Hund bei Schichtdienst?

10 Antworten

Ich habe vor etwa 7 Monaten einen damals 1-jährigen belgischen Schäferhund über den Tierschutz aus schlechter Pflege übernommen. Dieser Hund war von der Erziehung her ein Welpe. Mit dem musste ich 2 Monate lang alle 6 Stunden raus. Also 7,13, 19, 01 Uhr. Langsam nur hat er gelernt, dass er zwar ein Gefühl spürte, dass er raus müsste, dies aber kontrollieren konnte. Heute gehe ich 3 Mal, das letzte Mal 17:30, und dann erst wieder morgens 07:30. Das sind 14 Stunden. Die hält er aus, ohne dass er sich quält. Wenn er dann um 07:30 aufs Feld kommt, hat er es auch noch nicht eilig ein "Ei" zu legen.

Das Wichtigste bei der Gewöhnung des Hundes ans Gassi-Gehen sind für ihn verlässliche Zeiten. Er muss sicher sein, dass die Zeiten vom Herrchen eingehalten werden. Dann können es durchaus Zeiten sein, die länger sind als 12 Stunden.

Diese Routine kannst du dem Hund mit 3 unterschiedlichen Schichten nicht anerziehen. Für den Hund gibt es keine verlässlichen Zeiten. Die Folge wird sein (garantiert), dass du deinen Hund nicht stubenrein bekommst, er also eine Pfütze - oder was noch schlimmer ist - oder einen Haufen hinterlässt. Verlierst du dann die Nerven, und bestrafst deinen Hund, hast du ganz verloren.

Meiner Meinung nach (42 Jahre Schäferhunde, immer mindestens 2 gleichzeitig) eignet sich deine derzeitige Berufstätigkeit nicht mit einer Hundehaltung.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Bitte kauf dir keinen Hund zum Wohl des Tieres ! Ein hund braucht schon so um die 12 h Aufmerksamkeit und gerade am Anfang ist es wichtig viel Zeit mit dem Herrchen oder Frauchen zu verbringen damit der sich an einen gewöhnt. Eim Hund ist toll super und gibt einem die Liebe die manche Menschen niemals geben können aber diese Tiere brauchen nun mal auch viel Zeit Liebe und Aufmerksamkeit..

9 stunden sind definitiv zu lange! 4- 5 Stunden ist das Maximum, wenn der Hund darauf trainiert wird ( das Training kann bei einem Welpen schon durchaus bis zu einem Jahr dauern, in der Zeit kann er gar nicht allein bleiben) Hundesitter seh ich in solchen Situationen auch immer sehr kritisch- was ist wenn der krank ist, weg zieht, kein Bock mehr hat...usw. ? Dann musst du von jetzt auf gleich jemand anderen finden und hoffen dass dein Hund auch einfach so anstandslos bei der neuen fremden Person bleibt.

Ich würde mit dem Hund noch warten. Vllt kommt irgendwann eine berufliche Veränderung oder du ziehst mit jemandem zusammen der auch einen Hund will.

Bis dahin wäre es vllt was für dich im Tierheim auszuhelfen? Die freuen sich immer wenn jemand mit den Hundem dort Gassi geht. Oder biete dich selbst als Hundesitter/ Gassi geher an ( eben nur nach Absprache wegen deiner Arbeitszeiten)

Einen Hund kannst Du auf keinen Fall neun Stunden alleine lassen. Er muss ja auch mal zwischendurch seinen Bedürfnissen nachgehen. Du müsstest dann dafür sorgen, dass Du einen Hundesitter hast, der das Tier zwischendurch beschäftigt und mit ihm Gassi geht. Selbst wenn Du Dir so sehr einen Hund wünscht, was ich durchaus nachvollziehen kann, solltest Du nicht zuerst an Dich denken, sondern an das Wohl des Tieres.

Dein Kommentar ist bis jetzt am hilfreichsten. Ich weiß dass ich dan Hund nicht lange allein lassen kann und dass Hunde ihren Auslauf brauchen ( ich auch , da ich öfters lange spazieren gehe länger am Tag) ein Hundesitter würde auch in frage kommen allerdings weiß ich nicht mit wie viel Geld ich da rechnen muss und wie es bei Schichtarbeit aussieht wenn ich zum Beispiel auf der Nachtschicht bin , und ich nachts nicht da bin, würde sich bestimmt kein Hundesitter um den Hund kümmern. Bei Arbeitskollegen klappt es Komischer weise, aber die Leben auch nicht alleine

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@OneHotspur99

Ich wollte schon immer einen Hund haben, schon als kleines Kind. Doch ich bekam keinen, weil meine Eltern der Meinung waren, dass ein Hund zuviel Verantwortung mit sich bringt. Ich dachte dann immer: OK, wenn ich groß bin, dann kaufe ich mir halt selbst einen. Doch auch bis heute hat das nicht geklappt, da die Lebensumstände nicht so sind, die einem solchen Tier gerecht werden würden. Mir ist es lieber, ich habe keinen Hund, als einen, der vielleicht unglücklich sein könnte. Sich ein Haustier anzuschaffen, ist schon Organisation genug, wenn man nicht ständig zugegen ist. Einen Hund mal ein paar Stunden alleine zu lassen, wenn er dementsprechend erzogen ist, wird auch nicht das Problem sein. Problem ist einzig und allein, Deine momentane Lebenssituation. Du erkennst die Probleme selbst. Schichtdienst ist da nicht gerade förderlich. Um die Verantwortung für ein Haustier zu übernehmen, das Du lieben wirst und auch möchtest, dass es ihm gut geht, erfordert in Deiner Situation viele liebe Menschen, die bereit sind, sich dem Hund anzunehmen, wenn Du arbeiten bist. Die ihn z. B. bei Nachtschichten zu Hause aufnehmen. Überlege Dir sehr gut, wie Du das anstellen möchtest, sonst wird Dich das schlechte Gewissen tagtäglich begleiten. Nur wenn Du weißt, dass es Deinem Hund gut geht, wirst Du auch Freude an ihm haben.

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Unter den von Dir geschilderten Umständen würde ich mir sehr gut überlegen, ob ich mir einen Hund zulegen würde. Das ginge nur dann, wenn Du jemanden verlässlichen hast, der/die während Deiner Abwesenheit den Hund versorgt und betreut. Und was ist, wenn der-/diejenige einmal ausfällt - nimmst Du Dir dann Pflegeurlaub für Deinen Vierbeiner?

Von den Kosten her würde ich eine(n) Hundebetreuer(in), wenn Du Glück hast, nicht unbedingt dramatisch sehen. Eine (erwachsene) Tochter meiner Exfrau war fanatische Hundeliebhaberin und wegen ihrer eigenen drei Hunde arbeitslos (Argument: sie hätte sich doch nicht ausreichend um ihre Hunde kümmern können, wenn sie arbeiten gegangen wäre), und die hat sich nebenbei ein paar Pfennige als Hundebetreuerin in der Nachbarschaft verdient. Eventuell gibt es ja auch hundeliebhabende Rentner in Deiner Umgebung, die "für einen Appel und ein Ei" Betreuungsdienste übernehmen würden.

Wir selbst haben uns keinen Hund mehr zugelegt, nachdem unsere letzte Hündin verstorben war. Und zwar aus Veranwortungsgefühl dem Tier gegenüber, weil wir wegen unseres Betriebs einfach nicht mehr die erforderliche Zeit aufbringen hätten können. Wir haben jetzt eine Katze, die ist Freigängerin und unproblematischer, was die Betreuung anbetrifft.

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