hündin "rammelt" alles

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4 Antworten

Im Moment bist du ja krank, aber das erklärt noch nicht, dass sie es schon seit ein paar Wochen macht.

Du schreibst: Sie darf alles, sie ist meine kleine Prinzessin ..... .

Das sollte sie nicht dürfen, Alles .

Ein Hund braucht klare Regeln, Grenzen in liebevoller Konsequenz durch- und umgesetzt. Sonst fühlt er sich unwohl und eiert rum, wie sie dir im Moment zeigt.

Bitte kaufe dir 3-4 Bücher über das Wesen und die Erziehung von Hunden, sonst werdet ihr beide nur unglücklich. Ganz besonders empfehle ich das Buch: 300 Fragen zum Hundeverhalten von Dr. Ronald Lindner.

Du gibst deinem Welpen den Raum und er nimmt ihn sich wie ein Kind, dem keine Grenzen gesetzt worden sind. Sei so ehrlich zu dir selbst, das Problem bist du und noch nicht der Hund, aber wenn du nichts tust, kann er es werden.

Einige grundsätzliche Dinge sind wichtig, damit du für Ihn "sichtbar", also wichtig wirst. Das Vertrauen dieses Hundes wirst du dir erarbeiten müssen.

Im Prinzip ist es ganz einfach, du solltest nur ein paar Regel beachten und dich selbst konsequent daran halten.

Sei immer authentisch, also deine Körpersprache sollte mit dem Befehl, den du sagst, übereinstimmend sein. Kein mit dem Körper vielleicht ausdrücken, wenn du**** Nein**** meinst und auch wirklich willst. Denn deine Körpersprache ist für Hunde klar verständlich und hat Prio 1 in der Verständigung für Hunde.

Wenn das ein Problem sein sollte, dann beobachte dich einmal vor dem Großspiegel, wie du einen Befehl gibst, strahlst du jetzt Autorität aus, würdest du dich jetzt ernst nehmen?

Glaube mir, dass ist nicht lachhaft, gerade dieses haben wir in unserem Verein auf unseren Hundeübungsplätzen so oft festgestellt und es änderte sich mit der entsprechenden, authentischen Körpersprache des Hundehalters sofort.

Die Halter wurden für die Hunde glaubhaft. ** Körpersprache ist Hundesprache pur.**

Klare, kurze eindeutige Befehle geben, mit immer den gleichen Worten, fest und bestimmt. Z.B. Sitz (und nicht, setz dich, mach endlich Sitz usw.). Wenn er Sitz oder Platz verwechselt, üben, immer erst einen Befehl, dann den nächsten üben, zwei Wochen später.

Denn er versteht ja die Worte nicht, sondern nur die Klangfolge. Unterstützend kann sein, ein immer gleiches Handzeichen zum Befehl und vor allem immer Blickkontakt mit ihm halten und belohnen.

Wenn er dich anschaut, immer den Blickkontakt bestätigen, mit einem Lächeln oder Ok oder seinem Namen, natürlich ab und an mal mit einem Leckerchen, so ein paarmal am Tag.

Sehr wichtig, du startest und du beendest jede Aktivität (schmusen, spielen, spazieren gehen) , niemals er, wenn er z.B. keine Lust mehr hat.

Lass dich auch nicht von den "treuen" Hundeaugen erweichen oder durch seine Bettelpfote zu irgendetwas verleiten, z.B. Schmusen oder ein Leckerchen.

Dann aggiere immer in liebevoller Ruhe, Gelassenenheit und Konsequenz/Strenge, nicht mit Lautstärke. Wenn du einen Befehl sagst und er kann ihn schon, dann setze dich auch durch, Immer, sonst gib ihn erst garnicht, z.B. falls die Entfernung zu groß ist.

Wenn er den Befehl noch nicht immer kann oder will, dann zurück an den Start und an der langen Leine (20m lange Wäscheleine) diesen Befehl wieder mindesten 1-2 Wochen an ruhigen Orten üben, später, wenn er es kann, an Orten mit Ablenkung üben.

So hast du in wenigen Wochen, wirklich konsequent eingehalten, einen zufriedenen, aufmerksamem und eng an dich gebundenen Hund.

So wie du über ihn denkst oder ihn respektiert, so bindest er sich an dich, wenn du innerlich über ihn schimpft mit dem Worten, dieser Köter o.ä., so kommt es zu dir zurück, weil du es unbewusst in deiner Körperhaltung ausdrückst und die versteht er zu 100% ;-D), denn Hunde sind Weltmeister im Körpersprachen verstehen, mehr als du dir vorstellen kannst.

Weitere Tipps zum Thema Hund findest du auf meinem Profil, einfach meinen User-Namen anklicken und bei den Tipps zum Thema nachschauen.

In Härtefällen kann man Folgendes versuchen: Nimm eine Sprühflasche mit Leitungswasser und immer wenn sie das macht, ins Gesicht sprühen. Klingt gemein, wird aber auch von Hundetrainern so gemacht. Es tut ihnen auch nicht weh, sondern schreckt sie nur ein bisschen.

coco2013 29.10.2012, 21:08

Moechte sie ja nicht bestrafen . moechte das sie es gar nivht erst macht.

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Lily76 29.10.2012, 21:11
@coco2013

Ist mir schon klar. Es ist eine Erziehungsmaßnahme, wie schimpfen nur etwas anders. Mit ERklärungen wirst du nicht weit kommen, weil sie es kaum verstehen wird.

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coco2013 29.10.2012, 21:12
@Lily76

Ich kenne das mit der flasche. wende es auch an. aber nur wenn sie richtig miat gebaut hat bzw baut ;-)

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koennt ihr mir da evtl. tips geben?

Dem Hund ist erstens langweilig und er nimmt dich zweitens nicht ernst. Wie man beides ändern kann, lernt man in sogenannten Hundeschulen.

"Sogenannt" deshalb, weil dort weniger die Hunde als die Hundebesitzer etwas lernen sollen.

Wie lange hast Du sie schon?

Ist sie tagsüber allein?

Was machst Du mit Ihr? Wie lange und wie oft gehst Du mit ihr laufen? Was machst Du sonst noch?

coco2013 29.10.2012, 22:21

Ich habe sie nun ca 1,5 jahre .....wir spielen oft ball im park. sie ist nie den ganzen tag allein.....im mom liege ich mit grippe flach so dass sie nur kurz raus kommt.....naja ansonsten darf sie alles. schlaeft im bett....ist halt ne kleine prinzessin :-)

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Dusty44 30.10.2012, 02:07
@coco2013

Ich denke, dass sie chronisch unterfordert ist.

Es gibt (glaube ich) keine Rasse, die häufiger unterschätzt wird als der Jack Russel. Trotz seiner geringen Größe braucht er immens viel Auslastung. Und da gehört mehr zu als Ballspielen.

Ich habe sogar die Erfahrung gemacht, dass Ballspielen in vielen Fällen kontraproduktiv ist. Die Hunde puschen sich hoch und wissen anschließend nicht, wohin mit ihrer angesammelten Energie. Denn der JRT baut anscheinend durch Ballspielen keine Energie ab, so wie andere Hunde das tun - warum auch immer.

Ich halte es für wichtiger, lange ausgedehnte Spaziergänge zu machen, bei denen der Hund nicht so aufdreht, sondern eher über einen langen Zeitraum ein eher gleichmäßiges Tempo halten muss. Am Fahrrad laufen (bei angepasstem Tempo natürlich) erfüllt den Zweck genauso.

Zusätzlich muss der Jackie geistig sehr gefordert werden. Du kannst z. B. Clickertraining machen oder Longieren, oder Zielobjektsuche oder Mantrailing. Alles Dinge, bei denen er sich sehr konzentrieren und häufig die Nase einsetzen muss. DAS macht müde und lastet aus.

Und danach kannst Du ihn auch ruhigen Gewissens 4 Stunden alleine lassen.

Am Schluss noch was ganz Wichtiges: Ein Hund sollte wie ein Hund behandelt werde.

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