Hund hat angst vor "alltagsgeräuschen"?

5 Antworten

Für dieses Problem brauchst Du sehr viel Geduld und noch mehr Verständnis.

Ein gutes Buch mit Anleitungen wie man einem verängstigten Hund helfen kann wäre auch nicht schlecht.

 Eventuell kannst Du Dir auch Hilfe von einem Hundetrainer holen wenn Du es allein nicht schaffst wobei Du auch beim Hundetrainer nur Anleitungen bekommen kannst wie Du Deinen Hund unterstützen kannst.

LG

Ich habe mal ein paar Bücher für Dich ausgesucht wenn es Dich interessiert.

Angsthunde von Bettina Specht

Der ängstliche Hund von Nicole Wilde

Hab keine Angst mein Hund von Rolf C Franck

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Hey, bei solch Angstverhalten wird es meist (ohne etwas dagegen zu machen) immer schlimmer. Viele Hunde erschrecken hinterher wegen Kleinigkeiten, ist deswegen Gut das du dies in Angriff nehmen willst.

Wie verhälst du dich denn, wenn es eine Situation gibt, in der dein kleiner Chi Angst hat, z.B wenn du Staubsaugst und er in seine Angsthaltung fällt?

Wichtig ist, dass du in solch Momenten selber Ruhig bleibst, du musst deinen Hund quasi über Körperspache vermitteln können, dass du selber ruhig und entspannt bist, damit er merkt, dass es eigentlich nichts schlimmes ist..!

Nicht hochheben , knuddeln oder "bemuttern" wenn er Anst hat, denn damit bestärkst du nur seine Angst. Jegliche Art von Zuwendung ist in diesem Fall eine Bestärkung seiner Angst. Vermittel ihn einfach, dass er keine Angst haben muss. Du teilst ihm dann nicht mit, dass er keine Angst haben soll, sondern eher, dass diese Angst genau richtig ist!

Ich würde schauen, dass er vor diesen Situationen in einem ausgeglichenem und ausgelastetem Zustand ist, d.H. schaue dass er zuvor nicht schon angespannt ist, und bringe ihn zu einem Platz in der Wohnung, wo er sich sicher fühlt , verweise ihn z.B in ein vertrautes Körbchen, das ganze aber mit voller Ruhe. Sobald er in einem ausgeglichendem Zustand ohne Anspannung ist (sich z.B. hinlegt), kannst du ihn ruhig kurz loben, aber nicht zuviel, sonst ist er wahrscheinlich schneller wieder aus dem Körbchen als geplant :) Falls es nicht direkt klappt, ein paar Mal wiederholen, zur Not dies erst Mal üben.

Hole den Staubsauger nun ins gleiche Zimmer, wo sich auch das Körbchen mit Hund befindet. Geht er nun in einer angespannten Haltung über (z.B von einem entspannten liegen in einem Angespannten Sitzen, verweise ihn wieder in eine ruhige Haltung, und vergesse dabei nicht deine ruhige Haltung, also alles wie beim vorherigen Schritt machen.

Ist das Geschafft, gehts zum nächsten Schritt weiter. Zieh den Staubsauger ein bisschen durch den Raum, stecke ihn schonmal in die Steckdose, aber noch nicht einschalten. Mache das ganze wieder so lange, bis er auch hier nicht mehr in einer angespannten Haltung übergeht.

Und denk dran, du selber musst ebenfalls immer ruhig und gelassen sein, um dies auch von deinem Hund erwartten zu können:)

Dann kannst du deinen Hund an das eigentliche Geräusch gewöhnen, auch wieder in kleinen Schritten. Vielleicht zu anfangs nur kurz anlassen, wieder ausmachen, ihn dann bei angespannter Haltung in eine ruhige Versetzen, falls er ruhig bleibt loben.

Wichtig sind die kleinen Schritte, denn sowas brauch Zeit. Vor allem die Bindung zu Dir und deinem Hund ist nun wichtig, denn da Vertrauen muss in solch Situationen gestärkt werden. Mach keine zu großen Schritte, so wird er merken, dass er dir in solch Situationen vertrauen kann...

Mache dies in sämtlichen Angstsituationen, das hört sich zwar alles viel an, aber wenn einmal das Eis gebrochen ist, klappt das auch viel besser :)

Hoffe ich konnte dir weiterhelfen..!

Achso und mit der Duschbrause natürlich auch nur in langsamen Schritten, aber was da noch helfen könnte wäre, wenn du in der Badewanne/Dusche ein Handtuch reinlegt wo er drauf stehen kann. Dadurch rutscht er nicht mit dem Pfoten auf dem glatten Becken, das Handtuch gibt mehr halt und somit auch mehr Sicherheit.

Ich geb mir schon Mühe dass ich ihn nicht noch zusätzlich aufstachele. Ich rede ihm gut zu und versuche ihm deutlich zu machen, dass es nichts schlimmes ist.

Sobald der Staubsauger angeht, springt er meistens auf die Couch und stellt die Vorderbeine auf den Tisch und beobachtet genau was ich mache. Oder sucht eben Hilfe / Schutz bei einem anderen Familienmitglied.

Wie kann ich das aber machen, wenn wir ihn mal baden müssen? Vor Wasser hat er keine Angst aber sobald die Brause angeht, kriegt er panik.

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@ToffifeeX

Vielleicht auch hier wieder in kleinen Schritten, ohne ihn anschliessend zu Baden, also erstmal nur kurze Augenblicke um ihn dran zu gewöhnen,fange mit einem Schritt an, wo er noch nicht in voller Panik verfällt. Bekommt er schon Angst wenn du das Wasser an der Brause leicht anstellst, obwohl er nicht in der Dusche oder Wanne ist, sondern nur davor? Falls ja, geh noch einen Schritt zurück, und gewöhne ihn erst nur an die Brause ohne Wasser, gewöhne ihn auch erst an das Becken, setz ihn nicht direkt hinein. Meine Hunde habe ich damit auch nur langsam vertraut gemacht, werden aber nur etwa alle 4 Monate gebadet, also nach dem Fell Scheeren. Es könnte auch hefen, wenn du erstmal bei anderen Dingen ansetzt, wo die Ansgt noch nicht so vertieft ist wie bei der Duschbrause, z.B. beim Staubsauger, damit er lernt, Dir in solch Situationen zu vertrauen.

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@ToffifeeX

**Ich rede ihm gut zu und versuche ihm deutlich zu machen, dass es nichts schlimmes ist.**

Und warum machst Du das? Es ist nichts Schlimmes und das brauche ich dem Hund nicht zu erklären zu versuchen. Das lebe ich ihm vor indem ich es ohne blabla... mache.

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@wotan0000

Warum ich das mache? @wotan0000
Weil ich meinen hund somit beruhige und ihm zeigen will, dass ihm nichts schlimmes passiert. Ich rede oft mit ihm und oft zeigt es eben wirkung. Ich kann ihn doch nicht unkommentiert in die wanne stellen, festhalten und abduschen?

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@ToffifeeX

 **Ich kann ihn doch nicht unkommentiert in die wanne stellen, festhalten und abduschen?**

Klar kann man das.

Was machst Du auf Silvester mit Knallerangst? Willst Du dann auch *beruhigend* auf ihn einreden?

Meiner bekam im ersten Jahr einen Knaller vor die Füsse geworfen und der Silvesterangsthund war geboren.

Wir haben ihn nie bedauert. Er konnte zu uns und wir haben ihn (ohne blabla..) gestreichelt. 

Da Silvester nunmal nur 1x pro Jahr passiert, hat das lange gedauert. Jedes Jahr etwas besser. Er ist jetzt 13 und die letzten 3 Male war ihm das egal.

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@wotan0000

Gut, wenn du deinem Hund unkommentiert sowas "antuen" würdest, BITTE... Ich nicht.

Seltsamerweiße hatte mein Hund Silvester weder angst noch sonstiges. Scheint halt wirklich nur an bestimmten Dingen zu liegen

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die staubsaugerphobie hat meine lebenslänglich gehabt.

hat auch nichts genützt, einen neuen staubsauger zu kaufen - ich vermute, das geräusch hat einen ton, der hundeohren fürchterlich weh tut.

sie ist entweder in ihr "körbchen" gegenüber der wohnungstür (sie hatte insgesamt drei in der wohnung verteilt) gehuscht und hat sich ganz eng zusammengerollt oder ist aufs bett und hat sich unter der decke verkrochen, bis das ungeheuer wieder aus der steckdose gestöpselt war.

der staubsauger selber war völlig unproblematisch und null angstfaktor.

die drei mal, wo ich sie in ihrem leben gebadet hab, kam eine handbreit lauwarmes wasser in die wanne und ein eimer warmes wasser mit einem schöpfbecher zum "abduschen". in der wanne kann ich mir vorstellen, dass ebenfalls das rauschen und das echo schmerz erzeugt. grössere hunde, die mit dem kopf den wannenrand überragen, tun sich da meist leichter. 

das badewannenproblem könntest du vielleicht so lösen, wie ich es gemacht habe. ausserdem, wenn der kopf mit gewaschen werden soll, die gehörgänge mit einem wattebausch schützen, damit kein wasser in die ohren laufen kann.

hunde reagieren normalerweise bei "gehörschmerz" panisch. erfahrungsgemäss gewöhnen sie sich auch nicht daran. du könntest versuchen, dem hund vermeidungsstrategien anzubieten oder rituale.

wenn dein hund zum ersten mal einen winkelschleufer oder eine kreissäge hört, wird er ähnlich reagieren. was dann hilft - dem hund die ohren zuhalten und ihn beruhigen. einen kleinen hund würde ich dann tatsächlich auch schon mal hochheben und ihn mit dem kopf unter die jacke schieben, um sein gehör zu schützen und das schmerzhafte geräusch zu dämpfen.

Es liegt doch an Dir, dem Hund zu zeigen, dass alles ungefährlich ist.

Mein Hund bekam von Anfang an eine Unterlage in die Wanne/Dusche. Ich habe etwas Wasser eingelassen, ihn reingestellt, die Dusche eingestellt und los ging es.

Da kamen keine beruhigenden Worte, denn es passierte nichts gefährliches.

Wir haben auch eine Unterlage in der Dusche, damit er nicht wegrutscht wenn er panik bekommt. Wenn er im Wasser steht, ist es für ihn auch nicht schlimm. Aber sobald diese laute Brause oder der Wasserhahn angeht, schreckt er eben zusammen und man kann ihn, auch wenn er klein ist, kaum halten.

Und da kommuniziere ich schon mit ihm um ihn zu beruhigen, ich kann es doch nicht einfach unkommentiert lassen? Und ihn festhalten und einfach weitermachen? Da würde er ja noch mehr panik bekommen???

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@ToffifeeX

Dein Hund sieht deine Kommentare als Bestätigung seiner Angst.

Mein Chi hatte auch viele Ängste.

Tüten z. B.. Die habe ich geknautscht und ausgeschüttelt, bis es ihm egal war und ohne Kommentar.

Staubsauger habe ich in den Flur gelegt, mich daneben gesetzt, Hund rangerufen und mit ihm gealbert.

Angemacht und gesaugt. Er wechselt heute den Raum, aber er geht dran vorbei.

Du hast kein Kind vor Dir, das das Gesagte versteht, sondern einen Hund.

Und damit das nicht falsch verstanden wird, auch ich bedauer meinen Hund und rede ihm gut zu - aber nur, wenn es was zu bedauern gibt = wenn er krank ist.

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Keine Vermeidungstaktik, selber cool bleiben und die Angst nicht beachten und zügig das tun was unvermeidlich ist. Danach den Hund belohnen.

Staubsaugen muss man nun mal fast täglich. Der Hund wurde leider in der Welpenzeit nicht sozialisiert. Das müsst ihr jetzt mühsam nachholen.

Den Staubsauger kann man mit Würstchen belegen, dem Hund kann man in die Wanne stellen und die Füsse abbrausen. So kleine Hunde passen  doch unter jeden Wasserhahn und in jede Spüle.

Ihr solltet dringend die Bindung zum Hund stärken.

Was hat denn das bitte mit sozialisierung zu tun? Ich kann es doch nicht ändern, dass der Hund eine Angst vor solchen Dingen entwickelt.
Wir haben ihn mit 13 Wochen bekommen, da hatte er das noch nicht. Wir wissen selber nicht, wie es dazu kam!
Und die Bindung zu meinem Hund würde ich schon als sehr gut bezeichnen!

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@ToffifeeX

Und vermeidungstaktik möchte ich auch nicht machen. Wie gesagt Staubsaugen kann man nicht vermeiden und gelegentliches Abduschen muss eben auch sein. Und nein unser Hund passt nicht ins Waschbecken ;) Obwohl er ein Chi ist, ist er relativ groß und unsere Spüle/Waschbecken eher kleiner, also ungünstig um ihn da zu baden

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@ToffifeeX

Ihr habt es verpasst eurem Hund zu zeigen was Alltagsgeräusche sind und dass man sich nicht davor fürchten muss. 

Man kann auch sagen Vernachlässigung des Welpen.

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@ToffifeeX

Mein Hund hatte Angst, in die Zimmerecken zu gehen oder den Kopf irgendwo unterzustecken.

Und genau dahin fielen dann - für den Hund dummer Weise - immer die tollen Leckerlies.

Er ist weiterhin sehr vorsichtig dabei, aber er hat den Mut sich dazu zu überwinden.

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@Goodnight

Vernachlässigung?!
Na sag mal, glaubst du, ich habe ihn weggesperrt als wir den Staubsauger nutzten? Sicher nicht! Als er klein war hat er auch nicht so ein Theater gemacht. Das kam erst in den letzten Monaten o.O

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