Hund hört nicht mehr und macht in die wohnung?

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4 Antworten

Ein Wechsel von Bezugsperson und Umfeld ist für einen Hund Stress. Der Kontakt zu vielen Hunden ist für einen Hund Stress. Ein Stachelhalsband ist für einen Hund Strafe und Stress. Fehlverhalten mit "Ärger" zu quittieren ist für den Hund Stress.

Mangelnde Stubenreinheit ist in diesem Zusammenhang ein Zeichen dafür, dass der Hund massiv unter Strom steht, nicht zur Ruhe kommt und der Vorläufer einer Verhaltensstörung. Wenn Du den Hund richig vergurken willst, gehst Du mit ihm zum Training in einen Verein, der Stachelhalsbänder als gewaltfreie Erziehungsmaßnahme verkauft. Übrigens ist der Einsatz solcher Halsbänder aus gutem Grund in Deutschland verboten.

Was die Leinenführigkeit anbelangt: Versetz Dich bitte einen Moment in den Hund. Er sieht etwas Aufregendes, z.B. einen anderen Hund, donnert in die Leine, weil er hin will und bekommt dann Stachel in den Hals gerammt. Das tut irrsinnig weh, probier es einfach mal aus. Was lernt der Hund? Immer, wenn ein anderer Hund auftaucht, habe ich Schmerzen. Du schaffst Dir damit also ein ganz massives Problem, Du trainierst Dir nämlich einen Leinenpöbler heran.

Was den Ärger anbelangt: den Hund zu maßregeln, bis er jault, weil er nicht das gewünschte Verhalten zeigt, ist riesiger Mist. Stell Dir mal vor, Du bist nachts alleine unterwegs, plötzlich springt jemand hinter Dich, hält Dir eine Pistole an den Kopf und zwingt Dich, eine komplizierte Rechenaufgabe zu lösen. Das würdest Du mit Sicherheit nicht schaffen, weil der Menschen- und Hundekörper unter Angst weder aufnahmefähig ist, noch lernen kann. Zusätzlich zerstörst Du Vertrauen und Bindung. Beides brauchst Du aber, um einen Hund gut und sicher führen zu können.

Natürlich braucht ein Hund Grenzen, natürlich darf er nicht alles machen, wonach ihm der Sinn steht. Aber Hunde müssen erst einmal verstehen, was Du von ihnen willst. Du musst ihnen die Alternative so aufzeigen, dass sie sie verstehen können. Und Hunde machen das, was sich lohnt. Dafür, dass sich das lohnt, was Du von Deinem Hund willst, musst Du sorgen.

Um bei der Leinenführigkeit zu bleiben: Der Hund zieht, weil sein natürliches Lauftempo schneller ist als das menschliche. Und wenn Du ihm bei Zug Schmerz zufügst, zieht er noch mehr, weil er diesem Schmerz entkommen will. Folgerichtig wäre es, dem Hund ein gut sitzendes Geschirr zu kaufen. Zieht der Hund, wirst Du extrem langsam oder bleibst stehen. Du zupfst maximal an der Leine, um den Hund ins Gleichgewicht zu bringen, aber niemals um ihn zu strafen. Lockert der Hund die Leine, gehst Du schneller. Der Hund lernt: wenn ich schnell voran kommen will, muss ich dafür sorgen, dass die Leine locker ist. 

Such Dir bitte einen vernünftigen Trainer, der weiß, was er tut und lass die Finger von dem Verein.

Gute Traienr findest Du unter "Trainieren statt dominieren", im Netzwerk von cumcane oder Easy dogs.

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Hi,

Ein Rhodesian kann man so nicht erziehen ;) den kann man indem man Souveränität ausstrahlt zur Kooperation bewegen.

Mit Erziehungshalsband und Ärger, wenn der Hund was verkehrt macht erweist man sich als nicht vertrauenserweckend und der Hund stellt dann die Kooperation ein.

Und es lohnt sich jeden Hund der neu ist erstmal nochmal die Stubenreinheit beizubringen, ändert man zb einfach die Zeiten kann der Hund so schnell sich nicht anpassen. 

Ich würde empfehlen mal etwas mehr zum Rhodesian zu lesen um das Wesen dieser Rasse etwas besser zu verstehen. Ist ja nun mal ein Mix aber so wie es sich in drei Wochen hochgeschaukelt hat würde ich da fast auf den Rhodesian tippen der euch nun Mühe bereitet. 

Und geht mal in eine Hundeschule und nimmt die selbstgesetzte Hürde, anstatt vorzeitig aufzugeben ohne daraus auch was gelernt zu haben. Oder soll in Zukunft kein Hund mehr gehalten werden? Manche Probleme werden sich ja immer wieder einstellen, einfach weil man als Mensch ja doch anders denkt als ein Hund. Da sollte man sich nicht scheuen sich ggf auch Hilfe zu holen. 



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Kommentar von fairybel
06.11.2016, 15:05

Danke für die Antwort, wie oben schon geschrieben geht sie ab nächste Woche in die Hundeschule. Wir wollen sie ungern wieder hergeben, nicht falsch verstehen sie ist ein toller Hund mit viel Potenzial. Aber momentan bringt sie uns an die Grenzen, sie durfte bei ihren Vorbesitzern alles und hatte kaum Erziehung. Wir wollen es wirklich mit ihr versuchen und der letzte Ausweg wäre das sie zurück geht.

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Außerdem quietscht sie seit kurzem wenn sie Ärger bekommt. 

vielleicht kann er mit dem Ärger den Ihr ihm bereitet gar nichts anfangen!

daher erst mal herausfinden und auch berücksichtigen wie der Hund bisher gehalten wurde! Dies spielt auch eine große Rolle!

versetzt Euch mal in die Lage des Hundes. 

und innerhalb 3 Wochen schafft es kaum ein Hund sich vollständig ein- und umzugewöhnen! 

dem Hund einfach mehr Zeit geben und nicht zu viel erwarten und verlangen!

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Was verstehst Du unter einem Erziehungshalsband?

Geh mit dem Hund unbedingt in eine Hundeschule. Sie ist ein Mix aus zwei Rassen, die nicht einfach sind und hat keinen Respekt vor Euch.

Warum bekommt sie Ärger?

Wenn das nach so kurzer Zeit schon eskaliert und ihr ratlos seid, dann ist es für Euch und den Hund besser, wenn ihr ihn zurückgebt, ausser ihr seid dazu bereit, Euch sofort Hilfe zu holen und sie gewaltfrei und konsequent zu erziehen.

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Kommentar von fairybel
06.11.2016, 15:01

Es ist ein Stachelhalsband ähnliches Halsband nur das die 'Spitzen' abgestumpft sind. Den Tipp hab ich übrigens von einem Hundesportverein. Dort habe ich angefragt und hab nen Termin gemacht, auf den Hundeplatz geht sie ab nächste Woche. Sie wird gewaltfrei erzogen, hat noch nie, zumindest von uns nicht, Schläge bekommen.

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