Hund adoptieren gratis?

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9 Antworten

Nein, zum Glück.

Denn etwas geschenktes ist für viele Leute weniger Wert, als wenn sie Geld dafür ausgeben (müssen).

Bei Adoptionen nennt sich das Schutzgebühr, die ihren Namen nicht umsonst trägt.

Hier dazu einen tollen Text von "Projekt Löwenherz" auf FB:

» WARUM KOSTE ICH GELD?

Immer wieder begegnet einem Tierschützer die Frage nach dem Sinn oder Unsinn einer Schutzgebühr.
Geradezu hitzig werden die Diskussionen besonders gern, wenn das Tier auch noch alt ist oder vielleicht sogar behindert, bzw. krank.

Nicht selten musste ich mir sogar schon den Vorwurf anhören, ich würde an den Tieren auch noch selbst Geld verdienen.
Wenn man schon "gebrauchte" Tiere versuchen würde zu vermitteln, dürfe man doch nicht auch noch Geld dafür verlangen.
Also warum sollte man keine Tiere im Tierschutz verschenken?

Diese Frage ist für mich ganz klar zu beantworten:

- Punkt 1: Nichts auf der Welt ist kostenlos.
Noch nicht einmal der Tod.
Ein Tier im Tierschutz muss medizinisch versorgt werden, das machen Tierärzte in der Regel nicht umsonst. 
Wenn man Glück hat - aber auch nur dann - höchstens günstiger.
Sie müssen geimpft, gechipt, kastriert, entwurmt und entfloht werden.
Manche brauchen Operationen, die ihre Vorbesitzer zum Beispiel nicht bezahlen wollten und die ein Tierschutzverein dann auf sich nimmt um dem Tier das Leben zu retten.

Jedes tier hat Hunger und möchte fressen und das jeden Tag, egal, wie lange es beim jeweiligen Verein oder der jeweiligen Pflegestelle ist.
Sie brauchen Halsbänder, Geschirre, Leinen, Betten, Spielzeuge, Maulkörbe, Näpfe. So wie jedes andere Tier auch. Auch das ist selten kostenlos.
Bei Auslandstieren kommt dann noch der Transport hinzu ins neue Zuhause. Egal, ob per Auto oder per Flugzeug, umsonst ist es leider nie.

Viele Tierschützer fahren täglich hunderte Kilometer um verletzte Tiere von den Straßen aufzusammeln oder einfach um Futter hin- und herzutransportieren oder Tiere von A nach B zu bringen.
Auch Benzin kostet Geld und das nicht wenig.
Egal, wo auf der Welt.
Spezielle Behandlungen von kranken, alten, sehr jungen und schwachen Tieren sind hier noch nicht einmal berücksichtigt.
In der Regel können diese gesamten Kosten überhaupt nicht abgedeckt werden durch eine Schutzgebühr, die zwischen 200-300€ oder auch mehr liegt. Wer rechnen kann, sollte sich darüber bewusst sein, dass es sehr schwer ist, daran also auch noch Gewinn zu erzielen.
Das leitet auch zum nächsten Aspekt über, der mir persönlich noch viel wichtiger ist:

- Punkt 2: Der Schutz des Tieres.
Eine "Schutzgebühr" trägt ihren Namen nicht umsonst.
Wikipedia definiert diesen Begriff unter anderem so:
".. Die Schutzgebühr ist nicht kostendeckend. Sie ist eine Alternative zur kostenlosen Abgabe und gibt dem ansonsten zu verschenkenden Kaufgegenstand eine gewisse Wertigkeit. Mit der Erhebung einer Schutzgebühr kann man sicherstellen, dass nur Personen, die ein tieferes Interesse an einer Sache haben, diese anfordern. .."

Treffender könnte ich es nicht formulieren.
Leider habe ich in meiner gesamten Tierschutzzeit schon sehr, sehr, sehr viele schlechte Erfahrungen mit verschenkten Tieren gemacht.
Leider ist es in unserer Gesellschaft doch meist der Fall, dass einem etwas, das etwas gekostet hat gleich viel mehr wert ist und man sich auch vor der Ausgabe mehr Gedanken darüber macht.
Das mag hard klingen und es gibt natürlich wie überall auch wieder Ausnahmen, darüber braucht man nicht diskutieren.
Ich würde Schutzgebühren immer wieder sammeln für Stellen, mit denen ich schon lange zusammenarbeite und die beispielsweise sehr viele Tiere bei sich aufnehmen oder retten.

Oder Schutzhöfe oder andere Tierschutzprojekte.
Doch wer privat ein Tier adoptieren möchte, der sollte diese Kosten aus meiner Sicht ganz klar aufbringen können.
Denn ein Tier kostet auch danach noch Geld.

Versicherungen, Steuern, Impfungen, Futter, Ausstattung, Operationen etc etc.
Deshalb kann ich nur jede Orga oder jeden Menschen, der sein Tier abgibt, bitten:
Erhebt eine Schutzgebühr für euer Tier!!
Verschenkt NIEMALS an privat.
Die Seele eines Lebewesens ist so oder so unbezahlbar. 
Da sollten jene, die versuchen sie zu retten sich nicht auch noch Vorwürfe anhören müssen, warum die Welt nicht kostenlos ist. «

https://www.facebook.com/projekt.loewenherz/photos/a.486493038149111.1073741828.485955034869578/527345884063826/?type=3

LGH

Hallo,

auch, wenn man einen Hund z.B. aus dem Auslandstierschutz adoptieren möchte, dann kostet das Geld, meist zwischen 250 - 350 Euro.

Das hat gute Gründe:

- erstens verschlingt die Arbeit der Tierschützer vor Ort eine Menge Geld, z.B. für die Unterbringung, die Versorgung und vor allem die medizinische Versorgung der aufgefundenen Straßenhunde.

- zweitens kostet es eine Menge Geld, die Hunde, die dann adoptiert werden, zu sterilisieren, zum impfen, zu chippen und z.B. nach Deutschland zu transportieren

- drittens ist es nun einmal so, dass "was nichts kostet, auch nichts wert ist". Was meinst du, wie viele Leute dann ziemlich spontan und unüberlegt einen Hund adoptieren würden und diesen dann, wenn er mehr oder wenig schnell dann doch lästig wird, wieder zurückgeben - kost ja nix!

Abgesehen davon ist der Anschaffungspreis eines Hundes immer die allerkleinste Summe, die man in ihn investiert. Die laufenden Kosten für Futter, Versicherung und Steuer summieren sich bereits in einem Jahr auf eine viel höhere Summe. Nur ein Tierarztbesuch mit einer etwas schlimmeren Erkrankung oder einem Unfall verschlingt schnell einen dreistelligen - oft sogar hoch dreistelligen - Betrag.

Den Faktor "Geld" muss man bei einer geplanten Hundehaltung wirklich mit berücksichtigen, denn diese Kosten sind nicht gering.

Jeder Hund kostet Geld bei der Anschaffung. 

Tierheimhund je nach Alter zwischen 150-400 Euro . 

Rassehund 1000 Euro aufwärts. 

Wer kein Geld für die Anschaffung hat, sollte gleich mal darauf verzichten. Ein Hund kostet im Monat um die 100-150 Euro. Steuern,Futter,Versicherung. 

Und ein Tierarztbesuch kann läppische 20 Euro kosten oder viele Tausende Euros, für eine evtl.Not Op. 

Wer die Kohle nicht hat, kein Hund. 

Nein. Je nach Tierheim bezahlst du - mit Recht - eine Gebühr von 250 bis 350 Euro.

Gratis bekommst du einen Hund nur, wenn du wie ich, den Hund zufällig verletzt in einem span. Straßengraben aufliest. Da ich dann aber den Hund zum Tierarzt brachte, ihn behandeln ließ, kostet das auch schon mal Geld. Und dann musste ich noch jemand finden, der den Hund für mich 4 bis 6 Wochen in Spanien versorgte, da die Impfung erst mal gültig werden musste. Gott sei Dank, war auf dem Pferdehof , wo ich war, eine Praktikantin aus Deutschland, die den Hund für mich übernahm. Sie flog 6 Wochen später nach Deutschland zurück und hat mir den Hund mitgebracht.

Ich denke mit Tierarztbehandlung, Aufwandsentschädigung für die Praktikantin, Flug... habe ich mehr als umgerechnet 300 Euro ausgegeben. (damals noch Peseten, bzw. DM). Aber es hat sich gelohnt. 15 Jahre hatte ich den Hund.

Nein.

Und solltest du Geld Probleme haben solltest du das mit dem Hund ganz lassen, auch wenn du einen findest der gratis ist.

Der Hund ist im Unterhalt teuer.

Monatlich bist du je nach dem 150-200€ los.

Und wenn was passiert gehen die Kosten beim TA schnell von 25€ schnell mal bis weit über 1.000€

Wer kein Geld hat, sollte sich auch keinen Hund schenken lassen. Hunde wollen Futter, Spielzeug, Tierarztbesuche. Das alles kosten neben Zeit auch einiges an Geld.

xxxxxxx7 06.07.2017, 15:53

Wer hat bitteschön irgendetwas von dem gesagt weit denken kannst du nicht

0
ApfelTea 06.07.2017, 16:38

Und du kannst offenbar nicht lesen. Es ging um Gratis-Hunde. Selbst wenn ein Hund geschenkt wird, ist er im Unterhalt nicht kostenlos. Es spielt also keine Rolle

1

nein. Auch im Tierheim bezahlt man für einen Hund Geld...

Liebe(r) xxxxxxx7,

wenn man vom Adoptieren eines Hundes spricht, ist gemeint, dass man sich einen Hund kauft. Kaufen bedeutet, nicht kostenfrei.

Freundliche Grüße

Delveng
2017-07-05, Mittwoch, 23:46

Nein es ist nicht gratis..

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