Hündin kastrieren oder nicht? Angst vor komplikationen

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Annabell, lass dich hier nicht von den Schreihälsen zu einer kastration deiner Hündin überreden!!!

Bitte lass dich doch einfach mal richtig gut vom Tierarzt beraten, was du tun kannst um eine Scheinträchtigkeit zu verhindern...

Ich beuge vor das ich alle Spielsachen entferne und lange Spaziergänge zum ablenken.

Das alles ist doch schon mal gut und richtig...

Ich entnehme deiner Frage, dass es sich bei deiner Hündin schon beinahe um einen Wanderpokal handelt...

...deshalb nehme ich an: bie dir geht es der Hündin gut, du gehst vernünftig mit ihr um und behandelst sie gut - warum sollte sie wieder scheinträchtig werden?

Bitte lass sie nicht kastrieren...

Alles Gute für euch!

Also sehe das anders. Kopieren ist Verstuemlung! Kastration ist voellig ok und ein gerechtfertigte OP wenn man nicht Vermehren will!

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@panter0283

o-man -auch ohne kastraton kann jeder verantwortungsvolle hundebesitzer in den wenigen tagen der standhitze auf seine huendin so aufpassen, dass keine vermehrung eintritt ....

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@inicio

Jeder hat halt so seine Meinung! Sollte auch jeder für sich selbst entscheiden. Ich kann meine Hunde Net 24 h unter Aufsicht haben. Irgendwer muss auch das Futter verdienen!

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Vielen, vielen Dank für Deien Antwort. Ja, Lili hatte schon drei vorbesitzer. Ich weiß nicht warum sie immer wieder abgegeben wurde sie ist einfach das wundervollste Tierchen was es gibt. Sie ist mei Ein und alles, deshalb habe ich auch solche Angst um sie. Ich möchte das sie einfach jeden Abend glücklich einschläft weil sie sich wohl fühlt. Bei ihrer letzten vorbesitzerin gab es noch drei andere Hunde und Lili war immer so aufgeregt und auf Zack das sie nie richtig ruhe gefunden hat und das Spielzeug wurde ihr auch nicht weggenommen und somit hat sie es als Baby ersatz genommen. Ich werde sie auf jedenfall nicht kastrieren lassen, es sei denn es ist zwingend Notwendig.....irgendwann. Aber warum einen gesunden Hund solche Schmerzen zu muten?

Danke füür Deine Antwort. Lieben Gruß Anna

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Das Verstecken von Spielzeug und "ablenken" bringt dir nichts, da die Sache hormongesteuert ist. Da musst du dann eben durch.

Eine Kastration hat auch den Vorteil, das Risiko von Milchleistenkrebs zu verringern. Das Risiko der OP ist bei einem erfahrenen Tierarzt relativ niedrig.

Zunächst einmal möchte ich deine Bedenken zerstreuen dass der Hund seine Charaktereigenschaften verliert wenn er kastriert ist. Alle meine Hunde zeigten kein verändertes Verhalten, behielten ihr Temperament. Ob Dackel, Berner Sennenhund oder Hütehunde. Jede OP birgt seine Risiken, aber eine Kastration gehört zum alltäglichen Ablauf eines Tierarztes. Die Narkose wird genau auf Gewicht gegeben. Du solltest es deiner Hündin nicht zumuten, dass sie durch ihre Läufigkeit nicht mehr ruhig schläft, die Nahrungsaufnahme verweigert, unruhig ist oder jaulend vor der Tür sitzt. Es ist eine Tortur für den Hund. Kastraten sind gegenüber anderen Hunden umgänglicher. Man sollte sich aber hüten zu glauben dass der Hund keine Aversion gegenüber seiner Geschlechtsgenossen zeigt, den er nicht mag. Lass sie kastrieren, sie hat ein wesentlich schöneres Leben. Es ist übrigens nicht verboten, wie fälschlicherweise immer wieder betont wird. Du kannst es nachlesen im Tierschutzgesetz Paragraph 6 Abs. (1)und 5.

@aexandra-wie kommst ud zu der beahuptung kastraten haetten keine probleme mit anderen hunden?

oft werden kastraten gemobt -weil sie fuer andere hnde nicht einaordbar sind!

es sit immer interessant wie menschen die hauptaussage eines gesetzes verdraenge und gliech auf die ausnahmen wert legen -und die dann noch falsch interpretieren...

ungewuenschter nachwuchs wird durch aufmerksame hundehalter in den wenigen standtagen einer intakten huendin leicht verhinderbar sein...

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@inicio

So ein Quark! Ja der Trieb ist weg und dadurch das Interesse am anderen Geschlecht gemindert. Und?! Unkastrierte sind sich auch Net immer gruen! Finde in nem Kastrierten Rudel ist einfach mehr Ruhe! Es ist schwachsinnig das Hunde dadurch ruhiger werden oder Probleme mit Artgenossen haben! Dazu gibt's keine Ausagekraeftigen Studien!

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@panter0283

Inicio, Wenn ich auf solche Fragen antworte resultieren sie aus einer 40 jährigen Erfahrung mit Hunden. Anhand solcher will ich hier nur von 2 Beispielen berichten.

Meine Berner Sennenhündin war hyperaktiv. Mit zunehmendem Alter zeigten sich typische Läufigkeitssymptome wie Unruhe, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, jaulen, schlechte Laune (würden wir Menschen sagen). Die Scheinträchtigkeiten nahmen drastisch zu. Jeden Abend mußten sämtliche Außentüren im Haus verschlossen werden. Eigenartigerweise sind es die Männer, die sich vehement gegen eine Kastration aussprechen. Nachdem ich mir das eine Weile mit angeguckt habe entschloß ich mich, sie mit 8 Jahren kastrieren zu lassen, denn sie hat ein schöneres Leben verdient, als sich nur mit den Vermehrungsinstinkten und deren Folgeerscheinungen, denn sie meinte Konkurrentinnen ausschalten zu müssen, auseinander zu setzen. Sie hat sie zwar nicht gebissen, knurrte sie aber permanent weg. Nach der Kastration war sie wie umgewandelt. Knurrte keine imaginären Konkurrenten mehr weg. Sie wurde 12 Jahre. Und glaube mir, ich hatte gegenüber meiner Hündin ein schlechtes Gewissen, dass ich ihr nicht schon viel eher ein schöneres Leben gegeben habe.

Zweites Beispiel: Rüde, Hütehund. Bis 7Jahre wußte er nicht, so glaubte ich, dass er überhaupt ein Rüde war. Egal welche Hündin in unserem Dorf läufig war, es interessiert ihn nicht. Er ging Streits grundsätzlich aus dem Weg. Knurrten ihn Hunde an machte kehrt. Hätte ich ihn nicht ab und an gebadet, denn das mochte er nicht, hätte ich gesagt mein Hund kann nicht knurren. Mit einem Mal eine Wandlung, Mitten in der Nacht, was bis dato nie passiert ist, holte er mich raus. Wie sich herausstellte war es auch nicht sein Geschäft, sondern läufige Hündinnen. Er hatte scheinbar bei jeder läufigen Hündin in unserem Dorf Liebeskummer. Fraß nicht mehr, legte sich bei -10° und Schnee morgens um fünf vor die Gartenpforte, abends war es fast unmöglich ihn ins Haus zu bekommen. Wenn er drin war setzte er sich vor die Außentür und lauerte. Er nahm in diesen Wintermonaten 8 kg ab, war an der Grenze zur Unterernährung. Als mein Tier Arzt fragen wollte, warum ich meinen Hund kastrieren lassen will, beendete er den Satz nicht, als er meinen Hund anfasste. Man konnte nicht sehen wie dünn er war, durch sein langes Fell und starker Unterwolle sah er im Winter immer dick aus. Seinen gutmütigen Charakter und sein Temperament behielt er auch nach der Kastration. Andere Hunde knurrten ihn mit wenigen Ausnahmen nicht mehr an. Soviel zu deiner Meinung: Kastraten werden nur gemoppt. Er wurde 13 Jahre.

Es muss nicht generell eine Kastration stattfinden, wenn das Tier nicht durch sein Instinktverhalten völlig von der Rolle kommt. Manche machen es, für den Menschen unbemerkt, mit sich selbst aus. Die oben beschriebenen Beispiele waren keine Einzelfälle. Nun frage ich mich, warum werden viele Hunde, die vermittelt werden sollen kastriert, denn deiner Meinung nach ist es ja verboten, oder unwürdig. Für mich sind die oben beschriebenen Symptome schlichtweg Tierquälerei. Ich gehe einen Schritt weiter, denn ich finde es noch schlimmer wenn sie durch den Menschen ständig daran gehindert werden ihren Trieben zu folgen. Es geht hier nicht um das Aufpassen, dass es nicht "passiert", sondern um das Wohlbefinden des Tieres.

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