Hund bellt plötzlich einfach Leute an was kann der Grund sein

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6 Antworten

Nachdem ich mit Herdenschutzhunden (HSH) lebe und deren Territorialverhalten studiere.....

....denke ich kann ich zur Klärung etwas beitragen.

Wo immer diese mit der Herde hinziehen und die Herde dann länger zum Weiden verweilt (ca. ab 15-20 Min.) ist deren Territorium und die Hunde beginnen mit intensiver Wacharbeit. Das Verhalten dürfte (und ist!) bei anderen Hundetypen nicht anders, lediglich stark abgemildert vorhanden sein.

Es ist also ein "normales" Hundeverhalten seinem Menschen den Rücken freizuhalten. Lediglich kann und darf der Hundehalter solches selbst bei einem HSH in der Öffentlichkeit & auch Restaurant nicht dulden.

Dass der Rüde nun plötzlich mit dem Erwachsen werden damit beginnt solches Verhalten aktiv zu zeigen hat mit seiner Führung und Anleitung zu tun. Deine Freundin muss dem Hund in der Erziehung & im Zusammenleben zeigen, dass sie die Führung und den Schutz übernimmt. Das klappt sogar bei Herdenschutzhunden, also damit auch bei allen Hunden die nur noch angedeutet Territorialverhalten zeigen!

Beim Restaurantbesuch setzt man sich so an den Tisch als Mensch, dass der Hund "strategisch ungünstig sitzt/liegt" - also hinter Stuhl abseits von Laufwegen der Menschen... Damit ist dem Hund automatisch die Aufgabe des Wachens und Schuetzens abgenommen.

Zudem muss deine Freundin jedes nur schon angedeutete Wach & Schutzverhalten für den Hund deutlich verständlich unterbinden. Z.B. Aufstehen, weggehen mit Hund, Hund anders hinlegen usw... Der Hund deiner Freundin muss lernen, dass sie es nicht wünscht wenn er übertrieben schützen wollte.

KEIN Zwang dabei denn manche Situation könnte den Hund - mangels Übung z.B. - überfordern in der Sicherheit und er würde Zwang nur mit dieser Situation aber nicht mit seinem vorgetragenen Verhalten verknüpfen!!

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Kommentar von Melinrossini
05.07.2011, 10:39

Ja genau ich denke du hast völlig recht. Es handelt sich bei nseren Hunden auch um Wolfsspitze, die sind Wachhunde und wurden früher auch zum Herdehüten gebraucht. Sie sind sehr wachsam. meine Hündin meldet nach etwas Übung nur Geräusche oder Dinge wo sie meint das stimmt jetzt nicht und das kennt sie nicht, dann schaue ich nach was ist und wenn nichts war sage ich ihr" war nix, schluss" und ignoriere sie kurze Zeit. wenn was war wird sie gelobt. So hat sie es sehr gut gelernt dass sie einfach rum kläfft.Und in dem Restaurant sassen die Hunde auch in einer Ecke aber beim Unterhalten hat sich der Rüde unmerklich Richtung Gang geschlichen wahrscheinlich hat er gemerkt dass sein Frauchen strategisch ungeschickt sitzt um selbst aufpassen zu können, während ich eine Wand im Rücken hatte und alles gut sehen konnte. Sie hat ihn auch mit "Aus" gleich zur Ruhe gekriegt aber es war ihr schon peinlich dass er da auf einmal Leute anbellt. An der Tür bellt er auch ziemlich wenn es klingelt. Habe meine Hündin soweit dass sie in ihr Körbchen geht und bleibt wenn jemand kommt. Sie ist dabei allerdings noch recht aufgeregt weil sie denkt sie kriegt Besuch..... Aber ich werde meiner Freundin sagen sie soll die Ruhe bewahren und ihn deutlich abbrechen wenn er Verteidigungstendenzen zeigt. Auch Skepsis gegenüber Fremden zu entwickeln ist schon typisch für Wolfsspitze.

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Der Rüde wird jetzt geschlechtsreif und "verteidigt" sein Herrchen / Frauchen und sein angebliches Revier. Dieses Verhalten wirst Du bei Deiner Hündin erst später entdecken. Spätestens dann, wenn sie Welpen hat. Dann sind Hündinnen in der Regel viel "schärfer" als Rüden. Es sei denn, was auch vorkommt, sie ist ein Lämmchen. Bei jungen Rüden muss erstmal alles angebellt werden was unbekannt, groß, anders riecht, sich schnell bewegt, etc. ist oder erscheint. Ein beruhigendes Wort, notfalls auch konsequentes Handeln bringt ihn zur Ruhe.

Viel Erfolg

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Territoriales Verhalten gibt es nur auf "hauseigenem" Gelände, auf den Wegen, die Ihr ständig begeht, nicht auf fremdem Gebiet. Ein Restaurant ist ein fremdes Gebiet, wenn man da nicht jede Woche ein paar Mal aufläuft. Du bist schon auf der richtigen Spur. Der Hund wird erwachsen, selbstbewußt und ambitioniert. Er denkt, die Aufgabe, auf Fremde und Feinde aufmerksam zu machen, fällt ihm zu, weil es sonst keiner macht. Ein solch unerwünschtes Verhalten muß sofort sanktioniert werden, was im Restaurant erst mal nicht so eine gute Figur macht. g Übt mit ihm in einer Umgebung, wo das Verhalten auftritt, also nicht auf heimischem Gelände, vielleicht in einem Biergarten an einem Tag, wo nicht soo viel los ist. Ihr könnt auch dem Wirt vorher Bescheid geben. So bald der Hund anfängt, jemanden anzubellen, muß sofort (!) das Aus-Signal kommen. Wenn er auf eine verbale Anweisung nicht reagiert, dann müßt Ihr einen stärkeren Reiz einsetzen, z. B. die Rütteldose oder die "Zeitungsklatsche" (mit einer gerollten Zeitung auf einen Stuhl schlagen oder auf die Tischkante). Der Reiz muß so sein, daß der Hund sein Verhalten sofort unterläßt und seine Aufmerksamkeit auf den Chef - in dem Fall Deine Freundin - richtet. (Dabei das "Aus-Wort" sagen, nicht brüllen, leise reicht.) Tut er das, muß sofort (!) gelobt werden. Wichtig ist, daß Ihr schnell reagiert. Anderenfalls versteht der Hund nicht, was von ihm erwartet wird. Also: Hund bellt - klatsch-"aus"! - guckt - Lob/Leckerli. Wenn Euer Hund nur halbwegs clever ist, begreift er schnell, was er lassen muß, wenn er gelobt werden möchte. Mit der Zeit klappt das dann auch ohne Lob. Viel Erfolg! q.

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du hast es schon erkannt, er kommt in die Pupertät. Da muss man auch mal sein Revier verteidigen. Es dauert ein wenig, aber ein ruhiges "Nein" ist gut. Er muss weiterhin wissen, dass Herrchen/Frauchen diesen Part übernehmen.

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Wenn Hunde erwachsen werden verändert sich ihr Verhalten. Mein HUnd liegt im Restaurant unter dem Tisch, da sieht er weniger und muss sich nicht aufregen :-) Man sollte schon in der Lage sein, seinen Hund so zu erziehen, dass er fremde Leute nicht anbellt - deswegen soll ein Hund die Kommandos "Nein" - "Aus" - "Ruhe" etc. verstehen und auch ausführen.

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Kann mit dem Dominanz Verhalten zusammen hängen.Aber unterbinden kann Sie das nur durch Erziehung.Verbieten heißt das Zauberwort.Immer und immer Wieder bis der Hund das Begriffen hat.Wenn es sein muss 100 mal.Rüden sind da etwas anders als Weibchen.

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