Hufrolle beim Pferd heilen mit Heilspritze?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

stell dir Hufrolle wie Arthrose vor. Das ist auch nicht heilbar.

Mit viel Glück kann es passieren, dass man noch mehrere Jahre das Pferd beinahe normal reiten kann und nur übermäßige Belastung wie z.B. Springen weglässt. Wahrscheinlicher ist es aber, dass du, wie der Name "chronische Hufrollenentzündung" schon impliziert, immer wieder Probleme damit haben wirst.

Hyaluronsäure soll helfen, dass die Gelenke da unten "besser geschmiert" sind. Oft hilft das eine Weile aber das Zeug baut sich auch wieder ab und man kann damit ja auch nicht die Veränderungen im Strahlbein (die häufig Ursache für die HRE sind) rückgängig machen. Hilft also nur bedingt.

Es gibt Mittel, die versuchen, den Knochen wieder aufzubauen, Tildren und Osphos heißen die. So ganz erwiesen ist die Wirkung aber nicht. Manche berichten, dass es gar nix gebracht hat, andere sagen, sie hätten tatsächlich ein Pferd, das man als geheilt bezeichnen könnte. Das Zeug wird halbjährlich bis jährlich als Infusion gegeben und kostet so 500-600€ wenn ich mich recht erinnere. Und die Wirkung ist wie gesagt unklar.

Also: die Wahrscheinlichkeit, dass du nach der Hyaluronspritze ein beinahe normal reitbares Pferd hast, geht gegen 0. Die Wahrscheinlichkeit, dass dein Tierarzt nicht kompetent genug ist, liegt hingegen bei über 50%. Lass die Finger von dem Pferd, wenn du was normal reitbares suchst!

die wahrscheinlichkeit liegt bei genau NULL prozent.

welcher tierarzt meinte das? wenn es der ist, den DU für die ankaufsuntersuchung ausgewählt hast, setze den auf deine rote liste und ruf ihn nie wieder an. wenn der tierarzt des jetzigen besitzers das bei der ankaufsuntersuchung gesagt hat, zeig ihm einen vogel.

lass das pferd dort, wo es ist.

das pferd wird nie wieder normal reitbar.

lass das pferd da, wo es ist und schau dich nach einem andern um.

Woher ich das weiß:Beruf – Sachgerechter Umgang ist aktiver Tierschutz!

Lass die Finger von diesem Pferd. Eine Veränderung der Hufrolle ist degenerativ und kann mit gewissen Medikamenten und Spezialbeschlag, mit Glück, verlangsamt und somit das Ende der Reitbarkeit herausgezögert werden. Es gibt Infusionen, die Hufrollenpferden helfen - aber warum sollte man sich ein Pferd kaufen, bei dem immer wieder Tierarztkosten vorprogrammiert sind und auch niemand sagen kann, wie lange man es tatsächlich noch reiten kann? Mach das nicht.

Ich würde so ein Pferd nicht kaufen. WEnn man es schon längere Zeit als Besitzer hat, versucht man alles, damit es dem Pferd besser geht. Unter anderem fährt man mit dem Tier in einer Klinik und lässt es dort sehr gründlich untersuchen. (TEUER).

Aber so ein Pferd kauft man nicht!

Das hast du falsch verstanden.

"Hufrolle" ist eine dauerhafte Veränderung des Hufrollenmechanismus beim Pferd.... wie Arthrose beim Menschen eine irreversible Veränderung der knöchernen Gelenke ist.

Was dein Tierarzt meint, ist, dass man durch Spritzen den Schmerzmechanismus ausschalten kann.... aber die Veränderung der Hufrolle bleibt bestehen. Und weil das schmerzbefreite Pferd die erkrankten Hufe nicht mehr schont, schreitet die krankhafte Veränderung heran.

Ich würde das Tier nicht kaufen.

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