Hotel Mama muß ein Ende haben.

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9 Antworten

Hallo Fragestellerin. Du schreibst, Dein Sohn will wohl arbeiten gehen, aber keine Ausbildung machen. Einen Schulabschluss hat er auch nicht. Neben dem, was Du tun kannst, um seine Motivation zu stärken, sein eigenes Geld zu verdienen (dazu gibt es hier ja schon gute Tipps, z. B. kein Taschengeld usw.) sehe ich vor allem eine Möglichkeit: Zeitarbeit. Einige Zeitarbeitsfirmen suchen z. b. Produktionshelfer, Aushilfspersonal in Kantinen, in Gartenbaubetrieben und so. Auch die "Bewerbung" ist denkbar unkompliziert: Anrufen, Termin ausmachen, Unterlagen mitbringen, weitersehen.

Auf die Weise könnte Dein Sohn erstmal arbeiten, unterschiedliche Betriebe und Arbeitsabläufe kennenlernen, Geld verdienen und Struktur in seinen Tag bekommen. Und er wird nach einiger Zeit feststellen, ob ihm Aushilfstätigkeiten auf Dauer gefallen oder nicht. Vielleicht braucht er die Zeit, um sich schlüssig zu werden, wo er eigentlich hin will, und was er eigentlich tun möchte. Viele, die diesen Weg einschlagen, sehen nach einiger Zeit ein, dass sie ohne Schulabschluss keine Ausbildung bekommen und lebenslang auf immer wechselnde Aushilfstätigkeiten programmiert sind. Schon manchen hat das plötzlich sehr motiviert, doch nochmal die Schulbank zu drücken und eine Ausbildung zu machen.

Und bis dahin, was die anderen schon vorgeschlagen haben. Miteinander sprechen, Hotel Mama schließen, Taschengeld, Handy und alles, was Geld kostet streichen bzw. verdienen/erarbeiten lassen. Wieso sollte er sonst etwas ändern?

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Kommentar von Teufelchenfeli
12.10.2011, 17:37

Hallo und lieben Dank,

Ich habe mir gerade Anzeigen in dieser Richtung angesehen. Super Vorschlag Danke. Liebe Grüße

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Wenn du ihm genauso zeigst, wie du hier schreibst, was du von ihm hältst, erfüllt er doch deine Erwartungen:

Du siehst ihn als faulen, kleinen Satan, der nix anderes machen will, als dir auf der Tasche zu liegen.

Für mich hieße der Kompromiss: "Zuhause wohnen und Schulabschluss nachholen". Ohne den sind die Chancen auf einen Ausbildungsplatz verschwindend gering. Ob er den an einer Schule oder Fernschule nachmacht, sollte seine Entscheidung sein.

Beim nächsten Arbeitsamt-Termin würde ich nicht mitgehen. Schließlich ist er 19 und sollte das Mal alleine machen.

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Ich könnte mir vorstellen, dass er vorher nicht wirklich in der Pflicht war etwas selbst zu tun, und jetzt Schwierigkeiten hat, deine Anforderungen zu befriedigen. Vielleicht ist er jetzt auch "gefrustet", da er sich für etwas entschieden hat und es nicht klappt (Sicherheitsfirma). Wenn du ihm dies nicht zahlen kannst, dann kann er jetzt was für seine Zukunft machen, in dem er sich einen Minijob auf 400 Euro Basis sucht und sich die Ausbildung selbstfinanziert. Er müsste dazu nur 3 Monate arbeiten. Den Job sollte er natürlich auch weiterhin behalten, um seinen Lebensstandart halten zu können. Ich habe gelesen, dass du ihm finanziell schon einiges gestrichen hast. Kann mir dies aber nicht so ganz vorstellen, wenn er seit 3 monaten 10 Euro für Lebensmittel hat. Wie kann er denn dann immer noch durchhalten? Internet und Handy wird er bestimmt auch noch nicht aufgegeben haben. Er bekommt somit doch irgendwoher Geld, so dass er keine Motivation hat, etwas in seinem Leben zu ändern.

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hallo, ich weiss ja nicht was du deinem sohn an positiven vergütungen zukommen lässt, aber diese würde ich mal per tabelle notieren- z.b.- wäsche waschen /bügeln /putzen/ essen /süßes /cola/ evt.,zigaretten/ internet/ taschengeld / deinen lohn/ deine zeit u. deine kosten für miete, strom,wasser u.s.w.!!! auf die andere seite der tabelle würde ich seine gegenleistungen notieren. Auch wenn es eine erpressung ist, würde ich ihm mitteilen, daß fast all diese leistungen in zukunft ohne seine mithilfe total gestrichen werden! Du nennst ihn hier schon den ´"kleinen satan". Er weiss dieses "klein" zu nutzen und wird daher dieses "klein", wenn du nicht nicht resolut durchgreifst, immer nutzen! Viel erfolg !!!

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In dem Alter sollte man doch eigentlich Wünsche / Träume haben und eine ungefähre Vorstellung von dem haben was man gerne machen will. Dein Sohn scheint mir nur eine Vorstellung von dem zu haben was er nicht will. Da muß doch was schiefgelaufen sein das er solche Gleichgültigkeit zeigt....? Wenn er nicht arbeiten geht dann muß halt weiter die Schulbank drücken. Keine Ausbildung gibt es nicht, wenn keine betriebliche, dann eben eine schulische. Und wenn bei ihm doch irgendwann der Groschen fällt und er eine Ahnung hat von dem was er machen will, dann wird ihm die zusätzliche schulische Ausbildung / oder vielleicht ein höherer Schulabschluss sicherlich keine Steine in den Weg legen. Man muß nichts machen woran man keine Freude hat, aber es wird doch sicherlich Berufe geben die auch deinen Sohn begeistern, so das er gerne eine Ausbildung anstrebt. Solange wie er diese Freude nicht entdeckt, geht er halt weiter zur Schule. Da solltest du etwas mehr Druck ausüben, schließlich lebt er zur Zeit ohne eigenes Einkommen.

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Hallo,

ich habe selbst keine Kinder, aber ich denke, ich kann das ganz gut nachvollziehen.

Ich würde Ihnen empfehlen, ihn für alles was er bekommt, arbeiten zu lassen. Wer bezahlt sein Handy? Seine Klamotten, hat er ein Auto, bekommt er Taschengeld, eigener Computer, usw. ? Machen Sie einfach ganz klar deutlich, dass er nur weiterhin unterstützt wird, wenn er auch etwas für sich tut. Sie wollen gar nichts für sich selbst (dass er im Haushalt mithilft oder irgendetwas für Sie erledigt), sondern nur, dass er weiterkommt. Sie unterstützen ihn gerne, aber nur, wenn er mitmacht.

Wenn er es nicht tut, zahlen Sie sein Handy nicht mehr, dann kein Taschengeld, dann nichts neues zum Anziehen mehr.

Sie müssen es ihm nur vorher genau so sagen, damit er weiß, was auf ihn zukommt. Aber weisen Sie ihn auch darauf hin, dass er gerne weiterhin bei Ihnen wohnen, schlafen, essen und duschen kann, aber sonst in keinster weise mehr unterstützt wird, so lange er nicht anfängt, auf die eigenen Füße zu kommen.

Ich hoffe, das hilft Ihnen vielleicht ein bisschen weiter.

Viele Grüße chero

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Kommentar von makazesca
11.10.2011, 18:51

chero ,das ist eine sehr liebevolle und kluge antwort.DH

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Kommentar von Teufelchenfeli
12.10.2011, 17:33

Hallo, ja das habe ich, keine klamotten, kein Handy geld und 10 Euro zum leben pro Woche also Lebensmittel. Läuft seit 3 Monaten. Er ändert sich leider noch nicht. aber lieben Dank und Gruß

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Hallo!

Einfach raussetzen ist wirklich der falsche Weg.

Ein Zuhause ist der Ort wo man Geborgenheit findet und sollte nicht an Bedingungen gebunden sein.

Ich selbst bin nun Mitte Zwanzig und habe auch lange gebraucht mich aufzuraffen. Eine Ausbildung vor der Arbeit muss aber sein, da dies die erste Stufe zu einem selbstständigen Leben ist. Sein Zug ist noch lange nicht abgefahren, aber noch länger sollte er nicht damit warten sich beruflich zu orientieren. Die meisten Auszubildenden sind auch erst in seinem Alter.

Ich kann ihn voll und ganz verstehen. Bei Mutti ist es so schön und ausschlafen ist auch nicht schlecht! :D

Aber irgendwann bin ich aufgewacht.

Er wird auch irgendwann aufwachen (das tut letztendlich jeder), aber wer weiß schon wann?

Nagel ihn auf eine Ausbildung fest, lass ihn aber entscheiden, was er machen möchte. Ein Mensch, der das tut, was er schon immer wollte, arbeitet besser und effektiver als jemand, der nur das tut, was ihm gerade angeboten wurde.

Wenn ihm die Arbeit im Sicherheitsdienst Spaß macht, sucht euch etwas in dem Bereich. Es muss ja nicht das gleiche sein, wie das, was er vorher gemacht hat. Der Sicherheitsdienst ist vielfältig. Hauptsache er bekommt eine Ausbildung und verdient das Geld mit dem er später vielleicht die Fortbildungen bezahlen kann, die du ihm nicht bezahlen konntest.

Liebe Grüße und ganz viel Kraft euch beiden!

-Sina

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Kommentar von Tierpflegerin84
11.10.2011, 18:40

Ach ja, ich hab die Stichworte für deine Frage ergänzt, damit auch andere Leute diese Frage finden und dir Ratschläge geben können.

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ganz ehrlich teufelchenfeli--wahrscheinlich war er bis jezt dein augenstern,dem du alles von den augen abgelesen hast und dem du auch sehr viel an arbeit abgenommen hast,sei ehrlich!!.nun ist er volljährig und soll plötzlich erwachsn sein,was er vorher nie wirklich üben durfte-mußte. das kann nicht klappen.irgendwas ist schiefgelaufen,sonst würde er sich nicht so auf die hinterbeine gegen dich stellen,oder gegen jegliche ordnung,was das arbeitsleben angeht.setz euch mal in ner ruhigen minute zusammen,und dann frag mal,was ER möchte ,WIE ER sich sein leben oder seine zukunft vorstell,wenn er so alles mit nem fingerschnippen bekommen könnte .bitte verkneif dir vorwürfe oder auch nur vorschläge. er muß selber auf ideen kommen ,selber wege finden.die sind oft total anders als wir sie uns vorstellen,als erwachsene.nur einen vorgemalten weg zu gehen ,ist nicht sein weg ,und darum wird er auch auf dauer wieder versagen.er braucht ziele und wünsche die es zu erfüllen gibt.hat er die nicht,gibt es auch keine motivation ,diese durch eigene anstrengung zu erfüllen.mach das,was du mit ihm als 2 jährigen auch gemacht hättest,wenn er hingefallen ist,gib ihm die hand und helf ihm aufzustehen.wenn er bockig war ,hast du ihm auch durch aufmerksamkeit und liebesbeweis gezeitgt,daß du ihntrotzdem liebst.laß ihm nichts durchgehen,für regeln ein,die durchzuhalten sind und an die sich alle halten müssen,nicht nur er.-das arbeitsamt ist oft nicht der beste weg eine arbeit zu finden.seine aufgabe ist es .firmen herauszusuchen,die ihm den arbeitsplatz bieten können,den er sich wünscht.übers arbeitsamt kanner durch kurse erlernen ,wie man sich richtig bewirbt,wenn er da schwierigkeiten hat.er selber muß diesen weg allein gehen,nur so lernt er seine schwächen und stärken kennen.mein sohn ist jetz 31 jahre alt und endlich da angekommen,wo er hinwollte. er hat so eine ähnliche vorgeschichte wie deiner,nur das er ne lehre als handelsfachpacker gemacht hat.was ihn aber heute auch nichts wirklich bringt.

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Kommentar von Cherole
11.10.2011, 19:06

Auch eine sehr gute Antwort! Jahrelang ist "der Kleine" verhätschelt worden und dann muss er aufeinmal auf die Füße kommen. Ich will nichts unterstellen, aber das ist doch oftmals der Fall, gerade bei den jüngsten Kindern.

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Hey,

zusätzlich zu den ganzen Hilfreichen antworten hier würde ich dir gerne einen weiteren Blickwinkel zeigen : Zu Faul? Kommt mir bekannt vor. Warum? So war ich selber! Ich hätte viel bessere Schulische Leistungen damals erbringen können. Zum Beispiel.

Jetzt ist alles anders. Motiviert bis zum geht nicht mehr, eigene Projekte nebenbei verfolgen. Sich richtig in den allerwertesten treten^^

Weißt Du was dazu beigetragen hat? Nicht meine Mutter die mir Jahre lang auf den Ohren lag dass ich in Wallung kommen sollte und dies und das und Bla. 

Sondern eine richtig große Persönlichkeitsentwicklung!

Diese erreichte ich auch mit Psychiatischer Hilfe. Damit meine ich nicht den Klischee Doktor der fragt wie es einem geht und wie man sich dabei fühlt sondern mit Methoden die aktiv unterbewusste Probleme angehen und Lösen. 

Sicherlich hat dein Sohn auch welche.

Darauf wird er bestimmt auch gar keinen Bock haben! Ist ja klar, hatte ich eigentlich auch nicht. Zu mal ich diesen Psychiatern von Grund auf nicht vertraute. Dies wurde aber auch gelöst! 

Ich weiß noch dass mein Verhalten das Verhältnis zwischen mir und meiner Mutter extrem beeinflusst hatte. Sie war angenervt von mir ich von ihrem ständigen Meckern. Sie wollte mich raus haben.

Dann haben wir uns beide immens entwickelt und sind die Sachen ganz anders angegangen. Das war quasi ein Segen^^

Informiere dich mal im Internet und schaue dir mal solche Sachen an. Mach dir einfach Gedanken darüber.

Übrigens ist es eventuell nicht nur dein Sohn, sondern auch Du der sich letztendlich dass mal anschauen sollte... irgendwas gibt es immer. Glaub mir.

Viel Erfolg und viele Grüße :)

Ich hoffe ich konnte helfen!

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