HP positiv? Magenspiegelung?

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1 Antwort

Ja, da hast du richtig gehört. Den sog. C13-Atemtest zum H.p.-Nachweis gibt es schon länger. Es ist ein sehr einfach durchzuführender Test, dessen Durchführung allerdings umstritten ist, da sich daraus nicht immer zwangsläufig eine klinische Konsequenz ergibt: Da die meisten der H.p.-positiven Patienten (ca. 2/3 der Bevölkerung) praktisch keine Beschwerden haben, obwohl sie den Erreger in sich tragen.

Der Test wird in manchen Fällen - wie auch bei dir aufgrund familiärer Häufung - dennoch empfohlen zur Risikoabschätzung, da das Bakterium für das Risiko für (chronische) Magengeschwüre und das Entartungsrisiko bei manchen Menschen erhöht. Somit kann bei positivem Befund bei bestimmten Risikogruppen prophylaktsch eine Eradikationstherapie erfolgen, um das Entzündungs- und folglich Magenkrebsrisiko durch H.p. zu senken. Das hängt aber, wie gesagt, vom Befund und dem Risikoprofil des Patienten ab.

Allerdings sollte und kann dieser keine Alternative für eine Gastroskopie sein - welche im Falle von Beschwerden nach wie vor den Goldstandard in der Magen-Darm-Diagnostik darstellt.

Durchgeführt wir der C13-Test i.d.R. beim niedergelassenen Internisten (Gastroenterologen), welcher die Probe dann an ein Labor weitergibt. Das Ergebnis erfährst du dann im Normalfall bei deinem Hausarzt, welcher die Überweisung zum Spezialisten geschrieben hat.

Habe hier mal ein paar Links angefügt, über welche du dich weiter informieren kannst:

http://www.gastropraxis-trier.de/23.html

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