Hüft-OP geplant, Thorax Röntgen erwünscht

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3 Antworten

Abhängig vom Alter und sonstigen Eigenheiten der Patientin UND dem geplanten Eingriff (Dauer, Risiken etc.) möchte insbesondere der Anästhesist wissen, ob seitens der Lunge größere "Überraschungen" zu erwarten sind, die er bei der Anästhesie berücksichtigen sollte.

Um die Thorax-Untersuchung gibt es seit Jahren heftige Diskussionen. Macht man sie halbwegs regelmäßig vor OPs, setzt man sich dem Vorwurf der unnötigen Strahlenbelastung (oder gar der Geldschneiderei) aus, macht man sie nicht, und kommt es zu einem Zwischenfall oder einer Komplikation, weil eine Lungenerkrankung / Veränderung nicht bekannt war, gibt es auch Vorwürfe, Klagen etc.

Wäre nicht das Röntgenbild der Hüfte wichtiger

die Hüfte wird während der OP sehr wahrscheinlich ohnehin per Durchleuchtung angesehen, das kann der Operateur "alleine" beurteilen, die Lungenaufnahme wird aber in aller Regel durch einen Radiologen beurteilt / befundet.

beamer05 22.06.2011, 13:01

Danke für's Sternchen ;-)

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Dr. med. Google: Medizinischer Rat aus dem Internet macht oft krank!

Millionen Suchergebnisse zu einem Zimperlein : Ärzte erkennen ein neues Krankheitsbild: Den Cyberchonder, den Hypochonder aus dem Internet.

Patientenforen, Klinikfinder oder Arztnavigatoren im Internet helfen nach Meinung der Gesundheitswissenschaftlerin Sylvia Sänger nur ohnehin informierten Menschen bei der Orientierung. „Um sich in der Fülle der Internet-Informationen zurechtzufinden, muss man Seriöses von Unseriösem unterscheiden können“, sagte die Expertin vom Universitätsklinikum Jena. Dies könnten die meisten Menschen nicht. „Viele denken, weil etwas im Internet steht, stimmt's.“ Nur ein Bruchteil der unzähligen Gesundheits-Websites sei seriös. Sänger leitet am Jenaer Klinikum die „Gesundheitsuniversität“, die unter anderem Vorlesungen und Kurse für medizinische Laien organisiert. Nach ihren Beobachtungen tun sich Ärzte mit der zunehmenden Nutzung von „Dr. med. Google“ durch Patienten schwer. „Viele Ärzte haben regelrecht Angst vor dem informierten Patienten.“ Sie argwöhnten oftmals, dass Patienten sie kontrollieren wollten. „Das ist natürlich Unfug. Internetbewertungen sind heutzutage einfach normal, es gibt sie ja auch für Hotels oder Flüge.“ Statt das Internet zu verteufeln, sollten Mediziner aktiv damit umgehen. „Ärzte müssen in der Lage sein, ihren Patienten gute Seiten zu empfehlen.“ Die Wissenschaftlerin begrüßt es grundsätzlich, dass Verbraucher über das Netz an wissenschaftliche Leitlinien von medizinischen Fachgesellschaften und andere normalerweise nur Ärzten vorbehaltenen Informationen herankommen. Ziel sei dabei nicht vordergründig das Verständnis hochfachlicher Details. „Aber Patienten können Ärzte informiert fragen - und genau darum geht es.“ Wer Informationen unkritisch und unbewertet aufnehme, für den berge das Netz Gefahren statt Orientierung, warnte sie. Dies sei etwa bei unseriösen Heilsversprechen und fragwürdigen Therapien der Fall. Auch Internetseiten und -foren zur Patientenselbsthilfe sieht die Expertin zwiespältig: „Es ist natürlich vorteilhaft, wenn Ratsuchende nicht erst irgendwo hingehen müssen, sondern anonym von den Erfahrungen ebenfalls Betroffener profitieren können. Andererseits wissen sie nie, mit wem sie sich da gerade über hochsensible Dinge unterhalten.“ Vorsicht sei vor allem geboten, wenn in Foren persönliche Daten wie Mail-Adressen, Telefonnummern oder Krankengeschichten abgefragt würden. Immer wieder gebe es auch Hinweise, dass Patientenforen von Dritten abgeschöpft würden. „Da sind zum Beispiel oft Pharma-U-Boote drin.“ Viele Menschen würden zudem erst durch die ungefilterte Informationen und Berichte anderer Menschen krank. „Wir haben mittlerweile das Krankheitsbild Cyberchonder“, sagte Sänger. Dabei entdeckten Menschen via Internet vermeintliche Symptome an sich und versuchten diese in Selbstdiagnosen zu deuten. Auch bei den im Netz kursierenden Ärzte- und Kliniknavigatoren sieht die Gesundheitswissenschaftlerin erhebliche Qualitätsunterschiede. Dort klicken sich nach ihrer Beobachtung häufig Menschen ein, die mit einer Behandlung entweder sehr zufrieden oder absolut unzufrieden seien. „Das Problem ist, dass Verbraucher die Qualität der ärztlichen Behandlung letztlich nicht einschätzen können.“ Die Aussagekraft hänge zudem von der Zahl der Bewertungen ab. Am tauglichsten seien Internet-Arzt- und Klinikfinder von Krankenkassen. „Diese fragen strukturiert und beziehen auch Qualitätsberichte von Kliniken ein, da kommt eine große Anzahl von Bewertungen zusammen.“

pezzi 22.06.2011, 12:00

das ist zwar eine sehr ausführliche Antwort, nur leider nicht auf meine Frage:-((

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Ratgeberkoenig 22.06.2011, 12:04
@pezzi

Dann hast Du den Text entweder nicht gelesen oder nicht verstanden :-(

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beamer05 22.06.2011, 12:49
@Ratgeberkoenig

Aha, Ich habs auch gelesen und keine Antwort auf die gestellte Frage gefunden.

Sind wir alle doof??

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Eine Hüft OP ist ein komplexer Eingriff. Die Ärzte wollen sehen, ob deine Lungen die lange Narkose verkraften. Wurde bei meinen Rücken OP´s auch gemacht!

SweetHardstyle 22.06.2011, 12:09

Als bei meiner Mutter die Gebärmutter entfernt wurde, wollten die Ärzte auch ein Bild von der Lunge. Das scheint vor geplanten, längeren Eingriffen wohl nun normal zu sein. Vor ein paar Jahren wurde das noch nicht gemacht.

Ich wünsche dir alles Gute für die OP!

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