Hund 12 Jahre einschläfern lassen?

15 Antworten

Ein Tier zeigt, wenn es nicht mehr kann. Wir können den Hund hier nicht sehen. Wenn das Tier noch Lebenswillen hat, würde ich ihn nicht einschläfern lassen. Dann muß man eben Rückschritte machen, und keine großen Runden mehr mit ihm drehen, und euer Leben dem alten Hund anpassen. Vielleicht ist es möglich, ihm noch ein paar schöne Wochen zu geben. Wenn er sich allerdings vor Schmerzen nur noch quält, und keine Besserung in Sicht ist, dann solltet ihr, so traurig das ist, euch mit dem Gedanken befassen, dass er nun gehen will. Sucht ihm ein schönes Plätzchen im Garten, an das er kommen wird, wenn es soweit ist, aber überstürzt bitte nichts. Sprecht das genau mit eurem Tierarzt durch, welche Möglichkeiten es gibt, oder nicht mehr gibt. Für den Ernstfall, falls der Hund nur noch sichtbar leidet, gibt es auch Notdienste an den Feiertagen. Es wäre nur extrem traurig, wenn er euch ausgerechnet an Weihnachten verlassen würde :o( . Gute Tierärzte kommen übrigens auch nach Hause, damit das Tier zuhause über die Regenbogenbrücke gehen darf, und nicht noch zusätzlichem Stress ausgesetzt wird.

Alles Gute für euch und den Hund, und viel Kraft für die nächste Zeit.

http://www.spanischetiere.net/index.php/nachdenkliches/252-testament.html

Leider kann ich nur einen "DH" geben, du hättest 10 verdient. Sehr schön geschrieben und mir aus der Seele, nein...aus dem Herzen gesprochen.

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Wartet erst einmal den Tierarztbesuch ab und geht besser sofort hin als das Tier weiter leiden zu lassen. Der wird euch schon sagen was man noch bei dem Hund machen kann und in wie weit das Tier leidet. Mit einer guten Medikation oder einer OP ist manchmal noch Zeit zu gewinnen, kommt eben darauf an was in dem Alter noch vertretbar ist. Eine OP wird wohl zu belastend, aber wenn er mit Medikamenten wieder fit zu bekommen wäre, dass es ihm wirklich gut geht, sollte man es auch nutzen.

Wobei ich mich frage, wart ihr nie wegen den rechten Bein beim Arzt? Der müsste dafür ja schon eine Diagnose gestellt haben und normal auch Medikamente etc. Die Beschreibung "Etwas" finde ich extrem wage.

Wir haben es nicht röntgen lassen. Der Arzt meinte das wir ihn operieren könnten aber das bringt nicht viel und es könnte sogar schpimmer werden. Er sagte das wir noch so lange warten sollten bis es nicht mehr geht, und an dieser stelle sind wir nun angekommen... Zu seinem bein. Sie dachte das es etwas mit der hüfte zutun hatte, aber eine Op würde nur wenig helfen, da er bereuts 12, Jahre alt ist.Wir würden alles tun um ihm zu helfen aber eine OP wäre nicht sicher hilfreich gewesen.

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@matti96

Sorry, aber ich finde das Verhalten des TA relativ sonderbar. Es wurde anscheinend weder ein Röntgenbild noch Ultraschall eingesetzt, vermutlich auch keine Blutabnahme, um festzustellen ob es Entzündung(en) sind oder was tatsächlich vorliegt.

Eine Diagnose 'auf Verdacht' finde ich etwas vage. Nicht alle OPs bringen etwas, das ist klar, aber wenn sie rechtzeitig, also bei den ersten Anzeichen gemacht werden, dann ist das doch oft sinnvoll.

Vielleicht sprecht ihr das alles noch einmal mit einem anderen Tierarzt durch, ein Schmerzmittel kann er ihm ja bis zu einer Entscheidung verabreichen, damit das Tier nicht leiden muss und wieder mehr Lebensfreude und -qualität hat.

GLG

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@matti96

Kann mich cakejane nur anschließen. Sucht einen anderen Tierarzt auf und lasst da mal vernünftig eine Diagnose stellen mit allen drum und dran. Denken ist keine Diagnose sonder eine Vermutung. Es muss sicher festgestellt werden was nun los ist bevor eine Entscheidung getroffen wird. Es gibt mit einer sicheren Diagnose eher eine vernünftige Medikation als nur einen Verdacht zu haben. Für Leiden an Gelenke etc. gibt es z.B. auch eine Behandlung mit kleinen Mengen an Gold, die schon einigen Tieren geholfen hat etc.

Wenn das Tier leidet darf man beim letzten Schritt nicht zu lang zögern, aber vorher sollte wirklich gesichert sein, was es nun ist und ob es auch keinen Weg mehr gibt die Schmerzen human zu lindern oder zu beseitigen.

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Der Hund quält sich bis Freitag zu warten dauert zu lange geht heute noch. Ihr könnt auch über Feiertage einen Tierartzt erreichen die meisten Tierkliniken schieben 24h Notdienst.

ist der hund denn wegen den schmerzen in behandlung? du sagst,der tierarzt hat eine op vorgeschlagen,die der hund vermutlich nicht mehr überstehen würde. bekommt der hund wenigstens schmerzmittel,um ihm noch eine angenehme zeit zu bereiten? wenn eine op nicht mehr möglich ist,würde ich es mit schmerzmitteln versuchen.momentan will der hund nicht mehr raus,nicht mehr aufstehen,das kann sich aber mit medikamenten nach ein paar tagen ändern. einen versuch ist es auf jeden fall wert.

Die Entscheidung über ein anderes Leben zu treffen, gehört ganz sicher zu den schwersten Dingen in unserem Leben. Und das ist auch gut so.

Letzten Endes müssen wir mit dem Wissen leben, für den Tod eines Lebewesens verantwortlich gewesen zu sein. Nach meiner Erfahrung ist das am leichtesten erträglich, wenn man sich sagen kann, dass man alles, was man hätte tun können, um eine Besserung zu erreichen, getan hat.

Das mag bedeuten, dass ein Tier u.U. länger leidet, als es aus objektiven Überlegungen heraus hätte leiden müssen. Da wir es aber weder befragen, noch seinen Zustand sicher beurteilen können, sind wir darauf angewiesen, darauf zu vertrauen, was der Tierarzt als Fachmann sagt und was unser eigenes Empfinden zulässt.

Leider zeigt durchaus nicht jedes Tier an, dass es nicht mehr kann. Ich hatte Hunde, die bis zum letzten Atemzug gekämpft haben, obwohl sie unter großen Schmerzen litten.

Deswegen: Geht zum Tierarzt, hört euch seine Meinung an und hört auf euer Gefühl. Ihr solltet aber damit rechnen, dass es auch nach der Entscheidung erst mal nicht leichter wird.

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