Hund gegen Depressionen, Therapie?

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12 Antworten

Es ist faszinierend wie viele Leute Experten für Depressionen und Hundehaltung sind.

Und noch faszinierender finde ich es, dass scheinbar alle Menschen mit Depressionen gleich sind. So wie Menschen mit Krebs schließlich auch alle gleich sind.

Ich hatte auch irgendwie das Gefühl,  dass der Fragesteller nach den Erfahrungen von Betroffenen gefragt hat und nicht nach der Meinung von "Experten".

Mein Hund hilft mir sehr. Ich kann mich um ihre Bedürfnisse ohne Probleme kümmern und ihre Liebe hilft mir dabei, mich auch wieder besser um mich zu kümmern.

Kein Symptom verschwindet einfach so. Ich schaffe vielleicht nicht viel am Tag, aber ich war mind. 3 mal vor der Tür, was ich ohne Hund mit Sicherheit nicht geschafft hätte. Und ich hab bestimmt 3 mal gelacht, weil sie mit anderen Hunden spielt, mit mir spielt oder mit mir kuschelt. Auch das wäre ohne Hund vermutlich nicht passiert.

Katzen sind natürlich auch toll, aber mich hat meine Katze selten gebeten mit ihr raus zu gehen...

Sport tut auch immer gut. Dazu muss ich mich aber auch erstmal motivieren können. Und ich hab leider niemanden zuhause, der das für mich tut. Außer meinen Hund, der es liebt mit mir laufen zu gehen.

Es ist aber mit Sicherheit nicht verkehrt Notfallkontakte zu haben, die die Versorgung des Hundes kurzfristig übernehmen können, falls zB ein Krankenhausaufenthalt notwendig ist.

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Kommentar von timhauke99
09.02.2017, 15:56

Vielen Dank!:)

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Das geht auch mit Sport oder einer guten Therapie.
Viele Leute meinen ja, die schaffen sich dann ein Tier an und alles wird gut, dabei vergessen sie aber, dass es Arbeit macht und man auch Vorraussetzungen schaffen muss um ein Tier artgerecht zu halten.

Wenn man das alles berücksichtigt kann es sicher eine Bereicherung sein. Es kann aber auch umgekehrt als Last empfunden werden, da es schließlich auch Zeit und Arbeit in Anspruch nimmt.

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Hallo,

einen Hund als "Mittel zum Zweck" zu "benutzen", halte ich für grundverkehrt.

Ein Hund ist erst einmal ein Lebewesen, das ganz viele spezielle Bedürfnisse hat, die der Halter erfüllen muss. Das fängt bei einem geregelten Tagesablauf an, geht über die Spaziergänge, über die Fütterung, die Fellpflege bis hin zu Tierarztbesuchen.

Viel Zeit, Geduld und Liebe braucht man ebenfalls, damit es eine prima Partnerschaft wird.

Wenn man aber einen Hund kauft, um die eigenen Depressionen zu bekämpfen, dann bleiben die Bedürfnisse des Tieres meist auf der Strecke. Und das hat kein Hund verdient.

Bei bestimmten Menschen und bestimmten Erkrankungen kann es natürlich sein, dass so ein Hund hilft, den eigenen Tagesablauf zu strukturieren, dazu zwingt, an die frische Luft zu gehen, Verantwortung zu übernehmen, sich um jemanden zu kümmern, jemanden zu haben, der einem seine ganze Liebe und das Vertrauen schenkt - aber auf jeden Fall muss jemand da sein, der darüber wacht, dass es dem Hund an nichts fehlt.

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Kommentar von uwe4830
08.02.2017, 22:04

bei dir ist das Glas immer halb leer, Hilfe ich habe unseren Goldi missbraucht, er ist in unserer Demenz-Senioren- Tagesstätte als Therapie- Assistenz Hund tätig und hat täglich mit anderen Leuten zu tun das ist in deinen Augen sicherlich Tierquälerei, und nein er bekommt keinen gesetzl. Mindestlohn. Als Ausgleich darf er dafür noch in der Rettungshundestaffel seine Tätigkeit verrichten, ehrenamtlich versteht sich von selbst. Und als Trainer und Ausbilder geht er sogar noch mit zu meinen Stunden.

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Hund werden durchaus auch in dem Bereich als Therapiehunde eingesetzt.

In der Psychiatrie unserer Nachbarstadt gibt es auf Station zwei Therapiehunde und dort gibt es auch einmal die Woche eine Reittherapie.

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Hallo, dieses Schwert hat zwei Seiten. 

Sicherlich ist gerade ein Hund für Depressive Mensche eine Stütze. Sie gehen wieder an das wichtige Tageslicht. Über den Hund kommen sie auch leicht ins Gespräch mit anderen Menschen. 

Der Hund kann ein Einstieg sein um wieder Aktiv am Leben teilzunehmen.

Einige Hunde, besonders Rassen die eine starke Führungspersönlichkeit brauchen, kommen nicht damit zurecht wenn es ihrem Menschen schlecht geht. Die Hunde verweigern dann zb den gehorsam. 

Es gibt auch Menschen die ihren Hund in die Depression mit rein ziehen. Der Hund kommt dann nur noch sehr selten raus. Meiner Meinung nach können Hund dadurch selber Depressiv werden.

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Ich habe einen Hund und trotzdem immer mal wieder Depriphasen, besonders jetzt im Winter wo alles grau, kalt und sowiso doof ist. Da ist es manchmal schon eine echte Quälerei sich aufzuraffen und mit dem Hund zu laufen. Die Lustlosigkeit verschwindet nicht wirklich, du hast aber einen Grund dagegen anzugehen.

Natürlich, ich laufe, jeden Tag mindestens 2x und wenigsten 3/4 Stunde pro Runde aber manchmal denk ich mir schon das es doch eigentlich auch reichen würde mal eben die Haustür auf zu machen...besonders wenn es so üsselig ist.

Das Tolle an einem Hund ist das es immer jemanden gibt der dich auffordert doch den Hintern zu heben, der dich zum grinsen bringt mit seiner Albernheit, sich ankuschelt und manchmal auch einfach nur da ist, ohne irgendwas zu tun.
Er liebt dich, das kannst du in jedem Blick sehen. Ihm ist egal ob du am Nachmittag noch im Schlafanzug rumrennst, den eigentlich nötigen Putztag auf "irgendwann" verschiebst usw.
Wenn du ihn aber vergisst wird er madig und zeigt deutlich "los, komm in die Puschen!", haut dir seine Spielzeuge um die Ohren, flitzt wie Sputnik durch die Bude und kann wirklich nachdrücklich fordern. Da braucht es schon ein erhebliches Maß an "LMAA" um das ignorieren zu können. Wer das schafft sollte das Tier abgeben und ernsthaft über einen Therapie- / Medikamentenwechsel nachdenken.

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Ich glaube das kommt auf Person, Art der Depression und Stärke an! Ich sage zwar auch immer ein Tier hilft bei sowas, aber wirklich nur wenn die Depressionen noch nicht zu tief sind, ansonsten ist das Tier nur eine last!

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Genrell können Tiere gegen/bei Depressionen helfen. Das liegt daran, dass es ihnen egal ist, ob man Depressionen hat oder nicht. Sie lenken einen ab von den eigenen Problemen. Das ist das gleiche wie bei Katzen , die helfen auch darüber hinweg.

Die Hunde/Katzen begegnen den Betroffenen- nenne ich jetzt mal so- freundlich und ohne Vorurteile, und das ist es, was ihnen hilft

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ja ein Hund gibt dir die Gelegenheit, dass du raus mußt, als Hundehalter kommst du wieder unter gleichgesinnte und wieder in Gespräche. Da du Verantwortung und Erziehung also eine Aufgabe übernehmen mußt wirst du abgelenkt. Gleichzeitig kannst du über dich hinaus wachsen, wenn es dir gelingt ihn vertrauensvoll zu erziehen und Übungen die du in kleinen Schritten aufbaust zu Erfolgen führen. Dann fühlst du dich wieder wertvoller und dein Leben verläuft in bessere Bahnen. Wenn du dir heute noch keinen eigenen Hund zu traust, dann gehe erst einmal als Gassigänger in ein Tierheim.

Wichtig ist du musst es wollen, und vielleicht wird es gerade der Hund aus einem Tierheim, der auch einiges durchgemacht hat.

Viel Glück wünscht

Uwe 4830

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Wer schon mit dem eigenen Leben nicht klar kommt, sollte keinesfalls für ein anderes Leben Verantwortung übernehmen. Depressive Menschen sind oft antriebslos und können den Bedürfnissen eines Hundes in dem Zustand nicht gerecht werden. Ein Hund ist mehr als ein tröstendes Kuscheltier das man anschafft um sich besser zu fühlen. Ein Hund sorgt oft genug selbst für Probleme, Frust und Sorgen.

Ich rate dir, im Tierheim ehrenamtlich mit Hunden Gassi zu gehen. So ist kein Tier von dir abhängig, in Phasen wo du dich nur mit Müh und Not um dich selbst kümmern kannst.

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Das kommt drauf an ob du den Hund auch an dich heranlassen kannst und ob du Freude mit ein gemeinsames Leben hast.

Wenn dich der Hund "erreicht" und du ihn gern hast dann verschwindet die Lustlosigkeit da du ihm ja auch gerecht werden kannst. Und dadurch dass ein Hund Bewegung brauch und Verpflegt werden muss ändert sich auch dein Charakter / Verantwortungsbewusstsein.

Ein Hund KANN bei Depressionen helfen, aber nur wenn du dem Hund auch nen Zugang gibst. Und Hunde bedeuten natürlich auch Verantwortung und Pflichten, damit muss man umgehen können.

Mein Hund hat mich aufjedenfall schon oft aus Depressive Momente geholt, einfach weil sie durch ihre Art einem aufbaut. Hunde zeigen auch Dankbarkeit wenn man sie gut behandelt, das hilft einem viel.

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Stimmt mmn. nicht, ein Hund ist eine Verantwortung, geht nur für normal gestimmte. Katze eher, oder Sport treiben.

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Kommentar von EvaRelativ
08.02.2017, 14:38

Eine Katze ist auch Verantwortung!
Genau wie Kaninchen, Meerschweine, Hamster, Ratten, Mäuse, Vögel etc.

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