Hund bellt Autos an und rennt hinterher

4 Antworten

Tierarzt. Du musst ihm aber schon ein wenig zeigen, dass Du in der Hierarchie über ihm stehst- das muss man auch tun, wenn man kleine Kinder/Babies hat- der Hund muss auf jedes Familienmitglied hören. Erziehen solltest Du (wenn er schon 1 1/2 Jahre alt ist) mit professioneller Hilfe.

Beim Tierarzt konnte mir da auch keiner weiter helfen und er hört überall, macht sitz platz ist stubenrein usw. nur das Autoproblem werden wir nicht los, ansonsten geht er ja neben mir an der Leine super bis halt die "bösen" Autos kommen....

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Hallo "Morgrain", sorry aber deine antwort ergiebt keine Logik, soll ihm vielleicht der Tierartzt eine Spritze gegen Bällen und Autosnachlaufen verpassen? Glaube nicht..

Ausser das er zum Hundetrainer oder Hundepsychologen hinweisen könnte kann er da nichts tun.

lG Anna

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Mein lieber, kleiner Gassen-Köter mach´s genauso ... Konnte es ihm in den 8 Jahren unseres "Zusammenlebens" mit GAR NIX abgewöhnen oder wenigstens einschränken. Ich kenne aber seine Vorgeschichte: Bereits als Welpe war er nur angekettet, seine Hütte stand nah an einer Straße, seine einzige Abwechslung war: Versuchen, den Autos nachzulaufen. Genauer: Er hat´s nur auf die drehenden Räder abgesehen ... bis heute. Da auch beim Menschen die Ursache für "außergewöhnliches" Verhalten in traumatischen Kindheitserfahrungen gesucht wird, habe ich mich inzwischen damit abgefunden ... und rechne damit, dass er bei seinem "Lieblingsspiel" auch mal sein Ende finden wird ... Hoffe, Kambsi89 wird mehr Erfolg haben ! Gruß lilaleila

Das kann unterschiedliche Ursachen haben. Entweder Unterforderung (Jagdinstinkt wird nicht ausgelebt), er hat Angst und du hast das ignoriert wodurch dein Hund sich nun nicht mehr auf dich verlassen kann und selbt tätig wird (dabei sollte man herausfinden worauf er genau Angst hat: Geräusch, Bewegung, das Ding an sich, oder eine Kombination aus einigen oder allen) oder es ist einfach routiniertes Verhalten was man ihm so beigebracht hat.

  1. besser beschäftigen und auch geistig auslasten! Also den Hund nicht den ganzen Tag wie verrückt durch den Garten hetzen lassen.

  2. verbesser eure Bindung zu einander. Er muss dir vertrauen und in solchen bedrohlichen Situationen dir das Zepter in die Hand geben. Geb ihm seine Mahlzeit nur über Training, spiele mit ihm Spiele, wobei er auf dich herumklettern muss oder an dir Leckerchen suchen muss. kein Spielzeug, kein Futter zur freien Verfügung. Das Spielzeug bekommt er nur, wenn er mit DIR spielt und deine Spielregeln befolgt. Ansonst Spielabbruch. Zeige ihm einfach, dass es sich für ihn lohnt auf dich zu hören. Dazu gehört auch, dass man den Hund nicht sinnlos zutextet, wenn er eh nix versteht. Wenn du ein Kommando gibst MUSS auch unbedingt eine Belohnung erfolgen.

  3. Im Falle der Angst kann man nichts genaues sagen. Die kann sich legen, wenn 1. und/oder 2. erfüllt ist. (durch Aktivität wird der Hund gelassener in Stressituationen bzw. er hat zwar noch Angst aber vertraut dir nun mehr weil er weiß, dass er dir 100% vertrauen kann und nicht in Angstsituationen gepresst wird - wie es momentan der Fall ist). Besser wäre es, zu wissen wovor er speziell Angst hat.

Du hast einen Unterforderten Jagdhund, tu mehr mit dem Hund und dann wird das wahrscheinlich besser... Aber auf jedenfall Suchst du dir auch einen Hundetrainer der dir tricks zeigt zur sinnvollen Beschäftigung deines Hundes

DH!

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Höchstwahrscheinlich ist der Hund unterfordert. Gassi gehen reicht nicht für Jagdhunde, Hundeplatz und lange Auslastung (tägl. 1-2 Stunden) müssen auf jeden Fall dazukommen. Wenn der Hund dann richtig ausgelastet und ausgeglichen ist, kannst du beginnen an dem Problem zu arbeiten - nimm dir dazu einen erfahrenen Hundetrainer (keinen, der ausschließlich Leckerchen gibt, so erhältst du keine zuverlässige Erziehung).

Warum bekommt man mit Leckerchen keine zuverlässige Erziehung???

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@Sonnenblume104

Es gibt zwei verschiedene Arten von Erziehung mit Leckerchen - es gibt diese, die Leckerchen unterstützend benutzen, das ist auch vollkommen in Ordnung.

Durch gewisse Fernsehserien hat sich allerdings eingebürgert, den Hund einfach für jeden Befehl mit Wurst oder Käse zu bestechen. Genau das ist es dann auch - "bestechen". Der Hund achtet ausschließlich auf das Leckerchen und den Reiz der Nahrung, Respekt vor dem Halter kriegt er dadurch nicht (oft ist es sogar gegenteilig). Damit wird man echte Probleme nie wegbekommen, da der Hund jedes Mal abwägen wird, welcher Reiz ihn mehr anspricht. Und wenn ein Hund z.B. massiv jagt, aggressiv ist o.Ä. wird dieser Reiz immer überwiegen.

Leckerchen sind Belohnung, aber keine Erziehungsgrundlage. Deshalb schrieb ich, keinen Trainer, der ausschließlich Leckerchen benutzt.

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@Veichan

Mit "ausschließlich Leckerchen" geben ist aber nicht die Erziehungsmethode gemeint. Denn damit kann man sowohl bestechen als auch belohnen.

Du spricht das Bestechen an. Man kann aber auch mit Spielzeug oder mit Aufmerksamkeit bestechen.

Wenn man den "richtigen" Hund hat (und vielleicht hat der Fragesteller so einen), lässt sich der Hund von nichts größerem als ein Stückchen Wurst motivieren. Aber wie du gesagt hast, richtig belohnen anstatt zu bestechen.

Ich frage mich nur, wann diese Methode des Bestechens jemals im Fernsehen kam?!

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@Sonnenblume104

Martin Rütter ist ein wahrer Meister in dieser Methode - hier wird jedes noch so offensichtliche Fehlverhalten mit Wurststücken "weggebettelt", sogar Aggressionen am Futternapf, die ganz eindeutig zeigen, dass der Hund sich im Rang über seinem Halter sieht. Man darf aber nicht vergessen, dass Hunde Wölfe sind, also Rudeltiere, die in einer strengen Hierarchie leben.

Der Alphawolf verlangt schlichtweg, dass die Mitglieder etwas tun - er bringt ihnen nicht für alles ein Stück Fleisch. Der Rudelzusammenhalt, die gemeinsamen Aktivitäten und ein Lob sind Belohnung genug. Dazu empfehle ich das Buch "Du bist der Rudelführer" von Cesar Millan.

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@Veichan

Da scheinst du leider etwas nicht ganz so mitbekommen zu haben. Er bettelt keine Aggression am Futternapf weg, sondern zeigt dem Hund, in diesem Falle, dass die unmittelbare Nähe seines Herrchens (Aktion) am Futternapf eine viel bessere BELOHNUNG (Folge) bedeutet als das offensichtliche Fressen, was vor ihm steht und er keine Panik bekommen muss um sein Fressen nur weil Frauchen 1m von ihm wegsteht. Zudem bekam der Hund auch andere leckerliefreie Maßnahmen verordnet damit er von seinem "hohen Ross" runter kommt (Sofaverbot, Bettverbot, konnte nicht mehr frei bestimmen in welchem Raum er sich aufhält usw.)

"Der Alphawolf verlangt schlichtweg, dass die Mitglieder etwas tun - er bringt ihnen nicht für alles ein Stück Fleisch. Der Rudelzusammenhalt, die gemeinsamen Aktivitäten und ein Lob sind Belohnung genug."

Martin Rütter hat auch mal erklärt, dass man einen Hund vollkommen frei von Leckerchen erziehen kann und zwar nur mit Aufmerksamkeit - also so, wie du das meinst - und das ist völlig richtig. Aber Leckerchen UNTERSTÜTZEN die Erziehung und erleichtern es vielen Hundebesitzern. Genauso gibt es Hunde, die auf ein "Klick" total abfahren und mit dem Klick wissen, dass sie bald eine Belohnung erwartet - völlig egal welche.

Ich würde die Methode mit Leckerchen dann wehement verweigern, wenn Herrchen seinem Hund von Grund auf beigebracht hat und in der offensichtlichen Anwesenheit eines Leckerchens zu funktionieren. In den Fällen vom Rütter ist das nicht der Fall. Das sieht man allein an der Körpersprache der Hunde.

"Wegbetteln" beudetet: Das Herrchen wedelt mit Wurst vor den Augen des Hundes herum und gibt DANACH das Kommando. In einem Fall kritisiert sogar Rütter ein Herrchen, der dazu neigte seinen Hund zu bestechen anstatt zu belohnen.

Es kommt darauf an, wie man es dem Hund beigebracht hat. Entweder Belohnung in Aussicht und dann Kommando oder Kommando und bei korrekter Ausführung Belohnung (die auch nicht immer erfolgen muss). Wie die Belohnung oder Bestechung ausfällt kann total unterschiedliche sein und auch eine gemeinsame Aktivität oder ein Lob beinhalten.

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@Sonnenblume104

Ich bekomme seine Methoden durchaus mit, habe mir einige Folgen davon angesehen.

Aggressives Verteidigen des Futters ist in den allerseltensten Fällen eine Form der Angst - in 97 % der Fälle ist es nur ein klares Rangfolgeproblem, denn ausschließlich der ranghöchste Hund im Rudel hat das Recht, sein Futter zu verteidigen. War hier auch der Fall.

Ein solches Verhalten wird im Wolfsrudel gerügt - genau das muss auch in der Haustierhaltung passieren (das heißt nicht, dass man einen Hund schlägt, sondern eine klare Ansage macht und Grenzen setzt). Besonders für Kinder im Haushalt ist die Methode des "Hinwegbettelns", eine große Fahrlässigkeit - diese Erziehung macht dem Hund nie verständlich, dass dieses Verhalten zu unterlassen ist, denn es ist Menschen-, keine Hundesprache (Handel statt klare Ansage). Er lernt lediglich, dass er etwas anderes bekommt, wenn er sein Futter nicht verteidigt. Es ist also jederzeit möglich, dass er dennoch schnappt und bspw. das Kind beißt. Für den Hund bedeutet das im Zweifelsfall Einschläferung.

Wenn der Hund mal irgendetwas wirklich haben und nicht tauschen will, wird er es erneut durch Knurren und Beißen verteidigen bzw., wenn der Halter wiederholt keinen Handel eingeht (kann tötlich enden - Beispiel Giftköder). Der Mensch ist der Rudelführer. Er muss das Recht haben, dem Hund jederzeit und überall sein Futter abzunehmen. Der Alphawolf schließt niemals Handel. Er teilt zu und bestimmt über jeden Besitz.

Ich empfehle wie gesagt das oben genannte Buch von Cesar Millan - dort werden viele solcher Irrtümer aufgeklärt.

Will mich über das Thema auch nicht streiten, habe lediglich der Beitragsschreiberin einen wichtigen Hinweis gegeben :)

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@Veichan

Das soll ja auch nicht zum Streit werden =) Ich wollte eher nur deine Ansicht wissen und ich finde die Diskussion sehr interessant=)

Klar liegt dem Verteigen von Ressourcen keine Angst zugrunde. Und in dem Fall ging es klar um Rangordnungsprobleme. Wenn die Stellung noch unklar ist oder sich Ansätze zeigen dass sich diese verschiebt, ist die sofortige Rüge völlig angebracht (dennoch sollte man darüber nachdenken, wie es überhaupt erst dazu kam).

Wenn ein Hund jedoch bereits über Monate oder Jahre der Rudelführer ist, wird ER rügen und sich nicht von dem "Aussetzer" des Menschen beeidrucken lassen. So einem Hund sollte man nun langsam nach und nach die Ressourcen entziehen da es sich hierbei um sozial motivierte Aggression handelt und das eh schon gefährliche Verhalten noch verschlimmert werden könnte (Frustrationsaggression).

Der Hund hat keinerlei Nähe mehr beim Fressen zugelassen und damit wurde er vorerst (quasi als sanfter Einstieg) mit Leckerchen dazu gebracht die Nähe wieder zu zu lassen. Sodass er also merkt, dass die reine Nähe des Menschen nicht bedeutet, dass ihm sein Fressen weggenommen wird. Damit wurde erst einmal mehr Ruhe beim fressen in den Hund gebracht.

Viel viel gefährlicher fände ich es, einen Hund, der jahrelang der Rudelchef war, von heute auf morgen sämtliche Ressourcen weg zu nehmen um noch mehr Agressionen enstehen zu lassen. Das hätte nichts gebracht. Bei Wölfen ist es auch nicht so. Ein Wolf entscheidet sich nicht mal so von heute auf morgen einen Rudelführer plötzlich vom "Thron" zu schubsen.

Eine Futterrangordnung unter Wölfen entsteht zudem meist nur in Notsituationen denn Wölfe sind abhängiger von der Rudelunversehrtheit als unsere Haushunde. Wölfe bekommen nicht jeden Tag pünktlich um 12 Uhr ihr Fressen präsentiert und müssen jagen (in der Gruppe). Unsere Haushunde hingegen geniesen den Luxus des Futters in unerschöpflicher Menge (Napf ist den ganzen Tag prappe voll)ohne auch nur eine Pfote krumm zu machen. Es hat sich quasi ein gewisser Egoismus angezüchtet. Bei Wölfen ist mehr so, dass nach der GEMEINSAMEN Erlegung der Beute auch gemeinsam gefressen wird - völlig unabhängig von der Rangordnung. Man kann sogar beobachten, wie rangniedrige Wölfe gegenüber ranghohen verteidigen.

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@Sonnenblume104

Ich habe diese Diskussionen schon oft geführt, meistens werden sie leider aggressiv und deshalb wird man denen schnell müde... außerdem wiederhole ich eigentlich nur, was Cesar Millan schon ausführlich niedergeschrieben hat :) Ich antworte aber trotzdem nochmal ausführlich.

Da muss ich widersprechen. Ein Wolf verliert innerhalb des Rudels nicht selten sofort seinen Rang (dies wird durch Kämpfe bzw. Drohgebärden gelöst, die widerrum meist von Kleinigkeiten ausgelöst werden) und es ist deshalb kein Problem, dieses auch beim Hund durchzusetzen. Gerade bei solchen Hunden bringt eine langsame "Entwöhnung" ihres Ranges in den allermeisten Fällen nicht viel, da die Hunde es nicht verstehen können. In sehr vielen Fällen ist es so, dass alles anfangs gut funktioniert und der Hund scheinbar alles gut akzeptiert, aber plötzlich in einer unscheinbaren Situation "aufs Ganze geht". Weil er die langsame "Enthronung" bemerkt, diese aber in dieser Form nicht akzeptieren kann (da nicht natürlich). Es ist schon oft vorgekommen, dass so "enthronte" Hunde plötzlich ihrem Halter beim Anleinen ins Gesicht bissen. Das hatte ich schon mehrmals in so einer Art und trifft auch auf den Schäferhund meines Schwiegervaters zu, dem ich Auslauf verschaffe.

Der Grund dafür ist der, dass diese Art der Erziehung nicht natürlich ist. Der Hund lernt nicht, dass der Mensch der Rudelführer ist, sondern beginnt, einen auswendig gelernten Weg zu gehen - á la "das darf ich noch, das muss ich mir aber gefallen lassen...". Übersteigt man irgendwann eine Grenze, wird er wieder seinen Rang verteidigen.

Entweder gewinnt man also diesen Zweikampf sofort (indem man den Hund ganz klar hinwegschiebt / schickt und das Futter an sich nimmt, oder ihn zur Not auch zu Boden drückt, falls er sich mit beißen wehren sollte) oder geht von jetzt auf gleich einen rigorosen Rudelführer-Weg, der keine Fragen offen lässt. Zweiteres bekommen aber die allerwenigsten Leute hin, weil man dafür einfach sehr viel über Hunde wissen muss. Bevor das Geschreie über das auf den Boden drücken beginnt: Das ist nichts für Laien, wird aber in Rudeln so gehandhabt und ist deshalb für mich - richtig angewendet ! - nicht verwerflich. Cesar Millan erklärt das sehr schön.

Der Hund hat nicht die Nähe des Menschen damit verbunden, sein Futter zu verlieren - er war schlichtweg der Ansicht, in der NÄhe seines Futters hat der Mensch (= Untergebener) nichts zu suchen. Ein ganz übliches Verhalten eines Alphawolfes.

Dem Hund werden keine Ressourcen genommen, nur sein Rang. In einer Situation wird dem Hund der Rang entzogen - danach gibt es keine Aggressionen und keine Frustration mehr. Ein Hund strebt nach der perfekten Balance innerhalb des Rudels und akzeptiert einen Rudelführer, der sich etabliert hat, sofort. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall - Frustration bei "Alphahunden" entsteht nur, weil die Tiere seelisch nicht mit diesem Rang zurechtkommen und sich lieber unterordnen (Hunde und Wölfe sind charakterlich immer mit einem Energiepegel geboren, der ihren Rang bestimmt - dominant, unterordnungsbereit, etc.). Sind sie dann im Rang gefallen, sind sie ausgeglichener und verschmuster als je zuvor.

Und doch, Wölfe entscheiden das durchaus so. Durch Kleinigkeiten provozierte Kämpfe enden in Rangstreitigkeiten, die sehr ruppig werden können - danach gibt es ebenfalls keine Frustration. Denn seinen Rang zu verlieren hat nur in der Menschenwelt eine negative Bedeutung erhalten, bei Tieren keinesfalls.

Einen Napf den ganzen Tag gefüllt stehen zu lassen ist einer der Fehler, der eine Futteraggression erst auslöst. Feste Fresszeiten, die vom Mensch begonnen und bei Bedarf beendet werden, sind ein wichtiger Teil des Rudelführer-Daseins.

Ein korrekt ausgelasteter Hund empfindet das gemeinsame Laufen (Gassi) als das Beschaffen von Fressen - hat also abends beim Abendessen das gleiche Gemeinschaftsgefühl wie Wölfe im Rudel. Und im Rudel verteidigt der, der zuerst frisst, ganz klar die Beute vor allen anderen - und wird dabei sogar vom sogenannten Beta-Tier unterstützt. Erst danach ist das Fressen für den Rest freigegeben.

So, soweit von mir - wie gesagt, ich empfehle zu diesem Thema das Buch "Du bist der Rudelführer" von Cesar Millan - eigentlich wiederhole ich nur in Kurzform alles, was da drinnen steht und das ist ja im Grunde unnötig. Also besorge dir mal das Buch, es lohnt sich in jedem Fall und ist auch erschwinglich :)

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@Veichan

Danke für deinen ausführlichen Text =)

Man lernt doch nie aus und ich werde mir das Buch auf jeden Fall vesorgen. Ich finde die unterschiedlichen Auffassung so interessant. Ich selbst habe bereits das Buch "Der Wolf im Hundepelz" von Günther Bloch.

Ich meine auch feste Fressenszeiten können einen Hund auch dazu neigen lassen, dass er, wenn er irgendwann mal nicht pünktlich sein Fressen bekommt, den Menschen auf penedrante Weise erinnert, dass er jetzt sein Fressen zu bekommen hat. Und ich persönlich finde diese festen Zeiten auch nicht mehr natürlich. =)

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@Sonnenblume104

Sicherlich tun sie das, es liegt am Rudelführer, es zu unterbinden. Es wird erst dann gefüttert, wenn der Hund ruhig und entspannt ist und nicht bettelt. Das lässt sich auf alles andere abwandeln - bekommt der Hund zwischen 4 und 7 Uhr sein Fressen, wird er ab 4 Uhr auch versuchen zu betteln, oder wird um 3 Gassi gegangen, wird er ebenfalls versuchen zu drängeln. Mit Konsequenz und einer klaren Ansage ist dies aber kein Problem. Anders als bei frei verfügbarem Futter, das ihm klar zeigt "du bist der Chef" - das ist tatsächlich problematisch und auch durchaus gesundheitsgefährdend, da Nassfutter schnell von Fliegen angegriffen wird / Trockenfutter als Alleinfuttermittel schädlich ist und große Rassen eine recht lange Zeit vor und nach der Bewegung ohne Futter sein müssen (Magendrehung).

Ja, da gebe ich dir Recht. Ich habe sehr viele Bücher gelesen und auch viel selbst bzw. von anderen Trainern gelernt, aber bei Millans Büchern habe ich wirklich ein Vorbild gefunden. Mittlerweile kenne ich fast alle Episoden seiner Dokumentation und habe alle Bücher. Er geht so instinktiv mit Hunden um, dass es mich immer wieder beeindruckt.

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@Veichan

Zu dem Buch: Ich werde es mir nun doch nicht kaufen, nachdem ich mir so diverse Videos angesehen habe...

Und ich muss sagen, dass ich sowas mit meinem Gewissen nicht vereinbaren kann. Die Körpersprache der Hunde spricht Bände! Vorallem in dem einen Video, in dem ein Hund sich das nicht gefallen lassen hat und ist in Richtung seines Halses gesprungen.... Und warum soll ein Hund herhalten (auf den Boden drücken, in die Seite kneifen/kicken), wenn die Probleme doch an seinem Besitzer liegen?! Der Mensch hat ihn zu dem gemacht, was er ist.

Und mal ehrlich: Unsere Hunde sind keine Wölfe mehr, man kann nicht alles mit dem ursprünglichen Wolfsverhalten begründen und wir Menschen sind auch keine Wölfe oder Hunde. Nicht alles ist ein Dominanzproblem und mit Unterwerfung erledigt.

Ich akzeptiere deine Erziehungsmethode. Aber ich selbst möchte meinen Hund nicht so erziehen wollen. Da gibts bessere Wege, auf denen der Hund entspannter, stressfreier lernt und dennoch das Ziel erreicht wird. Ich selbst erziehe auch nicht ausschließlich nur über Belohnung. Aber wenn es mal hart auf hart kommt, muss ich meinen Hund nicht unterwerfen - er macht das von selbst. =)

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@Sonnenblume104

Die übliche Oberflächlichkeit wieder - da schaut man sich irgendein aus der Materie gerissenes Video an und richtet, obwohl man sich mit der Materie, mit der Person und den Hunden, die er resozialisiert, überhaupt nicht beschäftigt hat. Das zeigt mir, dass die Leute überhaupt nichts dazulernen wollen. Es ist schnell ein Grund gefunden, sich nicht damit beschäftigen zu müssen.

Unsere Hunde sind Wölfe. Ihnen wird ihr natürliches Verhalten aber abgesprochen und sie werden zu Kindern im Pelz gemacht und so behandelt. Dies verursacht den Großteil der Probleme in der heutigen Hundehaltung.

Einen Hund mit Wasser zu bespritzen, wie Martin Rütter es tut, ist die echte Tierquälerei (Strafe ohne Zusammenhang). Aber das sieht ästhethisch aus, deshalb wird das offiziell geduldet. Und echte Hundetrainer, die wirklich Ahnung von Hunden haben, werden nach einem einzelnen Video beurteilt und verurteilt. Einfach nur schade.

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@Veichan

Der erste Eindruck zählt. Und ich achte leider nicht auf den Trainer, seine Vorgeschichte, sein Wissen usw. sondern auf die Hunde. Und die strahlten nicht gerade die totale Lebensfreude aus. Ich sage ja nicht, dass der Herr Millan keine Ahnung vom Fach hat. Einige viele Ansätze finde ich sehr interessant. Allerdings sträubt es mir die Nackenhaare wenn ich die Umsetzung sehe.

Unsere Haushunde wurden über Jahre domestiziert für den Nutzen des Menschen. Oder meinst du, ein Chihuahua kann bei Minus 20 Grad draußen ohne Probleme überleben? Oder meinst du, diese angezüchteten Krankheiten wie Dysplasien, Blindheit, Bandscheibenvorfall haben Wölfe in diesem Ausmaße auch? Der Haushund verlässt auch sein Rudel nicht nach 1 bis 2 Jahren. Er muss sich täglich unseren Gewohnheiten unterordnen (mehrere fremde Hunde in einem Revier) und im Laufe der Zeit vollständig seine Scheu ablegen. Ich will nicht sagen, dass unsere Hunde rein gar nichts mehr mit Wölfen zu tun haben - aber ich würde auf keinen Fall unseren Haushund mit einem Wolf 100% gleichsetzen und vergleichen.

Den Hund den ganzen Tag zu zutexten, zu verhätscheln, alles zu erlauben und einfach menschlich zu behandeln und betrachten ist genauso schädlich als einen Haushund als einen Wolf zu betrachten. Es ist wissenschaftlich einfach nicht der Fall - beides.

Ich unterstütze das Wasserspritzen auch nicht. Aber eine Leine als Halsband zu verwenden, die sich mit Zug zusammenzieht damit der Hund Fuß läuft ist ebenso Quälerei. Wobei ich hier auch bezweifel, ob ein Hund einschätzen kann, was Fußlaufen mit Schmerzen am Hals zu tun habe...

Sowohl der Rütter als auch Millan sind Fernsehstars und man sollte weder den einen noch den anderen als den ultimativen Gott ansehen und 100%igen Glauben schenken. Man sollte dabei alles hinterfragen. Ich finde lediglich einige Umsetzungen vom Rütter logischer und effektiver. Wie bereits gesagt: Der Bissversuch des einen Hundes gegenüber Millan mit seinem "Zughalsband" und Seitenkick sagt mir genug. =) Und am meistens glaub ich meinen eigenen Erfahrungen. Und die sagen mir, dass man mit Vertrauen mehr schafft als mit Zwang.

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@Sonnenblume104

Der Bissversuch nach dem, was du als einen "Kick" bezeichnest (was zeigt, dass du dich nicht damit auseinandergesetzt hast) hat den schlichten Namen Dominanz. Ein dominanter Hund lässt sich nicht korregieren und reagiert in vielen Fällen genau so. Ich arbeite seit Jahren als Hundetrainer und kann dir das in zig Situationen bestätigen. Sowohl er als auch ich arbeiten mit Problemhunden.

Du kannst einen Hund problemlos in ein Wolfsrudel integrieren, er wird sich dort zurechtfinden und mit den Tieren leben. Hunde sind Wölfe und daran hat sich so gut wie nichts geändert.

Das du einen unterordnungsbereiten Hund mit einem leidenden Hund gleich siehst, ist sehr schade, soviel bringt die Scheinerziehung mancher "Fernsehprofis" offenbar. Und gerade nach dem Hinterfragen von Methoden kann man von jemandem absolut überzeugt sein - aber dazu muss man eben hinterfragen, als einfach nach einem Blick abzustempeln.

Zughalsbänder verursachen korrekt eingesetzt keinen Schmerz, der Zug betätigt lediglich Energiepunkte. Das meine ich damit: Man kann ein Thema nicht beurteilen, ohne sich damit auseinanderzusetzen. Es ist einfach, Oberflächlichkeit walten zu lassen, aber damit bestraft man sich am Ende selbst.

Aber ich sage dazu dann auch nichts weiter - ob man dazulernen möchte oder nicht, ist ja jedem selbst überlassen.

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@Veichan

Das soll also heißen, dass sich ein unterlegener Hund Schmerzen in Bezug auf das Würgehalsband gefallen lässt??? Klar wird er sich zurecht finden. Ein Haushund muss sich ja auch mit Menschen zurecht finden und passt sich an. Das bestreite ich auch gar nicht. Es ist überall bekannt und auch wissenschaftlich erwiesen, dass Haushunde definitiv keine Wölfe sind =)

Ein unterordnungsbereiter Hund hat eine völlig andere Körpersprache als ein leidender Hund! Der von dir verherrlichte Hundetrainer ist eben so ein Fernsehprofi, wenn ich erinnern darf - einer von vielen, der damit auch nur sein Geld verdient. =) Außerdem finde ich es ziemlich fraglich, wie man Videos darüber, ohne jegliche Risiken darzulegen, wild im Internet verbreitet - damit sich unwissende Hundehalter solcher Methoden ungezügelt bedienen.

Ich seh das wie du, man sollte offen für alles sein. Ich habe mich mit ihm auseinander gesetzt und wollte sein Buch kaufen, da ich das, was du geschrieben hast, sehr interessant finde. Aber das wird leider nur ein geringerer Teil seiner Bücher betreffen.

Schade, dass nicht direkt auf meine Fragen eingegangen wurde. =)

Aber wenn deine Hunde dir vertrauen und sie dir folgen ist es völlig egal welche Methode man anwendet. =) Aber immer mit der gewissen Vorsicht - denn das hier liest jeder und auch jemand, der gar keine Ahnung hat...

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@Sonnenblume104

Nur ganz kurz noch:

Um es nochmal zu unterstreichen, da du es offenbar nicht gelesen hast: Ein korrekt angewendetes und passendes Zughalsband verursacht keinen Schmerz, dafür ist es auch überhaupt nicht entworfen worden. Es betätigt Energiepunkte. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Und ja, ein gut erzogener Hund lässt sich von seinem Halter korrigieren, ansonsten stimmt etwas nicht in ihrer Beziehung. Mit Schmerz hat das absolut nichts zutun. Wenn ich dich anschubse, um Energie auf dich zu übertragen, tut dir das auch nicht weh. Aber wenn man unbedingt Tierquälerei sehen will, sieht man sie natürlich irgendwo.

Auch ein Hundetrainer kann nichts dafür, wenn seine Anhänger seine Videos im Internet hochladen. Da wirst du für jeden Hundetrainer ebenso fündig. Wenn es danach geht, dass es Nachahmer gibt, darf man zu gar nichts mehr Videos hochladen - es gibt immer Leute, die etwas falsch imitieren. Ein Laie, der Cesar Millans Methoden nachmacht, wird seinem Hund kaum mehr schaden, als ihn mit Wasser zu bespritzen und Ketten nach ihm zu schmeißen. Mit dem Unterschied, dass Millan nicht zur Primetime läuft und dazu alle 10 Minuten einblendet, dass seine Methoden ohne fachmännischen Rat nicht imitiert werden sollen.

Jeder Trainer verdient sein Geld mit den Hunden - aber ob er ihnen sein Leben widmet oder es Kommerz ist, den Unterschied bemerkt man recht gut. Und da gebe ich dir Recht - und Millans Hunde sind schlichtweg unterordnungsbereit und erschreckt, dass ihnen zum ersten Mal jemand Grenzen aufzeigt. Angst ist dort keine Spur.

Was den großen Teil seiner Bücher betrifft, kannst du überhaupt nicht wissen - und dadurch kannst du ihn auch nicht beurteilen. Genau das, was du hier interessant fandest, füllt den Großteil seiner Bücher: Das Sozialverhalten von Hunden verstehen und richtig deuten. Und sie wie Hunde behandeln.

Du siehst, wenn ich auf jede Frage einzeln eingehen würde, würde das hier seitenlang. Diese Art von Diskussionen erspare ich mir einfach gern, wie ich ja ganz zu Anfang schon erwähnt habe, denn in den von mir empfohlenen Büchern steht das alles ganz detailvoll erklärt. Da kann man es also, wenn Bedarf besteht, im Detail selbst nachlesen.

Soviel von mir dazu... für ellenlange Diskussionen fehlt mir die Zeit und auch die Motivation. Wurde ja alles schonmal niedergeschrieben ;)

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@Veichan

Ok, danke für deine Geduld und deine Ausdauer ;)

Ich muss sagen, dass es so, wie du es erläuterst logisch klingt. Ich werde nochmal darüber nachdenken, ob ich mich darin weiter belese.

Jedoch erscheint mir nur ein was nicht logisch: Warum korrigiert Millan die Hunde? Millan ist doch für sie völlig fremd? Also ist es doch voraussehbar, dass manche Hunde ihn "nachkorrigieren"?! Desweiteren würde ich auf keinen Fall bei jedem Problem den Hund korrigieren. Ich korrigiere meinen Hund nur, wenn er im Prinzip weiß, was er zu tu oder lassen hat. Mir würde aber nie einfallen, einen aus Angst agierenden Hund zu korrigieren. Das ist das, was mich so abschreckt. Er scheint in den Videos keine großartig anderen Methoden als die Korrektur anzuwenden.

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