Hündin aus dem Tierschutz Hilfe?

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11 Antworten

Hallo,

Hunde aus dem Tierschutz haben meist eine ziemlich leidvolle Vergangenheit hinter sich - das prägt, fast immer sehr negativ.

Nun ist der Hund seit 1 Wochen erst bei euch - was erwartest du für Wunder?

Es wird Monate dauern, bis der Hund Vertrauen zu euch fasst, Vertrauen in die Umwelt findet, eine Bindung aufbauen kann, seine Ängste in den Griff bekommt, sicher auch Spielen lernt ....

Geduld muss man bei allen Hunden, bei Hunden aus dem Tierschutz in besonderem Maße, einfach mitbringen.

Die Stubenreinheit wird sie lernen müssen, wie ein Welpe, über Wochen und u.U. sogar Monate.

Es geistert immer so in den Köpfen herum: "Mensch, die müssen doch dankbar sein, dass wir sie gerettet haben". Nein, das sind sie noch nicht - das wird in vielen Monaten sicher so sein, wobei Tiere "Dankbarkeit" im menschlichen Verständnis, gar nicht kennen.

Und alles andere eben auch.

Gutes Gelingen

Daniela


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ninja2407 03.02.2016, 15:38

Ich weiß das es Zeitbraucht, bin Ihr ja auch nicht böse mit Ihr, nur wieso macht sie draußen nicht :-( versuchte es mit andern Hunden das sie sich das vllt von Ihnen abschaut aber fehlanzeige. 

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dsupper 03.02.2016, 15:45
@ninja2407

Weil sie ja scheinbar vor "draußen" noch extreme Angst hat - da kann sie sich nicht lösen.

Ich habe vor 10 Monaten eine spanische Straßenhündin aufgenommen - auch die hatte vor "draußen" - zumindest am hellen Tag - furchtbare Angst. Wahrscheinlich hat sie in ihrem früheren Leben tagsüber draußen ständig auf der Hut sein müssen - vor Menschen, anderen Hunden, Autos etc. pp. Die wollte auch nicht raus und lösen konnte sie sich nur im Garten (und auch das hat gedauert!)

Mit zunehmender Sicherheit und zunehmendem Vertrauen wird das alles funktionieren - nur nicht die Geduld verlieren. Aber auch darauf einstellen, dass es auch Monate - und nicht nur wenige Wochen - dauern kann, bis der Hund seine Ängste überwindet und sein Verhalten ändert.

Meine Maus hat bis zum heutigen Tag noch viele Defizite und ist von einem "normalen" Hund noch meilenweit entfernt. Darüber muss man sich klar sein, wenn man einen Hund mit "Vergangenheit" übernimmt - oft sind die entstandenen Schäden beim Hund nicht so groß, oft aber auch genau das Gegenteil.

Ich wünsche euch alles Gute für die kommende Zeit.

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An deiner Stelle würde ich die Pflegestelle noch mal kontaktieren - vielleicht kann die dir sagen, wie lange es bei ihr gedauert hat, bis das Verhalten des Hundes sich einigermaßen "normalisiert" hat. Und vielleicht hat sie auch noch Informationen zur Vorgeschichte des Hundes.

Ansonsten muss ich deinem Hundeerfahrenen Bekannten widersprechen: Das Verhalten von Tierschutzhunden kann sich durchaus ändern. Allerdings braucht dies Zeit. Viel Zeit.

Wir haben vor einigen Jahren einen Tierschutzhund aus Griechenland bei uns aufgenommen. Und festgestellt, das Tierschutzhunde sich durchaus von dem "normalen" Hund vom Züchter unterscheiden in ihrem Verhalten. 

Sie sind furchtbar lieb - das stimmt schon - aber andererseits auch zurückhaltend und vorsichtig. Was mich im Nachhinein gewundert hat, wie "leicht" es dem damals 6 Monate alten Hund gefallen ist, von der Pflegestellendame bei uns zurückgelassen zu werden. Hey, keiner meiner bisherigen Hunde hätte sich einfach bei wildfremden Personen abliefern lassen, ohne nicht zumindest unruhig zu werden. Dieser Hund ist bei dem ersten Kennenlern-Gassi-Gehen auch einfach mit uns mitmarschiert. Kein Blick zurück - einfach los. Hätte ich auch mit keinem meiner bisherigen Hunde machen können. Keinen Meter wären die mit einer fremden Person mitgegangen.

Streicheln durfte man ihn auch - aber man hat deutlich die Zurückhaltung bemerkt, sich an den Menschen ranschmeißen und Streicheleinheiten zu verlangen, kannte der Hund gar nicht. 

Spielen - Fehlanzeige. Gut, als Straßenhund hat man dafür vermutlich weniger Zeit :-) Insofern musste das Hundchen das auch erst lernen und man kann auch erkennen, dass er immer noch (wir haben ihn jetzt fast 10 Jahre) in einer größeren Hundegruppe immer noch etwas anders spielt, als alle meine bisherigen Hunde. Insofern ist ein eher ruhiges Verhalten dieser Hunde meiner Meinung nach auch relativ normal. Eine gewisse Unauffälligkeit dürfte definitv das Leben auf der Straße erleichtert haben.

Leider wissen auch die meisten Vermittlungsstellen relativ wenig über die "echte" Vorgeschichte und das Leid und die Qual, die diese Tiere erfahren haben. Deshalb erfordern sie unsere besondere Geduld, ihnen die Zeit zu geben, die sie benötigen, bis sie wirklich als Hund bei IHREM Menschen ankommen.

Du hast den Hund noch nicht allzu lange, das wird schon werden. Ich vermute mal, das Problem mit der Stubenreinheit lässt sich am schnellsten lösen. Alles andere braucht einfach Zeit - je nach Charakter des Hundes und der Schwere des Erlebten. Die etwas älteren Vermittlungshunde müssen ja auch erstmal wirklich an ihrer (hoffentlichen) Endstation ankommen. Oft haben die ja, bis sie an der Endstelle angekommen sind, sich schon mit mehreren Menschen/Besitzern anfreunden müssen. Wie willst du das einem Hund (noch dazu einem, der mit Menschen eher schlechte Erfahrungen gemacht hat) erklären, dass einige der Menschen "nur" kurzfristige Transporteure/Pflegestellen sind? 

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Vermutlich ist die Hündin unsicher und traut sich nicht sich unterwegs zu lösen. Ich würde vorerst ruhige, langweilige Wegen gehen und der Hündin viel Zeit lassen.


Hunde lernen ortsbezogen und daher war sie die Hündin eventuell in ihrem vorherigen Zuhause stubenrein und bei dir muss sie es wieder lernen. Also alle paar Stunden (wie oft musst du ausprobieren) rausgehen wie mit einem Welpen.

Von drei Hunden haben sich zwei noch nie gemeldet wenn sie raus müssen. Das machen einfach nicht alle Hunde.

Gib der Hündin Zeit, viel Zeit. Und du brauchst Geduld, wochen- wenn nicht monatelang. Mein dritter Hund hat mehrere Wochen lang oft zitternd vor der Haustür gesessen und in Richtung meiner Hand geschnappt wenn ich ihm das Geschirr anziehen wollte. Nach 3/4 Monaten bei mir hat er damit aufgehört.

Eine Woche ist nichts. Warte ab bis die Hündin bei dir drei Monate ist wie in ihrem vorherigen Zuhause dann kann alles ganz anders aussehen.

Übrigens spielen Hunde nur wenn sie sich sicher fühlen. Deine Hündin ist einfach noch nicht soweit.



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brandon 03.02.2016, 16:34

Danke das ist eine gute Antwort.🌷

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Die Hündin ist lt. dir erst seit einer! Woche bei euch. Erwartet ihr ernsthaft, das sie schon bei jedem Pfiff reagiert und einen Salto durchführt...?
Lasst die Kleine doch erstmal ankommen - sie hat in kürzester Zeit ihr (vermutlich) erstes Zuhause verloren!

1) Was das Gassi gehen angeht:
Tierheimhunde (auch Erwachsene) sind anfangs einem Welpen sehr ähnlich was die Stubenreinheit angeht. Dazu kommt, das sie jetzt wieder in einer komplett neuen Umgebung ist, mit fremden Menschen. Sie hat ihr Zuhause verloren (das bei der Frau).
Stubenreinheit muss trainiert werden und kann nunmal dauern. Selbst wenn sie bei der Frau nie in die Wohnung/ins Haus gemacht hat - das kann sich im neuen Zuhause wieder ändern.
Alles neu, auch draußen kennt sie nichts mehr. Da kann es auch passieren, das sie urinieren und koten schlichtweg vergisst und dann halt drinnen, wo nichts sonderlich spannendes los ist, nachholt.
Gebt der Kleinen einfach Zeit und wischt (ohne zu schimpfen oder gar Schnauze reindrücken) weiter hinter ihr her, auch wenn es nervt.
Sobald sie draußen ihr Geschäft macht: loben als hätte sie den Oscar gewonnen. Aber das wisst ihr ja bestimmt.

2) Was das bemerkbar machen angeht:
Ich schätze schon, das sie wenigstens minimale Anzeichen macht. Sei es leises fiepsen, unruhig werden, zur Tür schauen usw.
Es muss ja kein "anschreien" sein, aber ganz kleine Anzeichen sind es glaube ich schon. Beobachtet sie mal genau - ich schätze schon, das sie irgendeine "Änderung" zeigt.
Ansonsten hilft es nicht: ohne zu murren aufwischen und weiter üben.

3) Zum Spieltrieb:
Viele Tierheimhunde haben (anfangs) keinen Spieltrieb - vor allem die, die als Welpen da rein kommen. Sie kennen Spielzeug schlichtweg nicht, woher auch?
Und ihr (Menschen) seid noch fremd für sie - da fällt spielen auch weg. Meine Hündin (aus einem Tierheim) hat am Anfang überhaupt nicht gespielt - mittlerweile liebt sie diese Kuscheltiere über alles und wir können monatlich ein neues kaufen.
Gebt ihr Zeit. Irgendwann kommt das von alleine - mind. mit euch oder Artgenossen wird sie irgendwann spielen wollen (manche Hunde mögen einfach kein Spielzeug). Ich kenne keinen Hund, auch keinen Tierheimhund, der wirklich NIE spielt.

4) Zu dem "Komm zu Herrchen":
Nochmal: Sie ist seit 1! Woche bei euch. Lasst sie doch erstmal ankommen und gebt ihr die Chance, eine Bindung zu euch aufzubauen.

5) Zu "lebhaft":
Würdest du bei fremden Menschen in einer fremden Umgebung rumtollen und Luftsprünge machen? Ihr vermenschlicht die Kleine glaube ich zu sehr. Sie wird euch nicht um den Hals fallen, weil ihr sie adoptiert habt. Für sie sieht das ganze so aus: Sie hat eine Familie/ein Rudel gefunden, von der sie 3 Monate später wieder getrennt wurde und jetzt bei euch lebt. Gebt. Ihr. Zeit.

6) Zu dem "nicht bellen":
Ich habe noch nie gehört, das sich jemand beschwert, das der Hund NICHT bellt. Seid doch froh...?
Manche Hunde (dazu zählen übrigens auch Huskies) bellen einfach nicht so viel. Huskies jaulen lieber mal - aber auch das hält sich in Grenzen.

7) Wegen der "Hundeerfahrenen Bekannten":
Was bekommt man nie mehr raus?

——

Habt Geduld und gebt ihr Zeit. Das kann ich nur zu allen Punkten sagen.
Ihr erwartet zu viel von ihr (Stubenreinheit, sie soll hören usw.).

Nebenbei: Schöner Mix - aber anspruchsvoll. Ich hoffe, das ihr euch das gut überlegt habt (wegen dem Husky-Anteil im Mischling).

LG und viel Erfolg

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Virgilia 03.02.2016, 17:10

Mein Freund meint immer unsere Hündin ist "kaputt", weil sie nicht bellt. Aber was soll man bei " ;)

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brandon 05.02.2016, 13:48
@Virgilia

Meine Hündin bellt auch nur sehr selten. Aber was soll den daran kaputt sein. Mir ist das lieber als ein Dauerkläffer.

Es gibt übrigens sogar eine Hunderasse die nicht bellt. Das ist der Basenji auch Kongo Terrier genannt.

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Virgilia 05.02.2016, 19:12
@brandon

Er meint es auch nur im Scherz deshalb der ";)" Smiley ^^ 

Ist halt Gebrauchtware aus Rumänien 

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HARUMIN 05.02.2016, 19:58

"Gebrauchtware"?

Sorry - aber das ist eine sehr sehr sehr! unglückliche Bezeichnung, auch wenn es nicht böse gemeint war/ist.

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Virgilia 05.02.2016, 20:47
@HARUMIN

Unseren Humor muss und soll nicht jeder verstehen. Wir bezeichnen unsere Hunde auch als Ziege, Ratte, etc.. Und unsere Hündin hat nunmal ihre Vergangenheit und ihre "Gebrauchsspuren", mit denen sie und wir ihr Leben lang leben müssen. 

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Ähnliche Probleme hatten wir mit unserer Hündin am Anfang auch :/ 

Macht sie immer ins gleiche Zimmer und darf sie überall (unbeabsichtigt) hin? Unsere Hündin hat sich die ersten Tage immer in der Küche gelöst, seitdem darf sie da nicht mehr rein. Da wir uns aber hauptsächlich im Wohnzimmer aufhalten, ist das nicht weiter schlimm. Am Anfang haben wir auch mit ihr zusammen auf der Couch "gewohnt". (Das Wohnzimmer konnten wir bei "Missgeschicken" besser putzen als das Schlafzimmer ^^)

Wir sind normal mit ihr rausgegangen und haben sie die restliche Zeit beobachtet (nur im Wohnzimmer). Sobald sie einen Platz zum lösen gesucht hat, sind wir sofort mit ihr raus und sind zu einer ruhigen Stelle gegangen. Wenn sie gemacht hat, wurde sie überschwänglich gelobt, wie bei einem Welpen ^^ Ihr Geschirr haben wir die ersten Tage umgelassen und wir sind mit Hausschuhen raus. 

Nach zwei oder drei Tagen hat sie angezeigt, dass sie raus muss. Dafür wurde sie auch gelobt (während wir sie angeleitet haben). Nach etwa einer Woche haben ihr die normalen Gassizeiten gereicht. 

Draußen hatte sie auch vor fast allem Angst (Menschen, Fahrräder, Mülleimer, ...). Da haben wir uns einen Trainer dazugeholt. Inzwischen sucht sie bei "unheimlichen" Dingen Schutz bei uns. Auf Spaziergängen hatte sie, wenn möglich, eine Schleppleine, sonst die Führleine dran. 

Ihren Namen haben wir immer mit etwas positivem verbunden. Wir haben ihren Namen gesagt/gerufen --> sie hat uns angesehen --> gelobt --> sie ist zu uns gekommen --> Lob + Leckerli 

Bellen tut unsere auch nicht, höchstens mal im Spiel oder im Schlaf. Wir haben sie jetzt ca. ein Jahr und in der Zeit hat sie vielleicht 20 mal "Wuff" gesagt. 

In der Wohnung ist sie auch sehr ruhig und würde am liebsten den ganzen Tag nur kuscheln. Draußen hingegen liebt sie es zu Rennen. 

Man weiß nie, was ein Hund aus dem Tierschutz durchgemacht hat. Wir wussten genau, auf was wir uns eingelassen haben, du, wenn ich das richtig verstanden habe, leider nicht. Und wir hatten das große Glück, dass unsere Hündin sehr schnell vertrauen zu uns gefasst hat. 

Du musst einfach Geduld haben und ihr Sicherheit und Liebe geben.(Ich weiß, leichter gesagt als getan ^^) Evtl. solltest du dir auch einen Trainer dazuholen, der euch beide neutral beobachtet und dir Tipps geben kann. 

Viel Glück! :)

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Das was Du hier beschreibst kommt mir alles seeeeehr bekannt vor.

Der einzige Unterschied ist das mir nicht verheimlicht wurde das sie sehr ängstlich ist.

Meine Hündin hat in den ersten Tagen nur gefressen wenn alle schliefen ansonsten hat sie den ganzen Tag nur still da gelegen.

Sie hat sich auch nicht getraut etwas zum Fressen aus der Hand zu nehmen. Mit der Stubenreinheit hat es auch etwas gedauert weil sie draußen viel zu große Angst hatte um sich die Ruhe lösen zu können.

Sie bellt auch so gut wie nie und mit Aportierspielen will sie auch nichts zu tun haben. Auch das belohnen ist für sie ein Problem weil sie außerhalb der Wohnung keinerlei Leckerlis annimmt auch das übermässige loben funktioniert bei ihr nicht weil es ihr  Angst macht.

Du hast den Hund erst eine Woche und bist am verzweifeln?

Du kannst von so einem Hund nicht erwarten das er nach ein paar Tagen schwanzwedelnd auf Dich zuläuft wenn Du sie rufst. 

Ich gebe Dir einen nicht böse gemeinten, guten Rat. Gib den Hund lieber heute als morgen in erfahrene Hände ab, denn der Hund überfordert Dich. Sonst gibt es am Ende einen unglücklichen Hundehalter und einen unglücklichen Hund.

Für so einen Hund braucht man mehr Geduld und Verständnis als für andere Hunde. Es ist keine Schande zuzugeben das man von so einem Tier überfordert ist.

Schade das man Dir nicht reinen Wein eingeschenkt hat aber ich darf Dir versichern das so etwas nicht üblich ist.

Darf ich Dich fragen von welcher Tierschutzorganisation der Hund ist?

Es gibt nämlich auch Hundehändler die behaupten das sie zum Tierschutz gehören.

Ob der Hund jemals ein unbeschwertes Leben haben wird steht in den Sternen. Ich weiß von mehreren Fällen das es möglich ist.

Ich weiß aber auch nach fast drei Jahren das mein Hund seine Ängste nie ganz überwinden wird und es hat seine Zeit gedauert bis ich das. eingesehen habe.

Bei meiner “Europäischen Vierpfotenhündin“ aus Bulgarien liegt es daran das sie, bis sie mit 6 Monaten zu uns kam, schon fünf mal ihr Zuhause wechseln musste und das hatte bei diesem Hundekind fatale Folgen.

In jedem Fremden sieht sie eine potenzielle Gefahr von demjenigen “verschleppt“ zu werden. Diese Angst ist so tief verwurzelt das auch zweieinhalb Jahre der Sicherheit nicht dagegen ankommen.

Ich hätte Dir gerne etwas positiveres geschrieben aber man muß in solchen Fällen ehrlich sein.

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brandon 03.02.2016, 21:44

Ich habe nichts gegen negative Bewertungen, ich finde es nur schade wenn man nicht weiß warum eine Antwort so bewertet wird denn so kann man nichts daraus lernen. Es könnte ja auch an einem Missverständnis liegen.

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Hallo Ninja 2407

Einen ähnlichen Fall haben wir in der Verwandschaft, aber keine Sorge, ihr bekommt das hin. Dauert aber seine Zeit.

Versuche mal Dich in Deinen Hund hinein zu versetzen. "Du warst Straßenhund, wahrscheinlich ohne jeden Bezug zu Menschen, oder (genauso schlimm): Du hattest Bezug zu Menschen, aber Du warst Fußabtreter, Prügelknabe, oder was auch immer. So ein Tier kommt hier an, im Tierheim oder in einer Pflegestelle, fasst vielleicht gerade Vertrauen und wird dann schon wieder entwurzelt und weggeschoben. Das ist doch auch Sch..... Da muss die Sicherheit ja auf der Strecke bleiben. Euer Job ist es jetzt für Sicherheit zu sorgen.

Die Hündin meiner Nichte hat anfangs auch in die Wohnung gemacht. (Der Parkettboden hat sich gefreut.) Sie hatte draußen vor allem Angst, ganz egal ob ihr Menschen begegneten, ein Auto um die Ecke kam, oder nur auf einmal eine Mülltonne draußen stand, die gestern noch nicht da war. Alles löste Panik aus. Das gibt sich, wenn ihr dem Hund Sicherheit vermitteln könnt. Einfach ruhig weitergehen und dem Tier damit klar machen: Herrchen oder Frauchen ist dabei und ganz entspannt. Das kann nix Schlimmes sein. Mir passiert nichts. Kurze Strecken am Anfang genügen. Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber Ihr erschlagt den Hund. Wenn sie in die Bude macht helfen keine stundenlangen Spaziergänge. Sie macht noch nicht draußen, PUNKT. Draußen ist noch alles total unsicher. Sollte Sie "aus Versehen" aber doch mal draußen was machen, loben, loben, loben. Toller Hund. Mißgeschicke in der Wohnung dagegen ignorieren, und, gerade bei einem verunsicherten Hund, bloß nicht bestrafen.

Gibt es in Eurem Umfeld einen weiteren Hund? Einen mit dem sie sich vielleicht versteht, oder an dem sie Interesse zeigt? Junge Hunde lernen von alten. Ich kann mir gut vorstellen, dass das auch in diesem Fall funktionieren kann. Einen Versuch ist es doch wert, oder? Aber auch hier gilt geduldig bleiben. Es gibt keinen Hebel den man einfach so umlegen kann.

Ihr habt alle Türen aufgemacht. Das war sicher gut gemeint, aber kontraproduktiv. Gebt ihr besser Stück für Stück etwas mehr Freiraum. Zimmer für Zimmer. Und lasst Euch Zeit dabei. Die Kleine muss erst mal bei Euch ankommen. Das geht nicht mit einem Paukenschlag.

Spieltrieb kommt von alleine, wenn mal eine gewisse Sicherheit da ist und Vertrauen aufgebaut worden ist. Das Gleiche gilt für's Lernen. Gebt ihr Zeit, und Euch auch. Das wird schon, nur nicht überstürzen.

Ach ja, und quatscht sie bitte nicht tot. Das tun viele Leute, führt aber zu gar nix. Beschränkt Euch zunächst auf das was später mal Kommando werden soll, wie z.B. : hier, lauf, sitz, aus, ...

Bei unserer Luna ist es innerhalb von einem Jahr schon viel, viel besser geworden. In der Wohnung geht fast nichts mehr daneben, dafür muss jetzt im äussersten Notfall die Terasse her halten ;-) Spaziergänge im Wald sind jetzt ganz toll, und draußen trifft man ja auch andere Hunde mit denen man ganz super toben kann.  

Bleibt ruhig, das wird schon, aber es dauert eben solange es dauert.

Viel Erfolg. Ich drück die Daumen.

 

 


 

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Ich geb ihr ja auch Zeit, und gehe ja seid dem sie Hier ist alle 2 Std mit ihr raus nur sie macht nichts sobald man Innen ist geht es los.

Hab schon vieles Ausprobiert machte sie nun auch an eine 15m Leine in der Hoffnung das sie dann ihr geschäft macht, wenn sie sich nicht beobachtet fühlt das brachte aber auch keinen erfolg,

Dann hatte ich die Idee ihre Hundefreundin samt besitzer mit zum Gassi zu nehmen, in der Hoffnung das Sie sich etwas bei dem Hund abschaut, aber das brachte auch nichts.

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brandon 03.02.2016, 16:41

Du hast ja den Hund noch nicht so lange so oft kannst Du es ja nicht probiert haben. Du mußt am Ball bleiben.

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Ich würde sie auch nie abgeben, das kommt für uns garnicht erst in Frage, die kleine hat schon soviel druch gemacht. nur die schlaflosen nächte schlauchen etwas :-D

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Hallo!

Bei Tieren vom Tierschutz weiß man nie genau, was sie in der Vergangenheit durchgemacht haben. Viellecht wurde der Hund gequält oder schlecht behandelt und ist deshalb so ängstlich. Such doch noch einmal das Gespräch mit dem Tierschutz, vielleicht kann man dir dort erziehungstechnisch weiterhelfen.

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Wir hatten uns auch einen Mischlingswelpen aus dem Tierheim geholt. Bei uns wird er als Hofhund gehalten.

Ansonsten erkenn ich sein Verhalten in deiner Beschreibung wieder, mit dem Unterschied, das er verspielt ist. Er liebt seine Familie abgöttisch und beschützt sie total übertrieben. Bei ganz vielen Geräuschen zuckt er ängstlich zusammen und bellt dann aggressiv los. Er ist jetzt 10 Jahre und hat sein Verhalten nicht geändert.

Wir haben uns nie mit dem Gedanken beschäftigt, ihn zurückzugeben.

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brandon 03.02.2016, 16:43

Verstehst Du unter Hofhund das der Hund draußen lebt?

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AmandaF 03.02.2016, 16:48
@brandon

Wir haben ein sehr großes Grundstück mit riesigen Garten und in diesen Bereichen kann er sich frei bewegen. Natürlich kann er auch mal ins Haus. Nur wird er da schnell unruhig und möchte wieder raus.

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