wünscht, als einen Hund !?

Bleibt es auch, aber aus den Gründen meiner gestrigen Frage muss ich mich wohl entscheiden zum Wohl eines Hundes keinen zu kaufen. 

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Hi,

egal was in einem Mietvertrag für eine Klausel zur Tierhaltung steht:

Hund / Katze kann verboten werden (da sie frei in der Wohnung rumlaufen können und ggf. durch ihre Anwesenheit die Nachbarn stören können), das muss aber wie TrudiMeier schon schrieb (mittlerweile) begründed werden.

Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Vögel, und all die anderen Kleintiere können generell nicht verboten werden, auch wenn die einzeln aufgeführt sind.
Eigentlich gilt das für alle Tiere diee in Käfigen, Ställen, halt irgendwelchen "Behältnissen" gehalten werden, aber auch bei freier Wonungshaltung kann der Vermieter nichts gegen die Haltung machen, da das nicht im Gesetz verankert ist das man diese Tiere nicht in freier Wohnungshaltung halten darf und in so einem fall auch für diese Tiere eine Haltungs"erlaubnis" eingeholt werden muss^-

Bei Fischen kann angeblich ein Nachweis über eine Hausratversicherung gefordert werden und Ratten/ Mäuse können angeblich auch verboten werden (bzw der Vermieter kommt mit einem solchen Verbot durch) da es sich bei denen auch um Ungeziefer (oder so^^) handelt.

Man sollte sich daher, wenn man eine Tierhaltungsverbotsklausel im Mietvertrag hat erstmal den genau durchlesen und informieren in wie weit der zulässig ist. Dann einfach mal ein freundliches Gespräch (am besten mit Zeugen) mit dem Vermieter führen. Willigt er doch der Hundehaltung ein, dann unbedingt schriftlich geben lassen. Willigt er nicht ein, dann kann man zum Anwalt gehen und versuchen das Tierhaltungsverbot anzufechten. Ob das allerdings so gut fürs zusammenleben mit dem Vermieter ist, wage ich zu bezweifeln...

Gruß

Ein generelles Tierhaltungsverbot ist unwirksam. Das bedeutet aber nicht, dass man sich nun Hund oder Katze anschaffen darf und dem Vermieter die lange Nase zeigen kann. Der BGH hat entschieden, dass Hunde (egal wie groß sie sind) und Katzen immer der Zustimmung des Vermieters bedürfen. Diese kann er aber nur begründet verweigern. Ein "Ich will das nicht" ist nicht ausreichend. Das gilt selbstverständlich nicht für Kleintiere, wie Hamster, Meerschweinchen oder Wellensittiche. Die darf man immer halten.

Zu dem von dir zitierten Fall:

In dem verhandelten Fall enthielt der Mietvertrag eine Klausel, die für Tierhaltung die Zustimmung der Vermieterin verlangte.

Das ist wirksam, zumal im folgenden Satz Kleintiere von der Zustimmung ausgeschlossen wurden.

Hunde, Katzen, Mäuse, Kaninchen, Frettchen oder Schweine durften sich generell nicht in den Mieträumen aufhalten.

Das ist unwirksam, denn es hebt ersteres auf.

Die Entscheidung des Gerichtes ist nur eine Einzelfallentscheidung und nicht generell anwendbar.  Ebenso für mich auch nicht nachvollziehbar, da lt. BGH für Hund und Katze immer die Zustimmung des Vermieters erforderlich ist, egal ob die Klausel im Mietvertrag unwirksam ist. Ich neige dazu zu vermuten, dass da von dem Veröffentlicher einige wichtige Details unterschlagen wurden.

Auch wenn die Rechtslage anders sein sollte, ich würde mir nur dann ein Haustier anschaffen, wenn seitens des Vermieters damit Einverständnis besteht. Müsste der Vermieter gegen seinen Wunsch ein Haustier in seiner Wohnung dulden, kann ich mir ja ausmalen, dass er sich mit mir als Mieter nicht sehr glücklich fühlen würde. Insofern würde ich um des guten Verhältnisses zu meinem Vermieter definitiv sein Einverständnis holen. Bzw. gar nicht erst in eine Wohnung ziehen, wo Haustiere nicht erlaubt sind. Je nach persönlichem Charakter des Vermieters könnte das zukünftige Verhältnis ja schwierig bis schlecht werden. Und in meiner Wohnung möchte ich mich schon wohlfühlen, ohne dass ich mich von meinem Vermieter "beobachtet" oder aufs Korn genommen fühle.

TrudiMeier 09.08.2017, 14:39

Wenn mal alle Mieter so denken würden....

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Pauliwauly 09.08.2017, 14:57
@TrudiMeier

Einerseits gehts um Rücksichtnahme, die Wohnung ist ja schließlich nur gemietet und nicht mein Eigentum, also sollte ich schon Rücksicht auf die Wünsche des Eigentümers/Vermieters nehmen. Möchte ich ein Haustier haben, muss ich mir halt was entsprechendes suchen, wo mein Haustier erlaubt ist. 

Andererseits habe ich persönlich kein so dickes Fell, dass ich mich mit einem schlecht gelaunten Vermieter herumschlagen möchte, der nur einen Grund sucht, dass er mich loswerden kann. 

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Lesen Sei doch einfach Ihren Mietvertrag, dann wissen Sie was da drin steht und müssen hier keine spekulativen Fragen stellen.

Normale Verträge sehen ein Tierhaltungsverbot nicht vor, sondern gestatten grundsätzlich die Haltung von Kleintieren, wie Zierfischen, Vögeln etc.; lediglich die Haltung von Katzen und Hunden bedarf in der Regell der Zustimmung durch den Vermieter.

Fragen Sie folglich Ihren Vermieter ob der mit der Anschaffung des Hundes einverstanden ist.


Wie du aus dem zitierten Text bereits entnimmst, kommt es auf den exakten Wortlaut des Mietvertrags an.

Ein pauschales Tierhalteverbot ist stets unwirksam.

Jedoch kann im Rahmen einer Interessenabwägung, die der Vermieter in jedem Einzelfall vorzunehmen hat, herauskommen, dass ihm die Haltung eines Hundes oder einer Katze nicht zugemutet werden kann und darf er diese untersagen.

In dem Fall war einfach der Mietvertrag schlecht formuliert, zum Nachteil der Vermieterin.

Der Vermieter kann immer die Haltung von Hunden untersagen.

Lediglich Kleinzeugs wie Aquarien und Käfige können niemals untersagt werden (außer bei gefährlichen Tieren).

Dafür gibt es ja auch Gründe. Z.B. panische Angst oder Allergien der übrigen Hausbewohner.

Bei unserem Einzug wurden alle Mietparteien gefragt, ob sie mit unserem Schäferhundmix ein Problem hätten. Hat zum Glück geklappt. Die zwischenzeitlich neu eingezogenen müssen sich jetzt damit abfinden.

 Solltest das unbedingt mit der Verwaltung abklären! vorher

Bin da auch nicht sicher, ob dieses Urteil überall anzuwenden ist. Nachher hast Du das Tier und wirst vor die Entscheidung gestellt, auszuziehen oder Hund wegzugeben....

Also, erst fragen!

Hallo HamsterKnowHow,

das, was Du zitierst ist m. E. ein Ausnahmefall, der von einer Versicherung veröffentlicht wurde. Hier findest Du verschiedene, andersartige Aussagen:

https://www.google.de/search?q=hundehaltung+mietwohnung&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b&gfe_rd=cr&ei=v1eKWcKlDY_Z8AfglIHoBw

Meines Wissens ist der aktuelle Stand so: Kleintiere, die sich ausschließlich in der Wohnung aufhalten, wie Hamster, Kaninchen, Wohnungskatzen etc. sind grundsätzlich erlaubt. Anders sieht es bei Hunden aus, insbesondere wenn sich die Hausgemeinschaft durch Bellen oder Verunreinigungen im gemeinsam benutzten Treppenhaus/Flur belästigt fühlt.

Des weiteren kann es ein Unterschied sein, ob es sich um eine Mietwohnung oder eine Eigentumswohnung handelt. Du schreibst, Du hast nicht vor, Dir einen Hund zu kaufen, falls sich diese Haltung ändern sollte, kann ich Dir nur die Empfehlung mitgeben, es mit dem Vermieter und ggfs. den anderen Mietern/Eigentümern einer Eigentumswohnung im Vorfeld zu besprechen, damit es erst gar nicht zu Problemen kommen kann.

Wenn Du noch Fragen haben solltest - ich helfe gerne :)

LG

Buddhishi

TrudiMeier 09.08.2017, 06:48

Kleintiere, die sich ausschließlich in der Wohnung aufhalten, wie
Hamster, Kaninchen, Wohnungskatzen etc. sind grundsätzlich erlaubt.

Der BGH hat entschieden, dass Katzen - egal ob Wohnungskatzen oder Freigänger - keine Kleintiere sind und  immer der Zustimmung des Vermieters bedürfen.  Verschiedene Gerichte mögen da anders entscheiden, aber das sind halt Einzelfallentscheidungen, die nicht generell anwendbar sind.

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HamsterKnowHow 09.08.2017, 10:40

Du schreibst, Du hast nicht vor, Dir einen Hund zu kaufen, falls sich diese Haltung ändern sollte,

Hm ja, vorerst.. ich habe Patenschaft mit einen Straßenhund gestern im Tierheim geschlossen, natürlich gleich verliebt in den Hund :D Bellt nicht, kommt super mit anderen Tieren & Menschen da, ruhig, wäre einfach perfekt.. Mieter & die Fehlende Zeit, aber wenn sich ersteres durch irgendwelche Gesetze aufheben lassen könnte..

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