hund fixieren abgewöhnen?

4 Antworten

Angriff ist eben die beste Verteidigung und er scheint gelernt zu haben vom Freeze bis ins Fight zu gehen, weil alles andere vorher vom Halter nicht wahrgenommen worden ist.

Diese 4 grundlegenden Verhaltensweisen stehen jedem Säuger zur Verfügung, auch uns Menschen.

Freeze=erstarren, einfrieren

Fiddle about/Flirt=Übersprungsverhalten/Beschwichtigungsverhalten

Flight=Flucht

Fight=Kampf

Freeze ist das erste was auftritt und von den aller meisten HH's übersehen wird. Oftmals tritt es auch nur in sehr kurzen Sequenzen auf und ist somit auch nicht direkt erkennbar für ein ungeübtes Auge.

Fiddle about/Flirt ist schon was mehr aber wird eben oftmals auch übersehen

Flight sieht Du wenn Du die Leine abmachst, außerdem ist das normal denn biologisch gesehen werden Ressourcen die eventuell für andere Dinge benötigt werden nicht unnötig verschwendet, eine "kurze" Flucht ist da weniger kräftezehrend.

Fight siehst Du dann wenn er an der Leine ist.

Wie hier von Mourlie beschrieben das Du das Verhalten mit Leckerchen verstärken könntest, ist falsch.

Dafür gibt es eine verhaltensphysiologische sowie biologisch logische Erklärung.

Wenn ein Hund im Stress ist und das ist Stress für den Hund, dann wird im Hundekörper Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin sezerniert. Ein Leckerchen ist was der Hund positiv empfindet, denn es ist bedürfnisbefriedigend und lässt somit im Körper Serotonin und Oxytocin entstehen, das sind Antagonisten (Gegenspieler) zu den erstgenannten Hormonen.

Dadurch wird der Stresspegel also vermindert und nicht verstärkt.

Woher das Verhalten nun kommt, werden wir hier wohl nicht herausfinden, denn dafür müßten wie die Vorgeschichte des Hundes kennen allerdings wird wohl sein Verhalten in Angst begründet liegen und wie die Auflistung oben zeigt, steht Fight an aller letzter Stelle.

Umdrehen und ausser Sichtweite gehen fällt bei sachkundigen Training allenfalls in den Bereich des Managements aber nicht in Training welches etwas an der Grundemotion des Hundes ändert.

Somit ist es eher kontraproduktiv, es verschlimmert nicht das Verhalten aber es wird dadurch eben auch nicht verbessert.

Selbiges gilt für die Ratschläge wie "Flooding" Reizüberflutung, also den Hund per Zwang in diese Lage zu bringen.

Ein geeignetes und stressfreies Training sollte hier durchgeführt werden, dazu bietet es sich an, die systhematische Gegenkonditionierung per Zeigen und Benennen durchzuführen.

Da dieses Prinzip auf Basis der pos. Verstärkung durchgeführt wird, kann man damit nie etwas falsch machen, zumindest kann man nichts schlimmer machen, allerdings kann man es falsch ausführen und somit kommt es dann zu keiner nachhaltigen Verbesserung des Verhaltens.

Den einzigen m.M.n. sinnvollen Rat den man Dir von hieraus geben kann ist, such Dir bitte einen geeigneten Trainer, aber einen der weiß wovon er spricht.

Gewaltfrei arbeiten ist eine Sache die leider heute immer noch nicht ganz bis in die letzte Ecke vorgedrungen ist und somit wird immer noch an Leinen geruckt, rumgeschrien oder sogar taktil per schubsen oder ähnlichen sinnlosen und m.M.n. auch tierquälerischen Handhabungen das Verhalten des Hundes sanktioniert.

Nur macht es der Hund ja nicht weil er uns dominieren will oder weil er Protestverhalten zeigen würde oder weil er nicht gehorchen will oder weil er uns ärgern will sondern eben weil er bis hierhin niemals die Möglichkeit bekommen hat, eine stressfreie und trotzdem erleichternde Alternative zu erlernen.

Hier brauchst Du m.M.n. mal als erstes eine Möglichkeit um das Verhalten zu unterbrechen, dazu eignet sich erfahrungsgemäßt der Geschirrgriff am besten, aber auch das ist kein Training sondern nur Management und auch dieser möchte ordentlich aufgebaut werden.

Somit bitte einen Trainer suchen, geeignete und vor allen Dingen gewaltfrei arbeitende Trainer finden sich am besten bei Trainieren statt dominieren, dort sind Fachleute vertreten, die ohne Gewalt arbeiten und die eben wissen wovon sie sprechen.

Dort auf der Seite gibt es auch eine PLZ-Suche.

Allerdings wirst Du dort wohl momentan auch keinen Erfolg haben, denn während der Corona-Krise ist ja erst einmal jeglicher Kontakt verboten.

Bis dahin würde ich zu Hause ein Verhalten aufbauen wie z.B. ein hinter Dich stellen, das wird dann auf die Straße verlegt OHNE Ablenkung und dann wird die Ablenkung schrittweise gesteigert. Dann erst wagt man sich an den eigentlich Auslöser des Verhaltens heran nämlich ein anderer Hund.

Das Verhalten (also das hinter Dich stellen) sollte so gut und sooo positiv aufgebaut werden, das das Gehirn des Hundes es eben als Alternative wählen kann nur dann wird das Signal zu ihm auch vordringen.

..und dann wenn die Corona-Krise vorbei ist, bitte einen guten und wie schon geschrieben ganz wichtig GEWALTFREI arbeitenden Hundetrainer bestellen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Besser hätte man es nicht beantworten können, Top!

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Wirkt er aggressiv, verängstigt oder aufgeregt?

Weißt du, ob er als Welpe ausreichend sozialisiert wurde?

Ich glaube, es könnte sinnvoll sein, mit anderen Hunden zu "trainieren". Der andere Hundehalter steht am Ende der Straße und du gehst mit dem Hund auf ihn zu. Sobald er anfängt unruhig zu werden, umdrehen und außer Sichtweite gehen... Dann auf keinen Fall ein Leckerli, sonst sagst du ihm damit quasi "Du hast den anderen Hund angebellt, hast du fein gemacht!". Leckerlis bekommt er dann, wenn er ruhig bleibt. Also solange er ruhig bleibt, viel loben, und sobald er unruhig wird, außer Sichtweite gehen. Das könnte eine Weile dauern, aber irgendwann wird er es verstehen. Jetzt im Moment sieht er andere Hunde vielleicht als Bedrohung, und durch deine Reaktionen (z.B. auf die andere Straßenseite ausweichen, angespannte Körperhaltung) bestärkst du ihn unterbewusst in dieser Annahme.

danke für die antwort.. verängstigt wirkt er nicht.. eher aggressiv und aufgeregt

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Auf einer Distanz bleiben die den Hund noch entspannt sein lässt und dort Rückorientierung üben.

Und soweit möglich alle näheren Kontakte mit Hunden bei denen er wieder fixiert meiden.

erzieh ihn mal lern ihm mal Fuß usw er soll dich fixieren nicht den anderen Hund

Also eine wirklich überragend hilfreiche Antwort... Ironie off!!!

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@Elocin2910

Du hast vlt das Problem erklärt ich dage blodie Lösung dazu

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@Cenyier

Nein Du hast das Ziel beschrieben, das Training ist der Weg und der fehlt hier.

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@Cenyier

Ja ich und Du wissen das vielleicht der FS hier wohl nicht, sonst bräuchte er/sie ja nicht zu fragen.

Allerdings ist es auch fraglich, was das Fuß laufen bringen soll, es ändert ja nix an der Grundemotion des Hundes.

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@Elocin2910

Doch ich sagte ja bereits wenn er dem hund Fuß beibringt fixiert der Hund ihn und nicht den anderen Hund

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@Cenyier

In solch einer Situation ändert das nichts an der Grundemotion des Hundes und er wird es auch nicht ausführen, was sollte das also bringen?

Einzig und alleine könnte man das mit Zwang durchführen und das aber wird die Grundemotion des Hundes nur noch verstärken und somit könnte es dann sogar zum Beschädigungsbeissen kommen und nicht "nur" zum fixieren.

Die Grundemotion wird hier Angst sein und die wird sich nicht durchs Fuß laufen lösen.

Zwingt man ihn nun dazu, dann sieht sich der Hund so in die Enge getrieben, das er letztendlich zum beissen übergeht und das ist m.M.n. ein denkbar schlechter Rat.

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@Elocin2910

Wenn man einem Hund richtig und gut beibringt nur dich anzusehen un dich zu fixieren dann schaut er aich keinen anderen Hund an das hätte ich mit meinem auch

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@Cenyier

Dann hatte Dein Hund vermutlich kein emotionales Problem.

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@Cenyier

Aussage des FS:"sollte ein anderer hund entgegen kommen ist er, wenn er nicht an der leine ist weg und hört gar nicht mehr. wenn er an der leine ist bellt er und zieht in richtung des anderen hundes.".

Ist der Hund von der Leine geht er ins Fluchtverhalten = Flight

Ist der Hund an der Leine geht er ins Kampfverhalten = Fight

Begründung, der Hund hat Angst, das ist ursächliche Motivation des Verhaltens, von der Leine kann er fliehen und an der Leine hat er nicht die Möglichkeit dazu, also letzte Stufe des Verhaltensrepertoires Fight = Kampf.

Ganz einfache Kiste wie ich finde.

Ein bei Fuß bringt da gar nischt sondern führt eben zu dem Verhalten wie ich es oben beschrieben habe.

...und wer ausreichend Hundeerfahrung hat, der weiß das und empfiehlt nicht ein bei Fuß bei Angstverhalten.

...und damit ist die Diskussion hier für mich beendet, denn wir drehen uns im Kreis.

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@Cenyier

Deine Hundekenntnis scheint nicht gerade sehr weit zu reichen!

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@Cenyier

Ja das hat man jetzt an Deinen Aussagen gelesen,, ein Hund der flieht hat also keine Angst...kopfschüttel...

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@Elocin2910

Er flieht nicht er macht Anzeichen wegzuwollen aber er nimmt ja nicht rei aus

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@Cenyier

Doch tut er, wenn er von der Leine ist, hab ich Dir extra kopiert...

"...sollte ein anderer hund entgegen kommen ist er, wenn er nicht an der leine ist weg und hört gar nicht mehr."

Hier nochmal, das macht ein aggressiver Hund, der den anderen fressen will? Na Prost Mahlzeit wenn das Deine tatsächliche Erkenntnis sein sollte.

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@Elocin2910

Du hast ja nichtmal einen Titel der was mit Hunden zu tun hat oder?

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@Cenyier

Was für einen Titel sollte man denn haben bezüglich Hunden?

Dr. vet oder was?

LOL... goil...

Hundeverhaltensberater und Hundetrainer sind keine geschützten Begriffe, so kann sich jeder nennen.

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@Cenyier

Na gut Mr. Neunmalklug, das wäre dann mein Titel für Dich, ansonsten hast Du leider keinerlei Kenntnisse zumindest nicht bezüglich Hunden.

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