Hund aus Pflegestelle übernehmen?

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4 Antworten

Hallo,

bitte verabschiede dich schnell von dem Gedanken an eine schnelle Bindung.

Straßenhunde haben niemals wirklich gelernt, eine Beziehung oder gar eine Bindung zu Menschen aufzubauen. Im Gegenteil - Menschen sind gefährliche Feinde, die verjagen, schlagen, treten, schreien - man muss sich vor denen sehr in Acht nehmen.

Und auch, wenn der Hund bereits 3 Monate in der Pflegestelle ist - eine Bindung wird er zu diesen Menschen eher noch nicht aufgebaut hat. Meiner Erfahrung nach dauert das viele viele Monate - oft vergeht sogar ein Jahr oder länger.

Lasst den Hund einfach völlig in Ruhe - seid da, aber fordert nichts und bedrängt ihn nicht. Diese Hunde brauchen vor allem eines: Zeit. Und wenn es ihnen möglich ist, etwas zu geben - dann machen sie es von alleine.

Bitte habt nicht solche Gedanken im Kopf wie: Mensch, der muss doch dankbar sein, dass wir ihn gerettet haben.

Solche Gefühle kennen Hunde nicht - irgendwann wird er euch in sein Hundeherz schließen - aber das kann sehr sehr lange dauern.

Gutes Gelingen

Daniela

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Kommentar von olecranon
21.08.2016, 21:31

Auf der Pflegestelle ist er sehr verschmust und will immer viel kuscheln. Was genau im Ausland passiert ist wusste die Pflegestelle auch nicht genau, ein reiner Straßenhund war er jedoch wohl nicht. Danke für die Antwort! :)

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Seid lieb zu ihm und lasst ihm die Zeit, die er braucht. Zeigt ihm, dass Ihr ihn lieb habt und der Rest kommt ganz alleine.
Wenn er in der ersten Zeit Mist baut oder mal ein kleiner Pipi Unfall passiert, nicht betrafen oder schimpfen. Das wird ihn dann ganz schnell verunsichern.

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Mir ist es schon zweimal passiert, dass ich "ohne Hund zuhause wegging und mit Hund nach Hause kam" Beides waren ungeplante Geschehnisse. Und beide Hundchen haben nicht die geringste Spur von Abschiedsschmerz ahnen lassen.

Da Sie sich so sorgen, sind Sie schon Ihres Hundis bester Freund und ich bin sicher, dass er sich bei Ihnen wohlfühlt. Nur nicht zuviel mit dem Kopf, sondern mehr mit dem Herzen denken (fühlen). Das sagt Ihnen schon was gut und richtig ist. Und Fehler macht jeder mal, ob Mensch oder Hund. Das ist vollkommen normal.

Natürlich wird das Hunderl vielleicht ein wenig "fremdeln", aber das gibt sich bald, denn er kennt sie ja schon. Meine beiden Schätzchen lebten zuvor glücklich und zufrieden und trotzdem waren sie sofort einverstanden mit zwei Fremden wegzugehen und haben sich nicht umgedreht.

Über eine etwaige Zerstörungstendenz habe ich keine Erfahrung. Wir hatten da Glück. Allerdings habe ich den beiden Hundis gleich alte Kleidung und Hausschuhe gegeben, die sie nach Herzenslust bearbeiten konnten. Unser erster Bub hatte sein Körbchen und mehrere alte Decken zerkaut. Man muss ihnen halt alles mögliche geben. Und manchmal ist die Wohnung halt dadurch etwas unordentlich. Aber man muss dem Kerlchen halt auch zugestehen, dass es ausser brav im Körbchen zu liegen, auch noch andere Interssen hat. Denken Sie halt ganz einfach, es wäre ein dreijähriges Kind. Das will neben Essen und schlafen auch spielen und die Welt entdecken. Und gaaanz, gaaanz wichtig: Pipi und "Sonstiges" muss auch mindestens 3mal täglich gemacht werden dürfen und können, möglichst mit Spaziergang. Anfangs eher noch öfter.

Wenn es irgend geht, lassen Sie das neue Familienmitglied am Anfang halt nicht gleich Sunden alleine, sondern erst mal ein paar Minuten, die Sie ja in zwei Tagen (Wochenende bei Berufstätigkeit) immer mehr audehnen können. Vielleicht sollten Sie auch einen Raum wählen für das Alleinsein des Hundes, wo er nicht zu viel kaputt machen kann. Aber diesen Raum müssen Sie ihm schon erst schmackhaft machen mit Lob und Streichel und Leckerlis und Spielsachen. Ihn einfach reinzusperren und gleich für Stunden, würde ihm weh tun und begreifen würde er es auch nicht. Und eine Gemeinheit wäre es auch.

Wenn Sie Zweifel haben, versuchen Sie sich in seine Lage zu versetzen: Er ist ein Lebewesen, das Bedürfnisse hat und Liebe braucht. Dann werden Sie sehen: Alles wird gut.

Liebe Grüsse

MADMOISELE

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Kommentar von Sheltiemama
22.08.2016, 10:35

Wie bitte soll ein Hund zwischen alter Kleidung / alten Schuhen und noch gebrauchsfähigen Sachen unterscheiden können?  Es ist eine Unart, den Hund auf diese Weise "beschäftigen" zu wollen. So gewöhnt man dem Hund an, Kleidung usw zu zerstören. Wenn man sich einen Hund anschafft, dann muss man sich schon selbst mit dem Hund beschäftigen.  

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Keine Frage ?

An sich gute Idee solange du dich gut um ihn kümmerst

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Kommentar von olecranon
21.08.2016, 20:59

Die Frage musste ich erst noch schreiben, gab ein Problem bei der Registrierung.

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