Hufeisenverwöhntes Pferd auf Barfuß umstellen, nur wie?

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6 Antworten

Hufe müssen das erst wieder lernen - 3 Wochen probieren und wieder aufgeben geht nicht, da muß man für mindestens ein Jahr dran arbeiten, bis die Hufe sich wieder angewöhnt haben das es auch ohne geht.

Das ist in der Regel nach ein mal durchwachsen der Fall.

Einen guten Hufbearbeiter suchen - Hufe relativ lange wachsen lassen - die Eisen runter machen und nur leicht berunden - auf keinen Fall darf der Hufbearbeiter den Huf kürzen.

Vorher kann man noch das Pferd gut mit Bierhefe auffüttern, damit die Hufe gut nachwachsen. Bierhefe hilft auch weiterhin beim gesunden nachwachsen der Hufe mit.

Dann muß das Pferd auf allen Böden (besonders harten Böden) frei laufen dürfen. z.B. Paddock mit Pflastersteinen.

Sollten die Hufe die tendenz haben Auszubrechen, wird wieder nur leicht berundet - da muß man halt durch, das Ausbrechen der Hufe ist die natürliche Kürzung des Hufhorns. 

Beim Reiten für die ersten Monate bieten sich Hufschuhe an, die ein "zu viel an Abrieb" verhindern.

Die Hufe werden vom Abrieb auf das Nachwachsen hin angeregt, dieser Mechanismus ist nach langem Beschlagen kaputt und muß erst wieder gelernt werden.

Abrieb muß aber sein, also bitte nicht nur noch auf weichen Böden rum laufen lassen, sonst habt ihr genau das Gegenteil erreicht, als was ihr erreichen wolltet.

Ein guter Hufbearbeiter ist Pflicht - hier geht es um richtige Stellung - wenn ein Pferd nicht richtig steht, dann funktioniert der ganze Mechanismus auch nicht, da sich das Hufhorn falsch abnützt.

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Selber rumdoktoren funktioniert nicht.  

Schau mal bei dem dhgev.de ob es jemanden gibt, der zu dir kommen kann. Die fahren auch mal 400km, wenns irgendwie auf dem Weg liegt oder nicht anders geht.  

Ein Schmied kann sowas nicht - der ist darauf getrimmt, Eisen zu machen. Bei der Umstellung ist es nicht damit getan, dass man die Teile runternimmt und mal schaut, was passiert.  

Es ist klar, dass die Hufe ausbrechen, weil ja das Eisen den gesamten Huf mit Scherkräften belastet hat.  

Natürlich nutzen die sich total schnell ab - der Huf kennt es ja gar nicht, Boden zu spüren und ist dafür überhaupt nicht ausgelegt. Das Eisen hat den Huf total weich gemacht. 

So eine Umstellung dauert Monate, bei manchen Pferden sogar über ein Jahr. 

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Kommentar von CarosPferd
08.11.2015, 13:34

Ein guter Schmied ist aber auch genauso darauf bedacht ein Pferd gut ohne Eisen zu beschneiden sodass es nicht fühlig läuft, ein guter erfahrener Schmied hat auch in der Umstellung gute Tipps, ob Hufschuhe helfen, etc ;) da er ja auch die Hufe, das Horn quasi am besten kennt und Erfahrung hat wie Horn sich dann in solchen Fällen verhält und wie man eine schlechte Struktur verbessern kann ;)

Ich würde mir einen anderen Schmied suchen wenn meiner nur darauf fixiert wäre immer zu beschlagen ;)

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Das erste was du haben solltest ist ein vernünftiger Schmied oder Hufbearbeiter und ne Menge Geduld.

Einfach so Eisen ab und alles ist Tutti, das funktioniert leider nicht. Die Hufstruktur muss sich erst einmal wieder an den nun stärkeren Abrieb gewöhnen - evtl. durch das Eisen entstandene Fehlstellungen müssen nach und nach ausgeglichen werden.

Wenn dich das Thema interessiert dan guck doch mal hier:

http://www.naturhufe.de/%3E-Funktionen-des-Hufes.htm

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Also meine Reitlehrerin hat ihren Pferden (die auch sehr weiche und empfindliche Hufe hatten) einen paddock mit Lavagestein (Bimssteinen) auslegen lassen, weil sie das mal irgendwo gesehen hat und sie war sehr begeistert, weil sie dann keine Eisen mehr brauchten. Ist zwar etwas aufwändig, aber sie meinte dass das wirklich super sein soll und eben auch dauerhaft und ohne komische Tricks oder Chemie. Vielleicht probierst du das mal?

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Ein Pferd das so lange Eisen hatte ist schwer auf Barhuf umzustellen aber machbar. Am besten im Winter die Hufeisen runter machen (da dort keine Tuniersaison ist und man sowieso nicht so viel ins Gelände geht). Am besten nach dem Entfernen der Hufeisen erst mal 1-2 Wochen Pause machen und nur Bodenarbeit oder longieren auf Sand. Wenn die Hufe des Pferdes das zu lassen, kann man dann langsam ein paar Runden im Gelände (aber bitte nicht auf Betonboden) spazieren gehen. Allerdings würde ich auf Dauer Hufschuhe empfehlen, da sonst die Hufe sehr schnell abnutzen. Ansonsten regelmäßig und immer ein bisschen länger spazieren gehen und so dir Hufe ein bisscheb meht belasten. Wenn die Hufe anfangen zu splittern jedoch wieder nur auf Sand reiten/arbeiten. Viel Glück & lG

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Kommentar von LyciaKarma
08.11.2015, 12:44

Ich würde empfehlen, erst recht jeden Tag kurz auf Beton zu gehen. Da merken die Hufe erst, dass sie sich umstellen müssen und härteres Horn brauchen.  

Hufschuhe braucht man nicht unbedingt, vor allem nicht, wenn man im Winter umstellt.  

Ich gehe auch jede Woche 2-5 mal mehr als 2 Stunden raus, auch sehr viel auf Asphalt und mein Pferd hatte noch nie Probleme. Man muss einfach klein anfangen und das langsam steigern, dann geht das. 

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wie wäre es mit guten Hufschuhen.

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