Hündin erlösen oder "abwarten"?

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14 Antworten

Darauf zu antworten ist nicht leicht. Da sind einfach zu viele Fragezeichen. Wenn die Punktion ergeben hat, dass es keine Talgdrüse ist, was ist es dann? Wurden Zellen gefunden, die auf einen Tumor hindeuten und wenn ja auf welche Art von Tumor? Da gibt es große Unterschiede. Ein kompetentes Labor kann oft schon anhand der entnommenen Zellen sagen, ob da ein Tumor im Spiel ist, der schnell Metastasen bildet oder einfach nur schnell wächst.

Was die Narkose angeht: Wenn sie die letzte nicht gut vertragen hat, dann muss dieses Mal ein anderes Narkosemittel her und wenn du weißt, dass es ihr nicht gut ging beim letzten Mal, dann wäre es vielleicht ratsam sie nach der Narkose noch ein paar Tage länger stationär in der Klinik unterzubringen, wo sie mit ausrechend Schmerzmitteln und Infusionen für den Kreislauf versorgt wird.

Für mich sind da wie gesagt noch zu viele Fragen offen, als dass ich sagen könnte, dass die OP sinnlos und tierquälerisch ist. Letzten Endes kannst nur du entscheiden, wie viel Lebensqualität deine Hündin noch hat. Man merkt das ja, ob ein Tier noch kämpft und Lebenswillen und -freude hat, oder ob es sich selbst schon aufgegeben hat. Dass man selbst sein Tier nicht gehen lassen will ist klar, aber genausowenig will man es ja leiden sehen, von daher finde ich es nicht grundsätzlich egoistisch noch einen Schritt zu wagen, um dem Tier noch etwas Zeit und Erleichterung zu verschaffen, wenn es tatsächlich im Interesse des Tieres geschieht.

Dass dein Tierarzt nicht von der OP überzeugt ist heißt erstmal noch gar nichts außer vielleicht, dass du mal den Tierarzt wechseln solltest. Es ist vielleicht nicht vergleichbar, aber ich habe einen zahnkranken Degu, den mir meine Tierärztin schon vor 1,5 Jahren eingeschläfert hätte. (Sicher auch mit gutem Grund, denn das Röntgenbild ist verheerend und die Zahnsituation war zu diesem Zeitpunkt erschreckend) Aber ich kenne das Tier eben gut und wusste, dass sie eine Kämpfernatur ist und dass da noch lange nicht der Zeitpunkt zum Einschläfern gekommen ist. Und es geht ihr immer noch gut. Eine Freundin von mir hat eine sehr ähnliche Erfahrung gemacht. Tierärzte sind da meiner Meinung nach oft etwas schnell bei der Hand, wenn es ums Einschläfern geht. Klar gibt es auch die Sorte, die bis zum bitteren Ende jede noch so sinnlose Behandlung durchführt, nur um aus dem kranken Tier auch noch den letzten Cent zu pressen. Aber egal wie, musst einfach du die Entscheidung treffen, weil niemad dein Tier so gut kennt wie du.

Leider weiß man manche Dinge eben erst wenn man sie versucht hat. Ich habe auch schonmal eine TumorOP bei einem meiner Tiere machen lassen, mit dem Ergebnis, dass es nach vier sehr unschönen Wochen (und 700 Euro) doch eingeschläfert werden musste. Da dachte ich mir hinterher auch, dass es besser gewesen wäre sie gleich einschläfern zu lassen. Aber das hätte ich nicht mit gutem Gewissen tun können, die Chance wollte ich ihr einfach geben und ich hätte mich immer gefragt, ob es nicht vielleicht doch nochmal geworden wäre, wenn ich es nicht versucht hätte. Also hör einfach auf dich und die Signale, die deine Hündin dir sendet. Die Entscheidung kann dir leider niemand abnehmen.

Ja, so sehe ich das auch. Das Tier muss im Vordergrund stehen und nicht das persönliche Interesse. Es ist sehr sehr traurig, das kann wohl jeder verstehen, aber Tumoren können streuen und wenn sie Metastasen hätte, hättest du zwar ihr Leben verlängert und sie noch eine zeitlang bei dir gehabt, aber sie würde leiden und das wäre nicht fair. Da der Tumor schon sehr in der Nähe der Lymphdrüsen liegt und innerhalb von ein paar Wochen derart gewachsen ist, liegt diese Vermutung nahe. Ein Bekannter hatte einen Jagdhund, der ebenfalls einen Tumor hatte. Das Tier wurde operiert und nur ein halbes Jahr später fiel der Hund beim Spaziergang immer wieder um und wurde plötzlich sehr aggressiv. Es wurde dann festgestellt, dass er Metastasen im Gehirn hatte. Er wurde dann schnell erlöst, was eigentlich statt der Operation schon besser gewesen wäre. Ich wünsche dir alles Gute und dass du für dich und vorallem deine Hündin die richtige Entscheidung triffst.

Das ist eine sehr schwierige Entscheidung und keiner von uns kann dir wirklich dabei helfen. 12 Jahre sind ein gutes alter für einen Hund und wenn sie solche Probleme mit der Narkose hat, dann ist es wahrscheinlich wirklich eine große Qual... Hätte sie euch als ihre Besitzer nicht, würde sie "in der Natur" wahrscheinlich an der Entzündung sterben. Aber irgendwie tut das auch nichts zur Sache. Ich kann eine klare Aussage machen - wünsche dir nur dass du mit deiner Entscheidung an Ende glücklich bist!!

ich bin auch hin und her gerissen. Einerseits sagt man "ich will dem Tier diese Tortur ersparen", andererseits frage ich an dieser Stelle auch gerne "würdest du das auch sagen, wenn es ein vertrauter Menschenfreund wäre?"

Meiner Meinung nach ist man bei dem "Erlösen" von Tieren etwas leichtfertig. Sie ißt und trinkt doch noch, 12 Jahre sind zwar ziemlich genau die definierte "Lebenserwartung", doch wenn sie ihr Rentnerdasein noch ohne ständige Schmerzen und Medikamente fristet, finde ich das doch etwas vorschnell.

Auch bei Tieren gibt es, wie beim Menschen auch, Unverträglichkeiten gegenüber verschiedenen Narkosemitteln. Wenn sie auf die letzte Narkose (sollte der Tierarzt nachsehen können) eben schlecht reagiert hat, kann man ja eine andere versuchen. Aber ein Leben zu beenden, dass noch Hoffnung in sich trägt und noch Monate bis Jahre schöner Zeit ermöglicht, finde ich nicht richtig.

Wie schon gesagt: Ich verstehe nicht, warum beim Menschen direkt laut gebrüllt wird, wenn etwas in Richtung Sterbehilfe geredet wird, bei Tieren aber ganz bereitwillig "Ja, erlösen! Erlösen wir das Tier von seinen Qualen!" unisono aus der Gesellschaft widerhallt. Diesbezüglich halte ich nichts von dieser Doppelmoral.

Bin der gleichen Meinung. Sie frisst und trinkt noch geht noch 30 min mit dir spazieren. Tolle Sache . Gib sie noch nicht auf

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Ich finde auch Menschen muss man nicht bis 100 quälen!

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Danke ihr Lieben, meine Hündin ist um 15.20Uhr eingeschlafen. Der Abschied ist schwer, meine Gefühle springen zwischen heulkrämpfen, es war richtig, es war falsch, und heulkrämpfen hin und her.

Meine Eltern, die extra dazukamen haben mir bestätigt, dass es richtig war. Der Tierarzt stimmte mir auch zu.

Letztlich habe ich entschieden, dass ich sie nicht, neu weil ich sie länger hier haben will und mit ihr in den Urlaub fahren will- Schmerzen, Angst und Leiden aussetzten will! Letztenendes wäre es doch nur Lebens(Leidens)verlängernd gewesen, anstatt die Qualität wiederzubringen, oder?

Mein Beileid.:'(

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Ja, tu es. Lass sie gehen. Natürlich fällt Dir das schwer, weil Du sie liebst, aber 12 Jahre ist schon ein sehr hohes Alter, und wenn die richtige Quälerei jetzt losgeht - erspare es ihr.

Ich selbst musste vor zwei Monaten meine erst 2 Jahre junge Katze gehen lassen. Vererbte Niereninsuffizienz (sie wäre sonst einfach verdurstet, egal, wieviel sie trinkt) ;((

Ich finde es toll, das du dir so Gedanken machst. Aber zum ersten ist der Hund schon sehr alt.Noch geht es ihr einigermaßen. Aber das kann sich schnell ändern. Tiere kann man doch von ihrem Leid erlösen.Mir fällt das auch immer schwer. Aber ich habe keins meiner Tiere leiden lassen. Nimm sie auf den Arm wenn sie die Spritze bekommt. Sie kennt deinen Geruch und deine Stimme. Das hilft ihr sehr. Es tut mir sehr leid.

Hallo Majenne,

ich meine, dass die 2.Lösung, dass Beste für Deiner Hündin wäre. Dann braucht sie unter diesen Schmerzen nicht mehr leiden.

Außerdem sollte man sie mit 12 Jahren nicht mehr operieren, sie ist dafür eben schon zu alt und das würde sie wahrscheinlich nicht überstehen.

Denn wäre eine Einschläferung das Beste und wäre für sie eine Erleichterung.

Ich wünsche Dir trotz dieser Sache alles Gute.

MfG Angelika

Mh also sie ist 12 und selbst wenn die OP erfolgreich verläuft, dann bedeutet das nicht, dass sie die OP im Nachhinein schafft zu überleben. Der Hund von unseren Nachbarn hatte Tumore an den Ohren er war auch 12, sie haben die wegoperieren lassen und 3 Wochen später ist der Hund gestorben :-(

Wenn sie keine Schmerzen hat und unbeschwert damit leben kann, dann würde ich die OP nicht machen, denn da wäre mir die Gefahr zu groß, dass wegen des Alters nachher der Kreislauf oder das Herz schlappmacht.

Aber frag doch einfach mal einen zweiten Tierarzt - eine weitere Meinung einzuholen ist nie verkehrt.

Alles Gute für Eure Hündin

LG Bage

Ja so etwas tut weh!!! Aber für deine Hündin wäre es das beste, sie zu erlösen! Sie leidet ja nur!

Ich würde diesem Tier diese Tortur nicht mehr zumuten und es erlösen.

Ich habe das Gefühl, ich bin es ihr schuldig, sie gehen zu lassen, anstatt sie diesen Strapazen auszusetzen...

Lasse sie gehen - ohne Schmerzen. Denke nicht an Deinen Egoismus und Deine Verlustängste.

Bei Tierliebe sollte doch das Tier im Vordergrund stehen??!!!

Genau so ist es. Verzichte auf die Operation und lasse das Tier einschlafen. Alles Gute. Sei stark.

ich verstehe im licht deiner frage nicht, was du unter "erlösen oder abwarten" verstehst, wenn montag ein OP-termin ist.

verstehst du darunter, das tier weiter leiden zu lassen und nicht operieren zu lassen?

mitte mai wolltest du sie noch in urlaub mitnehmen..?

richtig, das tier sollte im vordergrund stehen! deshalb plädiere ich für die ERLÖSUNG, sorry!

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