Hufschmied / Orthopäde Kosten?

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Das Ergebnis basiert auf 6 Abstimmungen

Orthopäde 83%
Schmied 16%

5 Antworten

Orthopäde

Ich lasse aus gutem Grund nur noch Huforthopäden an meine Pferde und hoffe, dass mir vor allem meine HO, die ich bisher habe, noch lange erhalten bleibt und ich mir niemand neuen suchen muss:

Die bekommen ALLES ohne Beschlag gelöst, d.h. ich muss, egal was passieren wird, nie mehr die gravierenden Nachteile von Beschlag in Kauf nehmen. Bzw. so kann man es nicht formulieren, so ist es nicht korrekt: Fehlstellungen oder Erkrankungen kann man ausschließlich mit guter Barhufbearbeitung lösen. Was man mit Beschlag machen kann, ist vertuschen, das Pferd sofort wieder zum laufen bringen, aber mit dem Nachteil, dass sich langfristig das Problem sogar verschlimmert. Einige Pferde haben das Glück, dass sie vorher an was anderem sterben, bevor ihre Hufe funktionsuntüchtig werden. Aber ob ich so "taktieren" muss als liebender Pferdebesitzer?

Wenn ich mir die Barhufe ansehe, die Schmiede bearbeiten, so behalten die dennoch ihre Stellungsfehler und daraus resultierend die schlechte Hornqualität. Die laufen sich deswegen so brutal ab im Sommer auf harten Böden, dass sie alle beschlagen werden müssen mit der Begründung "das Pferd hat halt keine so tolle Hornqualität, das wird vererbt" - nur komisch, dass dasselbe Pferd, nur ein einziges Mal von der Huforthopädin ausgeschnitten plötzlich top Qualität hat.

Der Huforthopäde verlangt immer pauschal 40 bis 50 Euro und kommt alle 4 Wochen, weil längere Intervalle in den meisten Fällen unsinnig sind und dem Pferd nur Schwierigkeiten bereiten. Sollte es bei einem Pferd auch in einem längeren Intervall möglich sein, dann sagt das der Huforthopäde auch ehrlich und kommt seltener. Sowas wie einen Abszess eröffnen ist nicht, wie bei der Kombi aus Schmied und TA ein Drama von mehreren hundert Euro, sondern meist eine kleine Sache, die die Huforthopäden zum Großteil als kostenfreien Kundenservice ansehen und nach nur ganz geringem Eingriff und ein bisschen "einlaufen" (dadurch baut sich der Druck ab) läuft das vorher stocklahme Tier wieder einwandfrei.

Selbst, wenn das Pferd aufgrund der vorliegenden Böden und vielleicht früherer Hufschäden oder individueller Empfindlichkeiten für Ausritte, Fahren etc. Schuhe brauchen sollte, fährt man damit langfristig wesentlich kostensparender als mit der auf den ersten Blick günstiger erscheinenden Arbeit der Schmiede.

Danke:)! Hat mich überzeugt. Werde mich nach einem orthopäden umschauen:) ★

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Orthopäde

Definitiv Huforthopäde, seit meine Friesenstute von einem Huforthopäden bearbeitet wird läuft sie erstens besser, läuft richtig und wesentlich gesünder. Huforthopäde kostet bei mir 50 Euro alle 6 Wochen.

Wenn dein Pferd jetzt Barfuß läuft würde ich das auf jeden Fall so lassen - durch richtige bearbeitung beim HO brauch dieses Pferd dann nie Eisen und kann überall laufen (vorausgesetzt du trainierst auch auf allen Bodenarten und schonst den Huf nicht) denn nur dann kann er sich so nachbilden, wie er verbraucht wird. Auch HO s beheben Stellungsfehler - durch anders bearbeiten.

Schmied

Barhufpflege kostet bei unserm Schmied um die 30 Euro. Manche nehmen auch mehr, aber die 80 übersteigt es da eigentlich selten. Mit Eisen sieht das schon anders aus. Für nen Komplettbeschlag bezahlt man da um die 80-150 Euro. Zusätzlich kommen dann noch Kosten für Spezialbeschläge, Eisen mit Stollenlöchern oder Einlagen. Da macht aber jeder Hufschmied seinen eigenen Preis. Du kannst dich ja mal bei Stallkollegen umhören, was die für welche haben. Würde aber nicht nach Preis gehen, sondern nach Qualität und Erfahrung. Sonst hat dein Pferd nachher nen Nagel im Strahl und lahmt. Mit Orthopäden hab ich noch keine Erfahrung gemacht

Okey danke:)👝 Hilfreich!:)

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Ja, auf die Qualität achten ist wichtig - und die Qualität lässt bei allen Schmieden zu wünschen übrig. Ich sehe viel, habe beruflich auch mit Pferden zu tun - aber ich habe in inzwischen über 33 Jahren mit Pferden noch keinen einzigen gesunden Huf gesehen, den ein Schmied bearbeitet hat. Ich habe auch noch nie gesehen, dass sich ein Huf unter der Arbeit eines Schmiede kontinuierlich weiter verbessert hätte. Manchen können ein bisschen was verbessern gegenüber der Arbeit ihrer schlecht arbeitenden Kollegen, aber kommen immer an Grenzen, wo ich weiß, das ginge mit der Zeit noch wesentlich besser, aber sie schaffen es nie. Wenn mir einer mal einen gesunden Schmiedhuf zeigt, der das Pferd nicht in die Gefahr von Arthrosen oder Sehnenverletzungen oder auch Rückenbeschwerden bringt, lasse ich mich gerne überzeugen, aber mir hat noch keiner einen zeigen können. Hingegen sehe ich von allen HO des DIfHO gute Hufe - schon lange, bevor ich mich entschied, von einer solchen HO bearbeiten zu lassen und von einigen DHG-Bearbeitern ebenfalls.

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Orthopäde

Das kommt immer ganz drauf an Was los ist.. manchmal kommt man mit einem Orthopäde einfach viel weiter, manchmal tuts ein guter (!) schmied aber auch. Ein guter huforthopäde ist allerdings auch super, und vielleicht solltest du einfach mal mit so einem anfangen...

du könntest erstmal nen schmied holen, der weiß wovon er redet. Wenn es dann bestimmte dinge wie fehlstellung ect tatsächlich geben sollte, kannst du noch einen Orthopäden hinzuziehen.

Oder du lässt direkt einen drauf schauen, und holst dann später einen schmied der sich das nochmal anschaut und seine arbeit tut - bitte unbedingt darauf achten das da KOMPETENTE leute am werk sind ! Ein schlechter schmied (oder auch Orthopäde!) kann dir auch im doo.fen fall dein Pferd kaputt machen, das habe ich schon mehrmals erlebt bei freunden,bekannten ect...

Die preise sind sehr unterschiedlich, wie in fast allen dingen..

Beim schmied kostet die barhufpflege allerdings im durchschnitt um die 30€ (aufwärts eher..) , wenn du beschlagen lässt geht es dann 80€ aufwärts, durchschnittlich 100... kommt auch oft drüber (kommt aber auch drauf an ob nur vorne oder auch hinten)

ABER : Lass dein Pferd NICHT beschlagen (außer es ist aus gesundheitlichen gründen dringend notwendig!) , so verdienen schmiede einfach ihr Geld und eisen sind gesundheitsschädigend für Pferde! Solange dein Pferd barhufer bleiben kann, sollte er das auch !

Und wenn du dich überzeugt hast das du jmd kopemtenten gefunden hast und das Pferd barhuf bleiben kann - dann bleib beim HO ...

Es gibt KEINEN gesundheitlichen Grund, der Beschlag notwendig macht, außer man gehört zu den Pferdebesitzern, die sagen "was ich nicht mehr sehe, juckt mich nimmer, auch wenn's meinem Pferd dann schlechter geht", denn der Beschlag kann nur aktuell vertuschen, d.h. das Pferd läuft sofort wieder besser (weil das Bein taub gestellt ist und weil es momentan entlastet wird), jedoch ist die Nebenwirkung, dass sich die Situation langfristig nochmal verschlimmert - und wenn das Pferd mit dem taub stellenden Beschlag dann auch nicht mehr läuft, ist meist kaum mehr was zu retten.

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@Baroque

ich habe das jetzt verallgemeinert für mich fallen auch med. beschläge unter beschläge und sowas kann eben doch notwendig sein bei bestimmten Verletzungen ...

aber da hast du natürlich auch recht.. ich bin sowieso barhufer (Y) :D Ist auch natürlicher..

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Wenn ein Pferd keine eisen drauf hat sollte's du es auch so lassen .. Ich denke ein Orthopäde IST nicht verkehrt

Ja ich möchte auch keine Eisen:)

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