Hund fällt regelrecht Autos, Bulldogs etc. an beim Gassigehen. Was tun?

...komplette Frage anzeigen :-)) - (Hund, Hundeerziehung)

6 Antworten

Ein AUssie ist ein HÜTEHUND! Ohne einen Job tut er genau das, Hüten. Da keine Tiere da sind nimmt er andere sich bewegende Dinge. Wenn das "Ding" nur aufs Hüten nicht reagiert, wird meist noch reingeschnappt, ich kannte mal einen Hund der dabei so schwer verletzt wurde, dass er starb, er bis in den Reifen eines fahrenden Autos. So ein bisschen Sitz und Platz reichen so einem Hund nicht. Er muss von klein auf an darauf trainiert werden Pausen zu machen und zu Ruhe zu kommen, er muss von klein auf an beschäftigt werden, er muss lernen den besagten Bewegungsreizen ztu widerstehen und trotzdem zu gehorchen. Das geht auch ohne Gewalt, man muss aber leicht anfangen und schon ganz früh belohnen, auch wenn es für einen selber total lapidar aussieht. Wenn der Hund schon starrt und nicht mehr ablenkbar ist, ist der Reiz schon viel zu stark und oder der Abstand zu klein. Der Hund braucht eine andere Aufgabe. Alle Ball und Wurfspiele sind tendenziell nur sehr bedingt zu spielen ( fördert das unerwünschte Verhalten, wer nähreres wissenwill, bitte nachfragen) und wenn dann nur so, dass der Hund dabei sehr kontrolliert ist, z.B. Hund so lange abliegen lassen bis Ball liegt, unterwegs zum Ball wieder abrufen oder Hund Sitzen lassen, wenn der Ball fliegt und dann wieder erst apportieren lassen, wenn der Ball ruhig liegt. Ansonsten ist für solche Hunde Tricktraining und Dogdance geeignet, weil sie sich dort wirklich im Kopf anstrengen müssen und trotzdem noch Bewegung bekommen. Austoben am Fahrrad o.ä. allein bringt bei diesen Arbeitshunden kaum bis garnichts. Es sind Hunde die viel Kopfarbeit und Abwechslung brauchen. Aussies sind sehr schön, was für sie von Nachteil ist, da sich leider viele Leute so einen Hund anschaffen, ohne sich darüber im Klaren zu sein, wofür der Hund gezüchtet wurde.

Nochetwas, verbieten des Verhalten hilft nicht. Die Hunde lassen sich entweder selbst mit Schmerzreizen nicht davon abbringen oder sie hören zwar damit auf, beginnen aber mit anderen "Fehlverhalten" oder werden im Schlimmsten Fall sogar autoaggressiv.

Bitte such dir zum Wohl deines Hundes einen sehr guten Trainer, der sich mit Hütehunden auskennt und euch ohne Gewalt aus euerer Misere hilft. Denn eins sag ich dir, dein Hund ist so nicht glücklich.

mimiweiss 06.09.2012, 13:27

Mittlerweile haben wir das Problem nur bedingt im Griff. Manchmal macht meinem Aussie Buldog/auto etc. gar nichts aus und manchmal bellt er und manchmal, will er drauf los rennen. Wobei die Phasen, wo er nichts macht, zum Glück schon überwiegen:-) Das mit dem Ball klappt einwandfrei, genau so wie du es beschrieben hast. Am Fahrrad sinnlos hinterherrennen zu lassen habe ich noch nie gemacht. Das Thema mit dem Hüten habe ich auch ganz genau unter die Lupe genommen und bin zu einem Schäfer, der eine Schafherde besitzt, zudem mehrere Hütehunde wie Altdeutscher Schäferhund, Border Collie, Aussie besitzt und auch ausbildet für sich und andere Schäfer. Nach täglichem Besuch des Schäfers und seiner Schafherde, haben wir festgestellt, daß mein Aussie gar kein Interesse am Hüten an sich hat. Der Instikt ist wohl doch nicht so stark ausgeprägt, wie vermutet. Er hat eher Angst und deshalb greift er zu der Technik "Angriff statt Angst zu zeigen". Deshalb bellt er manchmal, wenn was auf uns zukommt. Meine Tochter macht 1x in der Woche Agility mit ihm und ich gehe täglich 2x mit ihm spazieren und beschäftige ihn mit Suchspielen usw. Oft haben wir Kontakt mit Bulldogs, weil ich extra auf Feldwegen mit ihm gehe um der Sache nicht aus dem Weg zu gehen. Lasse ihn neben mich hinsetzen, wenn er bellen will sage ich einfach nein und wir sehen beide ganz ruhig zu, bis der Bulldog an uns vorbei ist.

0

Ich würde auch darauf tippen das dein süßer nicht ausgelastet ist!! Auch wenn du stundenlang Gassi gehst reicht das dieser Rasse nicht!!! die brauchen Kopftraining ohne Ende in Zusammenhang mit Bewegung. An deiner Stelle würde ich mir echt kreative Spielangebote einfallen lassen und auf jedenfall MEHRMALS die Woche einen Hundesportverein besuchen. Wahrscheinlich ist er ziemlich frustriert gepaart mit Unsicherheit gegenüber Unbekannten Dingen. Deswegen sucht er sich selber seine Aufgaben da du ihm anscheinend zu wenig gibst. Du wirst sehen wenn dein Hund nicht nur durch die Gegend rennt sondern auch mitdenken muss wird er viel gelehriger werden, wird dir gerne gefallen wollen, mehr auf dich achten und Kommandos die du ihm gibst auch besser umsetzen. Eine Hundeschule ist das mindeste was du ihm bieten solltest gerade wenn du keine richtige Vorstellung davon hast wie du ihn effektiv Beschäftigen sollst. Gute Hundeschulen/ Sportvereine haben viele Angebote Hunde an unbekanntes zu gewöhnen und genügend Ideen und Möglichkeiten ihn angemessen auszulasten.

mimiweiss 13.07.2011, 10:37

Danke für deine Antwort. Hundeschule waren bzw. sind wir! Zuerst in einer Hundeschule für die ganzen Grundkommandos, da wurde er sogar immer von der Hundetrainerin als Vorbild für andere genommen. Jetzt sind wir in einer anderen Hundeschule, weil die andere viel zu weit weg und viel zu teuer war. Eben von der hiesigen Hundetrainerin habe ich aufgezählte Tipps erhalten und auch umgesetzt, leider erfolglos. Einmal in der Woche sind wir auch beim Agility-Hundesport im Verein. Wir hatten bis vor einigen Wochen ein "Quietsch-Spielzeug" und die Bälle von meiner Tochter die zwar aufgeräumt waren, hat unser Hund immer wieder zum spielen genommen. Muß noch dazu sagen, daß unser Garten/Grundstück total schief ist. Das heißt wenn ein Ball irgendwo liegt, rollt der immer nach unten und der Hund sofort hinterher wie wild auf den Ball gestürzt. Diese Sachen haben wir seit einigen Wochen schon auf nimmer wiedersehen verräumt. Allerdings wird auch spekuliert, daß das Problem überhaupt mit dem Traktor usw. noch von ganz früher kommen kann. Habe den Hund mit genau 10 Wochen bekommen und der war auf einem großen Bauernhof vorher. Also mit Traktor, Auto, Pferd usw. Jetzt wird die Hundetrainerin zu mir kommen, mit mir gassigehen, sich das Problem genau ansehen und gemeinsam mit mir nach einer Lösung suchen.

0

Also , mein Hund hat immer wie ein blöder gebellt wenn jemand an unserem Zaun vorbeigekommen ist. Dann haben wir mal im TV Martin Rütter gesehn und er hatte eine gute Idee..Das haben wir dann auch ausprobiert und mein Hund hat sofort aufgehört.

Also eine normale plastikflasche zur hälfte mit Nägeln füllen. Dann wenn dein Hund etwas macht, die Flasche in seine Richtung werfen.Dabei entsteht ein klapper geräusch. Nach diesem einen mal werfen musst du die flasche nur noch schütteln dann müsste dein Hund aufhören...

Hoffe ich konnte helfen. LG LissySnoopy2011

Lieber einen erfahrenen Hundetrainer zu Rate ziehen als an ihm selbst herumdoktern und das ganze noch verschlimmern, darauf achten,daß der Hundetrainer zu dir kommt und die Situation an Ort und Stelle beurteilen kann.Probleme werden am besten dort gelöst wo sie auftreten. Hundeschulen und Plätze finde ich diesem Fall sind ungeignet. Da ich weder dich noch den Hund kenne, möchte ich dir keinen Rat geben, denn wer weiss was tatsächlich zu diesem Fehlverhalten führt. Aber mach dir schon mal Gedanken darüber,wie du den Hund auslasten kannst,nachdem der Trainer mit dir dieses Problem gelöst hat.

mimiweiss 13.07.2011, 19:55

Danke für deine Antwort. Du scheinst genauso zu denken, wie ich auch mittlerweile. Möche das Problem ebenfalls nicht verschlimmern. Habe heute mit einer erfahrenen Hundetrainerin gesprochen und ihr das Problem erläutert. Sie hat eine mobile Hundeschule und zudem 2 Aussies zu Hause. Sie kommt nächste Woche vorbei, also zu mir nach Hause und schaut sich das vor Ort an und dann gehts los. Dann wird sie mir auch mehrere gute Tipps zur vernünftigen Beschäftigung mitgeben hat sie versprochen. Es kann also nur besser werden. Sie kennt meinen Hund auch schon längere Zeit und kann ihn so auch schon gut beurteilen und weiß auch schon wie er so tickt.

0

Die erste Frage, die sich stellt ist, was ist der Auslöser?

Die zweite ist er schon neurotisch, weil unausgelastet.

In meinem Bekanntenkreis, sind Zweie, die sich zusammengetan haben, um sich gegenseitig zu helfen, die Hunde auszulasten. Denn diese Rasse scheint bekannt dafür.

Bei dem Terrier meines Vaters, war der Auslöser ein tretender Radfahrer. Er war nicht mehr zu halten, die Versicherung machte nicht mehr mit. Wir haben ihn nach Bayern an einen Freund verschenkt, weitab vom Verkehr.

Das kann man nur sehr langsam und kontrolliert abtrainieren. Z.B. mit dem Radfahrer anfangen. Einen Freund bitten, langsam an dir/Euch vorbeifahren. Erst einmal an der Leine. Wenn er reagiert, also schon im Vorfeld, bei den ersten Anzeichen, sagen: NEIN XYZ..., und die Leine strammer nehmen, wenn der Radfahrer ihn erreicht und er bellt oder springt, sofort energisch mit scharfem Kommando zurückreißen. Wenn er ruhig bleibt, sofort belohnen.

Er darf dabei nie mehr ein Erfolgserlebnis haben, denn das ist bisher sein Lohn/Lustgewinn. Diesem musst du etwas ganz Attraktives entgegensetzen. Was das sein könnte kannst nur du vor Ort wissen. Das ist wohl genauso wie beim Jagen, eine Veranlagung (Abart vom Schafe hüten/jagen), die du wohl nur umlenken kannst, aber nicht ganz zurückdrängen.

Wie es genau gehen kann, da fehlt mir die Erfahrung.

Dobiracy 13.07.2011, 08:46

das zurückreißen vermittelt aber nicht gerade das was man vllt gerne haben möchte. Eher versteht der Hund das so: mensch wenn Frauchen so unlocker drauf ist, dann muss das ja was schlimmes sein.>>> lockere leine , lockeres Frauchen, lockerer Hund. sollte das nicht möglich sein ab zur Hundeschule aber das empfehle ich auch so bei dieser hoch intelligenten und lernwilligen Rasse...Gerade wenn er schon so auskekst das er sich im stand schon voll in die leine hängt.... nicht das er unter Umständen z.b. wenn die leine mal reißt etc. sich selbst verletzt oder andere...

0

Wahrscheinlich denkt Dein Hund, daß er alle Traktoren, Radler ,Autos und was sich sonst noch bewegt zusammen treiben muß.

Ich glaube, da liegt ein harter Weg vor Euch.

Einen wirklichen Tipp habe ich da auch nicht, aber hast Du mal versucht ihn mit Leckerlies zu beruhigen, bevor es zu seinen Taten kommt ?

Den Hund in dem passenden Moment ins Sitz / Platz zu bringen und ihm dann wirklich solange Leckerlies geben, bis der "Feind" vorbei ist.

So habe ich das damals gemacht, und das hat prima geklappt.

Natürlich fällt die richtige Futterportion dann wesentlich kleiner aus.

Viel Glück und starke Nerven

Was möchtest Du wissen?