Hund bellt Leute(+Kinder) an, was tun?

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Also ich würde bei sowas das Wort Triebe net so gerne anwenden, sie ist ja kein Triebtäter und Triebe und Instinkte sind wiederlegt respektive werden heute nicht mehr für Verhaltensweisen die dem natürlichen Verhaltensrepertoire des Hundes entsprechen genutzt. 

Natürlich kann das mit den Kindern in den Verhaltenskreis hüten fallen, aber es muß das nicht sein. Die Motivation für dieses Verhalten kann auch einfach wirkliche Angst sein und bis dahin hast Du vermutlich ihre anderweitig gezeigten Signale einfach übersehen, das würde im übrigen auch zu der Geschichte mit dem Jungen und der Cola passen. 

Auch würde ich das nicht in den Bereich des Ressourcenverhaltens packen, denn selten bis gar nicht gehört eine Flasche Cola zu einer Ressource eines Hundes. 

Eine Hundeschule würde ich Dir definitiv ans Herz legen wollen, denn von hieraus ist es schier unmöglich wirklich festzulegen warum sie das tut. 

Wenn Du den Hund nicht mehr aus irgendeinem Verhalten raus bekommst, so hat sich meiner Erfahrung nach immer die konditionierte Entspannung bewährt, d.h. ein Entspannungssignal welches eben den Hund in einen ansprechbaren "Modus" bringt. 

Auch würde ich Dir von Trainern abraten die irgendein Verhalten unterbinden wollen, denn das Verhalten welches der Hund zeigt hat einen komplett natürlichen Ursprung und natürliches Verhalten unterbinden heißt so viel wie das man Dir z.B. verbieten würde dem Harndrang nachzugehen. 

Ich gehe immer gerne in die Richtung des umlenkens. Verhaltensweisen egal welcher Art können umgelenkt werden, d.h. in eine Richtung mit der wir und auch der Hund leben kann. D.h. anstatt Kinder anzubellen wird ein Handtouch ausgeführt oder aber ein Fußtouch, bei uns heißt das z.B. Clap. 
Mit diesen einfachen und schönen Übungen holst Du denn Hund aus seiner stark erhöhten Erregungslage raus, bekommst ihn ansprechbar und in den denkenden Modus zurück, bis dahin hat sie sich noch emotional leiten lassen und wir möchten ja einen Hund der mit uns zusammenarbeitet und nicht gegen den wir arbeiten müssen. Das wäre die Sache mit dem Verhalten unterbinden, da müsstest Du immer wieder dran bleiben und vermutlich setzt Du dann je nach Unterbindungsmaßnahme den Hund nur noch mehr unter Stress. 

Natürlich ist Beschäftigung immer sinnvoll, aber eben nicht einfach "beschäftigen" sondern eben sinnvolle und für einen Hütehund ideale Beschäftigung, aber wenn die Motivation nichts mit dem hüten zu tun hat sondern eher Ängstlichkeit dann wird die Beschäftigung kaum bis nichts an ihrem Verhalten ändern. 

Hast Du Dir mal ihre Körpersprache genau angesehen wenn sie solche Verhaltensweisen zeigt? 

Wie sieht ihre Rute aus, ist die Analregion bedeckt, ist der Rücken ründlicher anstatt eine gerade Linie, zeigt sie Beschwichtigungssignale? Z.B. in Form von züngeln/über die Nase lecken, mit den Augen blinzeln, den Blick verkürzen, pföteln, wegschauen zwischenzeitlich? 

Dieses gar nicht mehr rausholen können stört mich ein wenig an dieser Hütehundtheorie, denn auch ein Hüter verfällt nicht pauschal in einen stoischen "ich kann nix mehr hören/sehen" Modus. 

Ich persönlich würde Dir ans Herz legen, Dir einen gut ausgebildeten und wirklich komplett gewaltfrei arbeitenden Trainer zu suchen. Was heißt ein Trainer der Dir erzählt der Hund würde Dich nicht als Chef respektieren, den würde ich sofort wechseln, ich mag lieber Trainer die in 2017 arbeiten und eben auch eine wissenschaftlich fundierte Ausbildung genossen haben.

Dankeschön für deinen ausführlichen Rat.
Du hast ja auch unter einem anderem Kommentiert.. das mit 6 Monate.
Ja denke auch, dass es bei ihr im Bezug zu Kindern oder auch Menschen die sie anstarren der Punkt Unsicherheit ist. Allerdings gibt es bei Kindern 2 Arten: 1. aus Unsicherheit, 2. aus Spiel-/Jagd-/Hüte"trieb".
Es ist nicht so, dass ich sie nicht aus dem Modus rauskriege, sondern eher das ich sie von fremden Leuten nicht wegkriege. Hatte mich falsch ausgedrückt. Schaffen tu ich das nur mit schütteln von der Leckerliebox oder dem Ball. Möchte sie aber dafür auch nicht loben und auch nicht riskieren sie nicht versuchen festzuhalten aus dem Grund, da ich die Menschen nicht kenne, nicht weiß wie sie gegenüber ihr reagieren und dementsprechend wie sie auf die Reaktion der Mesnchen dann wiederum reagiert. Sie spürt meine Angst für die anderen. Ich muss also auch an mir arbeiten. Aber ja glaube weitere Details sollte ich dann alles wirklich mit einem guten Hundetrainer besprechen. Und ja genau.. das mit dem umlenken statt unterbinden war eben auch mein Gedanke.

Danke :)  

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@Ridgeback12

Ja entschuldige bitte, ich bin die ganze Zeit warum auch immer auf dem 6 Jahre-Trip gewesen ;-) 

Deshalb auch alles auf 0 denn bei eine so jungem Hund tippe ich eher auf Ängstlichkeit aber wie hier schon geschrieben, die Top Antwort hier zu geben ohne Deinen Hund nur ein einziges mal gesehen zu haben, wäre riskant. 

Denn die Leckerchendose ist ne tolle Sache auf jeden Fall aber wenn es wirklich Hüteverhalten wäre, dann könnte es tatsächlich kontraproduktiv wirken und Du würdest das hüten verstärken. 

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Alles Gut..
Ja, Dankeschön :)

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An sich hört sie super. Kann mich also für den Rest nicht beschweren. 

das wäre zum Beispiel`?

Du ich staune.., 



Wenn sie im Park in diesem Modus ist und Leute oder noch schlimmer Kinder anbellt und zu ihnen hinrennt Kinder sogar anspringt, dann hört sie aber überhaupt nicht und ich krieg sie da kaum weg.


das geht gar nicht , sowas darf nicht passieren!!!!!



. Das Problem ist, dass sie im Park Menschen anbellt und manchmal sogar hinrennen möchte und sie leicht anknurrt.

Leicht anknurrt  -- sie knurrt  

1. hatten Besuch, alles ok, 16jähriger Junge greift zur Cola, wird angeknurrt und verbellt von wegen: "Wer hat dir erlaubt dich zu bedienen?"
2. nachts sieht es auf den Balkon manchmal so aus als würde da jemand stehen, wenn man in der Küche steht, wird auch direkt hingegangen und geknurrt

Du nennst das Wachtrieb?

Ich nenne das die Hündin hat Null Erziehung, und Du hast ihn absolut nicht im Griff. 

Warum bist Du nicht in eine Hundeschule, wenn Du merkst , er geht total in die verkehrte Richtung? 



Meine Frage: Ich könnte in einer Hundeschule natürlich Einzeltrainig nehmen und an dem Problem arbeiten bzw. es unterbinden.

Schön, wenn Du könntest , mach das doch erst einmal, bevor die Hündin einen Menschen beißt . Sie ist  ein halbes Jahr alt, sie muss erzogen werden und lernen , bevor es zu schlimmeren Problemen kommt. 




freundlichen Gruß..


Freundlich nenn ich das nicht.. aber ok.
Ich möchte in eine Hundeschule gehen und mich mit diesem Problem genauer befassen. Wer sagt denn dass ich nicht zu einer gehe?..aber die Grundgehsamkeitsübungen bringen da nicht viel. Und die kann sie. Ich muss warten bis die Hundetrainerin, die mit sehr gut gefällt, frei hat und dies ist im Juli.

Ich habe Wachtrieb ja auch in "" geschrieben, weil mir keine Bezeichnung dafür eingefallen ist aber natürlich ist das kein richtiger Wachtrieb.

..brauch mich hier aber auch nicht weiter rechtzufertigen!

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@Ridgeback12

Grundgehorsamkeitsübungen bringen da nicht viel. Und die kann sie.

Abruf,  Sitz, Platz , Aus. 

Wenn sie im Park in diesem "Modus" ist und Leute oder noch schlimmer Kinder anbellt und zu ihnen hinrennt (Kinder sogar anspringt), dann hört sie aber überhaupt nicht und ich krieg sie da kaum weg. 

da sie das ja kann.., ja.. na dann. 

LG

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"Kann mich über den Rest nicht beschweren" .. d.h. bei allem anderem, bis auf dieses Problem, bin ich zufrieden mit ihr.

Warte heißt das, dass ein Hund der zu Hause Sitz, Platz etc. macht, es aber nicht macht wenn er im Jagdtrieb ist, dass er das dann eigentlich doch nicht kann? Sprich, dass er nicht weiß was Sitz etc. ist? Ah Oke verstehe.

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@Ridgeback12

Ja, ich habe auch Hunde, und selbst wenn eine Joggerin entgegen gerannt kommt, gejoggt.., und meiner 20m  Näher an der Joggerin,als ich selbst .  Dann gibts das Kommando " Steh! , und er schaut zu mir, dann ruf ich : Hier! und der kommt , er kriegt da ganz viel Lob.  Meine Hören, die lassen sich abrufen, die springen keine Kinder an. 

Warte heißt das, dass ein Hund der zu Hause Sitz, Platz etc. macht, es aber nicht macht wenn er im Jagdtrieb ist, dass er das dann eigentlich doch nicht kann? Sprich, dass er nicht weiß was Sitz etc. ist? Ah Oke verstehe.

Dein Hund ist im Jagdtrieb? , wenn er Kinder anspringt und anbellt? 

Er jagt Menschen? Wolltest Du das damit sagen? Vorhin war es noch ein Wachtrieb, wie Du es nanntest .

Was ist das für eine Rasse, was Du da hast ?  es gibt viele Hunde, die sind Jagdhunde, und die hören auch , auch der Familienhund Labrador. Das ist doch keine Entschuldigung, dass ein Hund einen Jagdtrieb hat . Andere haben auch Jagdhunde und die hören. 

Sprich, dass er nicht weiß was Sitz etc. ist? Ah Oke verstehe.

Offenbar , denn draussen hat er es wohl vergessen.Und wenn sie Euren 16Jährigen Besuch anknurrt , dann hat sie das wohl auch vergessen.

Schau mal , er muss die Kommandos überall können. Nicht nur, wenn er mit Dir allein ist.

Bist doch nicht in einer Hundeschule, sonst wüsstest Du das alles. Und Dein Hund würde auch draußen auf Dich hören und wenn Besuch da ist .

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Wo du etwas unter einem Kommentar geschrieben hast, hab ich auch nochmal was geschrieben. Kannst du dir ja durchlesen.

Nein, ich habe Jagdtrieb als allgemeines Beispiel genommen, da es viele Hundehalter gibt, die das Problem haben, dass ihr sonst gehorsamer Hund im Wald oder so doch nicht mehr so gehorsam ist etc. .  

Ja, es ist ja auch nicht so das mein Hund garnicht hört. Wie ich in dem einem Kommentar bereits geschrieben hatte, gibt es Tage an den sie super hört, direkt aufhört etc. Und dann aber gibt es Tage wo nichts bringt. Und natürlich weiß ich, dass sie genauso gut draußen hören muss aber das braucht eben Übung. Das geht nicht von einem Tag auf den anderen.
Ich kann halt nicht von meiner 6 Monate alten Hündin, die gerade in der Pubertät ist, erwarten, dass sie wie ein Roboter hört.

Dass sie das macht wo der Besuch da ist, heißt nicht das sie nicht auf mich hört. Der Punkt ob sie dann aufhört, wenn ich es sage, ist wichtig. Und das hat sie auch getan. Natürlich, das Ziel ist es, dass es garnicht zu dieser Sitstion kommt.. heißt ja das sie noch besser erzogen werden muss aber man lernt nur aus Sachen wenn sie "vorfallen". Wenn sie so etwas noch nie zuvor gemacht hat, kann ich ja nicht wissen das sie so sein wird. Hunde ändern sich auch. Vorallem wenn sie noch so jung sind.

Also zusammenfassend: ja ich weiß das alles und ja ich weiß das ich Einzeltraining nehmen muss! Wie ich schon von Anfang an gesagt habe..

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@Ridgeback12

schau mal , ich will Dir auch  nicht unterstellen, dass Du eine Bissige Hündin hast .. , 

aber.. sie ist 6 Monate.  Ein bisschen sollte das schon funktionieren. 

Du " Musst" .., jetzt anders, damit sie nicht irgendwann zubeißt.

Viele Haben Hunde, die Jung sind und wollen anspringen.., andere Leute begrüßen., sich hervorheben, pöbeln.

usw.

Deswegen " Muss! sie die Kommados auch draussen beherrschen, dafür gibt es sie, damit sie nicht nur bei Dir neben der Couch hört, sondern zweifelsfrei ungefährlich bleibt für andere Menschen und Hunde. 

In den Hundeschulen wird das geübt, und Sozialverhalten mit anderen Hunden. Ruhig zu bleiben , wenn Menschen mit ihren Hunden an Dir vorbei gehen. Das wird dort richtig gut geübt. Kein Anbellen, kein Zerren, kein Anspringen. Und dazu müssen die Grundkommandos draussen ebenso gut sitzen, wie wenn Du mit dem Hund allein Zuhause bist .

Ich will : :-) und das machst Du .. , geh dorthin und mach aus ihr eine tolle Hündin, sozial und sicher. Und die geben dann Dir Tipps zur Begleithundprüfung ..u.s.w.

Kein Kinder Jagen. Du musst da richtig streng sein. Es gibt viele Menschen und Kinder, die haben extrem viel Angst .

Gehorsamkeistübungen ,jeden Tag draußen, wiederholen. Immer Kurze Momente üben , aber jeden Tag wiederholen. Ablegen , Abrufen, Abholen, Sitz, Platz, Aus.

lieben Gruß

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als fremder dem hund in die augen zu schauen bedeutet für den hund Bedrohung/angriff. hund wird unsicher /ängstlich und verhält sich dementsprechend.

ein einzeltraining, evtl. sogar bei dir zu hause fände ich sinnvoll. hund benimmt sich auf hundeplatz immer anders als in seiner gewohnten Umgebung.

ich kann dir ein buch empfehlen:

"Die Shanti-Methode" oder "Sprechen Sie Hundisch?"
Buch von Radana Kuny... das hat mir sehr gut geholfen meinen hund zu verstehen und mit ihm zu arbeiten.

Oki, Dankeschön :)

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Mein Hund bellt aus Unsicherheit?

Ich hab eine Muschlingshündin die nun etwas über 2,5 Jahre alt ist. Sie war von Anfang etwas unsicher und hatte Angst vor anderen Hunden und lauten Geräuschen. Mit viel Geduld und vielen Spaziergängen hatten wir das Ganze aber unter Kontrolle und das Spazieren war für uns beide ein großer Spaß. Nun habe ich ein halbes Jahr mit ihr im Ausland verbracht. Dort hat sie gegen Ende unseres Aufenthaltes wieder mit dem bellen angefangen. Vorgefallen ist nichts. Hier stehe ich jetzt nun wieder am Anfang von allem. Jeder Spaziergang ist die Hölle. Sie ist wieder in ihr altes Muster gefallen und bellt unaufhörlich. Vom Moment in dem wir die Haustür verlassen bis wir zurückkommen. Im Haus bellt sie dagegen überhaupt nicht. Sie reagiert auf alles....Autos, Kinder, Erwachsene, Fahrräder und teils auch auf andere Hunde. Ich weiss dass dies meine Schuld sein muss denn sie fühlt sich wie man sieht nicht mehr sicher mit mir und bellt aus Unsicherheit, Angst und ich schätze auch dass sie meint mich vor der Umwelt beschützen zu müssen. Wir haben jetzt schon einen kleinen Erfolg...sie bellt nicht mehr alle Erwachsenen an. Ich habe das Gebell ignoriert und wenn möglich sie bevor es zu einer Konfrontation kam abgelenkt. Wenn wir jemanden passiert haben ohne dass gebellt wurde gab es Lob. Aber ich kriege den Rest nicht unter Kontrolle und vor allem schaffe ich es nicht ihr die nötige Sicherheit zu verschaffen. Habt ihr Tipps für mich?

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