Hündin besser kastrieren oder sterilisieren?

7 Antworten

sterilisation ist der schonendere eingriff.

die hündin wird weiterhin läufig, kann aber keine welpen mehr bekommen, weil die eier die gebärmutter nicht mehr erreichen können.

in den stoffwechsel und den hormonstatus wird dabei nicht eingegriffen. die eileiter werden durchtrennt und abgebunden, manchmal auch entfernt. das verhindert, dass das ei die gebärmutter erreichen und so befruchtet werden kann.

am wesen, temperament und der futterverwertung ändert sich nichts. nach der op ist die hündin nach wenigen tagen wieder fit. der eingriff wird meist endoskopisch durchgeführt, also minimalinvasiv.

kastration heisst entfernung der eierstöcke, häufig auch in verbindung mit der entfernung der gebärmutter. es wird also "ausgeräumt". danach werden keine weiblichen hormone mehr produziert. häufig ergibt sich eine wesensveränderung und die hündin neigt auch bei normaler ernährung zur verfettung.

häufig wird für eine kastration argumentiert, da die hündin natürlich keinen krebs der inneren geschlechtsorgane mehr bekommen kann und keine infektionen. bei der normalen lebenserwartung bei hunden halte ich das aber für sekundär.

es gäbe noch eine dritte möglichkeit. auch für hunde gibts nämlich die "pille".

ich würde eine hündin niemals kastrieren lassen, wenn nicht ein zwingender medizinischer grund dafür vorliegt.

bei meiner habe ich gar nichts machen lassen - man ist schon in der lage, die paar tage im jahr aufzupassen, dass die hündin nicht versehentlich gedeckt wird. man muss halt die gassizeiten anpassen und die hündin ständig angeleint lassen.

die zeit, bei der die hündin "steht" ist sowieso sehr kurz. es sind meist nur 2 tage. und zwar, wenn die blutung vorbei ist.

wenn überhaupt, würde ich eine sterilisation durchführen lassen oder meiner hündin die pille geben.

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Das erschließt sich mir nicht. Kastrieren würdest du nicht, wegen Hormonveränderung. Aber die Pille ist ok? Trotz der gleichen Hormonveränderung plus Nebenwirkungen?

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@Jesaya007

dann hast du den unterschied zwischen pille und kastration nicht verstanden.

bei der kastration werden alle weiblichen hormone ABGESCHALTET.

bei der pille wird dem körper eine trächtigkeit vorgetäuscht. sie enthält gestagen und manchmal etwas östrogen.

der eingriff in den hormonhaushalt durch die pille kann durch absetzen jederzeit wieder rückgängig gemacht werden, eine kastration ist irreversibel.

warum nehmen den menschenfrauen, die keine kinder möchten die pille oder lassen sich im zweifelsfall sterilisieren? kastrieren wäre doch sehr viel "sicherer" und das thema hätte sich ein für alle mal erledigt...

warum bekommen den menschenfrauen in der menopause häufig hormone???

eine kastration hat sehr viel mehr nebenwirkungen. und die sind wie gesagt irreversibel.

ist natürlich viel bequemer für den tierhalter... sorry - geschlechtslose wesen, nur weil man nicht in der lage ist, sich um das wesentliche zu kümmern... geht gar nicht.

eine hündin ist kein männliches pferd oder rind, das im umgang lebensgefährlich wird...

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@ponyfliege

Klar kann die Pille abgesetzt werden. Aber dann kann man es sich auch gleich sparen, denn sie „wirkt“ ja nur wenn sie gegeben wird. Und so lange bleibt es nun mal ebenfalls eine Hormonveränderung. Versteh mich nicht falsch, keine meiner Hündinnen sind oder waren kastriert oder sterilisiert. Weil es für mich keinen Grund dafür gibt. Aber ich halte die Pille für genauso falsch. Nicht nur beim Hund.

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@ponyfliege

Als Frau darf man sich nichtmal kastrieren lassen wenn man es gerne will. Auch dann nicht wenn du die Pille und Spirale nicht verträgst und jeden Monat eine Woche Schmerzmittel und Krampflöser brauchst um überhaupt aufstehen zu können :/

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Ich weiß nicht, wieso hier jetzt schon wieder eine Grundsatzdiskussion ausbricht …. Sie hat sich doch offensichtlich schon dazu entschieden und es geht nur noch um das wie.

Ich würde meine Hündin kastrieren lassen, da, wie schon oben geschrieben wurde, bei einer Sterilisation die Hormone weiterhin produziert werden und dein Hund zwar nicht mehr trächtig werden kann, der "Hormonstress" trotzdem bleibt. Ein Hund lebt entspannter, wenn er nicht mehr den Trieb hat sich ständig vermehren zu wollen. Außerdem sinkt das Risiko für ein Mammakarzinom bei Kastration zwischen 1. und 2. Läufigkeit um 90% (+ das Risiko für Krebs der entfernten Organe fällt natürlich auch weg). Was auch eine beliebte Erkrankung älterer Hündinnen ist - die Pyometra. Auch davor wird dein Hund bewahrt (denn in diesem Fall wird die Hündin meist auch kastriert, nur dann nicht geplant, sondern als Not-OP mit den entsprechend höheren Risiken).

Hallo,

ja das sagen Tierärzte gerne, schließlich bekommen sie dafür auch Geld. Dabei ist es sogar gesetzlich in Deutschland verboten einfach Organe ohne Grund zu amputieren.

Einen gesunden Hund kastriert man nicht. Vorbeugen ist sinnfrei, denn Krebs findet seinen Weg und das dann lieber in der Gebärmutter, die man dann immer noch entfernen kann als am Ende in so lebenswichtigen Organen wie z.B Darm. Zumal man dann nach der Logik den ganzen Hund auseinander nehmen müsste, um "vorzubeugen". Schließlich kann der Hund genauso Tumore und Entzündungen in Darm, Magen, Lunge und co bekommen.

Eine Kastration kann mit Pech auch richtige Nebenwirkungen hervorrufen. Darüber wurden gute Bücher geschrieben.

Mit freundlichen Grüßen

Vany

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