HPV-Impfung wie sinnvoll bei verheirateter Frau?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die erschreckenden Nebenwirkungen lass mal außen vor - das sind wie immer Panikmache-Geschichten von Impfgegnern. Viele Mädchen berichten allerdings, dass die Impfung schlechter verträglich ist als viele andere Impfungen, mit Schwelllung und Schmerzen über mehrere Tage, und teilweise sogar Fieber.

Für dich am wichtigsten ist aber: Die Impfung schützt nicht davor, dass das Virus irgendwann mal Krebs verursacht. Sie schützt vor der Ansteckung mit dem Virus selbst - das heißt,, wenn du das Virus schon hast, nützt die Impfung nichts.

Das ist genau der Grund, weshalb man die Impfung für junge Mädchen empfiehlt, möglichst vor dem "ersten Mal" - denn dann kann man sicher sein, dass sie das Virus nicht haben. Wir erwachsenen Frauen haben mit relativ großer Wahrscheinlichkeit schon einmal mit diesen Viren Kontakt gehabt, und dann bringt ein zweiter Kontakt gar nichts mehr - weder positiv noch negativ.

Hinzu kommt: Du bist nicht in Gefahr, dich mit Virustypen anzustecken, die du noch nicht hast - denn in einer beidseitig monogamen Beiehung besteht eine solche Gefahr nicht. Wenn dein Mann dich in den letzten Jahren nicht angesteckt hat, dann kann auch in Zukunft nichts passieren.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich würde mich in dieser Situation nicht impfen lassen - beziehungsweise ich tu es nicht, denn bei mir ist es genauso.

Ich habe allerdings mal eine Frau keinnengelernt, die sich nach langer Ehe von ihrem Mann getrennt hat - und die hat sich impfen lassen (alles selbst bezahlt). Sie war jjetzt wieder "auf dem Markt" und damit in einer Situation, in der sie möglicherweise neuen Männern mit neuen Viren begegnen konnte.

Hier nochmal eine Info des Krebsinformationsdienstes zum Thema: http://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/risiken/hpv.php

danke dir für die sehr ausführliche Antwort!! :)

ich bin mir jetzt auch sicher das ich mich nicht impfen lassen werde. Zumal ich den Virus vermutlich sowieso schon längst in mir trage ...

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@suessemaus33333

Vermutlich trägst du das Virus nicht mehr in dir, selbst wenn du dich angesteckt hast. In 90% der Fälle wird der Körper nach einer Ansteckung innerhalb einiger Monate selbst mit dem Virus fertig, und ein Jahr nach der Ansteckung ist nichts mehr nachweisbar. Nur bei den Frauen, wo das nicht so ist - also bei "persistierendem" Virus - besteht überhaupt die Gefahr von Gebärmutterhalskrebs.

Im Grunde würde es also reichen, wenn man nur diese 10% der Mädchen impfen würde - nur leider kann niemand voraussagen, bei wem das Virus persistieren wird und bei wem nicht.

Das ist ein bisschen wie mit dem Anschnallen im Auto - eigentlich müssten sich ja auch nur die anschnallen, die an diesem Tag einen Unfall haben werden. Da man aber nicht weiß, wen es treffen wird, ist es besser, wenn sich alle anschnallen.

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@Pangaea

das wusste ich noch garnicht.

"Nur bei den Frauen, wo das nicht so ist - also bei "persistierendem" Virus - besteht überhaupt die Gefahr von Gebärmutterhalskrebs."

Da ich jetz nicht hunderte Männer im Bett hatte und eigtl ein (hoffe ich doch) gutes Immunsystem hatte und die Frauenärztin nichts negatives bei der Untersuchung/dem Abstrich festgestellt hat ist es vielleicht wirklich denkbar das mein Körper den Virus selbst vernichtet hat FALLS ich ihn überhaupt hatte?

das macht mir Mut.

weil meine beiden Tanten mütterlicherseits und meine Mutter was am Muttermund entfernen lassen mussten (weil der Virus leider ausbrach mit Anfang 30)

...deshalb bin ich auch so sehr verunsichert...

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@suessemaus33333

OK - bei der Familiengeschichte kann ich verstehen, dass du verunsichert bist.

Aber die Grundsituation hat sich ja nicht verändert: Entweder du hattest Kontakt mit dem Virus und dein Körper hat es besiegt, oder du gehörst zu den 10%, bei denen es persistiert, oder du hattest noch keinen Kontakt, bist jetzt aber nicht mehr gefährdet, Kontakt zu bekommen.

Nur wenn bei dir das Virus persistiert, könntest du Veränderungen am Muttermund bekommen, aber dagegen kann dich die Impfung eben auch nicht schützen. Die schützt nur vor der Ansteckung mit neuen Viren, und genau das ist ja nicht dein Problem.

Ich schlage vor, jedes Jahr ordentlich zur Vorsorge zu gehen. Sollten sich Veränderungen zeigen, dann kann man die behandeln. Die Impfung würde nichts bringen.

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ALLGEMEIN

  • Eine Impfung kann nur Krankheiten verhindern, die man zum Zeitpunkt der Impfung noch nicht hat. In bezug auf die HPV-Impfung bedeutet das also, dass man die Krankheit bis zur Wirksamkeit der letzten Impfung noch nicht erworben haben darf.
  • Ob man vor der Impfung Sex hatte oder nicht, ist im Prinzip völlig egal. Es geht nur darum, ob man vor der Impfung bereits infiziert war oder nicht. Da der Durchseuchungsgrad der Bevölkerung aber recht hoch ist, korreliert die Gefahr einer Infektion stark mit der Anzahl der Sexualpartner. Die Kassen zahlen die Impfung nur für junge Mädchen.
  • Wenn Dein Ehemann und Sexualpartner schon mit HPV infiziert wäre, hätte er dich bereits angesteckt und die Impfung wäre nutzlos.
  • Wenn Dein Ehemann und Sexualpartner NICHT mit HPV infiziert ist, dann ist es egal, ob Ihr Euch impfen lasst oder nicht, solange Ihr Euch treu seid. Eine Impfung könnte Dich aber insofern schützen, als dass Du Dich auch nicht durch Untreue infizieren könnten, vorausgesetzt Du bist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht infiziert.

KONKRET ZU DEINER FRAGE

  • Eine Impfung hat nach derzeitigem Stand KEINE therapeutische Wirkung bei infizierten Personen. Die Impfung kann also bei infizierten Personen die Wahrscheinlichkeit des Ausbruchs von Gebärmutterhalskrebs nicht signifikant senken oder gar im Falle von veränderten Zellen den Krankheitsverlauf verlangsamen.
  • Eine Impfung im Erwachsenenalter würde ausschließlich Sinn ergeben als Schutz vor zukünftigen Infektionen, wenn man selbst annimmt, noch nicht infiziert zu sein.
  • Bezüglich der Nebenwirkungen der Impfung muss man aber klar sagen, dass die Impfung SEHR SICHER und GEFAHRLOS ist und die militanten und regelrecht dummen Impfgegner hier Falschinformationen streuen und eine ungerechtfertigte Angst vor der für Teenager sehr empfehlenswert Impfung schüren. Das ist unverantwortlich und sachlich nicht gerechtfertigt.

RATSCHLAG

  • Lass die Impfung als erwachsene Frau NICHT durchführen. Spare das Geld.
  • Für ehelich lebende Paare ist TREUE der beste Schutz.

Ich ergänze noch Ergebnisse einer sehr guten, aktuellen und verlässlichen Studie aus 2012 des Robert-Koch-Instituts für Infektionskrankheiten zur Prävalenz (also dem Vorkommen, dem Grad der Durchseuchung) von HPV unter 20-25 jährigen Frauen.

  • Der Anteil HPV-infizierter Frauen beträgt etwa 38%. Auch in dieser Studie bestätigt sich drastisch die Korrelation mit der Anzahl der Sexualpartner.
  • Etwa 19% bei 1-2 Sexualpartnern, 49% bei 6-10 Sexualpartnern, 67% bei mehr als 10 Sexualpartnern.
  • Wer in den vergangenen 12 Monaten mehr als 2 Sexualpartner hatte, war zu 66% infiziert, mit nur einem zu 30%, mit keinem zu 24%.
  • Wer angab, immer Kondome zu verwenden, war zu 34% infiziert, wer sie nicht immer verwendete zu 54%. Dies zeigt auch, dass Kondome bei HPV zwar kein sicherer Schutz sind, wohl aber signifikant die Gefahr senken können. Kondome können eine Infektion mit HPV leider NICHT sicher verhindern, da die Läsionen und damit die Viren, auch an den Hoden oder dem Damm des Mannes auftreten können und nicht nur am Penis.
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Also alle, die ich kenne, haben die Impfung problemlos vertragen, Panikmache gibt es seit es Impfungen gibt.

Aber mal davon abgesehen, kann ich bei dir nicht unbedingt erkennen, warum du diese Impfung nun unbedingt brauchen solltest.Wenn kein zwingender Grund vorliegt, denke ich, sollte eine jaehrliche Krebsvorsorgeuntersuchung es bei dir auch tun und die kriegst du bezahlt. Und ohne auffaelligen Befunde sollte das vollkommen ausreichen.

Den Virus haben viele erwachsene Frauen, das ist richtig, aber nicht alle, ich habe ihn z.B. nicht, ich wurde nach einem schlechten Pap Test darauf untersucht, die Kasse hat das dann bezahlt.

Wirklich Sinn macht diese Impfung vor allem bei jungen Maedchen (die ihn auch bezahlt bekommen), vor allem, wenn sie noch keine sexuelle Erfahrung haben, da hier die Ansteckung auszuschliessen ist.

Aber auch in Faellen, wo der Virus sehr aktiv ist und dadurch eine grosse Gesundheitsgefahr besteht, kann die Impfung sehr ratsam sein, auch dann kann sie noch von der Kasse uebernommen werden. Ich habe eine Freundin, die ist so ein Fall, sie hat den Virus und hatte schon oefter schlechte Pap Werte (Entartete Zellen am Gebaehrmutterhals) und musste auch schon operiert werden, um diese Zellen zu entfernen und musst danach auch alle 3 Monate zur Untersuchung, weil das immer wieder passieren kann und die Krebsgefahr sehr hoch ist. Ihr wurde auch zu dieser Impfung geraten, um eben die Viren im Zaum zu halten, die Aerztin schrieb ihr eine Dringlichkeitsbescheinigung und die Kasse zahlte die Impfungen. mit 45 Jahren.

Ich wuerde sagen, wenn du regelmaessig zur Vorsorge gehst und nichts auffaelliges war, dann kannst du auf die Impfung derzeit verzichten. Entweder hast du den Virus schon, er ist aber z.Zeit eher inaktiv (keine negativen Pap Befunde) oder du hast ihn nicht, dann wirst du dich auch nicht so schnell damit mehr infizieren.

Welche Arten von (sexuellem) Kontakt sind vor der HPV-Impfung unbedenklich?

Diese Gebärmutterhalskrebs-Impfung sollte ja möglichst vor dem 1. Geschlechtsverkehr (d.h. Penis in Vagina) durchgeführt werden, um zu verhindern, dass man sich bereits vorher mit HPV infiziert haben könnte.
Aber: Welche anderen Arten von Kontakt sollte man auch vor der Impfung vermeiden? Z.B.: Küssen, aktiver oder passiver Oralsex, Petting/Fingern...??
Es wäre schön, darauf mal eine eindeutige Antwort zu bekommen, denn das Einzige, was ich spontan über Google herausfinden konnte, ist, dass Küssen okay zu sein scheint, weil es die genitalen HPV-Stämme nicht überträgt.(?) <br> *(Korrektur: Sogar zum Küssen gibt es online widersprüchliche Aussagen, d.h. laut manchen Quellen wird es sogar schon durch Küssen übertragen!)*

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