Hund einschläfern obwohl er noch Top Fit ist nur weil die Medikamente zu teuer sind?

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9 Antworten

Mit Entwässerungstabletten lässt sich nur eine begrenzte Menge an Wasser aus der Lunge entfernen. Viele haben es hier schon angesprochen, leider lassen sich Entwässerungstabletten bei alten Tieren nicht beliebig hoch dosieren, ohne zu starke Nebenwirkungen hervorzurufen. Die Entwässerung beschränkt sich nämlich nicht auf die Lunge. 

Du solltest leider davon ausgehen, dass dein Hund eher kurz als lange lebt. Unser kleiner Hund hatte auch einen angeborenen Herzfehler, und als er 14 Jahre alt war immer mehr Husten und Wasser in der Lunge. Er war erstaunlich fit für den Herzfehler und liebte nichts mehr als Laufen (ohne Leine) ohne Ende, den ganzen Tag. 1 Jahr vergang und alles lief super - der Husten blieb jedoch. Dann ging es plötzlich innerhalb 2 Tage kaum mehr, das Wasser wurde mehr, er bekam ein hochdosiertes Entwässerungsmittel gespritzt - und er starb 12 Stunden später. Mein Vater denkt, die Spritze sei Schuld gewesen. Egal was es war, er wäre sowieso in kurzer Zeit gestorben.

Zu deinen Fragen: höher dosierte Entwässerungstabletten sind meistens nicht viel teurer als niedrigdosierte Tabletten. Es ist günstiger 1/4 - 1/2 Tablette einer hochdosierten Tablette zu geben als 2 - 3 niedrigdosierte Tabletten.

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Naja, topfit ist er ja nicht... Du schreibst ja selber, daß Du den Eindruck hast, daß ihn das Husten quält und das er nach dem Rumrennen immer Hustenanfälle bekommt.

Bezüglich der Dosierung der Tabletten - hast Du darüber mal mit Deinem TA gesprochen? Was sagt er? Nur, weil Dir die Dosis so gering erscheint, heißt das ja nicht, daß eine höhere Dosis Deinem Hund helfen würde.

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Unser Hund ist 15 Jahre alt ( Kleiner Mischling ) und hat Herzhusten,
also Wasser in der Lunge auf Grund eines Herklappenfehlers.

Also alles andere als Topfit!

Ich würde den Hund gehen lassen und das nicht wegen dem Geld, sondern weil der Hund so wie es sich anhört sehr schwer krank ist.

Ich hatte einen Hund, der an dieser Krankheit gestorben ist, im Nachhinein weis ich, das ich ihn eine Woche vorher hätte schon einschläfern lassen sollen.

Denk also bitte hier nicht an dich, sondern an das Tier.

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Hallo, 

so starke Medikamente haben auch ihre Nebenwirkungen, sie werden schließlich über Leber und Niere abgebaut. Eines meiner Kaninchen bekam starke Schmerzmittel und starb letztendlich an den Nebenwirkungen - kaputte Leber. Das wusste ich aber vorher. 

Es gibt drei Wege, die man in so einer Situation gehen kann: 

1). Man belässt es bei einem Medikament bzw eine Dosierung, die die Organe mehr oder weniger schont. Die lediglich Schmerzen lindern. 

2). Man dosiert höher bzw verwendet stärkere Medikamente und rechnet damit, dass die Nebenwirkungen dementsprechend eintreten und ggf die Lebenserwartung verkürzen. 

3). Man erlöst das Tier. 

Was der richtige Weg ist, muss man selber wissen. Das sagt dir dein Hund auch selber. 

Denke mal darüber nach und entscheide dich dann, ob du ein stärkeres Medikament verabreichen möchtest. Sprich vorher nochmal mit dem Tierarzt, hol dir ggf noch eine zweite Meinung ein. 

Ich wünsche deinem Hund alles Gute! 

Mit freundlichen Grüßen

Sesshomarux33

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15 Jahre ist ein gutes Alter was Dein Hund erreicht hat. Es kommt natürlich auch auf die Rasse bzw. den Mix an. Mein erster Doggerich war mit 8 Jahren schon ein alter Hund und wurde vom TA aufgegeben. Herz, Lungenödem und abgesackte Speiseröhre, sowie ein Mastzellentumor an der Brust und ein Fibrosarkom am Vorderbein. Trotzdem war er noch nicht bereit zum Gehen. Mein letzter Stohhalm war eine bekannte Tierheilpraktikerin, die auch meinen TA kontaktierte. Mein Hund wurde aufs Abschiednehmen/Loslassen vorbereitet. Das tolle an der Homöopathie ist sowohl als auch. Mein Schatz berappelte sich, wurde entgiftet, bekam spez. Mittel und lebte noch 2,5 Jahre, hatte Lebensfreude und nur zum Ende hin wieder Beschwerden.

Auch mein jetziger Doggerich wird nach dem uns der TA hilflos mit der Krebsdiagnose eines über 10 Jährigen entlassen hat vom THP betreut. Eine vernünftige Palliativtherapie ist das mindeste was man für seinen Hund erwarten darf.

Alles Gute. 

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Viele Leute werden mich jetzt erschlagen, aber so habe ich es manchmal gemacht: Als erstes haben natürlich hier alle Recht, was Dosierung usw. angeht. In erster Linie muß Dein Tierarzt entscheiden, wie der Hund eingestellt werden muß. Dann sind viele, gerade auch Herzmedikamente, bei Tieren und Menschen gleich. Such Dir einen vernünftigen, netten Humanmediziner, klage ihm Dein Leid, er hat bestimmt einige Proben von Medikamenten da, die er Dir geben kann. Aber nochmals: NUR, WENN DER TA DAMIT EINVERSTANDEN IST. Wenn Du nicht weiterkommst, melde Dich vetl. nochmals, vielleicht kann ich Dir sonst weiterhelfen.

Ansonsten bedenke: Du bist traurig, aber Dein Tier quält sich. Du möchtest das bestimmt nicht. Auf Teufel komm raus ein Tier am Leben zu erhalten, um dann hinterher einzusehen, daß man einen Riesenfehler gemachthat, ist sicher nicht in Deinem Sinne. Aber wenn es nur an ein paar Medikamenten liegt, die zu teuer sind, wird sich sicher eine Möglichkeit finden lassen. Überlasse die Entscheidung Deinem Arzt. Alles Liebe für den Hund.

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friesennarr 04.01.2016, 11:15

Humanmedikamente sind auf erwachsene Menschen eingestellt und nicht auf Hunde. Besonders bei Herzmedikamenten ist eine Überdosierung tötlich.

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Negreira 04.01.2016, 13:53
@friesennarr

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil, Friese! Wozu habe ich geschrieben, daß der Tierarzt damit einverstanden sein muß? Manchmal reicht der Krümel eines Humanpräparates aus, der FS macht mir jetzt nicht den Eindruck, daß er "Krümel" und "Tablette" nicht auseinander halten kann. Grüß mir den Norden!

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Hallo Negreira, so werden die Krankenkassen leider immer teurer. USamerikanische Verhältnisse wünscht du dir vermutlich nicht. Dort sterben Kinder, weil die Eltern kein Geld für die Medikamente haben. Ich würde für meine Katze mein letztes Hemd verkaufen, aber zu Lasten der Allgemeinheit, ist die Behandlumg nicht drin.

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Höchst wahrscheinlich quält er sich...
Und tabletten, das ist so eine sache einer seits der gute helfer aber anderer seit sind müssen sie glaube in der leber oder in den nieren wieder abgebaut werden und bei einer zu hohen dosis ist das alles auch nicht mehr gut.

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So eine Frage kann nur der Tierarzt beantworten, weil niemand sonst beurteilen kann, wie schlecht es dem Hund wirklich geht.

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