Hund bellt Menschen und andere Hunde an HILFE?

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6 Antworten

Der Hund kommt in die Pubertät - da werden viele einfach unsicher oder eben etwas "out of control" :-)  Keine Panik - das bekommst Du wieder hin. Aber es ist ein bisschen Arbeit.  Wenn Du mit dem Hund rausgehst, dann versuche das in der nächsten Zeit so hinzubekommen, dass Du Dich voll auf den Hund konzentrieren kannst (also nicht mitnehmen um mal eben schnell die Kinder zum Bus zu bringen oder sonstwas anderes zu tun).

Besorg Dir supertolle Leckerlis auf die der Hund total abfährt. Such Dir eine Stelle wo Du etwas abseits bis (Wiese oder ähnliches) aber trotzdem in einiger Entfernung Menschen vorbeilaufen. Dann eine etwas längere Leine - Schleppleine 5 Meter.  Und vielleicht ein tolles Spielzeug. Und dann gehts los. Beobachte Deinen Hund gut und wenn er anfängt sich für irgendwelche Menschen zu interessieren locke ihn zu Dir, spiel mit ihm, lenke ihn ab. Wenn er sich zu Dir wendet, bekommt er sofort Belohnung etc.  Mach Dich spannend für den Hund. Er wird schnell lernen dass Du viel wichtiger bist als fremde Menschen.

Auf jeden Fall lass bitte die Finger von irgendwelchen Wasserflaschen und Rappeldosen und lauter solchem Unsinn. Damit lernt der Hund nur dass andere Menschen und Hunde gruslig sind und wenn Du Pech hast verliert er auch noch das Vertrauen zu Dir.  Der Hund ist noch sehr jung und ich bin sicher dass dieses Verhalten nichts mit "böse" zu tun hat.  Aber das kann ganz schnell kippen wenn man da jetzt mit blöden "Strafen" wie Prügel oder Leinenruck arbeitet.

Such eine gute Hundeschule mit gewaltfreier Erziehung. Dein Hund wird es Dir danken.

Alles Gute

Also ihm eine verpassen würde ich auf gar keinen Fall tun!!! Was bei mir geholfen hat, ist, dass wenn ihr einem Menschen oder Hund begegnet, den Hund am Wegrand ins Sitz oder Platz bringen, ihn immer wieder loben wenn er ruhig ist und wenn er bellt ein lautes kräftiges Nein und wenn er wieder aufhört zu bellen, gleich wieder loben - gerne auch mit einem schmackhaften Leckerli ;-) Später, wenn dein Hund im Sitz ruhig bleibt kannst du es auch im Steh versuchen und dann auch mit langsamem gehen. Rede mit deinem Hund, dass er auf dich fixiert ist - völlig egal was du ihm erzählst!         Es kann sein dass du vorher üben musst, dass dein Hund brav im Sitz oder Platz bleibt. Anfangs am besten in einem Raum mit möglichst wenigen Reizen und dann die Reize bis hin zum vorbeigehenden Menschen langsam steigern.
Ich hoffe ich konnte dir helfen!
Und noch ein Tipp: am leichtesten fällt es dir, wenn du deinen Hund absetzt, bevor er den entgegenkommenden Menschen sieht!

Pferdi100 11.02.2017, 00:25

Danke der Tipp War hilfreich :) werde ich gleich morgen früh mal ausprobieren 

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Biprejo 11.02.2017, 00:26

Ich hoffe er wirkt so gut wie bei meinen beiden Hunden:-)
Viel Glück!
Und nicht gleich aufgeben, wenns beim 1. Mal scheitert - ist ganz normal;)

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Hallo, dein Hund geht jetzt in die nächste Phase. Es beginnt die Pubertät des Hundes. Somit wird der Hund erwachsen. 

Der Hund versucht jetzt sich durchzusetzen und er zeigt was in seiner Rasse steckt. Du musst vollkommen die Ruhe behalten und dem Hund beweisen das du jede Situation unter Kontrolle hast.

Bei dieser Rasse wird das ohne Hundeschule sehr schwer werden. Da helfen auch keine Tipps weil jetzt eine ganze reihe von Schwierigkeiten auftauchen werden.

So ein Verhalten hat seine Ursache und entwickelt sich nicht von einem Tag auf den anderen.

Eine Hundeschule sollte gewaltfreie Erziehung vermitteln und sich auf den individuellen Fall einlassen. Und natürlich darf man von einer Hundschule keine Wunder erwarten. Sie gibt Rat, umsetzen und tägliches Training kann sie nicht ersetzen.

Übe mit beiden Hunden getrennt, je nach Fortschritt Unterordnung und setze auf positive Verstärkung. Arbeite auch mit Ablenkung (Du, ein Quitschetier oder ein Leckerlie sind viel interessanter als der "Feind") und gehe zunächst auf Distanz zu Menschen und anderen Hunden. Ein längerer Weg, der zum beiderseitigen Vertrauen führt, nachhaltig ist und Du als verlässlicher Führer anerkannt wirst.

Es entsteht ein Teufelskreis, wenn Deine Hunde sich zu keiner Zeit mehr natürlich ohne Leine bewegen/ toben können. Suche Gegenden ohne Reize aus, fahre dahin, wenns in der Nähe nichts gibt. Sie brauchen freie Bewegung und auspowern um Stress abzubauen.

Egal sind Menschen und andere Hunde nie, aber sie sollten reibungslos tolleriert werden. Mit Strafen, wie Klatsch mit irgendwas, Leinenruck, schimpfen, erreichst Du das gewollte Gegenteil. Wenn Du die harte Tour wolltest, werden die Hunde gehorchen, Dich als Führer anerkennen, aber nie zum verlässlichen Partner und Freund werden oder geschweige Vertrauen zu Dir haben. Sei Dir aber bewußt, dass das mit enormen Schmerzen für die Hunde einher geht und wenn Du einmal die Kontrolle verlieren solltest, es verdammt nach hinten losgehen kann. Schon deshalb sind diese Zwangs- und Schmerzmethoden ala C.M. abzulehnen.

Es gilt die Ursachen des jetzigen Verhaltens herauszufinden und dort anzusetzen. Beachte, dass die Kleine in der Grenzaustestung ist und durchaus den Großen damit beieinflußt, der ihr gegenüber Schutzverhalten zeigt.

Du hast zu schützen, nicht der Große. Du hast klare Ansagen zu machen. Setze Dich mit liebevoller Konsequenz durch. Deine Führungskraft ist gefragt.

Wie beschäftigst Du das Tier? Hört sich nach Langeweile an.

Pferdi100 11.02.2017, 00:14

Ich gehe oft und lange mit ihr raus,spiele mit ihr und gebe ihr denkaufgaben wie zb. Such das Leckerli oder verstecken

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Wenn er einen Hund oder Menschen anbellt, zieh in an der Leine und am besten eine verpassen, nicht zu stark aber auch so, dass der Hund es merkt. 

Dann prägt sich der Hund ein, dass er jedesmal wenn er einen anderen Hund/Menschen anbellt, eine klatsche bekommt. 

Pferdi100 11.02.2017, 00:07

Gibt es keine andere Möglichkeit als Gewalt? Trotzdem Danke

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Weisefrau 11.02.2017, 00:20

@DatSapu Wenn du keine Ahnung hast, besser nichts schreiben!

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Dirndlschneider 11.02.2017, 00:53
@Weisefrau

Die Hundetrainerin von Bekannten arbeitet mit einer Plastikflasche , in die sie ein paar Steine gefüllt hat . Immer , wenn der Hund etwas Falsches oder Verbotenes getan hat schlägt sie die Flasche gegen IHREN Oberschenkel.....

Das Tier NIEMALS schlagen . NIEMALS !!

Du kannst allerdings tatsächlich an der Leine rucken , wenn sie bellt . Das muss ja nicht gleich brutal sein .....aber eindeutig .

Und ich finde ganz toll , dass ihr wieder in eine Hundeschule geht !

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froeschliundco 11.02.2017, 19:00
@Dirndlschneider

egal ob plastikflasche oder ruck an der leine...alles ist nur symptombekämpfung und nicht an der ursache gearbeiten...maken u.fehlverhalten liegen beim halter zugrunde, und seiner unklaren führung und das zieht sich durch den ganzen alltag und nicht nur an diesem einen punkt...oft reicht eine klare,ruhige u.souveräne führung im alltag und zack,die maken sind plötzlich weg...weil man an der ursache gearbeitet hat und nicht an den symptomen rumexperimentiert hat,was für den hund nur stress bedeutet u.er nur noch unsicherer wird u.weiter irgendwelche übersprungshandlungen zeigt...kennst du den dampfkochtopf,da kannst du oben eine zeitlang das ventil zuhalten,aber irgendwann ist der druck so hoch das dir alles um die ohren fliegt

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