Hund hat angst vor "alltagsgeräuschen"?

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5 Antworten

die staubsaugerphobie hat meine lebenslänglich gehabt.

hat auch nichts genützt, einen neuen staubsauger zu kaufen - ich vermute, das geräusch hat einen ton, der hundeohren fürchterlich weh tut.

sie ist entweder in ihr "körbchen" gegenüber der wohnungstür (sie hatte insgesamt drei in der wohnung verteilt) gehuscht und hat sich ganz eng zusammengerollt oder ist aufs bett und hat sich unter der decke verkrochen, bis das ungeheuer wieder aus der steckdose gestöpselt war.

der staubsauger selber war völlig unproblematisch und null angstfaktor.

die drei mal, wo ich sie in ihrem leben gebadet hab, kam eine handbreit lauwarmes wasser in die wanne und ein eimer warmes wasser mit einem schöpfbecher zum "abduschen". in der wanne kann ich mir vorstellen, dass ebenfalls das rauschen und das echo schmerz erzeugt. grössere hunde, die mit dem kopf den wannenrand überragen, tun sich da meist leichter. 

das badewannenproblem könntest du vielleicht so lösen, wie ich es gemacht habe. ausserdem, wenn der kopf mit gewaschen werden soll, die gehörgänge mit einem wattebausch schützen, damit kein wasser in die ohren laufen kann.

hunde reagieren normalerweise bei "gehörschmerz" panisch. erfahrungsgemäss gewöhnen sie sich auch nicht daran. du könntest versuchen, dem hund vermeidungsstrategien anzubieten oder rituale.

wenn dein hund zum ersten mal einen winkelschleufer oder eine kreissäge hört, wird er ähnlich reagieren. was dann hilft - dem hund die ohren zuhalten und ihn beruhigen. einen kleinen hund würde ich dann tatsächlich auch schon mal hochheben und ihn mit dem kopf unter die jacke schieben, um sein gehör zu schützen und das schmerzhafte geräusch zu dämpfen.

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Für dieses Problem brauchst Du sehr viel Geduld und noch mehr Verständnis.

Ein gutes Buch mit Anleitungen wie man einem verängstigten Hund helfen kann wäre auch nicht schlecht.

 Eventuell kannst Du Dir auch Hilfe von einem Hundetrainer holen wenn Du es allein nicht schaffst wobei Du auch beim Hundetrainer nur Anleitungen bekommen kannst wie Du Deinen Hund unterstützen kannst.

LG

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Kommentar von brandon
07.05.2016, 15:49

Ich habe mal ein paar Bücher für Dich ausgesucht wenn es Dich interessiert.

Angsthunde von Bettina Specht

Der ängstliche Hund von Nicole Wilde

Hab keine Angst mein Hund von Rolf C Franck

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Hey, bei solch Angstverhalten wird es meist (ohne etwas dagegen zu machen) immer schlimmer. Viele Hunde erschrecken hinterher wegen Kleinigkeiten, ist deswegen Gut das du dies in Angriff nehmen willst.

Wie verhälst du dich denn, wenn es eine Situation gibt, in der dein kleiner Chi Angst hat, z.B wenn du Staubsaugst und er in seine Angsthaltung fällt?

Wichtig ist, dass du in solch Momenten selber Ruhig bleibst, du musst deinen Hund quasi über Körperspache vermitteln können, dass du selber ruhig und entspannt bist, damit er merkt, dass es eigentlich nichts schlimmes ist..!

Nicht hochheben , knuddeln oder "bemuttern" wenn er Anst hat, denn damit bestärkst du nur seine Angst. Jegliche Art von Zuwendung ist in diesem Fall eine Bestärkung seiner Angst. Vermittel ihn einfach, dass er keine Angst haben muss. Du teilst ihm dann nicht mit, dass er keine Angst haben soll, sondern eher, dass diese Angst genau richtig ist!

Ich würde schauen, dass er vor diesen Situationen in einem ausgeglichenem und ausgelastetem Zustand ist, d.H. schaue dass er zuvor nicht schon angespannt ist, und bringe ihn zu einem Platz in der Wohnung, wo er sich sicher fühlt , verweise ihn z.B in ein vertrautes Körbchen, das ganze aber mit voller Ruhe. Sobald er in einem ausgeglichendem Zustand ohne Anspannung ist (sich z.B. hinlegt), kannst du ihn ruhig kurz loben, aber nicht zuviel, sonst ist er wahrscheinlich schneller wieder aus dem Körbchen als geplant :) Falls es nicht direkt klappt, ein paar Mal wiederholen, zur Not dies erst Mal üben.

Hole den Staubsauger nun ins gleiche Zimmer, wo sich auch das Körbchen mit Hund befindet. Geht er nun in einer angespannten Haltung über (z.B von einem entspannten liegen in einem Angespannten Sitzen, verweise ihn wieder in eine ruhige Haltung, und vergesse dabei nicht deine ruhige Haltung, also alles wie beim vorherigen Schritt machen.

Ist das Geschafft, gehts zum nächsten Schritt weiter. Zieh den Staubsauger ein bisschen durch den Raum, stecke ihn schonmal in die Steckdose, aber noch nicht einschalten. Mache das ganze wieder so lange, bis er auch hier nicht mehr in einer angespannten Haltung übergeht.

Und denk dran, du selber musst ebenfalls immer ruhig und gelassen sein, um dies auch von deinem Hund erwartten zu können:)

Dann kannst du deinen Hund an das eigentliche Geräusch gewöhnen, auch wieder in kleinen Schritten. Vielleicht zu anfangs nur kurz anlassen, wieder ausmachen, ihn dann bei angespannter Haltung in eine ruhige Versetzen, falls er ruhig bleibt loben.

Wichtig sind die kleinen Schritte, denn sowas brauch Zeit. Vor allem die Bindung zu Dir und deinem Hund ist nun wichtig, denn da Vertrauen muss in solch Situationen gestärkt werden. Mach keine zu großen Schritte, so wird er merken, dass er dir in solch Situationen vertrauen kann...

Mache dies in sämtlichen Angstsituationen, das hört sich zwar alles viel an, aber wenn einmal das Eis gebrochen ist, klappt das auch viel besser :)

Hoffe ich konnte dir weiterhelfen..!

Achso und mit der Duschbrause natürlich auch nur in langsamen Schritten, aber was da noch helfen könnte wäre, wenn du in der Badewanne/Dusche ein Handtuch reinlegt wo er drauf stehen kann. Dadurch rutscht er nicht mit dem Pfoten auf dem glatten Becken, das Handtuch gibt mehr halt und somit auch mehr Sicherheit.

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Kommentar von ToffifeeX
07.05.2016, 12:35

Ich geb mir schon Mühe dass ich ihn nicht noch zusätzlich aufstachele. Ich rede ihm gut zu und versuche ihm deutlich zu machen, dass es nichts schlimmes ist.

Sobald der Staubsauger angeht, springt er meistens auf die Couch und stellt die Vorderbeine auf den Tisch und beobachtet genau was ich mache. Oder sucht eben Hilfe / Schutz bei einem anderen Familienmitglied.

Wie kann ich das aber machen, wenn wir ihn mal baden müssen? Vor Wasser hat er keine Angst aber sobald die Brause angeht, kriegt er panik.

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Es liegt doch an Dir, dem Hund zu zeigen, dass alles ungefährlich ist.

Mein Hund bekam von Anfang an eine Unterlage in die Wanne/Dusche. Ich habe etwas Wasser eingelassen, ihn reingestellt, die Dusche eingestellt und los ging es.

Da kamen keine beruhigenden Worte, denn es passierte nichts gefährliches.

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Kommentar von ToffifeeX
08.05.2016, 21:37

Wir haben auch eine Unterlage in der Dusche, damit er nicht wegrutscht wenn er panik bekommt. Wenn er im Wasser steht, ist es für ihn auch nicht schlimm. Aber sobald diese laute Brause oder der Wasserhahn angeht, schreckt er eben zusammen und man kann ihn, auch wenn er klein ist, kaum halten.

Und da kommuniziere ich schon mit ihm um ihn zu beruhigen, ich kann es doch nicht einfach unkommentiert lassen? Und ihn festhalten und einfach weitermachen? Da würde er ja noch mehr panik bekommen???

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Keine Vermeidungstaktik, selber cool bleiben und die Angst nicht beachten und zügig das tun was unvermeidlich ist. Danach den Hund belohnen.

Staubsaugen muss man nun mal fast täglich. Der Hund wurde leider in der Welpenzeit nicht sozialisiert. Das müsst ihr jetzt mühsam nachholen.

Den Staubsauger kann man mit Würstchen belegen, dem Hund kann man in die Wanne stellen und die Füsse abbrausen. So kleine Hunde passen  doch unter jeden Wasserhahn und in jede Spüle.

Ihr solltet dringend die Bindung zum Hund stärken.

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Kommentar von ToffifeeX
08.05.2016, 21:30

Was hat denn das bitte mit sozialisierung zu tun? Ich kann es doch nicht ändern, dass der Hund eine Angst vor solchen Dingen entwickelt.
Wir haben ihn mit 13 Wochen bekommen, da hatte er das noch nicht. Wir wissen selber nicht, wie es dazu kam!
Und die Bindung zu meinem Hund würde ich schon als sehr gut bezeichnen!

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