Hund anschaffen ohne perfekte Bedingungen?

11 Antworten

Viel hängt von den Leuten ab, die den Hund vermitteln.

Ein Welpe darf das erste halbe Jahr überhaupt nicht alleine gelassen werden. Erst danach kann man langsam anfangen, ihn auf 4 Stunden hochzuarbeiten. Das dauert aber und ist als Einzelperson in Vollzeit kaum zu schaffen.

Tierheim/-schutzhunde haben oft eine Vergangenheit, die einen Ersthundehalter überfordern. Aber auch dort gibt es Tiere, die durchaus für Anfänger geeignet sind. Aber diese sind im Normalfall auch sehr schnell vermittelt.

Als Tipp: Sieh dich nach einem *Rasse*-in-Not Verein oder ähnlichem in deiner Nähe um und klink dich dort als Ehrenamtliche mit ein. Nicht immer ist der Hund, der zu einem passt sofort zu haben. Aber so sammelst Du schon mal Erfahrung, lernst die Leute und deren Arbeitsweise kennen und kommst auch schneller in den "Adoptionpool". Man wird an dich denken, wenn "dein" Hund dort aufläuft.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Seit 20 Jahren im Bereich Rettungshunde tätig und Tierhalter

4h sollte das absolute minimum sein 5h in seltenen fällen, und du brauchst sagen wir mal wenn es schnell geht gut 1 Jahr bis das ohne Probleme funktioniert.

Schön dass du bis jetzt zum wohle der Hunde darauf verzichtet hast.

Es schafft nicht jeder Hundehalter der perfekte Hundehalter zusein, es ist vielen einfach nicht bewusst und haben sich nicht genügend informiert, die, die einen Hund artgerecht halten haben meist jmd zuhause wie Großeltern oder Studenten und sie sbst Schichtarbeit, oder 2 Personen mit unterschiedlichen Arbeitszeiten. Einige haben genug Geld über für einen hundesitter und andere Halter haben Jugendliche in der Nachbarschaft die sich freuen wenn sie einige Stunden auf einen Hund aufpassen dürfen.

Und was ist so deine Stichprobengröße bei Anforderungen von Züchtern/Tierheimen? Klingt für mich nach irgendwas zwischen 0 und 2.

Ich jedenfalls kann mich nicht daran erinnern von Züchtern auch nur gefragt worden zu sein wie ich wohne und wie viel ich daheim bin. Gut, mag etwas an den potentiellen Rassen liegen wo andere Schwerpunkte gesetzt werden, aber trotzdem... Solche Fragen kenne ich eher noch aus dem Tierschutz.
Und was den Tierschutz angeht, ja, da sind nunmal viele Hunde die Erfahrung voraussetzen. Entweder weil sie vermurkst wurden, weil es Rassen sind die nicht in Anfängerhände gehören oder weil es eben (ängstliche) Straßenhunde mit den zugehörigen special effects sind. Dann muss man aber halt nach dem richtigen Hund suchen, denn diese Anforderung ist absolut gut und richtig. Und lieber so als andersrum.

Also ich habe 7 Züchter hier in meiner Nähe für Golden Retriever angefragt und keiner wollte mir einen Welpen vermitteln, weil ich im 1. Stock eines Einfamilienhauses wohne, weil der Hund möglicherweise mal alleine wäre und ich erst 20 bin…. ziemlich nervig :(

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@Lenaluu397

Dann mach dir entweder Gedanken was der wirkliche Grund ist weswegen sie sowas vorschieben oder frag weiter.
Es gibt viele Leute die mit diesen Kriterien einen Rassehund bekommen haben (ich inklusive).

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@Ansotica

Ja ich versuche es. Ich habe mich oben auch verschrieben. Wollte „keiner bisher“ statt keiner schreiben. Habe 7 angefragt und bis jetzt 3 absagen bekommen. Eben einmal wegen der Treppe und einmal wegen der Arbeitszeiten von meinem Freund und mir.

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@Lenaluu397

Könnt ihr denn die Arbeitszeiten so legen, dass der Hund bis 6 Monate nie alleine bleiben muss und das dann langsam aufbauen? Bedeutet, dass der Hund möglicherweise erst mit einem Jahr 4-5h maximal alleine bleiben muss?

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@Lenaluu397

Da kann ich die Züchter verstehen. Mit 20 bist du noch in der Ausbildung oder musst zumindest für deinen Lebensunterhalt wesentlich mehr als die angegebenen 10x 5-6h im Monat arbeiten.

Kein erfahrener Züchter lässt sich darauf ein. Deine Angaben sind einfach unrealistisch.

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@Goodnight

Ich bin ja auch nicht alleine und weil mein Partner im Schichtdienst arbeitet wäre der Hund nicht länger als 2 Wochen im Monat (5-6h) alleine. Also unrealistisch ist das nicht…. ich kann verstehen wenn jemand sagt dass die 5-6h alleine zu viel sind, aber pauschal zu verurteilen finde ich unfair. Ich habe hier ja nach Meinungen gefragt um zu überlegen, ob es fair dem Hund gegenüber wäre ihn zu halten. Verurteilt zu werden ist einfach nur schade

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@Lenaluu397

Du wirst nicht verurteilt, es wird dir hier nur gesagt, dass du dich und die Bedürfnisse eines Hundes nicht realistisch einschätzen kannst. Züchter aber können das.

Bei Welpenkäufern die erst 20 Jahre alt sind, denke ich auch, dass es nicht realistisch ist, dass man mit dem Partner zusammen bleibt und die Zukunft eines Hundes bei dir gesichert ist. Das sind nun mal die realistischen Fakten, beruflich wie im Privatleben gibt es da noch viel zu viele Risiken.

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Hallo,

Ich hatte ehrlich gesagt da nie ein Problem. Kommt aber vllt. auch auf die Rassen an die man sich aussucht. Da hilft nur weiter suchen. Es gibt natürlich auch Züchter oder Vereine mit Ansichten die nicht zu einem passen oder welche die am liebsten alles von einem Wissen wollen, aber dann komisch werden wenn man selbst Mal genauer nachfragt. Eine Züchterin ist Mal aus allen Wolken gefallen, als ich Wissen wollte warum sie sich genau für diese Verpaarung entschieden hat und mich nicht mit Platitüden habe abspeißen lassen - dann wird man sich halt nicht einig und zieht weiter.

Jeder Hund muss erst lernen alleine zu bleiben. Und bis ein Hund 5-6h alleine bleiben kann dauert es nicht nur ein paar Wochen, sondern je nach Hund mehrere Monate. Hast du die Möglichkeit so lange Honeoffice zu machen? Ansonsten musst du jemanden finden, der in der Zeit beim Hund ist.

Ansonsten klingt das bei dir doch garnicht schlecht.

Beim Tierschutz kommt es meistens auf den Hund, seine Rasse und die Geschichte des Hundes an. Es gibt aber auch viele, grade zB Welpen die noch nicht viel schlechtes erlebt haben, die auch anfängergeeignet sind. Ich würde einfach mal bei ein paar seriösen Tierschutzorganisationen anrufen und ihnen deine Situation schildern. Am Ende ist ihnen ja vor allem wichtig, dass der Hund es dort gut hat und ein Zuhause auf Lebenszeit bekommt, wovon sie sich ja eh bei der Vorkontrolle vergewissern können. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass niemand etwas passendes hat.

Ja natürlich! Die ersten 4-8 Wochen kann ich die ganze Zeit für den Welpen da sein und zur Not auch danach im Homeoffice bleiben, aber eben nicht auf Dauer… Das war für die Züchter bis her leider ein no go :( sehr schade da ich wirklich überzeugt davon bin, dem Hund ein schönes und artgerechtes Leben zu ermöglichen

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@Lenaluu397

Da ist der Hund ja leider auch noch zu jung zum allein bleiben. Man beginnt mit dem Üben für das Alleinesein langsam wenn der Hund schon viel älter ist, frühestens mit 10 Monaten, besser mit einem Jahr. Du würdest merken dass es für den Hund ein richtiges Elend ist, wenn er schon mit einem halben Jahr 5 Stunden alleine zubringen muss. Spätestens wenn es so weit ist und du merkst, dass der Hund noch nicht so weit ist und Angst hat, wird dir das im Herzen weh tun ihn alleine lassen zu müssen..

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@Lenaluu397

4-8 Wochen ist aber auch zu wenig. Da ist er maximal 5 Monate alt und darf noch nicht alleine bleiben. Da kannst du es vielleicht langsam antrainieren, aber eigentlich würde ich das erst ab 6 Monaten beginnen…

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