Hund gegen Depressionen, Therapie?

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es ist faszinierend wie viele Leute Experten für Depressionen und Hundehaltung sind.

Und noch faszinierender finde ich es, dass scheinbar alle Menschen mit Depressionen gleich sind. So wie Menschen mit Krebs schließlich auch alle gleich sind.

Ich hatte auch irgendwie das Gefühl,  dass der Fragesteller nach den Erfahrungen von Betroffenen gefragt hat und nicht nach der Meinung von "Experten".

Mein Hund hilft mir sehr. Ich kann mich um ihre Bedürfnisse ohne Probleme kümmern und ihre Liebe hilft mir dabei, mich auch wieder besser um mich zu kümmern.

Kein Symptom verschwindet einfach so. Ich schaffe vielleicht nicht viel am Tag, aber ich war mind. 3 mal vor der Tür, was ich ohne Hund mit Sicherheit nicht geschafft hätte. Und ich hab bestimmt 3 mal gelacht, weil sie mit anderen Hunden spielt, mit mir spielt oder mit mir kuschelt. Auch das wäre ohne Hund vermutlich nicht passiert.

Katzen sind natürlich auch toll, aber mich hat meine Katze selten gebeten mit ihr raus zu gehen...

Sport tut auch immer gut. Dazu muss ich mich aber auch erstmal motivieren können. Und ich hab leider niemanden zuhause, der das für mich tut. Außer meinen Hund, der es liebt mit mir laufen zu gehen.

Es ist aber mit Sicherheit nicht verkehrt Notfallkontakte zu haben, die die Versorgung des Hundes kurzfristig übernehmen können, falls zB ein Krankenhausaufenthalt notwendig ist.

Vielen Dank!:)

0

Hallo,

einen Hund als "Mittel zum Zweck" zu "benutzen", halte ich für grundverkehrt.

Ein Hund ist erst einmal ein Lebewesen, das ganz viele spezielle Bedürfnisse hat, die der Halter erfüllen muss. Das fängt bei einem geregelten Tagesablauf an, geht über die Spaziergänge, über die Fütterung, die Fellpflege bis hin zu Tierarztbesuchen.

Viel Zeit, Geduld und Liebe braucht man ebenfalls, damit es eine prima Partnerschaft wird.

Wenn man aber einen Hund kauft, um die eigenen Depressionen zu bekämpfen, dann bleiben die Bedürfnisse des Tieres meist auf der Strecke. Und das hat kein Hund verdient.

Bei bestimmten Menschen und bestimmten Erkrankungen kann es natürlich sein, dass so ein Hund hilft, den eigenen Tagesablauf zu strukturieren, dazu zwingt, an die frische Luft zu gehen, Verantwortung zu übernehmen, sich um jemanden zu kümmern, jemanden zu haben, der einem seine ganze Liebe und das Vertrauen schenkt - aber auf jeden Fall muss jemand da sein, der darüber wacht, dass es dem Hund an nichts fehlt.

bei dir ist das Glas immer halb leer, Hilfe ich habe unseren Goldi missbraucht, er ist in unserer Demenz-Senioren- Tagesstätte als Therapie- Assistenz Hund tätig und hat täglich mit anderen Leuten zu tun das ist in deinen Augen sicherlich Tierquälerei, und nein er bekommt keinen gesetzl. Mindestlohn. Als Ausgleich darf er dafür noch in der Rettungshundestaffel seine Tätigkeit verrichten, ehrenamtlich versteht sich von selbst. Und als Trainer und Ausbilder geht er sogar noch mit zu meinen Stunden.

0
@uwe4830

Lesen hilft ungemein! Was habe ich denn geschrieben??


aber auf jeden Fall muss jemand da sein, der darüber wacht, dass es dem Hund an nichts fehlt.



DAS ist in deinem Fall doch sicher gegeben, dass du dich entsprechend um die Bedürfnisse deines Hundes kümmerst! Oder liege ich da falsch? Du sorgst dich sicher darum, dass er ausreichend Spaziergänge hat, gepflegt wird, sein Futter bekommt?

Wenn er dann noch als Therapiehund "arbeitet" - dann ist das genau das, was ich geschrieben habe.

Es passt nur nicht, wenn zur Depressionsbekämpfung einfach mal ein Hund angeschafft wird, und der Kranke sich dann doch nicht aufraffen kann, dem Hund die notwendigen Bedürfnisse zu erfüllen.

Also beim nächsten Mal: erst lesen, dann verstehen, dann "meckern".

1
@dsupper

ich mecker doch gar nicht, aber der Hund ist Mittel zum Zweck, um Linderung zu schaffen.

0
@jule1956

aha - hast du jetzt einen Zweitaccount? Manchmal verrät man sich selbst, wenn man sich nicht entsprechend im richtigen Account anmeldet

0
@dsupper

ja so ist das so umgeht man hin und wieder Dinge. Gruß Uwe4830

0

Ich habe einen Hund und trotzdem immer mal wieder Depriphasen, besonders jetzt im Winter wo alles grau, kalt und sowiso doof ist. Da ist es manchmal schon eine echte Quälerei sich aufzuraffen und mit dem Hund zu laufen. Die Lustlosigkeit verschwindet nicht wirklich, du hast aber einen Grund dagegen anzugehen.

Natürlich, ich laufe, jeden Tag mindestens 2x und wenigsten 3/4 Stunde pro Runde aber manchmal denk ich mir schon das es doch eigentlich auch reichen würde mal eben die Haustür auf zu machen...besonders wenn es so üsselig ist.

Das Tolle an einem Hund ist das es immer jemanden gibt der dich auffordert doch den Hintern zu heben, der dich zum grinsen bringt mit seiner Albernheit, sich ankuschelt und manchmal auch einfach nur da ist, ohne irgendwas zu tun.
Er liebt dich, das kannst du in jedem Blick sehen. Ihm ist egal ob du am Nachmittag noch im Schlafanzug rumrennst, den eigentlich nötigen Putztag auf "irgendwann" verschiebst usw.
Wenn du ihn aber vergisst wird er madig und zeigt deutlich "los, komm in die Puschen!", haut dir seine Spielzeuge um die Ohren, flitzt wie Sputnik durch die Bude und kann wirklich nachdrücklich fordern. Da braucht es schon ein erhebliches Maß an "LMAA" um das ignorieren zu können. Wer das schafft sollte das Tier abgeben und ernsthaft über einen Therapie- / Medikamentenwechsel nachdenken.

Was möchtest Du wissen?