Hund aus dem Tierheim - ja oder nein?

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Das Ergebnis basiert auf 15 Abstimmungen

Ich würde an ihrer Stelle den traumatisierten Hund aufnehmen, weil... 73%
Andere Antwort 20%
Ich würde mich eher für einen anderen Hund entscheiden, weil... 6%

18 Antworten

Andere Antwort

Zunächst mal bin ich sowieso verwundert, dass die Leute immer in der Annahme ins Tierheim kommen: Wir holen uns nen Welpen, der ist nicht problematisch.

In unserem Tierheim bekommen gerade Anfänger viel schwerer einen Welpen. Nicht weil die Welpen so problematisch sind, sondern weil man als Tierschutzverein lieber vermeiden möchte, dass aus genau so einem Welpen ein weiterer vermurkster Hund wird, der wieder im Tierheim landet. Es sollte in erster Linie immer um den Hund gehen und dementsprechend wird besonders Welpeninteressenten besonders auf den Zahn gefühlt, erfahrene Hundehalter haben immer Vorrang und so ist es als Anfänger so gut wie unmöglich bei uns einen Welpen zu bekommen.

Und was ältere Hunde angeht vergessen die Leute immer, dass nicht nur traumatisierte Hunde im Tierheim landen. Natürlich mögen die ehemaligen Besitzer nicht das gelbe vom Ei gewesen sein, aber Hunde sind extrem anpassungsfähig und disem Typ entspricht eigentlich ein großer Teil der älteren Hunde im Tierheim: liebe, anpassungsfähige Hunde die einfach nur geliebt werden und ihren Besitzern gefallen wollen. Das sind Hunde die bevorzugt an Anfänger vermittelt werden.

Um aber einen "Problemhund" aufzunehmen muss man einfach ein besonderer Schlag Mensch sein. Dabei kommt es letztendlich sogar gar nicht zu 100% darauf an, dass man schon Hundeerfahrung hat - die ist natürlich nützlich, aber nicht Vorraussetzung. Vorraussetzung um sich einen "Problemhund" anzuschaffen ist ein hohes Maß an Kompromissfähigkeit und Anpassungsfähigkeit und der Wille viel Herzblut in ein Tier zu stecken. Man braucht Nerven und sehr viel Geduld und vor allem muss man die Bereitschaft mitbringen zu lernen. Für jemanden, der einen "Problemhund" halten will ist es absolut unablässig sich tiefergehend mit Hundeverhalten zu beschäftigen. Bei oben beschriebenen, anpassungsfähigen Hunden kommt man auch durch´s Leben ohne den Hund auch nur im geringsten zu verstehen - das macht der Hund ganz allein, aber bei einem traumatisierten Hund kommt man nicht drum herum sich zu informieren und zwar richtig gut zu informieren. Aufgrund der fehlenden Erfahrung kommt man auch nicht drum herum sich an einen guten Hundetrainer zu wenden - vorzugsweise jemanden, der schon mit traumatisierten Hunden gearbeitet hat - denn Bücher können das praktische Lernen nicht ersetzen.

Wenn deine Nachbarn bereit sind dem Hund den sie sich anschaffen einen großen Teil ihrer Freizeit zu widmen und sowohl bildungstechnisch als auch aufwandstechnisch und bereit sind für ihren Hund ihr Leben und ihr eigenes Verhalten (wirklich das Verhalten: wie man spricht, wie man sich bewegt und auch die sonstige Lebensweise: Urlaub, Gäste einladen, Feiertage, etc.) zu verändern, dann könnte das klappen.

Wenn sie nur einen Hund wollen, weil Hunde was schönes sind, man nie allein ist, von ihnen geliebt wird und nett Gassi gehen kann, dann sollten sie sich lieber für einen anderen älteren Hund entscheiden.

Denn bei einem Welpen gilt im Grunde dasselbe wie bei einem traumatisierten Hund - nur ist es dabei nicht direkt des Hundes wegen, sondern um der Zukunft des Welpen willen.

P.S. Bitte das Wort Problemhund vermeiden. Echte Problemhunde gibt´s nämlich kaum.

Das sind traumatisierte Hunde, die aufgrund ihres Verhaltens für den Menschen schwieriger zu handeln sind - aber nur weil jemand z.B. einen schwierigeren Charakter hat, weil er misshandelt wurde, würde man denjenigen doch auch nicht als "Problemmensch" bezeichnen, oder?

Meine erste Hündin ist z.B. auch so ein Exemplar (allerdings war ich davor lange im Tierschutz aktiv) und ich würde sie für kein Geld der Welt hergeben. Die Kompromisse die man bei ihr machen muss es wert gemacht zu werden.

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Ich würde an ihrer Stelle den traumatisierten Hund aufnehmen, weil...

Auch Hundeanfänger können sich einen traumatisierten Hund holen. Ich denke mal, du kennst die Leute und wenn sie geduldig sind und nicht gleich rumschreien, weil der Hund das Kommando nicht versteht oder so, denke ich, könnte es klappen. Natürlich müssten sie eine Hundeschule besuchen, sich davor auch gut Informieren.

Mit Geduld und professioneller Hilfe, kann sogar ein Hundeanfänger so etwas schaffen. Und wenn sogar die Leute im Tierheim sagen, dass es schwer sein wird, diesen Hund zu vermitteln. Warum nicht ein Herz nehmen?

Hallo,

daß Deinen Nachbarn der Hund leid tut, versteh ich vollkommen, aber als Hundeanfänger ist dies kein Hund für sie. Das ist aber auch Aufgabe des Tierheims, einem Hundeanfänger keinen Hund zu vermitteln, der derart schlecht behandelt wurde und auch in bestimmten Situationen derart reagiert. Sie haben eben überhaupt keine Erfahrung wie sie reagieren sollen, z.B. wenn er schnappt oder ähnliches. Aber sie müssen auch wissen, daß die Erziehung eines Welpens ebenfalls nicht einfach ist, daß sie sich das nicht zu einfach vorstellen sollen. Er muss sehr viel lernen und auch da gibt es ganz "schlaue", die schnell lernen und andere, die brauchen einfach länger. Aber auf keinen Fall einen älteren Hund mit so schlechter Erfahrung, daß geht nicht gut!

Grüssle

Ich würde an ihrer Stelle den traumatisierten Hund aufnehmen, weil...

Solche Hunde können die treusten Hunde überhaupt werden, wenn man sie richtig behandelt. Falls sie am Anfang Schwierigkeiten hätten, könnten sie ja Hilfe von einem Hundekenner bekommen - das müssen eigentlich sowieso die auch die Meisten, die einen Welpen kaufen (Hundeschule, etc..). Es gibt sowieso viel zu viele Menschen, die sich einen Welpen holen weil sie ach so süss sind, und wenn sie dann sehen, wie viel Arbeit so ein kleiner Hund eigentlich wirklich macht, wandern sie ins Tierheim...und so häufen sich im Tierheim jede Menge arme Hunde, die auf eine neue Familie warten... :))

Bitte entschuldige, ich finde es nicht gut, aus diesem Thema eine Abstimmungsfrage zu machen.

Zur Frage selbst.

So leid Deinen Nachbarn der Hund tut, als Hundeanfänger werden sie bald überfordert sein.

Aber besser Deine Nachbarn als gar kein gutes neues Zuhause.

Sie sollten sich nur darüber im Klaren sein, dass der Hund, bei aller Liebe, eine sehr große Herausforderung darstellen wird.

Wäre ich an deren Stelle, würde ich mich der Hilfe eines guten Hundetherapeuten versichern. Das geht zwar ins Geld, aber durch eine solche Hilfe könnte, mit Chance, eine Normalität erreicht werden.

Eines scheint mir jedenfalls sicher zu sein. Holen sich Deine Nachbarn keine professionelle Hilfe, wird der Hund, über kurz oder lang, wohl wieder im Tierheim landen.

Ich habe daraus eine Abstimmungsfrage gemacht, weil ich mir ziemlich sicher war, dass viele hier sagen würden "Ja, unbedingt, nehmt ihn auf!" und andere, die sagen würden "Nein, auf keinen Fall nehmt ihr den auf!" Ich wollte wissen, welche von beiden Aussagen auf den größeren Teil hier zutreffen würde, deshalb die Abstimmung.

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Ich habe daraus eine Abstimmungsfrage gemacht, weil ich mir ziemlich sicher war, dass viele hier sagen würden "Ja, unbedingt, nehmt ihn auf!" und andere, die sagen würden "Nein, auf keinen Fall nehmt ihr den auf!" Ich wollte wissen, welche von beiden Aussagen auf den größeren Teil hier zutreffen würde, deshalb die Abstimmung.

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Ich würde an ihrer Stelle den traumatisierten Hund aufnehmen, weil...

Es wird schon seinen Grund haben, dass ihm dieser Hund nicht mehr aus dem Kopf geht - sicherlich haben die zwei eine gute (Ver-)Bindung und auch in der Zukunft. Also warum nicht, auch dieser Hund braucht eine Chance :-)

Andere Antwort

das ist wirklich schwierig. eigentlich würde ich sagen, dass sie es versuchen könnten.nur weil sie anfänger sind heisst das ja nicht, dass sie sich nicht belesen können,hundeschule besuchen,sich informieren,hundetrainer zu hilfe holen etc. ich finde es sehr traurig, wenn solche hunde zu einem leben im tierheim verdammt sind. vergessen wird der hund diese misshandlungen zwar nie, aber er wird eventuell vertrauen zu seinen neuen besitzern aufbauen, wenn diese mit viel ruhe und geduld an die sache dran gehen. allerdings würde mir das schnappen sorge bereiten.. im endeffekt kann aber nur dein nachbar diese entscheidung treffen

Ich würde an ihrer Stelle den traumatisierten Hund aufnehmen, weil...

also: ich kenne jemanden, der hat einen traumatisierten hund aus dem tierheim aufgenommen (vor 2 jahren glaub ich), und er hat ihn gut gepflegt, sodass er nun wieder mehr vertauen zu m,enschen hat...er hat zwar noch etwas angst vor großen fremden leuten, aber sonst ist er echt ein super hund...er hat diese "angewöhnungsphase richtig gut bestanden....diese person hatte schon etwas mehr erfahrung, da sie vorher auch einen hund hatte, aber ich denke das schaffen deine nachbarn auch...

Als Anfänger sollten sie keinen Problemhund nehmen. Es könnte allerdings auch sein, dass der Hund erkennt, wie gut er es bei den neuen Besitzern hat und dort völlig entspannt sein und Vertrauen neu erlernt. Vielleicht können sie den Hund mehrmals zur Probe mit heim nehmen.

Ich würde an ihrer Stelle den traumatisierten Hund aufnehmen, weil...

da jeder hund eine chance verdient hat.anderseits würde ich mal mit der tierheimleitung sprechen,ob dieser hund denn auch zu den leuten passt

Sie könnten ihm genügend Auslauf bieten und wären auch bereit, ihn konsequent und liebevoll zu erziehen. Das einzige, was ihnen Sorgen macht, ist, dass der Hund eben sein Leben lang so schreckhaft und aggressiv wäre und sie sich damit überfordert fühlen würden.

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@Jennapfote

tierheime haben in der regel einen hundetrainer,der den hund gut kennt und deinen nachbarn bestimmt helfen wird,damit der hund nich so bleibt...!

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Ich würde mich eher für einen anderen Hund entscheiden, weil...

Als Hundeanfänger würde ich in jedem Fall von diesem Hund abraten. Natürlich schlägt das Mitleid durch , doch man hat für die nächsten 8 Jahre dieses Problem eines nicht rechtzeitig sozialisierten Hundes in nächster Nähe. Manche Hunde werden besonders häufig durch "Anfänger" auch nach negativem Erlebnis an das Tierheim zurückgegeben . Das würde dem armen Geschöpf ebenfalls nicht helfen.

Ich würde an ihrer Stelle den traumatisierten Hund aufnehmen, weil...

Es freut mich wirklich sehr, dass deine Nachbarn anstatt einen Welpen oder einen Junghund, lieber einen etwas älteren Hund aufnehmen möchten.

Natürlich braucht jeder Hund viel Zeit und Aufmerksamkeit, gerade so ein traumatisiertes Tier, aber wenn Hund merken, das ma ihnen nichts böses will, dann werden sie oft sehr anhänglich. So ein Hund muss erst mal auftauen, sich an seine neuen Menschen gewöhnen. Am besten klappt das, wenn man den Hund erst mal regelmäßig besucht und mit ihm gassi geht. Dann lernt man sich gegenseitig schon etwas kennen ;) Oft sind gerade diese Hund, die misshandelt und gequält wurden, nachher einfach nur brav und den Besitzern sehr dankbar, das sie ihn aufgenommen haben und ein schönes Leben bieten. Es wäre vielleicht auch sinnvoll, wenn deine Nachbarn mit dem Hund eine Hundeschule besuchen würden.

Andere Antwort

Das Mitleid mit diesem Hund allein sollte nicht den Ausschlag für die Entscheidung geben. Das Tier ist durch seine Erfahrungen so geworden und wer auch immer sich des Hundes annimmt, hat ein schweres Stück Arbeit vor sich, sein Vertrauen zu gewinnen.

Für jemanden, der keinerlei Erfahrung mit Hundehaltung hat, sicher nicht ratsam. Denn eines braucht der arme Kerl mit Sicherheit nicht: einen weiteren Besitzer, der ihn am Ende zurück ins Tierheim bringt, weil er überfordert ist.

Vielleicht wollen sich Deine Nachbarn erst mal die Zeit nehmen, eine Beziehung zu dem Tier im Heim aufzubauen, mit der Option, ihn später nach Hause zu holen. So können sich Mensch und Tier erst mal "beschnuppern" und kennenlernen.

Ich würde an ihrer Stelle den traumatisierten Hund aufnehmen, weil...

Solche Hunde können nach kurzer Zeit die anhänglichsten und besten Kumpels werden. Können! Ich würde mir aber versuchen, erst mal nur eine Übernahme auf Probe zu vereinbaren.

Schöne Idee, diesem Tier doch noch ein schönes Leben schenken zu wollen. Klar, das ist erstmal eine Herausvorderung, aber man kann sich ja Hilfe eines Tiertrainers holen, oder die Hundeschule um Rat fragen. Tiere vergessen die schlimmen Dinge, die ihnen widerfahren sind, nie, aber sie werden sie eher verdrängen, wenn sie bei lieben Menschen sind, die ihnen viel Liebe und ein schönes Leben schenken.

Einen Welpen will jeder haben, das ist ja leider das Problem

Ich würde an ihrer Stelle den traumatisierten Hund aufnehmen, weil...

er wirklich schlechte Aussichten auf ein Zuhause hat. Allerdings sollten sie sich professionelle Hilfe dazu holen und nicht auf eigene Faust versuchen das hin zu bekommen.

Ich würde mir kein Tier aus einem Tierheim antun wollen - aber das muss jeder für sich entscheiden

Warum denn ?

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@Deloraine

gut gemeint ist nicht immer gut gemacht, davon abgesehen, das im Tierheim meistens Tiere aus "Problemfamilien" landen tut der Aufenthalt im Tierheim sein übriges - man muss sich nur mal die Bedingungen ansehen unter denen die Tiere dort gehalten werden.

Dabei ist das nicht unbedingt Absicht der jeweiligen Einrichtungen sondern resultiert u.a. auch aus Platz und Personalmangel.

Vor kurzem stand ich selber vor dem Problem mich aus gesundheitlichen Gründen von meiner lieben Katze trennen zu müssen - aber ich habe es ohne den Umweg über ein Tierheim geschafft meine Miezi gut unterzubringen.

Meine Einstellung zu Tierheimen ist allerdings ambivalent - sprich ich halte sie durchaus für notwendig aber würde mir nie von dort ein Tier in Haus holen.....

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Ich würde an ihrer Stelle den traumatisierten Hund aufnehmen, weil...

Hunde vergessen nie etwas. Allerdings merken sie auch schnell, wenn jemand es gut mit ihnen meint.

Ich rate deinen Nachbarn, den Hund in der nächsten Zeit regelmässig im Tierheim zu besuchen und wenn es möglich ist mit ihm einige Spaziergänge zu machen ...

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