Hufrolle bei pferd -> Hilfe!

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4 Antworten

Traurig, wirklich traurig, dass es tatsächlich noch Menschen gibt, die diese Variante wählen. Der Nervenschnitt verhindert lediglich, dass das Pferd merkt, dass ihm was wehtut. Das heißt aber nicht, dass alles ok ist. Normalerweise ist Schmerz ein Warnsignal des Körpers. Wenn etwas wehtut, dann sollte man halblang machen, bis der Körper sich erholt hat und es nicht mehr schmerzt...diese Signalfunktion wurde dem Pferd jetzt genommen. Es merkt nicht mehr, wenn es wehtut, also kann auch niemand abschätzen, ob es grad geht mit der Entzündung oder nicht... :-/

Die Folgen hat DennisG8 schon ganz gut erklärt.

Ich habe hier bei mir einen Hufrollenpatienten stehen, der ist jetzt weit über 20 und hat die Diagnose vor knapp 8 Jahren bekommen. Die Besitzerin hat ihn mit Spezialbeschlag noch ein paar Jahre mäßig geritten und mit 20 dann in den wohlverdienten Ruhestand geschickt. Jetzt ist er lahmfrei in seiner kleinen Männer WG und genießt seine Rente.

Die Stute meiner Freundin ist auch vor drei Jahren positiv auf Hufrollenentzündung getestet worden. Sie hat sie zuerst beschlagen lassen und dann später umgestellt auf eine Anlage, wo sie das ganze Jahr auf ne schöne flache Weide kann und reitet jetzt so ca drei- bis viermal die Woche.

Wenn man so eine Diagnose bekommt, dann ist das sicherlich ein Schock und schwierig damit umzugehen, aber ein Nervenschnitt ist in meinen Augen überhaupt gar keine Alternative. Wenn dann sollte man so fair sein dem Tier gegenüber und es in Rente schicken, wenn das ohne Schmerzen möglich ist oder es von seinen Leiden erlösen....

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http://www.tipps-zum-pferd.de/hufrolle-%96-hufrollenentzuendung-oder-podotrochlose_tipp_188.html

Ist es soweit, dass das Pferd dauerhaft Schmerzen in der Hufrolle hat, gibt es noch die Möglichkeit eines Nervenschnitts (Neurektomie). Dabei werden die Nerven, die die Hufrolle innervieren durchtrennt. Dadurch wird der hintere Teil des Hufes schmerzunempfindlich und gefühllos. Das Pferd kann jetzt also wieder schmerzfrei laufen. Zu Beginn stolpern Pferde mit Nervenschnitt häufig, da sie sich erst an das neue Gefühl in den Hufen gewöhnen müssen.

Der Nervenschnitt macht das Pferd schmerzfrei, behebt das zugrunde liegende Problem aber nicht. Daher besteht auch weiterhin die Gefahr, dass die Veränderungen so groß werden, dass das Strahlbein durchbricht, was für das Pferd sehr schmerzhaft ist. Da das Pferd die Schmerzen nicht mehr spürt, belastet es die entzündete Hufrolle zu stark, was die Veränderungen beschleunigen kann. Es liegt also in der Verantwortung des Besitzers das Pferd weiterhin sorgfältig zu managen, auch wenn es scheinbar beschwerdefrei ist. Mehr als gelegentliches freizeitmäßiges Reiten sollten Sie einem solchen Pferd nicht mehr zumuten. Wichtiger sind viel Bewegung auf der Koppel und eine artgerechte Haltung.

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Das verhindert nur das er Schmerz empfindet. Ist ziemlich gemein den dann noch 5 mal die Woche für den Schulbetrieb ein zu setzen!

Die sehne ist entzündet auch der Knochen darunter. Irgendwann wird der Knochen porös und die Sehne hauch dünn. Und irgendwann hängt das Beinchen dabei.

Denn durch die Entzündung fängt die Sehne an über die Hufrolle (ein winziger Knochen der wie eine Umlenkrolle fungiert) zu reiben und das ganze wird zum nie enden wollenden Teufelskreislauf wenn es erst mal chronisch ist wie bei diesem Pferd. Letztendlich zerfrisst diese Entzündung Knochen und Sehne.

Er merkt durch den Nervenschnitt nicht das bald die Sehne reißt und der Huf unbrauchbar dabei hängt. Das wäre so das schlimmste.

Ganz ehrlich. Ein Pferd mit so einer Diagnose sollte man keinen Nervenschnitt verpassen um es weiter aus zu beuten sondern es erlösen.

Ein Pferd das derart krank an der Hufrolle ist wird niemals Schmerz frei sein, das ganze wird immer weiter gehen bis der seidene Faden reißt. Im Moment ist er Schmerz frei wegen dem Nervenschnitt aber so eine Maßnahme in diesem Zusammenhang ist eine Sauerei.

Wir haben selbst ein Pferd das wir geschenkt bekommen haben (Frau war in Not und wir im Tierschutz) einschläfern müssen weil es beide Rollen kaputt hatte und nicht wusste auf welchem Bein es lahmen soll. In diesem Stadium gibt es keine Heilung und kein Happy End.

Ich würde mich weigern dieses Pferd zu reiten oder gar die schule wechseln!

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Schmerzen durch den Nervenschnitt wird er wohl eher nicht mehr haben.

Ich finde es trotzdem eine Gemeinheit ihn noch im Unterricht mitlaufen zu lassen, damit macht man es nur noch schlimmer.

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