HUND AUS DEM TIERHEIM BESSER FÜR EINEN HUNDEANFÄNGER ?

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8 Antworten

Wenn du einen ausgewachsenen Hund aus dem Tierschutz holst kann man zumindest eine Prognose abgeben, wie der Hund in den üblichen "Baustellen" wie Jagdtrieb, Sozialverträglichkeit und Auslastungsanspruch drauf ist da der Hund im Wesen schon etwas gefestigt ist.

Ein Welpe ist ein Überraschungspaket bei dem du weder 100 % die erblichen Anlagen kennst (selbst bei sehr guten Zuchten schlägt mal ein Welpe aus der Art) noch sagen kannst ob du rechtzeitig merkst wenn in den sensiblen Entwicklungsphase Probleme anfangen und du als Anfänger angemessen reagieren kannst.

Der selbe Welpe kann sich bei unterschiedlichen Haltern völlig anders entwickeln. Garantien dass es klappt hast du da nie.

Natürlich gibt es im Tierheim auch Hunde die da überall Baustellen haben, die sollte man als Anfänger dann nicht wählen obwohl hier mit gutem Training oft vieles noch zu korrigieren ist. Ebenso ist es möglich einen Hund zu bekommen der bisher nicht gejagt hat, sich mit allen Hunden verstanden hat etc und den man dann durch falsche Führung und Haltung selber doch noch "versaut".

Hundeverhalten ist nicht irgendwann fertig programmiert wie bei einem PC, auf neue Käufer übertragbar und von Dauer sondern immer von den aktuellen Haltungsbedingungen und dem Mensch am Ende der Leine abhängig.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen dass in meinen Welpen und Junghundekursen jahrelang viele Anfänger mit Welpen nachher desillusioniert und überfordert waren und genau die Probleme aufgetreten sind, die sie einem "gebrauchten" Hund vorher unterstellt hatten. Einfach weil sie nicht schnell genug reagieren konnten oder Anzeichen zu spät gesehen haben und überrascht waren wie lange man mit einem jungen Hund trainieren muss bis Konzentration und Entwicklung so weit sind dass er ansatzweise verlässlich gehorcht. 18 Monate darf man da einplanen, 10 Wochen Welpenkurs reichen nicht.

Diejenigen die mit Welpen als Anfänger klar kamen hatten einfach ein sehr gutes Gespür für Hunde und wären meiner Ansicht nach nicht nur mit einem einfachen sondern auch mit einem anspruchsvollen Hund aus dem Tierschutz klargekommen.

Es kommt natürlich auch darauf an was du mit dem Hund machen willst aber wenn du einfach einen netten ruhigen unkomplizierten Begleiter suchst hast du bei sorgfältiger Auswahl grade mit manchen (NICHT allen!) Hunden aus dem Auslandstierschutz oft gute Chancen. Mit Hundesport haben die dafür oft weniger am Hut da sie das stresst und überfordert.

Im übrigen funktioniert die Erziehung genauso wie mit einem Welpen, der ausgewachsene Hund lernt die Kommandos genauso wie ein junger. Geduld, Ahnung vom Lernverhalten des Hundes und viel Liebe und positive Verstärkung.

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Ja und nein.

Ja, wenn der Hund o.k. ist und nur wegen Zeitmangel z.B. abgegeben wurde, ansonsten aber ganz gut erzogen ist und auch keine Auffälligkeiten aufweist.

Nein, wenn der Hund wegen Problemen, wie beissen, ungehorsam oder anderen Schwierigkeiten wie nicht alleine bleiben können und Unsicherheit abgegeben wurde.

Für einen solchen Hund braucht man einen Hundeumerziehungsexperten, das kann ein Anfänger nicht leisten.

Auch das Alter ist eine schwierige Sache - ein junger Hund hat es in der Regel leichter sich wo neues leicht einzugewöhnen - wobei manche älteren Hunde schon gesetzter sind und eben ruhiger (wie immer Ausnahmen bestätigen die Regel).

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Jein. Ein Tierheimhund hat unter Umständen schon viel Unerfreuliches erlebt und kann daher schwierig sein.

Auf der anderen Seite suchen gute Tierheime die Hunde für die Interessenten aus. Man würde also (hoffentlich) einer älteren Dame keinen Rottweiler oder Husky geben.

Wenn man einen Hund von einem guten, seriösen Züchter bekommt, kann das einfacher sein. Kann. Denn wie der Hund sich dann entwickelt, hängt von dem Menschen ab, bei dem er lebt. Meine Freundin hat einen Rhodesian Ridgeback, der der bravste und freundlichste Hund der Welt ist. Aber die Hündin ist auch von Anfang an sehr gut und richtig behandelt worden.

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Moin,

das kommt immer auf den Hund (Charakter, Vorerfahrung, Gene) und den Halter (Temperament, Erfahrung, Vorliebe) an. Man kann nicht pauschalisieren, dass ein Hund aus dem Tierheim generell für Anfänger besser geeignet ist. Jeder Hund hat seinen eigenen Charakter, jeder Halter andere Wünsche an das Tier. Manche Menschen suchen z.B. gezielt einen ruhigen Hund, andere einen absolut souveränen.

LG Nordlicht

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Sicher nicht, Tierheimhunde sind etwas für sehr erfahrene Hundehalter. Es ist wesentlich einfacher einen Welpen aus einer seriösen Zucht zu erziehen als einen verdorbenen Hund umerziehen zu müssen.

Gerade als Anfänger fällt man gerne auf die Lügen und vermenschlichenden Argument der Vermittler herein.

Wenn du hier auf dieser Seite die Hundefragen liest, merkst du ganz schnell, dass Leute mit Hundeproblemen fast ausschliesslich die sind, die Tierheimhunde haben.

Kaufe einen Hund aus FCI anerkannten Zucht und tue so aktiv etwas gegen das Hundeelend. Bedenke bitte, dass Tierheime  für ihr Geschäft intensiv den Nachschub für Billighunde aus dem Ausland decken müssen. Das ist das Gegenteil einer guten Tat.

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Kommentar von Dahika
30.01.2016, 14:06

Ich glaube kaum, dass gute Tierheimvermittler jemandem durch Lügen einen Hund andrehen wollen. Und wenn Tierheimhunde schwierig sind, dann wohl darum, weil sie von den Vorbesitzern, die sie vielleicht aus der Zucht haben, verdorben wurden.

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Pauschal kann man das nicht sagen. Es hängt von der Rasse ab, der Vorgeschichte und der erhaltenden Erziehung und Sozialisierung und ganz wichtig: Von der eigenen Fähigkeit zu lernen, sich zu informieren und gewillt zu sein, mit dem Hund ein Team aufzubauen.

Was man sagen kann: Pflegeleichter ist ein ausgewachsener Hund, da er im Regelfall Grundgehorsam und Stubenreinheit kennt.

Ist der Hund rassebedingt ein ruhiger Vertreter, die Geschichte von Geburt bis heute nachvollziehbar und der Grundgehorsam vorhanden, spricht nichts gegen einen aus dem Tierheim.

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Kommentar von caladan01
30.01.2016, 10:20

Kann man durchaus genauso stehen lassen.

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Nicht unbedingt. Wenn der Hund eine schlechte Vorgeschichte hat, dann kann er sogar sehr viel schwieriger sein.

Aber es spricht für dich, das du überlegst einem Tierheimhund ein neues zuhause zu geben.

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Nein,

du weißt Im Tierheim doch oft gar nciht, ob das Tier vorher mißhandelt wurde etc, was besondere Erfahrung voraussetzt.

Bzw erkundige dich im Tierheim nach der Vorgschichte wenn die negativ oder unklar ist, Finger weg!

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Kommentar von Dahika
30.01.2016, 14:08

Gut, dass ich das nicht gemacht hatte. Die Vorgeschichte war nämlich bei meiner ukrainischen Hündin unbekannt. Meine hübsche Hündin ist der wunderbarste Hund, den man sich denken kann.

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