Hund hat Angst auf Augenhöhe, warum ?

11 Antworten

ich habe selbst  hunde, von denen einer aus rumänien kommt, er war dort n einem der grossen massentierheime, 100 hunde auf 20 qm. er ist jetzt 2 jahre bei mir und er hat seine ängste vor menschen zu einem grossen teil verloren, eine rest angst ist geblieben.

man muss diesen tieren viel zeit geben, ihnen die entscheidung ob sie zu dir kommen wollen - oder nicht - immer ihnen überlassen.

was du dir vielleicht mal auf you tube ansehen kannst, tellington touches.

hier ein kleiner auszug über TT Quelle: hunde.com

Der Tellington - Touch besteht aus einer Reihe von
Kreisbewegungen und Lifts mit den Fingern und der Hand über den ganzen
Körper. Das Ziel der TTouch ist es, die Zellenfunktion zu aktivieren,
verspannte Stellen zu lösen, Berührungsängste zu nehmen, unerwünschte
Verhaltensweisen und Gewohnheiten zu verändern, Schmerzen zu lindern,
die Heilung von Wunden zu beschleunigen und natürlich um die Mensch –
Tier – Beziehung zu vertiefen. Kenntnisse der Anatomie sind nicht
erforderlich. z.B. Hunde mit eingezogener Rute haben ein sehr unsicheres
Selbstbild und reagieren oft aus Angst aggressiv. Mit dem TTouch ist es
möglich die Rute gewaltfrei zu lösen und zu entspannen, dies gibt dem
Hund mehr Selbstsicherheit, reduziert den Widerstand und Angstreflexe
und gibt dem Hund die Möglichkeit zu agieren statt zu reagieren.

Man ist geneigt einem Hund über den Kopf zu streichen. Aber genau dies empfinden viele Hunde als sehr unangenehm. Versuchs mal mit kraulen hinter den Ohren und am unteren Hals.

Zum Vertrauensaufbau, schau ihm nicht direkt in die Augen. Wenn sich eure Bindung allmählich aufbaut, wird er direkten Blickkontakt zu Dir suchen. Aber das kann dauern.

So schön es ist seinem Hund so nah wie möglich zu kommen, so muss man doch verstehen, dass er Kopf an Kopf Nähe zunächst als Bedrohung auffasst. Erst wenn er Vertrauen hat, wird er es dulden oder sogar mögen.

Versetze Dich in seine Situation. Er hat eine nicht sehr vertrauensvolle Vorgeschichte, ist noch nicht ganz im neuen Heim angekommen und wird nun ungewohnt überschwenglich geliebt. Auch diese Zuwendung verursacht beim ihm erstmal Mißtrauen. deshalb halte Dich zurück, auch wenn es schwerfällt.

Wie ergeht es Dir, wenn Du einen Menschen noch nicht so gut kennst und er Dir körperlich sehr nahe kommt?

Sei froh, dass er Dir Signale gibt und nicht zuschnappt. Nimm seine vorerst noch ablehnende Haltung sehr ernst und stülpe ihn nicht was über. Arbeite mit ihm, übe Gehorsamkeit, gehe viel und ausgiebig mit im spazieren, zeige ihm seine neue Welt, mache Spaziergänge für ihn interessant, belohne gutes Verhalten und lasse IHN zum Kuscheln kommen.

Nicht alle Hunde sind automatisch Kuschelhunde!

Es gibt Hunde, denen zuviel körperliche Nähe durch uns Menschen  Angst macht. Lass Deinem Kleinen die Zeit, welche er braucht, um diese....wahrscheinlich ungewohnte Nähe...zu geniessen....

Meinen Tibor hab ich als 11 Wochen alten Welpen übernommen...von einem Bauernhof ....obwohl er von klein auf sehr gerne schmuust, kann ich erst seit kurzem mit meinem Kopf den seinen berühren, und er döst gelassen weiter. Zuvor hat er sich aufgesetzt, und ganz nervös versucht mich abzulecken....mein Hund ist jetzt 2 Jahre und 3 Monate alt....hat sehr viel Geduld und Einfühlungs-Vermögen meinerseits gebraucht, bis er seine Unsicherheit überwunden hat....aber die Geduld und Arbeit hat sich gelohnt....er ist ein phantastischer Hund.

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