Hündin nach Geburt verhalten

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Hallo, Unsere Hündin hat gerade ihren ersten Wurf am 25.2. Bekommen und ich kann dir sagen,sie ist jetzt schon die alte! Mach dir nicht soviele Sorgen,ich würde mir eher Gedanken machen,warum ihr sie decken lassen wollt. Einfach nur so um mal zu gucken wie es ist ein paar kleine niedliche Welpen zu haben,oder ist es aus irgendeinem Grund notwendig? Ich würde mir das echt vorher überlegen,es ist eine große Verantwortung und auch ne Menge Arbeit die in einem Wurf steckt!

Hast Du Angst, vielleicht selbst Deinen erwachsenen Hund nicht mehr so niedlich zu finden, wenn erstmal kuschlige kleine Welpen auf der Welt sind? Und was tust Du, wenn Dein Hund älter wird und dann nicht mehr soviel spielt und ihr Wesen verändert, holst Du Dir dann einen neuen, der noch verspielt und niedlich ist?

Hunde ernstahft zu züchten ist eine Aufgabe, die große Hingabe verlangt. Es geht weder darum niedliche Welpen zu produzieren, noch darum Gott zu spielen. Die heutige Hundezucht hat den Auftrag, die Hunde in ihrer Art bezüglich des Wesens und des Rassestandarts zu erhalten. Würden alle Züchter dieser Aufgabe gerecht, gäbe es keine derart überzüchteten Hunde, wie es sie nun mal leider gibt. Diese Hunde sind das Resultat von Vermehrern und nicht von Züchtern. Ein guter Züchter tut alles für seine Hunde und um seine Rasse gesund zu erhalten. Dazu betreibt er einen hohen Aufwand- auch finanziell. Kein seriöser Züchter lebt von seinen Hunden, im Gegenteil: es ist ein teures und arbeitsintensives Hobby. Ein guter Züchter verfügt über fundierte Kenntnisse in Sachen Genetik, Hundeaufzucht und Hundeerziehung und bildet sich ständig fort. Als Neuzüchter muss man sich unbedingt einen erfahrenen Züchterkollegen suchen, der einen mit Rat und Tat unterstützt. Besonderes Augenmerk ist auf die Auswahl der Elterntiere zu legen. Es geht nicht darum Gott zu spielen, sondern darum die beste Verpaarungsmögliochkeit zu herauszufinden. Nur so hat man alles getan um den Standart zu erhalten und keine kranken Nachkommen zu erzeugen. So müssen Züchter arbeiten (auch wenn manche es pervers finden, solch eine Auswahl zu treffen und die "Schlechten" auszusortieren) um eine Zucht zu rechtfertigen. Es gibt viele tolle Hunderassen auf der Welt. Die einzelnen Züchter haben den Auftrag dieses alte Gut weiterzuerhalten und zu hegen und zu pflegen. Ohne Züchter gingen diese Rassen verloren, daher ist eine vernünftige Zucht nicht zu verurteilen.
Die Mischlinge an sich sind aber auch nicht zu verurteilen. Und zum Glück gibt es Menschen, die sich auf darauf einlassen einen Hund anzunehmen ohne alles über ihn zu wissen. Wenn es aber Mischlingshunde sein sollen, dann sollten es welche aus dem Tierschutz sein. Dort gibt es viele gute Hunde. Und wie bei der Suche nach einem geeigneten Rassehund, muss man sich auch auf der Suche nach einem Mischlingshund Zeit nehmen, um den Richtigen für sich zu finden. Einen Hund wählt man sich nicht in fünf Minuten aus, sondern man muss es gründlich überdenken. Mischlingshunde sind übrigens nicht per se gesünder als Rassehunde. Sie verfügen über einen größeren Pool an heterozygoten Genen aber es treten dieselben Krankheiten auf, wie bei reinrassigen Hunden (aus guter Zucht) und sie werden im Schnitt auch nicht älter. Ich finde es falsch Mischlingshunde oder Hunde ohne Stammbaum (oder mit Stammbaum aber ohne die nötige Sorgfalt) zu produzieren. Das ist Vermehrung und hat nichts mit Zucht zu tun. Schlußendlich sind es aber leider die Hundekäufer, die dieses Treiben unterstützen. Daher bitte ich alle potentiellen Hundekäufer: Schaut euch Hunde aus dem Tierschutz an, dort findet ihr sicher mehrere gute Hunde zur Auswahl. Und wenn es ein Rassehund sein soll: Holt einen aus einer guten Zucht. Klappert die Züchter ab um die Vermehrer von den seriösen Züchtern zu unterscheiden. Und um deine Frage speziell zu beantworten: Lass es bitte sein. Zum einen aus den oben genannten Gründen, zu anderen: Du scheinst keine Ahnung von der Zucht zu haben. Und wenn du dir schon Sorgen um die Veränderung des Wesens deiner Hündin machst- hast du auch mal daran gedacht, dass die deine Hündin in Folge der Geburt wegsterben könnte? Kannst du das guten Gewissens in Kauf nehmen, wenn dich bereits der Gedanke ängstigt, sie würde weniger verspielt werden? Und wenn du keine 45 Euro in den Wind blasen willst (ja, das Geld ist vielleicht einfach so rausgehauen aber denk mal daran was du an Utensilien, Futter, Impfungen, etc. raushauen musst) ist die Zucht mit ihrem hohen finanziellen Aufwand nicht dein Metier.

Okay, danke für das Aufklären, aber ich habe bereits alles überdacht, und ich war beim tierarzr und dieser hat sein "einverständnis gegeben" . Ich kene mich nämlich gut mit zucht aus und Geld ist kein problem. Ich mache das auch nicht des geldes wegen sondern einfach weil ich hunde liebe.

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Ich möchte behaupten sehr hundeerfahren zu sein und muss hier jetzt einfach mal was loswerden:

Wer gibt uns das Recht Gott zu spielen? Was ich damit meine? WIR stellen Papiere aus und somit hat ein Hund eine Zuchtzulassung und DARF Welpen bekommen. WIR entscheiden welche Welpen "gut" sind und welche nicht... Mal nebenbei: Mischlinge sind nicht ungesünder als Rassehunde -dafür gibt es viele Studien! Mischlinge haben von Natur aus einen größeren Genpool und entwickeln dadurch keine Rassespezifischen Krankheiten.

Ich persönlich halte (mittlerweile) nicht mehr allzuviel von Zuchtvereinen. Klar, die Zuchtvorlagen sind von Vorteil -wenn sie denn eingehalten werden- ABER ich würde jederzeit einen Mischling einem überzüchteten SharPei, Mops, Franz.Bulldogge oder Schäferhund mit Papieren vorziehen!

Liebe LadyGagaLucy, bitte reagiere nicht gleich eingeschnappt und versuch mal zu überlegen, warum so viele User hier bei Deiner und ähnlichen Fragen von der Sache abraten! Und bitte suche Dir nicht nur die Antworten heraus, die Deinen Wunsch unterstützen! Wer soll die WElpen denn überhaupt nehmen? Und wie kann man so kaltherzig über Tierheimhunde reden? Und warum möchtest Du das Ganze überhaupt, trotz all der Gründe und Risiken, die dagegen sprechen? Weil Welpen so süß sind?

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