Was können wir dagegen tun, das unser Hund eine Maus mit nach Hause bringt?

10 Antworten

Dein Hund jagt. Im Augenblick sind es "nur" Mäuse und Maulwürfe, aber das wird mit Sicherheit nicht so bleiben. Der Jagdtrieb beginnt sich eben erst zu entwickeln und wird in einigen Monaten voll ausgebildet sein.

Jede Jagderfahrung, die der Hund bis dahin macht, verstärkt sein Jagdverhalten. 

Da du einen Hütehund hast, solltest du wissen, dass der Hütetrieb nichts anderes als der Jagdtrieb ist, dem die Endhandlung des Jagens, das Packen und Töten, fehlt. Das bedeutet aber nicht, dass der Hund diese Endhandlung nicht hinzufügen kann.

Wird er so gearbeitet, dass der Hütetrieb in entsprechende Bahnen gelenkt wird, lässt sich das Ganze kontrollieren. Versäumt man das oder überlässt den Hund gar öfter draußen sich selbst, erzieht man sich in vielen Fällen einen exzellenten Jäger, vor dem kein Tier mehr sicher ist.

Auch wenn ganz grundsätzlich eine erlegte Maus kein Drama ist: Wenn du verhindern möchtest, dass dein Hund in ein paar Monaten Kaninchen, Rehe und Wildschweine hetzt und verletzt, solltest du jetzt daran arbeiten und konsequent das Jagen von Mäusen unterbinden.

Das bedeutet zuallererst, den Hund im Garten nicht sich selbst zu überlassen.

Zu deinem Text kann ich keine unbedingt verbindliche Aussage machen, da ich speziell über Hunde nicht sehr viel weiß. Wir haben eine Katze,die eines Tages damit anfing, Mäuse im Garten zu jagen. Sie fraß selber nicht davon, sondern legte drei gefangene Mäuse ordentlich nebeneinander in eine Reihe, miaute und schaute uns erwartungsvoll an. Da sie gerade gefüttert worden war, hatte sie wohl auch keinen Hunger. Mit ihrem Verhalten aber wollte sie uns ihre Zuneigung zeigen. Wir fütterten sie regelmäßig, nun aber wollte sie "ihren" Menschen etwas Gutes tun, indem sie für uns die erbeuteten Mäuse bereitlegte.Das mag sich etwas seltsam anhören, wie ich das hier so schildere. Tatsächlich aber interpretiere ich subjektiv nichts in diese Situation hinein. Aus der Verhaltensforschung stammt diese Deutung. Ständig werden wissenschaftliche Versuche durchgeführt und beobachtet. Dabei hat man u,a. immer wieder bei Katzen, die sich bei "ihren" Menschen wohl fühlen, diese Art der "Fürsorglichkeit" festgestellt.

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Es gibt ja sogar Futtermäuse zum füttern, deine besorgt sich ihr richtiges Futter selbst, ist doch lobenswert.

Das sie sie ins Haus bringt, ist natürlich für dich nicht so schön, meine muß ihre Knochen immer im Garten futtern, weil ich die Flecken nicht im Haus haben will. Mal sehen, wann die ihre erste Maus erlegt. Einen Käfer haben wir schon geschafft, aber sie ist ja erst 5 Monate alt.

Ich versuche stets Hundeverhalten aus deren Blickwinkel nachzuvollziehen. Mäuse und Co. sind eine wertvolle Nahrungsergänzung zum meist üblichen Industriebrei. Der Hund geht dem natürlichen Instinkt nach um Mankos hinsichtlich Futter zu kompensieren. Dem kann mit Futterumstellung zu weitgehend natürlicher Rohfütterung entgegengewirkt werden. Anderseits ist erbeuten ein normaler Instinkt. Nager im Garten sind leichte Beute und erfüllen ein Minimum an seinem angeborenen Jagdtrieb. Eins und eins passt für sie gut zusammen. Abgesehen von evtl. Infektionen ist das nicht wirklich schlimm und besagt nicht, dass sie ihren Jagdtrieb auf andere Tiere ausweitet. Die Hatz, für die meisten Hunde das wirkliche Jagderlebnis und Belohnung an sich, hat sie damit nicht. Buddeln ist auch arttypisch. Es ständig zu unterbinden erfordert wie bei Jagtverhalten eine wirksame und gute Alternative. Hat man diese immer und tut es dem Hund gut? Buddeln kann man gezielt an bestimmten Orten erlauben, auch wenn es keine fressbare Beute als Belohnung gibt. Schwieriger, wenn sie diese Erfahrung bereits hat. Doch mit Training und Motivation gut umzulegen. Auch die Hergabe aus dem Fang ist Übung, denn das leckerste Steak kann irgendwo vergiftet sein.

Meine Hündin ist eine leidenschaftliche Buddlerin auf den Hochwiesen. Die Bauern mögen das garnicht. Statt sich über gefangene Wühlmäuse zu freuen, meckern sie über Löcher. Ihr Problem. Meine darf nur noch auf Kommando im Wald an Baumstümpfen nach Herzenslust buddeln und wird auch ab und an fündig. Bedarf erfüllt, Problem gelöst.

Ein wichtiger Aspekt ist auch immer die körperliche und geistige Auslastung. Bei einem Hütehund nie zu unterschätzen, denn er sucht sich ein Fentil oder wird verhaltensgestört wenn er zu wenig Aufgaben hat. Arbeite daran!

Woher ich das weiß:Beruf – berufliche sowie private Erfahrung

Ja das sie sehr viel beschäftigung und gut ausgelastet sein muss weiß ich. Aber danke für deine ausführliche Antwort :)

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Wie wärs wenn ihr das graben einfach verbietet?

 wieso sollte der Hund seine Beute abdrücken wenn du es ihm sagst? Biet ihm was besseres an. Tauschhandel. Meine spucken bei Pfui, bzw. IIIIH bist d. Dumm . Alles aus, auch Katzenfutter.

Als belohnung bekommen sie was super tolles. Hab immer ein Jackpot in der Tasche (Käse, Wurst etc)

Kann schädlich sein wegen würmer.

Neun Monate ist eine gute Zeit... Wenn wir dem Hund beim ERSTEN MAL Freude gezeigt und ihn gelobt haben, macht er das immer wieder und wartet auf ein Lob.... egal von wem. Wemm Hundeeltern oder Katzen merken, dass die Jungtiere etwas falsch gemacht haben, nehmen sie die Nackenfalte des Jungtiers zwischen die Zähne und schütteln den Kopf etwas.... das merken sich die welpen - bei unserer Hündin hat das mit gutem Erfolg funktioniert

Wemm Hundeeltern oder Katzen merken, dass die Jungtiere etwas falsch gemacht haben, nehmen sie die Nackenfalte des Jungtiers zwischen die Zähne und schütteln den Kopf etwas.

Wenn Hunde das tun, sind sie massiv verhaltensgestört. Das Packen im Genick und Abschütteln entstammt dem Funktionskreis des Jagens und dient dazu, Beute/ Gegner zu töten.

Aus diesem Grund machen das weder Hunde noch Katzen mit ihren Welpen.

Was man gelegentlich beobachten kann, ist das Packen und Runterdrücken auf den Boden. Auch hier fasst das Alttier aber nicht richtig zu, sondern hält nur fest.

Katzen tragen ihre Welpen am Nackenfell durch die Gegend, wenn es sein muss, auch sie erziehen nicht über abschütteln, obwohl sie anders jagen und töten als Hunde.

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@Jule59

Das kann ich nur bestätigen. Bitte keine Hunde am Nackenfell schütteln!!!

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