Hund als Dritter gekauft?

9 Antworten

Keine Sorge, der kann dir nichts. Solche "Schutzverträge" sind meist das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben sind.

Niemand kann verlangen, einen Hund den man gekauft hat kostenlos zurück zu geben. (Selbst wenn man ihn schlecht behandeln würde, könnte ihn höchstens das Amt beschlagnahmen, und der alte Besitzer müsste versuchen ihn von dort, wahrscheinlich gegen Gebühr, zu adoptieren)

In diesen Verträgen steht oft auch drin, das z.B. der alte Besitzer jederzeit (nach Anmeldung) in die Wohnung gelassen werden muss, damit er sich von den Lebensumständen des Tieres überzeugen kann, das kann in Wahrheit auch niemand fordern.

Auch der Nachweis von Impfungen usw. der lt. dieser "Verträge" jederzeit gefordert werden können soll, ist nicht nötig. (Soll nun nicht heißen, das man nicht Impfen sollte, aber der alte Besitzer hat kein Recht auf einen Nachweis) 

Ebenso schaut es mit dem "Weiterverkauf an Dritte" aus. Da der Vorbesitzer beim Züchter Geld für den Hund bezahlt hat, ist dieser Verkauft worden, und diese "Forderungen" aus dem Schutzvertrag stellen eine unmäßige Benachteiligung des Käufers da, und sind daher ungültig.

Das einzige was geht, ist ein vorrangiges Rückkaufsrecht einzubauen.

Auf Tiere ist das Recht wie auf Sachen anzuwenden (Sie sind aber keine Sachen vor dem Gesetz) und wenn du z.B. ein Auto kaufst, kann der Händler auch nicht verlangen, das du es kostenlos zurück geben musst, wenn du es weiterverkaufen willst. Er kann sich ebenfalls höchstens ein Vorkaufsrecht einräumen lassen.  

Achso, in manchen Verträgen wird noch versucht zu regeln, das nur der Besitz, nicht aber das Eigentum auf das neue Herrchen übergeht, aber selbst das ist ungültig, da man "im allgemeinen" davon ausgeht, das wenn einmalig Geld geflossen ist, das Tier gekauft wurde, und nicht "Verliehen". Wäre der Hund nur "Verliehen" müsste der Eigentümer die Kosten für Futter und Tierarzt tragen.

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Hallo,

erst einmal solltest du dir keine Sorgen machen, denn dich trifft keine Schuld.

Ein reines Verbot, den Hund an Dritte weiterzuverkaufen, ist rechtlich nicht haltbar!

Der einzige Passus, der in einem Züchter-Kaufvertrag zum Tragen kommen, ist die Einräumung eines bezifferten Vorkaufsrechts, also, der Züchter schreibt in den Vertrag, dass es sich ein Vorkaufsrecht zum Preis von XX Euro einräumt, wenn der Käufer den Hund nicht mehr halten kann oder will.

Hält der Käufer sich daran nicht, dann muss sich der Züchter erst einmal mit diesem Menschen auseinandersetzen.

Sollte der Fall eintreten, dass der Züchter an euch herantritt, dann sicher nur um zu überprüfen, ob es dem Hund bei euch auch so gut geht, wie ein Züchter es sich für "seine" Hunde wünscht.

Er wird kein Interesse daran haben, einen älteren Hund zurückzukaufen - was sollte er auch mit ihm, zumal, wenn er nicht mehr züchtet. Und je nach Alter des Hundes wäre er ja auch erstens noch gar nicht zuchtfähig (wenn überhaupt) oder gar nicht mehr für die Zucht zu "gebrauchen".

Also, mach dir keinen Kopf und keine Sorgen ....

Gutes Gelingen

Daniela

Hi hat euer Rassehund denn irgendwelche speziellen Erkennungsmerkmale? Mir mag der Satz nicht aus den Kopf gehen das der genauso aussieht wie der bestimmte Hund von den Züchter. Bei Rassehunden stell ich mir da halt die Frage ob man die so genau überhaupt unterscheiden kann.

Das derjenige dann auch noch bei diesen Zuchtverein arbeitet und meint den Hund erkannt zu haben ist für mich schon ein krasser Zufall. Das der dann sofort so nett ist und die Tättoonummer aufschreibt und abgleicht finde ich dazu übertrieben "nett".Das der Züchter den ihr persönlich noch nicht kennenlernen durftet seit neuen auch noch in Rente ist, ist auch merkwürdig das würde vorraussetzen,das der gewerblich gezüchtet hat, was aber mitbringt das viele Hunde produziert (sonst wäre das Gewerbe ja quatsch).

Das die alten Verkäufer nicht mehr erreichbar sind ist auch sehr merkwürdig.

An eurer Stelle würde ich mal prüfen was das für Leute sind, besonders vertrauenswürdig finde ich das nicht und hätte Zweifel ob das nicht sogar ne Masche ist. Sollte bei euch sowas wie ne Vertragsstrafe oder ähnliches kommen so geht bitte zur Polizei. Im Grunde können die euch nix, ihr habt mit denen ja kein Vertrag und das Vorkaufsrecht eines Züchters ist in dieser Art und Weise vor Gericht nicht haltbar, zumal er ja das Gewerbe aufgegeben hat, strenggenommen wurde ein Vertrag mit ein gewerblichen Unternehmen,gemacht und nicht mit der verrenteten Privatperson.

 

 

 

 

 

Ich denke, dass Züchter oder Personen die sich im nahen Umfeld von Züchtern bewegen,  im allgemeinen schon erkennen können, welche Linie in den Hunden stecken. Ich selbst, Hundehalter seit mehr als 30 Jahren, kann sehen, ob der Rassehund A etwas vom Rassehund B aus der ähnlichen Zucht gemeinsam hat.  Vielen Dank für Deinen Kommentar.

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@salzburg4711

Die Zuchtstätte und die Adresse des Züchters existiert schon seit einigen Jahren nicht mehr, habe ich gegoogelt.

Das Ehepaar von dem ich den Hund gekauft habe, lebt heute in der Schweiz und arbeitet dort in der Gastronomie. Das haben sie mir jedenfalls seinerzeit mitgeteilt und das war auch der Grund, warum śie den Hund nicht mitnehmen konnten. Im Übrigen finde ich es auch normal, dass man nach einer gewissen Zeit den Kontakt abbricht. Schließlich ist der Hund verkauft und gehört anderen Personen. Da will man auch nicht ständig über jedwede Verbindlichkeit des Hundes informiert werden.

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