Hund dreht mir Rücken zu, heult und stupst mich an

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6 Antworten

Wenn er morgens an deinem Bett sitzt und dich an stupst hofft er wahrscheinlich auf einen schönen Spaziergang. So ist das zumindest bei meinem. Und wenn er weint ist er wahrscheinlich enttäuscht dass du liegen bleibst. Er versucht einfach dich aus dem Bett zu bekommen indem er dich auf sich aufmerksam macht. Und macht er das immer zur selben Uhrzeit? Vllt ist das seine Gassi-geh-Zeit?

Es ist immer zu unterschiedlichen Zeiten. Manchmal waren wir nur 6 Stunden vorher Gassi...

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@jule6101

nur sechs Std.??der is doch erst elfmonate ich denke mal der muss pinkeln und versucht dich zum gassigehen aufzufordern vielleicht erwartet er wenn er dir denn rücken zudreht das du ihn an die leine nimmst und losgehst

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@jule6101

Naja dein Hund ist relativ jung. Ich denke er muss einfach mal und versucht dich drauf aufmerksam zu machen. bei jungen Hunden kann das schon mal sein, dass sie nicht bis zum nächsten Spaziergang aushalten können. Also am besten du gehst einfach mal mit ihm raus wenn er das wieder macht. oder du lässt ihn in den Garten, falls ihr einen habt.

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Hallo!

Unsere Hündin verhält sich ähnlich. Das liegt bei ihr daran dass sie gern Gassi gehen würde so schnell wie möglich. Unter anderem weil sie nicht mehr schlafen will und ihr langweilig wird. Ich konnte das etwas unterbinden, indem sie in der Wohnung permanent eine Leine tragen musste und immer wenn sie das gemacht hat und nicht auf meinen Befehl reagiert ("Geh auf deinen Platz) dann nehm ich sie an der Leine und führe sie wortlos da hin. Mittlerweile merkt sie sich das und geht direkt auf ihren Platz und das von dir beschriebene Verhalten ist drastisch zurück gegangen. Gruß

Wenn Dein Hund also pinkeln muss, muss er erst Deine selbstausgedachten Exerzizien über sich ergehen lassen? Oh mein Gott, armes missverstandenes Tier.

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Dein Hund ist 11 Monate jung und zeigt Dir deutliichst, dass er gerne Pipi machen würde, warum bist Du für sein Verhalten nicht dankbar?

Wäre Dir lieber er zeigt nicht das er muß und pullert Dir in die Wohnung?

Warum hörst Du nicht auf seine Bitte und gehst nicht mit ihm Gassi?

Du solltest mal nicht denken, dass Dein Hund Weltherrschaftsgedanken hat und auf seine Aufforderung reagieren, ein 11 Monate junger Hund muß natürlich nach 6 STUNDEN mal pullern und sei froh das er das so deutlich zeigt, es gibt genug Hunde die das dann bei weiterem ignorantem Verhalten des Halters einstellen und einfach in die Wohnung machen, wenn Du das möchtest, dann behaupte aber hinterher nicht er würde markieren, denn stundenlanges Einhalten ist für Hund wie für Mensch ungesund und auch schmerzhaft.

...und auf die Frage hin wie Du sein Verhalten änderst, ganz einfach geh mit ihm raus damit er sich erleichtern kann und danach kannst Du Dich getrost noch einmal hinlegen, aber laß Deinen Hund nicht so lange leiden, dass er schon winseln muß!!!

Ich weiß wie mein Hund sich verhält wenn er auf Toilette muss! Ich denke nicht dass du das Fachwissen hast auf diese Frage zu antworten. Besitzt du überhaupt einen Hund? 😆

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@jule6101

Stimmt, ich arbeite nur täglich mit Hunden und besitze selbst 3 Stück, ne Schäfi-Husky-Mix-Dame, ne Doggen-Labi-Mix-Dame und nen Schäfi mit Deprivationsschäden sonst noch Fragen bezüglich meiner Hunde oder vielleicht auch zu denen mit denen ich arbeite?

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Also ich kann bei dir nicht lesen, dass dein Hund dir danach in die Wohnung gepinkelt hat. Nehme aus diesem Grunde mal an, dass dies dann auch nicht passiert ist. Wie man dann ausschließlich darauf kommt, dass der Hund raus will, kann ich nicht nachvollziehen.

Das Verhalten muss NICHT automatisch bedeuten, dass dein Hund raus muss. Es kann einige andere Gründe haben. Läuft dir deine Hund vielelicht sehr viel hinterher? Fällt es ihm schwer alleine zu sein? Was ist das erste was der Hund macht, wenn du dann wirklich aufgestanden bist?

Hallo, danke für deine Antwort. Nein, auf Toilette muss er nicht. Das siehst du richtig. Wenn ich ihn alleine lasse vermisst er mich sehr, auch läuft er mir des Öfteren in der Wohnung hinterher. Wenn ich aufstehe gehe ich zuerst ins Bad. Er beruhigt sich dann sofort und wartet geduldig vor der Tür. Sobald ich wieder im Wohnzimmer bin legt er sich ins Körbchen und ist ruhig. Liebe Grüße

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@jule6101

Wenn dein Hund kurz gucken würde ob du wach bist und danach wieder selbst ins Körbchen geht würde ich mir nichts dabei denken. Das Verhalten deines Hundes kann von Maßregelung und Kontrolle, über Langeweile und Aufmerksamkeit bis Unsicherheit alles sein. Langeweile tippe ich hier aber eher nicht. Mein Hund hat das Verhalten auch mal gehabt. Wenn man sein Tier kennt und weiß, wann sein Hund raus muss, dann kann man auch dieses Verhalten entspannt angehen. Hat mich mein Hund angestubst mit der Schnauze hab ich mich umgedreht im Guten Morgen gesagt ihn ganz kurz gestreichelt und ihn wieder ins Körbchen geschickt. Wenn nötig auch aufgestanden und ihn ins Körbchen verfrachtet. Nach einer kurzen Weile ist er gar nicht mehr am Bett erschienen. Wenn ich wirklich aufgestanden bin, dann begrüße ich aber auch meinen Hund mit einem "Moin" und ich mach ihm frisches Wasser. Jetzt legt er dieses Verhalten nur noch bei meiner Freundin an den Tag. Hier dann wirklich gezielt um Aufmerksamkeit zu bekommen. Seit dem sie damit angefangen hat ihn auch wieder ins Körbchen zu schicken hört auch hier das Verhalten nach und nach auf. Selbes gilt auch für das Nachlaufen. Ich pers. halte davon nichts und es ist für mich auch kein Zeichen von Zuneigung etc. wenn mir der Hund überall hinterherläuft. Ein Hund soll und muss sich zu Hause vollkommen entspannen. Gerade da ein Hund bis zu 20 Stunden am Tag schläft, ist so eine Entspannung sehr wichtig.

Aus welchen Gründen auch immer. Ich würde das Nachlaufen unterbinden. Es ist absolut ok, wenn der Hund mal guckt was man so macht. Trotzdem sollte er sich dann auch wieder zurückziehen und sich entspannen. Läuft dein Hund dir nach bring ihn Kommentarlos ins Körbchen.

Ich habe keine Ahnung wie du deinen Hund erziehst, würde aber ansonsten an mir selber arbeiten und an der Präsenz auf den Hund. Sie benötigen einen Führer der sie mit wohlwollenden Grenzen und Konsequenzen durch das Leben leitet. Alleinige pos. Verstärkung reicht m.E. sehr oft nicht aus um einem Hund wirkliche Sicherheit aber auch eine Konsequente Erziehung zu bieten. Eine selbstbewusste, klare und dominante Austrahlung wäre schon mal ein guter Anfang.

Ich habe seit 30 Jahren Hunde und meinen aktuellen Hund seit 11 Jahren. Besonders er ist mMn das beste Beispiel dass die Rudeltheorien noch längst nicht überholt sind und dass die unbewiesenen wissenschaftlichen neuen Theorien nicht mit der Wirklichkeit konform gehen. Ich habe durch meine Erziehung und Arbeit einen völlig Entspannten Hund bekommen. Der weder irgendwelche Verhaltenstörungen noch auch nur Ansatzweise irgendwelche gesundheitliche Schäden hat. Ich habe totalen Respekt vor den Bedürfnissen meines Hundes und er aber auch Respekt vor mir und meinen Bedürfnissen.

Mit wohlwollenden Konsequenzen und Grenzen kann man sowohl die Unsicherheit als auch etwaige Kontrolle oder Maßregelung in den Griff bekommen. Aber das bedeutet, dass es völlig ohne Gewalt und Geschrei zugehen darf. Selbstverständlich schließt das auch Kuscheln etc. mit ein.

Wie ist denn sein Verhalten wenn ihr draußen so unterwegs seit?

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@xAdmiralAckbarx

Hey. Danke für deine ausführliche Antwort. Draußen ist er momentan noch der Chef. Ich versuche dies auch zu ändern. Sobald wir auf andere Hunde treffen jault er rum und stürzt sich in die leine. Seit einer Woche üben wir dies allerdings konsequent mit einer Schüttelbox und sein Verhalten ist schon deutlich besser. Ich gehe auch gerne nach der Theorie des rudelverhaltens. Allerdings besuche ich keine solche hundeschule sondern eine -normale- 😆 Zuhause und auch in der Freizeit verfolge ich das Prinzip von Caesar Millan, welcher teils identische Züge mit dem Rudelprinzip hat. Lg

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Ich habe zwar keinen Hund, finde aber, dass Dein Hund gut rüberbringt, was er will. Er will nämlich raus und ist enttäuscht, dass Du seinen Wunsch nicht erfüllst.

Kluges Tier!

Hier schreibt jemand der keinen Hund hat und erkennt trotzdem m.M.n. sehr gut was der Hund will und jemand der nen Hund nun schon einige Zeit hat, rafft das immer noch nicht, manchmal ist es wirklich faszinierend, dass selbst Hundehalter solch klaren Aufforderungen nicht verstehen!!!

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@Anda2910

Ich beobachte gern Tiere und versuche rauszufinden, was sie vorhaben usw...

Als Junge stand ich mal auf einer Weise. Ein kleiner Hund kam auf mich zugerannt, blieb stehen, drehte sich, rannte ein paar Meter weg, kam wieder... Der wollte ganz offensichtlich mit mir spielen. Wir haben dann Fangen gespielt. Hat uns beiden viel Spaß gemacht.

Hunde haben viel mit uns Menschen gemeinsam, finde ich...

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@FK1954

Ein Mensch der mal endlich klar denken kann, solche Menschen wie Dich gibt es m.M.n. viel zu wenige!!!

Hunde haben sehr viel mit uns Menschen gemeinsam und ich finde sowas ist viel Wert, wenn man das erkennt!!! ;-)

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@Anda2910

Du besitzt selbst keinen Hund und hast auch keine Erfahrungen, hab ich recht?

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@jule6101

Ich hatte noch nie einen Hund oder ein anderes Haustier. Unsere Kinder hatten mal ein paar Jahre lang zwei Wellis, und letztes und dieses Jahr hat ein Dohlenpaar unter unserem Dach gebrütet. Aber die passten immer auf, dass sie keiner beobachtet...

Ich mag aber Hunde besonders gern. Sind halt die von anderen Leuten...

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@jule6101

Tut mir leid da muß ich Dich enttäuschen, ich habe wie oben schon angemerkt 3 Hunde, arbeite auch täglich mit Hunden und was die Erfahrung betrifft, so sind es gut 38 Jahre wobei wenn ich mein Kindesalter abziehe wo ich noch keinen eigenen Hund hatte, sind es nur noch um die 20 Jahre...

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Sobald ich aufgestanden bin will er allerdings nicht mehr raus. So leid es mir tut, aber auf so eine einfache Antwort wäre ich auch selbst gekommen. Ich kenne meinen Hund dafür gut genug... Und Hunde denken auf ganz andere Weise als Menschen

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@jule6101

Dann ist das ein Trick von ihm, um Dich aus dem Bett zu kriegen. ;-)

Und Hunde denken auf ganz andere Weise als Menschen

Schon, aber ich habe immer wieder mal den Eindruck, dass bei manchen Hunden ganz schön viel im Kopf abläuft.

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@jule6101

Ach tun sie das?

Hast Du Dich mal ein wenig mit Verhaltensbiologie befasst, würde Dir wirklich gut tun und so einigen anderen hier auch und damit ist gewiss nicht FK1954 gemeint oder MitHundenSein...

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@FK1954

FK1954 mehr als sich manche Menschen vorstellen können, leider ist es aber genau bei diesen Menschen und deren Hunden oftmals festzustellen, dass deren Hunde weniger Erfindungsreichtum besitzen wobei da nicht die Schuld beim Hund zu suchen ist, denn wenn man ein Kind dumm hält bleibt es eben auch dumm und anders ist das bei Hunden auch nicht... ;-)

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@Anda2910

Ich muss zur Klugheit von Hunden unbedingt eine Geschichte erzählen, die sich vor etwa 19 Jahren abgespielt hat, mich aber noch heute tief berührt:

Wir waren mit unseren drei Kindern (der Jüngste im Kinderwagen) auf einem Polterabend in Norddeutschland. Die Feier fand auf Bauernhof A statt. Wir wohnten auf Hof B, das Brautpaar auf Hof C. Auf Hof C lebte auch die Hauptperson der Story - eine Schäferhündin. Wir feierten also und gingen dann so gegen Mitternacht los. Es war stockfinster (Neumond), keine Straßenlaternen, nichts. Ich konnte nur so 10 Meter weit sehen. Als wir den Hof verließen, um zu unserer Unterkunft zu kommen, stand auf einmal die Hündin vor uns. Lief vor uns her, wartete an jeder Abzweigung und brachte uns auf diese Weise zu Hof B, den wir allein wohl nie gefunden hätten.

Ich staune noch heute - die Hündin wusste, wohin wir wollten und hat uns unaufgefordert dorthin gebracht. Wunderbar!

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@FK1954

Die Geschichte ist echt süß. Mir ist auch mal etwas ähnliches passiert.

Mein kleiner Bruder ist 16 Jahre junger als ich. Als er noch im Säuglingsalter war hatte er 40 grad Fieber. Was bei so kleinen tödlich enden kann.

Unser Familienhund weiß genau, dass er das Obergeschoss mit den Schlafsälen nicht betreten darf und er hat noch nie in seinem ganzen Leben diese Regel gebrochen. Außer in dieser Nacht. Lea ( die Hündin) setzte sich vor die Tür meines kleinen Bruders. Meine Mutter glaubte anfangs sie hätte sich verhört und dachte die Schritte von Lea nur eingebildet zu haben. Doch als Lea merkte dass ihr verhalten nichts half, ging sie in das Schlafzimmer meiner Mutter. Sie weckte sie auf und führte sie zu meinem Fieber kranken Bruder.

Bei dieser Geschichte wird einem klar wie sehr Hunde doch die Gefühle von Menschen durch wände hindurch fühlen können und wie schlau sie doch sind.

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@Anda2910

Ja natürlich habe ich das. Was mich nur so stark irritiert ist dass dieses weg drehen und weg schauen ein Beschwichtigungssignal ist. Ich ihn aber nicht für sein Verhalten bestrafe oder zurück weise.

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@jule6101

Eine sehr schöne Geschichte!

Eine, die man sich merken muss. Eine vierbeinige Lebensretterin!

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@jule6101

Stimmt Jule weg drehen und weg schauen fällt in die Kathegorie der Calming Signals...

Warst Du mal beim Doc und hast Dich untersuchen lassen, ich möchte Dir keine Angst einjagen, aber eine ähnliche Geschichte wie oben von Euch beiden erwähnt kenne ich auch.

Ein Schäferhund der eigentlich die Frau zur Bezugsperson hatte zeigte auf einmal Ressourcenverhalten, er beschützte vor jedem den Mann im Haus, der normalerweise immer nach der Arbeit ein Nickerchen hielt und das verteidigen ging selbst gegen die Bezugsperson die Frau.

Der Mann hat sich beim Arzt durchchecken lassen, ganz normale Routineuntersuchung und dabei wurde ein Tumor festgestellt, der konnte rechtzeitig entfernt werden und alles war wieder gut und das faszinierendste, danach verhielt sich der Hund wie immer, kein Anzeichen mehr von Ressourcenverhatlen...

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@jule6101

Ich würde mir da nix einreden lassen. Nicht jedes Wegdrehen ist gleich ein Beschwichtigen. Man muss die Situation im Kontext sehen. Selbes gilt für ALLE diese Signale.

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Oh Jule, wie kommst Du denn auf so eine Idee? Und wenn Dich Dein Freund Dir morgens anstubst, und Dir sagt, dass er Dich lieb hat, denkst Du dann auch , dass er der Herr über Dich sein will?

Und in erster Linie muss er natürlich pinkeln. Wie jeder Hund und auch wie jeder Mensch.

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Da ein Hund kein Mensch und schon gar kein Sexualpartner ist, hinkt der Vergleich m.E. gewaltig....

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