Hund auf mich "Prägen"?

5 Antworten

Wenn das so einfach wäre..

Ein Hund bindet sich nicht unbedingt an die Person die ihn am meisten "betüdelt". Sondern meist an die Person im Haushalt, die ihm Sicherheit gibt, die für den Hund berechenbar ist, liebevoll aber konsequent, klar in der Körpersprache, einfach jemand den der Hund gut "lesen" kann. Wenn diese Person dann noch in bestimmten Situationen dem Hund vermittelt, daß sie weiß was zu tun ist, und eben eine gute "Führungsqualität" hat, dann wird der Hund diesen Menschen vergöttern...

Man kann das oft beobachten bei Hunden die den ganzen Tag mit der Familie zusammen sind und die sich auch viel mit dem Hund beschäftigen, mit ihm Gassi gehen, spielen, Leckerchen reinschieben und alles tun damit es dem Hund "gutgeht".

Aber wenn abends das Herrchen nachhause kommt und sich kaum um den Hund kümmert - dann himmelt der Hund diesen Menschen an, wenn der was sagt reagiert der Hund umgehend usw... Die anderen Familienmitglieder sind dann sauer weil sie ja alles tun für den Hund.. :-)

Es gibt auch Menschen die eine gute Ausstrahlung haben - Hunde sind hingerissen von diesen Menschen.

Ich beobachte hier immer einen Herrn mit einem kleinen Terrier. Der Mann ist sehr groß und stattlich, hat eine gute Körperhaltung und eine sehr selbstbewußte aber freundliche Ausstrahlung. Wenn er mit dem Hund spazierengeht, läuft der kleine Kerl richtig stolz nebenher. Er zieht nicht an der Leine, er ignoriert andere Hunde, die beiden sind ein perfektes Paar..

Vor kurzem sah ich einen jungen Mann - vielleicht der Sohn oder der Enkel - mit dem Hund. Der Hund hing kläffend in der Leine, raste vor und zurück, wirkte hektisch und unsicher und irgendwie unglücklich. Obwohl der junge Mann alles mögliche versuchte den Hund zu beruhigen.

Wenn Du willst daß sich der Hund an Dich bindet ist nicht unbedingt die Stundenzahl ausschlaggebend die Du mit dem Hund verbringst. Beschäftige Dich mit der Körpersprache und Kommunikation von Hunden. Versuche den Hund zu verstehen und gib ihm eine Chance Dich zu verstehen. Wenn Du Zeit mit ihm verbringst - dann fülle diese Zeit mit spannenden Aktivitäten. Gemeinsame Erlebnisse schweissen zusammen. Geh mit ihm zur Hundeschule - das kann nicht schaden, aber vergiß dabei den Spaß nicht. Hab Spaß mit Deinem Hund - geh mit ihm in die Natur, lauft zusammen einen Hügel rauf, tobe mit ihm auf der Wiese rum, geht im Sommer zusammen schwimmen, versteck ihm Leckerlis und such mit ihm zusammen usw.

Ich finde heutzutage werden Hunde zwar von klein auf "gedrillt" aber der Spaß kommt viel zu kurz.

Es ist schwer zu erklären - aber die Beziehung zu einem Hund ist soviel mehr als Gassi gehen und Leckerchen verteilen.

es ist normal dass sich ein hund auf denjenigen prägt der öfter da ist, mit ihm spielt, rausgeht und ihm die leckerlis gibt. der hund hat sich seine bezugsperson schon ausgesucht, da kannst du nicht mehr viel machen - außer eben öfter zuhause zu sein

Bis jetzt ist noch niemand die Bezugsperson. Er sucht sich momentan eine das sieht man ganz gut.

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Du kannst nen Hund auf gar nichts prägen, da es bei Hunden keine Prägung gibt.

Es gibt eine sensible Phase in der das Individuum schneller und intensiver lernt aber das ist versibel auf Grund der Neuroplastizität, eine Prägung ist irreversibel und die findet sich bei manchen Vogelarten z.B. Hühnern aber nicht bei Hunden.

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Haha ich habe ein Dalmatiner Rüden, ich füttere ihn, spiele mit ihn, gehe Stundenlang mit ihm Gassi aber er liebte meine Ex und ich war abgemeldet. :D Mich liebt er auch aber wenn sie kam war ich uninteressant.

Wenn du Erfahrungen mit Hunden hast solltest du das eigentlich wissen :)

sobald du dich mehr mit dem hund beschäftigst, ihm was beibringst, ihm sicherheit vermitteln kannst, wird er dich anerkennen

Ja das ist mir schon klar aber mir kam es immer so vor das es oft willkürlich vom Hund gewählt wurde.

Ich hatte damals ein Hund und obwohl mein Vater mehr mit ihm zutun hatte war er eher auf mich fixiert und hat bei mir besser gehört und soviel beigebracht hab ich ihn auch nicht 😂

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Das ist leider falsch. Ein Hund wählt nicht automatisch die Person die am meisten mit ihm macht

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@Elocin2910

Doch, damit gibst du ihm die Sicherheit die er braucht. Dabei lernt er sich auf dich in jeder Situation verlassen zu können

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@Lysandra13

Nein eben nicht, wenn jemand über Strafe arbeitet und ein anderer per pos. Verstärkung, dann wendet sich der Hund der Person zu die per pos. Verstärkung arbeitet auch wenn die Person die über Strafe arbeitet viel mehr mit dem Hund macht und auch wenn die Person die über Strafe arbeitet mit dem Hund spielt.

Die Person die nämlich nicht straft vermittelt somit Sicherheit und der Hund wird selbstbewusster, fühlt sich somit besser, ob sie spielt oder nicht spielt dabei keine Rolle.

Der Hund wird in diesem Fall immer die Person wählen, die per pos. Verstärkung arbeitet.

Bitte verwechselt grundlegende Prinzipien nicht, denn Deine Aussage ist und bleibt falsch.

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@Elocin2910

Wo habe ich denn geschrieben, dass man einen Hund über Strafe erzieht? Scheinst ja nicht viel Ahnung von Hunden zu haben

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@Lysandra13

Nein sicher nicht, arbeite nur mit Hunden und falls Du noch nichts von Beispielgebung gehört hast, dann tut es mir leid für Dich, das allerdings ist weniger mein Problem.

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Ein Hund sucht sich seine Bezugsperson selber aus, das kann man nicht beeinflussen.

Das wüsstest du hättest du wirklich Ahnung.

Ein Hund wählt die Person die ihm fähig erscheint und er das Gefühl hat die nötige Sicherheit vermittelt zu bekommen.

Das sind manchmal in Familien sogar die Personen die am wenigsten mit dem Hund machen.

zudem wo hast du bei Vollzeit Arbeit bitte Zeit für den Hund?

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich besitze selber 5 Hunde.

Meine Freundin ist im Studium und ständig zu Hause.

Ich bin vor und nach der Arbeit und am Wochenende für den Hund da.

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