Hubschrauber Pilot werden nach der Ausbildung als Baumaschinenmechatroniker?

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4 Antworten

Hallo, 

machen kann man vieles. Und Chancen hat man immer, aber ob es bei Dir klappt, kann Dir doch hier niemand mit Ja oder Nein beantworten. 

Entschieden wird es erst bei der dreiphasigen Eignungsfeststellung: Offiziereignungsprüfung, Untersuchung auf Wehrfliegerverwendungsfähigkeit, psychomotorische Eignungsfeststellung an der Heeresfliegerwaffenschule in Bückeburg. 

Du kannst bei der Bundeswehr Hubschrauberpilot auch mit Mittlerer Reife und abgeschlossener Berufsausbildung werden. So steht es jedenfalls in der Broschüre der Bw zum Thema „Offizier im fliegerischen Dienst“. Die Mindestverpflichtungszeit beträgt für das fliegende Personal 16 Jahre und wird stufenweise hochgesetzt. 

Schulbildungsmäßig ist natürlich - wie im realen Leben auch - mehr immer besser. Daher wäre zumindest Fachhochschulreife nicht schlecht. Vielleicht kannst Du die über einen Fernkurs noch während der Ausbildungszeit machen. 

Nach einem Bericht im „Karriereguide Luftfahrtberufe 2014“ hatte die Bw 2012 rund 2.000 Bewerber. Davon wurden 86, also gerade mal 4,3 %, übernommen, darunter 24 geeignete für den Job des Kampfjetpiloten. Der Rest von 62 Bewerbern verteilte sich dann auf die Hubschrauber aller Teilstreitkräfte und die Transportflugzeuge der Luftwaffe und die P-3 Orion der Marine. 

Das zeigt, wie hoch die Anforderungen sind, die an Pilotenbewerber gestellt werden. Die Bw sucht keine Piloten, sondern in erster Linie Offiziere, also militärische Führer, die auch fliegen. Du bist Soldat, Offizier und erst dann Pilot. 

Um Dich vorzubereiten, solltest Du vielleicht mal ein Buch über Hubschrauberaerodynamik lesen - die Grundlagen reichen, denn Dir wird ja alles in der Ausbildung beigebracht. 

Dazu ab sofort keine Drogen, keine Medikamente, keine Straftaten, keine Punkte in Flensburg. Und für die langen Winternächte gibt es die EU-Verordnung 1178/2011, welche die Anforderungen für Ausbildung und flugmedizinischer Untersuchung des zivilen fliegenden Personals beschreibt, natürlich auch die Ausbildung von Berufs-Hubschrauberpiloten. 

Schau einfach mal rein, denn Du kannst ja später eine militärische Lizenz über das Luftfahrt-Bundesamt in eine zivile umschreiben lassen. EASA, LBA und Luftwaffenamt haben dazu eine Vereinbarung getroffen (aber die liegt für Dich natürlich noch mindestens 16 Jahre in der Zukunft). Vielleicht wirst Du aber auch Berufssoldat, dann hat sich das sowieso erledigt. 

Die EU-VO gibt es als PDF über das LBA, die EASA oder die eur-lex-Datenbank der EU zum Herunterladen. 

Haha.. 20.000 EUR😂

Weißt Du, was die Flugstunde Hubifliegen in der Ausbildung kostet? Da darfst Du für die Ausbildung zum CPL (H) oder ATPL (H) einiges mehr mitbringen.  

Und weißt Du, wie die Jobaussichten sind? Auf dem zivilen Markt gleich 0. Bei der BW bist Du in erster Linie Soldat und dann Pilot. Da wird Dir vorgegeben,  was Du fliegst. Kannst also genauso gut in der Transall landen. 

Ich hab vor längerer Zeit mal nen ausführlichen Beitrag zum Hubifliegen geschrieben.  Benutz einfach mal die Suchfunktion. 

Du musst nicht unbedingt Abitur haben, um Pilot beim Bund zu werden, aber du musst richtig gut sein in allen Bereichen. Du kannst dir in der Regel auch nicht aussuchen, was für ein Pilot du wirst. Dieses Privileg hat nur der jeweils Lehrgangsbeste einer Waffengattung. Ich wäre super gerne Tornadopilot geworden, aber die Planstellen waren besetzt und so wurde es der Phantom, auch geil aber halt nicht der Wunschflieger. Die Stellen für Hubschrauber sind echt selten.

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