Horror / Schock oder wie, zuviel Abstinenz ungesund?

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2 Antworten

Deine Psyche speichert zwar alles, was du erlebt hast ab, und verwendet die gemachten Erfahrungen, aber sie stellt sich grundsätzlich auf deine Gegenwärtige Lebensweise ein.

Hörst du auf, Kaffe zu trinken, wenn du das Regelmäßig getan hast, geht dein Körper in eine Entzugsphase. Er muss sich auf den Verzicht der alltäglichen Dosis Koffein einstellen und reagiert auf eine biochemische Weise. Dennoch wird er immer danach verlangen.

Trinkst du dann nach deiner Abstinenz wieder, stürzt sich dein Körper darauf und vesucht, einen möglichst großen Effekt daraus zu ziehen, für den Fall einer erneuten Abstinenz im Anschluss.

Hat dein Biosystem sich wieder an die regelmäßige Zufuhr angepasst, ist der Effekt unterbewusst und lange nicht mehr so stark.

Bei Horror ist es dasselbe. Wenn wir den Körper in Angstzustände versetzen, wird ein Stresshormon freigesetzt. Bei regelmäßiger Freisetztung wird die Dosierung immer geringer Wahrnehmbar, da die Psyche sich mit dem Körper auf ein Gleichgewicht einigt. Es kommt zur Psychischen Apathie.

Dein Körper schüttet praktisch ununterbrochen das Hormon aus, weshalb du es lange nicht mehr so merkst, wenn du in einer Angstsituation mal wieder etwas mehr davon freisetzt.

Es ist, als würdest du ununterbrochen Bluten, dann fällt dir nicht auf, wenn mal etwas mehr aus den Adern kommt, du achtest nicht mehr darauf, Körper und Geist machen dasselbe. Es wird unterbewusst.

So denke ich darüber.

Misaki

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Kommentar von Gordon313
04.05.2016, 12:57

Klingt einleuchtend!

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Das erlebt man in den verschiedensten Bereichen des Lebens. Der Mensch ist einfach sehr anpassungsfähig und gewöhnt sich relativ schnell an viele Dinge.

Du gewöhnst dich an die Horrorfilme, bis du sie nicht mehr schlimm findest. Du gewöhnst dich an die Abwesenheit von Horrorfilmen, bis in deinem Hirn ein rosa Einhorn unbeschwert über eine Blumenwiese hüpft. Du schaust einen Horrorfilm und bist geschockt.

Andere Beispiele:

Man gewöhnt sich an den Geruch der Kleidung und Haare von Rauchern, wenn man viel von Rauchern umgeben ist. Man gehöhnt sich an die mehr oder weniger frische Luft, wenn in seinem Umfeld plötzlich hauptsächlich Nichtraucher sind. Man begegnet einem Raucher und nimmt den Geruch viel intensiver wahr.

Man geht jeden Samstag feiern und hat jeden Sonntag einen schweren Schädel. Ist halt so. Man geht lange Zeit nicht mehr feiern und ist jeden Sonntag fit. Man geht einmal wieder feiern und fragt sich, wie man früher jede Woche diesen Kater ausgehalten hat.

Das Auf und Ab der Gewöhnung und Entwöhnung und Gewöhnung an die Entwöhnung ist also völlig normal.

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