Hund im Garten anbinden, Fragen?

7 Antworten

Hallo!

(1) Ein Hund darf in Anbindehaltung nur gehalten werden, wenn die Anforderungen der Absätze 2 bis 5 erfüllt sind.(2) Die Anbindung muss
1.
an einer Laufvorrichtung, die mindestens sechs Meter lang ist, frei gleiten können,
2.
so bemessen sein, dass sie dem Hund einen seitlichen Bewegungsspielraum von mindestens fünf Metern bietet,
3.
so angebracht sein, dass der Hund ungehindert seine Schutzhütte aufsuchen, liegen und sich umdrehen kann.
(3)
Im Laufbereich dürfen keine Gegenstände vorhanden sein, die die
Bewegungen des Hundes behindern oder zu Verletzungen führen können. Der
Boden muss trittsicher und so beschaffen sein, dass er keine
Verletzungen oder Schmerzen verursacht und leicht sauber und trocken zu
halten ist.(4) Es dürfen nur breite, nicht
einschneidende Brustgeschirre oder Halsbänder verwendet werden, die so
beschaffen sind, dass sie sich nicht zuziehen oder zu Verletzungen
führen können.(5) Es darf nur eine
Anbindung verwendet werden, die gegen ein Aufdrehen gesichert ist. Das
Anbindematerial muss von geringem Eigengewicht und so beschaffen sein,
dass sich der Hund nicht verletzen kann.(6)
Bei Begleitung einer Betreuungsperson während der Tätigkeiten, für die
der Hund ausgebildet wurde oder wird, kann er abweichend von Absatz 1
nach Maßgabe der Absätze 4 und 5 an einer mindestens drei Meter langen
Anbindung angebunden werden.(7) Die Anbindung ist verboten bei
1.
einem Hund bis zu einem Alter von zwölf Monaten,
2.
einer tragenden Hündin im letzten Drittel der Trächtigkeit,
3.
einer säugenden Hündin,
4.
einem kranken Hund, wenn ihm dadurch Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt würden.

Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/tierschhuv/BJNR083800001.html

Soviel zum Gesetzlichen! Meine Meinung dazu lasse ich jetzt einmal aussen vor...

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Aber er ist nicht 24 h angekettet. Dann ist er doch kein richtiger Kettenhund oder?

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@Mypoodleleo

Ich sehe keinen Grund warum man einen Hund alleine draussen im Garten anbindet.

24h darf er vom Gesetz her gar nicht angebunden sein:

Einem Hund ist ausreichend Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers oder einer Anbindehaltung sowie ausreichend Umgang mit der Person, die den Hund hält, betreut oder zu betreuen hat (Betreuungsperson), zu gewähren. Auslauf und Sozialkontakte sind der Rasse, dem Alter und dem Gesundheitszustand des Hundes anzupassen.

Wuerde ich einen Hund in der Nachbarschaft zu lange angebunden sehen waere ich die erste die den Tierschutz verstaendigt!

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@Mypoodleleo

Auch das hier muss natuerlich bei einer Anbindehaltung alles gegeben sein:

(1) Wer einen Hund im Freien hält, hat dafür zu sorgen, dass dem Hund
1.eine Schutzhütte, die den Anforderungen des Absatzes 2 entspricht, und
2.außerhalb der Schutzhütte ein witterungsgeschützter, schattiger Liegeplatz mit wärmegedämmtem Boden
zur Verfügung stehen. Während der Tätigkeiten, für die ein Hund ausgebildet wurde oder wird, hat die Betreuungsperson dafür zu sorgen, dass dem Hund während der Ruhezeiten ein witterungsgeschützter und wärmegedämmter Liegeplatz zur Verfügung steht.(2) Die Schutzhütte muss aus wärmedämmendem und gesundheitsunschädlichem Material hergestellt und so beschaffen sein, dass der Hund sich daran nicht verletzen und trocken liegen kann. Sie muss so bemessen sein, dass der Hund
1.sich darin verhaltensgerecht bewegen und hinlegen und
2.den Innenraum mit seiner Körperwärme warm halten kann, sofern die Schutzhütte nicht beheizbar ist.
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Ok also gelten diese Angaben immer? Egal ob man den Hund 4h oder 1 minute anbindet??

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@Mypoodleleo

4h ware dann schon die reinste Tierquaelerei!!!

Wie gesagt - das ist nur die Gesetzeslage! Meiner Meinung nach ist so eine "Anbindehaltung" pure Tierquaelerei. Wuerden meine Nachbarn das machen wuerde ich dauernt den Tierschutz rufen (Leine zu kurz, zu lange angebunden, nicht genug Beschaeftigung, ...)

Aber hier nochmal: (Quelle noch immer: https://www.gesetze-im-internet.de/tierschhuv/BJNR083800001.html)

Einem Hund ist ausreichend Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers oder einer Anbindehaltung sowie ausreichend Umgang mit der Person, die den Hund hält, betreut oder zu betreuen hat (Betreuungsperson), zu gewähren. Auslauf und Sozialkontakte sind der Rasse, dem Alter und dem
Gesundheitszustand des Hundes anzupassen.


Einem einzeln gehaltenen Hund ist täglich mehrmals die Möglichkeit zum länger dauernden Umgang mit Betreuungspersonen zu gewähren, um das
Gemeinschaftsbedürfnis des Hundes zu befriedigen.
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Kommt mir komisch vor

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Wofür hast Du einen Hund, wenn Du ihn dann nicht Hund sein lässt. Das ist Tierquälerei was Du da überlegst

Du hast wohl den Sachkundenachweis über Hundehaltung nicht gemacht. 

Kannst du da nach googeln 

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