Hund frisst Trockenfutter nicht!

5 Antworten

ich weiche wolfsblut trockenfutter in wasser ein und gebe etwas quark dazu. wenn du es ein paar stunden weichen lässt, hast du ein nassfutter ohne die üblichen zusätze. probiers mal.

Zu deiner Aussage, dass dein Hund kein Nassfutter verträgt: Natürlich gibt es Futterunverträglichkeiten, ja! Diese hängen aber von bestimmten Inhalts- oder Zusatzstoffen ab (bei getreidehaltigem Nassfutter auch von Chemiebehandlungen gegen Pilzbefall) anstatt von der Tatsache, dass ein Futter nass ist. Im Umkehrschluss bedeutete das ja, er wäre allergisch gegen Fleisch oder gar Wasser - wo Wasser doch bekanntlich Leben ist und der Hund der Fleischfresser schlechthin! Ein Widerspruch in sich, findest du nicht? Möglicherweise löst sich das Problem bereits, wenn du von getreidehaltiges auf getreidefreies Nassfutter wechselst. - Wie äußert sich denn diese vermeintliche Unverträglichkeit? In weicherem Kot etwa (kein Durchfall)? Dieser ist ein eher Hinweis auf artgerechte Ernährung, da er beweist, dass es um seinen Flüssigkeitslevel gut bestellt ist - ausgelöst durch Nassfuttergabe, richtig! Generell können Futterumstellungen jedoch schon mit Durchfall einhergehen, weshalb sie langsam erfolgen sollten.

Ich bin zwar mehr mit Katzen als Hunden betraut, doch beim Thema Ernährung gibt es doch viele Parallelen, zumal beide Tiere Fleisch- bzw. Beutefresser sind. Trockenfutter ist sowohl für Hund als auch Katze ein Tabu. Begründung: Es hat rein gar nichts mit gesunder Ernährung zutun und ist sowohl schädlich für die Zähne (die Stärkereste legen sich als zäher, klebriger Belag auf die Zähne, was Zahnstein begünstigt) als auch die Nieren (Trockenfutter saugt Wasser auf und senkt somit den Flüssigkeitslevel), das heißt eine Katze muss mindestens die 3-fache bzw. ein Hund je nach Größe gar die 6 bis 8-fache Wassermenge der aufgenommenen Futtermenge zu sich nehmen, um ihn zu halten, was keinem Tier möglich ist. Mach selber den Test und tropfe Wasser über’s Trockenfutter - du wirst sehen, wie schnell es das aufsaugt, und nichts anderes passiert im Körper des Tieres! Dadurch verliert auch die Magenschleimhaut einen Teil ihrer Schutzschicht und macht es anfälliger für Magenreizungen und -entzündungen, die in Geschwüre übergehen können. Da sich das Futtervolumen aufsaugebedingt verdoppelt, können auch schmerzhafte Blähungen folgen. Was erschwerend hinzukommt: Fängt das Tier erstmal an zu trinken, hat die Dehydration (Austrocknung) bereits eingesetzt - oft mit gravierenden Folgen, wenn es über die Jahre verteilt ausschließlich Trockenfutter erhält, wie etwa Diabetes, Nierenversagen und ein vorzeitiger Tod. Männliche Tiere sind aufgrund ihrer langen Harnröhre umso anfälliger für Harnsteine etc.. Des Weiteren ist Trockenfutter vielfach die Ursache für Übergewicht, Blasenentzündungen (da weniger Harnabsatz), Verstopfung und Übersäuerung (womit die Krebsgefahr steigt), und je nach Lagerzeit und -ort können sich Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) bilden, die für uns Menschen nicht immer erkennbar sind. Das Risiko von Futtermilbenbefall (Allergieauslöser) steigt bei falscher Lagerung ebenso - mitunter sind gar Rohstoffe bereits damit kontaminiert!

Eine Futterumstellung auf hochwertiges Nassfutter (d. h. getreide- und zuckerfrei) wäre somit anzuraten. Bei Katzenbesitzern rate ich stets zu folgendem Verfahren ==> vielleicht funktioniert es ja auch beim Hund; ich würde mich freuen, wenn du mir darüber berichtest:

  • Steht sein Trockenfutter rund um die Uhr zur Verfügung? Wenn ja, serviere es nur noch zu festen Uhrzeiten (3-4 Portionen täglich ==> da ein Hund auf Vorrat frisst, können es auch 1-2 Portionen sein).
  • Wenn er sich an feste Zeiten gewöhnt hat, beginne das Trockenfutter einzuweichen - anfangs nur mit ganz wenigen Wassertropfen, die du über das Futter gibst. Dann steigere die Wassermenge, bis er selbst eingeweichtes Futter akzeptiert.
  • Ist dies der Fall, so geh dazu über, dem eingeweichten Trockenfutter etwas Nassfutter unterzumischen (zunächst getreidehaltiges). Steigere die untergemischten Mengen nach und nach, bis er es schließlich annimmt.
  • Die gleiche Prozedur gilt für die Umstellung von getreidehaltiges auf getreidefreies Nassfutter.

Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.

Ich mag auch keine Tomaten und überlege mit nicht, wie ich sie in mich hineinzwingen kann :)

Gib dem Hund was er mag.

Wenn Du das nicht mag, dann gib ihm Trockenfutter. Wenn der Hunger groß genug ist frisst er das schon.

Aber bitte keinen Unsinn, wie Käse oder Quark geben. Das ist nicht annähernd eine natürliche Ernährung für Hunde.

Danke, aber wenn sie von dem Nassfutter ununterbrochen Durchfall hat und einen aufgeblähten Bauch..und wir haben schon viele Marken ausprobiert..

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